Heinz-Walter Hoetter

Das Irrenhaus der Freiheiten

 

 

Ich habe das zunehmende Gefühl, gesellschaftlich und politisch in einem Irrenhaus zu leben.

 

Dieses Irrenhaus heißt Deutschland.

 

Ich persönlich habe die Schnauze so was von voll von dieser verrohten Gesellschaft.

 

Normalerweise pflege ich sprachlich einen anderen Ton, aber ich sehe keine Besserung für dieses geistig-seelische und moralisch total kaputte Land, dass alle Probleme ausschließlich mit Geld lösen möchte.

 

Unsere Gesellschaft ist eine depressive. Aber warum? Wir leben doch in Saus und Braus, wir haben alles, was das Herz eines Konsumenten begehrt. Wir haben fast alle Freiheiten und dürfen unser Leben so gestalten, wie wir das möchten. Jeder darf seinen sexuellen Neigungen so nachgehen, wie er will. Immer und überall können wir uneingeschränkt unsere Meinung sagen. Und sollten mal jemand arbeitslos werden, erhält er in letzter Instanz soziale Leistungen. Man könnte also meinen, dass wir in einem „Schlaraffenland“ leben.

 

Wir leben darüber hinaus in einer „Spaßgesellschaft“, in der wir aller Vermutung nach völlig frei und ungezwungen leben können.

 

Oder sehe ich das vielleicht falsch?

 

Könnte es möglicherweise sein, dass wir vielleicht in einem riesigen Gehege leben, dessen vielfältige Gehegefreiheiten uns offenbar nur von unserem eigentlichen Wesen entfremdet haben, dass wir nur noch als „entindividualisierte Menschen“ zu gelten haben?

 

Ich frage mich daher voller Angst: „In welche Abgründe wird uns dieses „Irrenhaus der Freiheiten“ noch führen?“

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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