Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 5 )

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

EM 800 ( 5 )

 

Prof. Tan war noch beim Abendbrot, als sein , ihm bekannter leiser Piepton am Ohr, ihn veranlaßte, die dort festgelegte Nachrichtenschaltung mit dem Tip eines Fingers zu aktivieren. Das Hologramm zeigte die Zentrale und den diensthabenden Leiter an.

Wir haben ganz neue Infos zum Verfolger Met Z4040 , sagte er. Wünschen sie die Info über HG ? Nein sagte der Prof. . Ich komme in ein paar Minuten zur Zentrale.

Er räumte schnell noch den Tisch ab und machte sich auf den kurzen Weg ins Gehirn der Raumfahrsektion.

Was gibt es Neues, fragte er den Diensthabenden ?

Also folgende Situation. Unsere Überwachungsstationen haben festgestellt, daß das Objekt rechtsseitig neben unserer Position fliegt. Der Abstand beträgt 94 km, sagt die Lasermeßstation. Der Umfang des Weltraumkörpers beträgt 5,984 km in der Länge und 3, 622km im mittleren Teil, genau vermessen.

Der Meteor dreht sich einmal um seine Breite in siebzehn Stunden und acht Minuten. Gemessen nach den auf der Erde üblichen Meßmethoden. Wir haben eine Reihe Fotos mit genauen Wiedergaben der sichtbaren Bestandteile seiner Oberfläche. Danach ist er von braünlich bis schwarzer Färbung im größten Teil der Fläche.

Was heißt im größten Teil, fragte Tan. Naja, meinte der Ing. es gibt da ein paar sehr seltsame oberflächliche Formen. Unsere Bildauswerter diskutieren über diese , im Verhältnis kleinen Formatierungen. Na was nun, fragte der Prof. was sind eure ersten Entdeckungen ?.

Darf ich das schon mal erfahren und lächelte dabei ein wenig. Der Ing tat auch sehr geheimnisvoll und meinte dann , auch mit lächelnder Miene, es sieht aus, wie eine oder mehre Häuserruinen. Zumindest der daneben liegenden Trümmerlandschaft und anscheinend Metallkonstruktionen einer Tankstelle auf der Erde.

Jetzt guckten beide Wissenschaftler doch sehr gespannt, was der Andere zu dieser Offenbarung sagen würde. Prof Tan sah sein Gegenüber wirklich sekundenlang sehr merkwürdig an. Hm sagte er dann.

Unsere Alkohollager sind ja sehr gut verschlossen. Die werden nur bei außergewöhnlichen Situationen geöffnet. Da nur ich die Codierung für die Öffnung kenne, gehe ich davon aus, daß niemand in den Genuß deren Inhalte gekommen ist.

Steht vielleicht noch ein Auto oder ein anderes Gefährt an einer Tanksäule fragte er den Ing. Stimmt genau, sagte dieser. Aber ein Licht brennt nicht, ist offenbar abgeschaltet. Und dann lachten beide sehr laut.

Also gut, meinte Prof Tan als die Vernunft wieder die Oberhand gewann. Es wird ein Stab von Mitarbeitern gegründet, die sich ab sofort mit diesem Problem befassen werden. Wir werden diesem Weltraumunikum einen Besuch abstatten. Zwei unserer Raumerkunderdrohnen RED werden sofort startklar gemacht. Ein großer RED 20 und ein kleiner RED 5 inklusive Mannschaft fliegen zu diesem Objekt.

Die 90 km Abstand sind nun wirklich keine große Problematik. Werden wohl in ein paar Erdenminuten zu schaffen sein.

Alle notwendigen Maschinen, Geräte und Hilfsmittel werden an Bord gebracht. Ich fliege im kleinen RED. Eine Mannschaft von fünf Experten für die Kontrolle, Besichtigung usw. fliegt im RED 20 . Alle notwendigen Vorbereitungen wurden unternommen, die Mitglieder der Exkursion benannt und die Ausrüstungen eingeladen.

Vor dem Abflug gab es die übliche Einweisung und alle Verhaltensmaßnahmen zu den Arbeiten auf dem Objekt. Die ausgewählten Mitglieder der zwei Besatzungseinheiten trafen alle notwendigen persönlichen Vorbereitungen für die Exkursion. Start des Unternehmens war für sechzehn Uhr Raumzeit angesetzt.

Prof Tan war schon vorher zur Kontrolle der Vollständigkeit der angeordneten Maschinen, Geräte und sonstigen Ausrüstungen in den RED ´s anwesend.

Die Aufgaben der Zentrale mit ihrer Besetzung arbeitete nach bekannten Plänen für solche speziellen Aktionen.

Ihr oblag die Sicherung und Dokumentation des Unternehmens. Außerdem wurde lt. Weisung in den Bordbestimmungen ,zur Absicherung eine Reservemannschaft mit einem RED Fluggerät aufgestellt und in Alarmbereitschaft gehalten.

Das war oberstes Gebot für die Sicherung von Mensch und Ausrüstungen. Denn das große Ziel hieß ja, den angepeilten Planeten vollständig und unbeschädigt zu erreichen. Und 1024 Menschen sollten dort eine neue Zivilisation nach dem Muster der Erfahrungen und technischen Kenntnissen und Erfahrungen der Erde aufbauen.

Der jetzige Zwischenfall startete pünktlich zur Kontrolle und Begutachtung des unter Beobachtung stehenden Raumobjektes.

Wir werden den gesamten Himmelskörper erst einmal von Vorne bis Hinten umfliegen, sagte Prof Tan. Ob wir auf seiner Oberfläche aufsetzen um irgend welche Erkundigungen zu unternehmen, entscheidet sich nach Notwendigkeit vor Ort.

Es dauerte wirklich nur zwölf Erdenminuten, bis die Umrisse des über fünf Km langen Körpers urplötzlich aus der Dunkelheit des Universums vor der Crew auftauchte. Die RED 20, als erste Raumflieger, näherte sich dem Raumkörper bis auf zweihundert Meter. Schwebte langsam parallel über deren Oberfläche. Die Augen der Forscher saugten förmlich das Geschehen auf. Die Oberfläche war nicht glatt wie poliert, sondern eher urtümlich wie aufgerissener Boden einer Landschaft aus. Tan sagte, es sieht bald so aus, wie der Aushub einer großen Baggerschaufel, der sich in den Boden wühlte, um eine Grube auszuheben. Da waren Steine und auch einige undefinierbare Gegenstände zu sehen. Vielleicht wie Baumstümpfe oder Ähnliches. So flogen die Besatzungen in ihren Forschungsfliegern langsam von einem Ende zum Anderen um diesen seltsamen Klumpen. Ein künstliches Gebilde wie Hausruinen oder anderen ähnlichen Artefakten waren nicht zu sehen.

Die beiden Fluggeräte umkreisten mehrmals den Gesteinsbrocken. Machten viele Fotos und andere wichtige Aufnahmen zur späteren Dokumentation und Auswertung Es sollte ja der genaue Inhalt und Zustand des Raumkörpers festgestellt werden.

Viele Geräte taten ihre Untersuchungen über deren Beschaffenheit . Dabei wurden auch die Drehungen des Meteors festgestellt.

Eigene Antriebsquellen waren allerdings nicht festzustellen.

Nach mehreren Stunden angespannter Forschungstätigkeit entschloß sich Tan zum Abbruch der Mission und damit zur Rückkehr zum Raumschiff.

Die Mannschaft war vielleicht auch etwas enttäuscht. Hatte sich wohl mehr vorgestellt. Der Rückflug verlief anfangs problemlos.

Bis ein Mitarbeiter plötzlich unruhig wurde und in die Runde der Forscher sagte. Ihr könnt mich für albern oder überzogen in meinem Forscherdrang halten, aber ich habe gerade durch eins unserer Fenster ein flackerndes Licht auf dem Meteor gesehen.

Das brüllende Gelächter der anderen Forscher ging unter in eine eisige Ruhe. Alle lachten über diese Worte, hatten sich trotzdem ihre Nasen an den Fenstern platt gedrückt und erstarrten in ihren Äußerungen.

Auf dem Gesteinsbrocken, den sie gerade verlassen hatten war ganz deutlich ein blinkendes Licht zu sehen. Immer in einem bestimmten Rhythmus leuchtete es auf. Dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz und das alles viele Male wiederholt. Das uralte Signal S O S. Und immer wieder.

Den Forschern blieb jedes Lachen im Halse stecken. Neue Fragen ergaben sich daraus. Wieso wurden keine Ursachen dazu festgestellt. Was war ihnen bei ihren Forschungen entgangen. Prof Tan brauchte nichts weiter zu sagen . Die beiden RED´s hatten schon kehrt gemacht und waren zum zweiten Besuch des Steinhaufens unterwegs.

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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