Heinz-Walter Hoetter

Ihr Gott heißt MAMMON

 

Eingangszitat: „Die Armut in Deutschland wächst nicht deshalb, weil die Wirtschaft vielleicht nicht mehr wächst, sondern weil ganz unten am meisten gespart werden muss.“

Wenn dies so ist, heißt das aber auch, dass die Hoffnungslosigkeit wächst und damit die sozialen Spannungen in unserer trostlos gewordenen Gesellschaft zunehmen werden. Arbeitslosigkeit ist kein Zufall, wie die zunehmende Gewalt auch nicht in der BRD.

Regierung und Opposition wollen das offenbar genau so und nicht anders, denn in Deutschland geht es um den größten Sozialabbau in der Geschichte dieses Landes und des deutschen Volkes überhaupt.

Hinzu kommt noch die Enteignung der Sparer durch die verheerende Nullzinspolitik der EZB. Allein bis heute haben Deutschlands Sparer schon durch die niedrigen Zinsen die stolze Summe von mehr als 640 Milliarden Euro verloren (seit Einführung des Nullzins).

Die ungerechte Verteilung des Reichtums ist eine wesentliche Ursache für das große Elend auf der Welt. So auch in der deutschen Gesellschaft. In ihr verfügen etwa 10% der Bevölkerung in Deutschland über ca. 50% des Geldvermögens, weltweit ist die Situation nicht anders. Dabei vermehrt sich das Vermögen der wenigen Reichen und Superreichen täglich.

Ursache für diese ungerechte Umverteilung sind aus meiner Sicht jedoch nicht die Steuern, die Menschen an den Staat zu zahlen haben, sondern das Geldsystem selbst. Ein wesentlicher Fehler in unserem Geldsystem ist der Zins und Zinseszins. Denn Zinsen ermöglichen es denjenigen, die über viel Geld verfügen dieses ohne eigene Leistung zu vermehren.

Aber wie kommt diese Geldvermehrung zustande?

Es kann nur durch die Leistung der Menschen kommen, die über wenig Geld verfügen und sich daher Geld gegen Zinsen leihen müssen. Dies aber bedeutet, dass diejenigen, die über wenig Geld verfügen einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit für die Reichen und Superreichen erbringen müssen, um das Vermögen dieser Minderheit zu vermehren und dies ohne Gegenleistung. Denn das Verleihen von Geld ist keine Leistung. Das Verleihen von Geld gegen Zinsen ist bzw. war in allen großen Weltreligionen verboten. Ebenso wie der Islam kennen auch das Juden- und Christentum ein Zinsverbot. Das Verbot des Zinsnehmens geht auf Passagen des Alten Testaments zurück und erlangte auf diese Weise für Juden und Christen gleichermaßen eine Bedeutung.

Das biblische Zinsverbot basiert im Wesentlichen auf folgenden Textstellen des Alten Testaments:
2. Buch Mose (Exodus) 22 , Vers 24: “(24) Wenn du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an einen Armen neben dir, so sollst du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln; du sollst keinerlei Zinsen von ihm nehmen.”
3. Buch Mose (Levitikus) 25, Vers 35-38: “(35) Wenn dein Bruder neben dir verarmt und nicht mehr bestehen kann, so sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, dass er neben dir leben könne; (36) und du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, dass dein Bruder neben dir leben könne. (37) Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch Speise geben gegen Aufschlag. (38) Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.”
5. Buch Mose (Deuteronomium) 23, Vers 20-21: “(20) Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder für Geld noch für Speise noch für alles, wofür man Zinsen nehmen kann. (21) Von dem Ausländer darfst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du unternimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.”

„Wenn du Silber leihst einem aus meinem Volke, dem Armen neben dir, sei gegen ihn nicht wie ein Schuldherr; legt ihm nicht Zins auf“ (2. Mose 22, 24) „Vielmehr liebet eure Feinde und tut Gutes und leihet, ohne etwas zurückzuerwarten“ (Lk. 6, 35; siehe auch Mt. 5,42) „Das Geld kann nur durch Ausgeben gebraucht werden, also ist dem Gläubiger kein Zins zu vergüten. Auf Zins ausleihen ist Sünde“ (Thomas von Aquin). Sowohl das Juden, als auch das Christentum haben sich durch das Zinsnehmen versündigt.

Das Zins- und Zinseszinssystem hat zu einer unglaublichen globalen Umverteilung des Geldes geführt, so dass nur eine kleine Handvoll Personen über ein gigantisches Geldvermögen verfügen.

Der Zins steckt aber auch in allen Preisen. So ist im Trinkwasser ein Zinsanteil von ca. 38%, in den Lebenshaltungskosten von ca. 40% und im sozialen Wohnungsbau sogar 77% Zinsanteil enthalten. Natürlich sind auch in den Steuern Zinsen enthalten, da ja auch der Staat Geld gegen Zinsen leiht, so dass jeder – ob er nun will oder nicht- auch wenn er kein Geld geliehen hat, einen großen Teil seiner Energien dafür aufbringt, Zinsen an die wenigen zu bezahlen, die bereits über grosse Geldvermögen verfügen. Unser herkömmliches Geld ist somit durch das Zinssystem kein neutrales Tauschmittel, sondern bevorzugt einseitig die Besitzer von Geldvermögen der Reichen und Superreichen dieser Welt und hat zu einer regelrechten versteckten Versklavung der Mehrheit der Weltbevölkerung geführt.

Die Versklavung der Menschheit durch die brutalen Methoden der international agierenden Zins- und Zinseszinsverbrecher ist eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Gott dieser international agierenden Finanzverbrecherbande heißt MAMMON.
 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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