Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 7 )

 

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

 

EM 800 ( 7 )

 

 

So endete die Fortsetzung 6

 

So etwas hat noch niemals eine Forschungsgruppe im Weltall erlebt. Ehemalige Menschen der alten Mutter Erde , wenn auch nicht mehr am Leben, auf einem heraus gerissenen Stück Erdmaterial mit den darauf befindlichen Bauten, Werkzeugen, Maschinen, und sonstigem Zubehör zu entdecken.

In den vielen Hundert Jahren praktizierten Weltraumunternehmungen wurden ja schon allerhand seltsame Dinge und Bauten entdeckt. Das waren aber immer Sachen außerirdischen Ursprungs.

 

Alles Gefundene wurde sorgfältig festgehalten in Bildern und den verschiedensten Speichermedien. Solange es keine authentischen Beweise für eine große Katastrophe auf der Erde gab, waren die gemachten Entdeckungen besonders wertvoll. Prof Tan wandte sich jetzt zum zweiten Forschungsteam.

Wollte natürlich sehen, ob es dem gelungen war , Neues zu entdecken. Der Trupp bewegte sich entlang der noch dürftig erkennbaren Straße und dem leeren , einstmals wohl Parkplatz. Vorbei an einzelnen Häusern und Ruinen, Mauerresten und Trümmern verschiedener Art, suchten sie die Gegend ab.

Das rhythmische Blinken der einzelnen Lampe war weithin zu sehen. Der Grund für dessen Leuchten war noch nicht erkennbar.

Immer wenn die Forscher an einem noch einigermaßen unzerstörten Gebäude vorüber kamen, gingen sie unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen hinein. Hatten bisher in den Räumen immer ein großes Durcheinander der Einrichtungsgegenständer gesehen. In einem Gebäude fanden sie vier Tote , offenbar ehemalige Erdenmenschen. Sogar ein Hund war einmal dabei.

Alle Körper waren stark deformiert und machten den Eindruck , schwere Verletzungen erlitten zu haben. Insgesamt war zu erkennen, daß die statt gefundene Katastrophe urplötzlich und ohne Vorwarnung eingetreten sein muß. Die Menschen hatten wohl keine Möglichkeit einer Rettung oder eines Schutzes.

In den Kellerräumen und auf den Hausböden lagen noch eine große Anzahl toter Vögel und wohl auch Ratten. Überall standen Mobiliar aller Art und technische Geräte wie Computer, herum.

Strom oder eine Art von Elektrizität war nicht feststellbar. Das war insofern verwunderlich, wieso die Lampe vor dem einen Haus unaufhörlich leuchtete. Auch Wasser war nicht zu finden. Die Gruppe ging weiter, nachdem zwischenzeitlich eine Pause und Lagebesprechung mit Prof Tan statt gefunden hatte. Es war schon anstrengend, sich unter den Weltraumbedingungen auf dem großen Klumpen der ehemaligen Erde zu bewegen.

Deshalb wurde beschlossen, nur noch das Gebäude mit der blinkenden Lampe zu kontrollieren. Dann sollte für dieses Mal die Exkursion abgebrochen und später fortgesetzt werden .

Interessant schien dieses Gebäude zu sein. Es stand nur wenige Meter von einer Abbruchkante entfernt. Wenn man sich diese Bruchstelle genauer ansah, gab es ein paar absonderliche Erscheinungen.

So waren vier halbrunde Behälter von je circa zehn Meter Länge zu sehen. Zwar nur ansatzweise ragten Teile davon aus dem aufgebrochenen Erdreich.

Auf der anderen Seite konnten die Forscher zwei ziemlich große , offenbar aus Beton oder ähnlichem Material bestehende Flächen feststellen. Sahen aus wie Wände oder Mauern unterirdischer Räume. Eine Menge Rohre und Kabel gingen da hinein oder hinaus. Nach deren Betrachtung sagte Prof Tan, also gut. Von Außen haben wir uns das ziemlich lange betrachtet, versuchen wir uns auch das Innere anzusehen.

Das Seltsame war, daß die Eingangstür abgeschlossen war. Das stellten sie beim Versuch des Eintrittes fest. Die Tür war zwar zertrümmert aber vom Rahmen her abgeschlossen. So gingen alle mitten durch die zersplitterten Innereien, also glasähnlichen Materialien.

Überall Treppen. Nach oben und auch nach unten. Gehen wir erst einmal nach oben. Wenn es Besonderes zu sehen gibt, dann wohl oben.

Zweimal acht Stufen mußten sie steigen, um weitere Türen zu Räumen zu öffnen. Da waren Toiletten und Waschraum und zwei Zimmer. Die machten den Eindruck von Aufenthaltsräumen oder auch Wohnzimmern.

Dann war da noch ein großer Raum, der machte den Eindruck eines Büros oder auch Arbeitszimmers, genannt. Überall herrschte eine gewisse Ordnung.

Wenn man die Zerstörung durch die Katastrophe außer Acht lies. Von den Bewohnern war hier nichts zu sehen. Es gab noch eine ganze Reihe von Zimmern. Die Besitzer müßten wohlhabend gewesen sein. Also wieder abwärts in den Keller und dann ab zum Raumschiff.

Ich habe Hunger sagte der Professor. Alle nickten. Wir auch. Die Stufen abwärts waren schwieriger als aufwärts. Die Scherben und sonstigen Trümmerteile behinderten doch sehr.

Dann standen sie vor der Kellertür. Und die war zu. Keine Klinke, kein Griff oder sonstigen Hebel. Na das ist lustig. Der Bauherr war ein Spezialist .

Was nun. Alle suchten nach einer Möglichkeit zum Öffnen der Tür. Da sind drei kleine schwarze Striche sagte einer der Forscher. Striche kann man nicht anfassen. Gut lassen wir das jetzt sein. Machen wir beim nächsten mal weiter. Sie drehten sich zum Ausgang, um das Haus zu verlassen.

In diesem Moment zuckten alle Forschungsmitglieder zusammen.

Ein ohrenbetäubender Heulton lähmte alle sekundenlang. Ganz, ganz langsam öffnete sich die Kellertür.

Ein unwahrscheinlicher Gestank schlug den Forschern aus dem Öffnungsspalt entgegen. Was ist los, fragte Prof Tan ? Ich habe mehr aus Versehen die drei Striche berührt. Dann ging die Sirene los, eine paar leuchtende Lämpchen gaben ihr rötliches Licht an die Umgebung ab und die Tür geht auf, sagte einer der Forscher.

Vorsichtig drängte sich der erste Kosmonaut durch den entstandenen schmalen Spalt. Immer darauf bedacht, seinen Schutzanzug nicht zu beschädigen. Das könnte im Ernstfall böse Folgen für ihn haben.

Danach stemmte er sich kraftvoll gegen die halb offene Tür., bis diese sich ganz öffnen ließ. Zu sehen war bisher nichts in dem Raum. Ein diffuses schwaches Licht war nicht in der Lage, den Raum ordentlich auszuleuchten.

Im Schein ihrer Handscheinwerfer sahen sie jetzt ein paar Möbel. Außerdem standen da noch ein paar Betten. Auf denen waren irgend welche größere Haufen oder auch Hügel zu erkennen. Auf denen lagen Decken oder ähnliche schlecht zu erkennende Gebilde.

Vor einem der Betten lag ein größerer Berg Decken. Prof Tan ging dahin und berührte diesen Berg. Zog die oberste Decke beiseite und erstarrte. Er sah eine zusammen gekauerte Gestalt eines Menschen.

Der steckte in einem Schutzanzug, ähnlich einem Kosmonautenanzug. Nur viel einfacher. Er kannte diese Art der Anzüge. Sie wurden auf der Erde allen Menschen als Notfallausrüstung gegeben. Waren vorgesehen für den Fall einer größeren Umweltkatastrophe, egal welcher Art. diese Anzüge waren von guter Qualität. Konnten den Träger zumindest vorübergehend gegen Schäden schützen. Hatten Atemluft und Wasseranschlussventile. Das waren Ganzkörperanzüge mit einem flexiblen Kopfschutz-und Helm. Die Vorderfront bestand aus einem glasähnlichen Material.

War also durchsichtig. Tan konnte durch dieses Glas das Gesicht einer Person erkennen. Aber lebte der Träger noch ? Wahrscheinlich nicht. Es waren keine Symptome zu erkennen.

Er nahm sein kleines knopfähnliches Kontrollgerät, daß jeder Kosmonaut zu seiner Überprüfung der Lebensfunktionen bei sich trug und drückte es dem Gefundenen auf die Brust.

Es gab erst keine Information an die im Kreis um ihn stehenden Mitglieder ab. Suchte deshalb eine andere Stelle zum Kontakt und hatte urplötzlich einen Alarmton.

Der schreckte alle gehörig zusammen. Also lebte der Mensch noch, wenn auch mit sehr schwachen Funktionen. Das war unglaublich.

Sofort wurden die zwei anderen Körper auf den Betten kontrolliert und ebenfalls vom Doc als lebend befunden. Jetzt begann eine schnelle Aktion.

Prof Tan veranlaßte fünf Mitglieder der Crew die drei Körper unter größter Vorsicht in die Rettungskabine des RED 20 zu bringen.

Die Doktorin übernahm das Rettungskommando, mußte die Geretteten sofort unter größter Sorgfalt und erster Hilfeaktion zum Raumschiff bringen.

Die Drei waren im tiefen Koma, also nicht ansprechbar. Sie durften auf keinen Fall aus ihren Anzügen befreit werden.

Sie kamen hier in die Notfallkabine und wurden mit Atemluft und Sauerstoff versorgt. Erst im Raumschiff kommen sie auf die Krankenstation und werden fachmännisch von der Ärztin und dem für die Behandlung bestimmten Team versorgt und behandelt.

Die RED 20 machte sich auf den Rückflug zum Raumschiff. Die Rettung hatte jetzt höchste Priorität.

Tan hatte nach dieser Aktion die Mitglieder Crew zusammen geholt und beschlossen, diesen Tag der Forschung abzubrechen. Die gemachten Erfahrungen und Sichtungen und natürlich Erfolge bei der Rettungsaktion waren doch für alle ziemlich anstrengend, körperlich und auch geistig.

Alles Material wurde zusammen gepackt und mit dem RED 5 ging es zurück zum EM 800. Eine Erdenstunde nach Ankunft der RED 20 konnten sie dort wieder einfliegen und zur Ruhepause kommen.

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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