Peter Biastoch

DIY - mach es selbst

Vor etwa vier Wochen trat ein technisches Problem in unserer Wasserversorgung auf. Wir merkten, dass die Pumpe unseres Hauswasserwerkes (HWW) immer länger brauchte, um einen Druck aufzubauen, der zum Abschalten führte. Ich machte mich im Internet kundig, was dafür der Grund sein könnte und zerlegte anschließend den Druckschalter dieses Kessels. Und? Wie in den Erfahrungen bei Google berichtet, war die Schaltmembran völlig mit Rostschlamm zugesetzt. Nachdem ich diesen entfernt und alles ordentlich gereinigt hatte setzte ich die Pumpe wieder zusammen und wollte einen Probelauf starten, doch diesmal sagte der Motor nichts. Kein Brummen, kein Schaltgeräusch, nichts.

Wir kauften also ein neues HWW und ich wollte es gerade gegen das alte austauschen, da machte ich doch noch einen Versuch, das alte einzuschalten. Und diesmal sprang es an, ohne Probleme zu machen und lief ganz normal.

Allerdings begannen jetzt die angeschlossenen Klospülungen beim auffüllen Geräusche zu machen. Ein Problem, das mir tagelang einiges Kopfzerbrechen bereiten sollte. Diesmal gab Google den Rat, eventuelle Verschmutzungen der Zulauföffnung im Spülkasten zu bereinigen. Also zerlegte ich einen unserer Spülkästen, musste dabei aber feststellen, dass dort keinerlei Verunreinigungen zu finden waren und folglich auch nicht zu diesen Geräuschen führen konnten. Es klang, wie Luft im Wasserzulauf.

Ich zerlegte die Saugleitung,  bis zum Ansaugstutzen der Pumpe. Dabei stellte ich fest, dass das obere Rückschlagventil defekt war und nicht mehr richtig schloss. Also kaufte ich ein neues und baute wieder alles zusammen. Dabei fiel mir der zerfressen aussehende Rand eines Messinggewindes auf. Diesen feilte ich wieder glatt und machte einen Probelauf. Immer noch Luft im Wasser!

Nächster Versuch.  Ich schloss die Leitung des HWW und legte eine provisorische Verbindung zwischen Stadtwasser- und Brauchwasserleitung. Nun wurden die Klokästen mit Stadtwasser versorgt. Und? Kein Geräusch mehr! Also muss der Fehler eindeutig bei unserem Hauswasserwerk liegen.

Noch einmal Google befragen. Diesmal mit anderen Stichworten. Und diesmal fand ich einen Anhaltspunkt. Bei jemand trat das gleiche Problem auf und er fand in den Verschraubungen des Saugschlauches eine winzige undichte Stelle. Ich dachte gleich an die Verschraubung, bei der ich den Bund glatt gefeilt hatte. Doch diesmal wollte ich gleich noch das neue Hauswasserwerk in Betrieb nehme, damit die Garantie nicht verfällt.

Also, wieder alles zerlegt und neu abgedichtet verschrauben. Den verdächtigen Bund noch einmal mit einer, diesmal sehr feinen, Feile und anschließend mit feinem Sandpapier geglättet und angeschlossen. Pumpe entlüftet und gestartet. Nach zweimaligem Auslösen der Klospülung hörten die Luftgeräusche auf! Geschafft!

Damit ist erwiesen, dass auch das bisher verwendete HWW noch in Ordnung ist und von nun an als Ersatzteilspender (es ist mit dem Neuen baugleich) zur Verfügung steht. Diese ganze Bastelei brachte meine Kreativität (den mir innewohnenden Blödsinn) wieder in Gang und so hatte ich die Idee für eine Fotomontage, bei der ein Heimwerker etwas völlig falsch anschießt…

Als ich es bei fotocommunity.de hochgeladen habe, gab ich ihm den Titel „DIY“ (Do it yourself bzw. selbst gemacht). Heutzutage muss ja alles einen englischen Namen bekommen, sonst zählt es nichts. Dazu schrieb ich dann noch die folgenden Zeilen:

Da lass ich keinen Handwerker ran.
Selbst ist der Mann,
so schloss ich dann die Spülung an.

 

Für das Foto „DIY“ folgt einfach diesem Link:

https://www.fotocommunity.de/photo/diy-peter-biastoch/43264608

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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