Sonja Soller

Gefangen in Stawropol 9.

Eine etwas andere Liebesgeschichte

Franziska u. Alexander
Von Armawir nach Sotschi nach Batumi (Georgien)

 

Im Vorfeld hatten sie ja schon festgestellt, es mit den Jetpacks nicht ganz bis nach Sotschi zu schaffen. Sie sind irgendwo in der Pampa gelandet. Franziska sah auf ihre „Uhr“, „laut Navi sind es noch ungefähr 55 km, dann müssen wir mit dem „Hydrofoil“ bis nach Batumi und von dort mit dem Bus über die Grenze in die Türkei nach Trabzon.“ Alex war froh, dass die Tarnanzüge unbegrenzt unsichtbar machten, so mussten sie keine Angst haben, plötzlich von anderen gesehen zu werden. „Dann gehen wir jetzt wohl erst zu Fuß weiter, bis wir eine Mitfahrgelegenheit gefunden haben,“ Alexander sah Franzi fragend an.“ „Da wir nicht an einer Bushaltestelle gelandet sind, werden wir das gezwungener Maßen machen müssen.“

Alexander kramte in seiner Gürteltasche, und zauberte ein paar Schokoriegel herbei, „jetzt machen wir erst eine kleine Schokopause, bevor es weitergeht,“ er reichte Franziska zwei Riegel und stopfte sich selber mit Genuss einen in den Mund.

Was sagt denn dein Navi?“ Franzi schluckte den Rest von dem Schokoriegel hinunter. „Das Navi sagt, wir sind in der Pampa. Wir müssen in die Richtung gehen,“ Franzi zeigte nach Nord-West.Alexander nahm sie noch einmal in den Arm und zog sie mit sich in die gezeigte Richtung.

Nach einigen Kilometern fast undurchdringlichem Gelände sahen sie nur Weite, Weite bis zum Horizont. „Wow, was ist das?“ Franziska sowie Alex waren erstaunt und verblüfft. „Sind das Felder, was eine Weite, in Russland ist eben alles anders und nicht alles schlecht,“ stellte Alexander fest. „Wenn dies Felder sind, dann muss es Menschen geben, die die Felder bearbeiten. Vielleicht haben wir Glück und es kommt ein Traktor vorbei, auf dem wir ein Stück mitfahren können, unsichtbar versteht sich. Wir dürfen uns trotz allem nicht zu erkennen geben, schließlich sind wir geflohen.“ Sie gingen auf Spuren weiter, die ein „Monsterfahrzeug“ hinterlassen haben musste.

Franziska kam es vor als wären sie hunderte von Kilometern gegangen, einen richtigen Fußmarsch war sie nicht mehr gewohnt, es gab für sie immer einen fahrbaren Untersatz oder ein Fluggerät, das für sie bereitstand. In der nicht allzu weiten Ferne sah sie ein Gefährt, dass sich auf dem Feld bewegte. Alex hatte es ebenfalls bemerkt. „Bis dahin müssen wir dann aber schon noch gehen.“

Sie hatten wirklich Glück, der „Monstertraktor“ fuhr in die Richtung, in die auch sie wollten. Sie setzten sich, unbemerkt von dem Fahrer, auf den Hänger. Das war der rechte Augenblick um sich etwas auszuruhen.
Das Gelände war wirklich groß und der Traktor fuhr immer noch in die richtige Richtung. Alexander zauberte noch zwei Schokoriegel aus seiner Gürteltasche, die sie mit Genuss aßen. „Wenn die Häuser dahinten nicht zu Sotschi gehören, fress ich einen Besen,“ Franzi war schier aus dem Häuschen, „wir haben es geschafft, das schwierigste haben wir hinter uns ,“ sie fiel Alex in die Arme, „nun kannst du sagen: Wir schnuppern bald Heimatluft.“

Sieh, ich glaub wir müssen gleich absteigen, habe keine Lust auf dem Hof des Bauern zu landen. Das Stück Weg schaffen wir auch noch,“
Alex war sichtlich froh, endlich, endlich ein Ende dieser Reise zusehen.
Auch Franziska war ganz aufgeregt. „Ich freu' mich auf die Fahrt mit dem Hydrofoil (Tragflügelboot), das wird bestimmt aufregend.“

Endlich hatten sie es geschafft, sie konnten die Anlegestelle des Hydrofoil sehen, die beiden waren so Happy, dass sie sich umarmen mussten, sie waren sehr glücklich es bis hierher geschafft zuhaben. Diese Gefühle kann sich niemand vorstellen, der nicht schon einmal in so einer Situation gewesen war.Das Boot sah gigantisch aus, ein bisschen wie ein Schlauchboot in einer flachen Badewanne mit Füßen.

Egal wie die Fähre aussah, Hauptsache sie rückten ihrem Ziel wieder näher.

Sie brauchten nicht abzuwarten bis die anderen Passagiere an Bord kamen, sie hatten eine unsichtbare „Sondergenehmigung“.
Sie waren beide von der Fahrt begeistert,
leider konnten sie ihre Helme nicht abnehmen und die Haare im Wind flattern lassen. Diese Aussicht, das Meer, einfach alles war wunderbar, als wären sie auf einem Ausflug.

In Batumi angekommen staunten sie nicht schlecht, tummelten sich doch lauter Urlauber am Strand. Franziska sah Alex an, „nein, nicht schon wieder .“ Alex wusste was jetzt kam. „Liebster Alex,“ Franzi legte besondere Zartheit in ihre Worte, „wie soll uns hier jemand erkennen, wenn wir im Wasser sind, es würde dir sicher auch gefallen den Anzug mal ablegen zu können.“

Du hast ja Recht, unsere Unterwäsche sieht fast aus wie Badezeug, also, hinter einen Busch, Anzug aus und rein ins Wasser“........

Fortsetzung folgt.......

Gemeinschaftswerk: Sonja Soller/Mark Widmaier
06.02.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Sonja Soller).
Der Beitrag wurde von Sonja Soller auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Eiskalt erwischt. Hinterhältige Kurzgeschichten von Stefan Hein



Nervenkitzel, überraschende Wendungen und eine anständige Prise schwarzer Humor sind charakteristisch für die vierzehn spannenden Kurzgeschichten in diesem Buch. Ob Krimi, unheimliche Erzählung oder bissige Satire: Nie entwickeln sich die Dinge so wie erwartet. Überall lauern bitterböse Pointen – und erwischen den Leser eiskalt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fantasy" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Sonja Soller

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Gefangen in Stawropol von Sonja Soller (Fantasy)
Casandra von Silke Schück (Fantasy)
Eine seltsame Liebeserklärung von Dieter Hoppe (Freundschaft)