Sonja Soller

Gefangen in Stawropol 5.

Eine etwas andere Liebesgeschichte

Franziska und Alexander – Auf der Flucht

 

Nach dieser ersten ungewöhnlichen gemeinsamen Nacht, konnten sich Alexander und Franziska nur sehr schwer voneinander lösen. Sie brannten innerlich lichterloh. Diese erste, zarte Liebesnacht hatte Spuren bei ihnen hinterlassen. Hatten total verdrängt, dass sie in Gefahr waren entdeckt zu werden. Immer wieder fanden sie eine Gelegenheit sich zärtlich zu berühren, bis Franziska „das Heft in die Hand nahm“ und an ihre derzeitige Situation erinnerte. „Du hast ja Recht, wir können wirklich von Glück sagen, dass uns die Russen noch nicht aufgespürt haben. Gott sei Dank, haben die noch kein Gerät, womit man unsichtbare Flugobjekt aufspüren kann, sie suchen ja aber auch nicht danach, denn sie wissen nicht , dass wir unsichtbar sind,“ warf Alex ein.

Franziska schaute sich die Weltkarte nun zum einhundertsechsundfünfzigsten Mal an, und musste zum wiederholten Male feststellen, „lieber Alex, du und dein Navi haben uns in eine ziemlich prekäre Lage gebracht,“ sie atmete tief ein, „aber Jammern hilft nicht, wir müssen überlegen, wie wir hier wieder unbemerkt fortkommen, die Energie der Tarnfunktion lässt langsam nach. Wir brauchen eine Möglichkeit unser „UFO“ (so nennt Franziska ihr Flugmobil) aufzuladen, ich hoffe wir schaffen es noch, uns weit genug vom Lager zu entfernen.

Wenn wir uns weiter auf dem 45. Breitengrad bewegen, kommen wir unweigerlich nach Italien und Spanien, dann könnten wir dort einen kleinen Versöhnungsurlaub machen.“ „Versöhnungsurlaub?“, fragte Alex „haben wir uns denn gestritten?“ „Versöhnungsurlaub ist immer gut, den kann man immer und zu jeder Zeit machen“, antwortete Franziska.

Das Lager lag weit entfernt von der Stadt Stawropol, weit entfernt von jeglichen Dörfern oder Siedlungen, in ewiger Steppe. Zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer; da liegen natürlich hunderte von Kilometern zwischen, aber in Russland werden Entfernungen ganz anders gemessen. „Im Schwarzen Meer habe ich auch schon gebadet,“ sagte Franziska so nebenbei.

Wenn wir die ganze Strecke von hier bis nach Stadtprozelten in einem durchfliegen würden, wären das ca. 3060 km, das würde unser kleines UFO nicht noch einmal schaffen, wir müssen sehr genau überlegen, wie wir vorgehen wollen,“ bei Franziska, ganz in ihre Rolle als Pilotin geschlüpft, zeigten sich Sorgenfalten auf der Stirn. „ Wir sollten jetzt zu aller erst aus der Gefahrenzone verschwinden.“

Genau so machen wir das, Franzi“, in Alex kribbelte es, er musste Franziska unbedingt küssen, sonst wäre er geplatzt, die Nähe von ihr machte ihn ganz nervös, „wir heben jetzt ab und fliegen in Richtung Stadtprozelten“. Wenn das man so einfach wäre. Es war Alex nachzufühlen, dass er diese ungastliche Stätte so schnell wie möglich auf Nimmerwiedersehen verlassen wollte.

Franzika hatte sich schon hinter das Schaltpult gesetzt und deutete Alex an, sich neben sie zusetzen, und schon hoben sie ab. „Irgendetwas stimmt hier nicht“, Franziska hatte das Gefühl, als würde das UFO am Boden festgehalten, sie gab mehr und mehr Energie, jetzt bewegte sich das Flugmobil, puh, Franziska atmete auf, ihre Nerven waren auf das Äußerste gespannt, „kann sein, dass wir Spannungsunterdruck hatten“. Alex hielt sich an seinem Sitz fest, was ihn aber auch nicht ruhiger machte. Franziska sah Alex liebevoll an, „wir schaffen das schon, schließlich haben wir schon ein ganze Menge hinter uns gebracht, jetzt heißt es Ruhe bewahren und bloß nicht die Nerven verlieren“.........

 

Fortsetzung Folgt.........

 

Gemeinschaftswerk: Sonja Soller/Mark Widmaier
31.01.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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