Maike Bruhn

Jamais un rhinocéros

Ich glaube, ich habe es jetzt verstanden. Ich bin anders. Nicht schlechter oder besser, aber ich passe nicht in diese Welt. Ich verstehe diese Verhaltensweisen nicht, des-wegen kann ich auch nicht geliebt werden. Es ist wie Fische und Vögel. Das geht ja auch nicht und das ist ja auch nicht verwunderlich. Die Vögel verletzen mich, sehr, aber das machen sie nicht mit Absicht. Manchmal verliebt sich ein Vogel in mich, aber letztendlich hackt er mich halbtot. Das ist halt seine Natur. 
Der Fisch auf dem Trocknen hält ziemlich lange an der Hoffnung fest, dass der Vogel ihn eigentlich liebt. Manchmal sogar je doller der Vogel zuhackt. Das muss der Fisch tun, weil er doch eigentlich dazugehören möchte und wenn er sich eingesteht, dass er es nicht tut, an seiner Einsamkeit zugrunde geht.La solitude, c'est l 'enfer. 
Und vielleicht hält der Fisch auch so lange an der Liebe und dem Schmerz fest, weil die Großartigkeit der Gefühle mit dem Schmerz verschwindet. Die Erinnerungen bleiben, aber aber irgendwie ohne Tiefe. Bis sie nur noch zweidimensionale Worte sind und der Fisch kaum noch fühlen kann, dass er für überglückliche Momente fliegen konnte. 

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