Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 8 )

 

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

 

EM 800 ( 8 )

 

 

So endete die 7. Fortsetzung

 

Tan hatte nach dieser Aktion die Mitglieder Crew zusammen geholt und beschlossen, diesen Tag der Forschung abzubrechen. Die gemachten Erfahrungen und Sichtungen und natürlich Erfolge bei der Rettungsaktion waren doch für alle ziemlich anstrengend, körperlich und auch geistig.

Alles Material wurde zusammen gepackt und mit dem RED 5 ging es zurück zum EM 800. Eine Erdenstunde nach Ankunft der RED 20 konnten sie dort wieder einfliegen und zur Ruhepause kommen.

 

Die Arbeiten und das ganze Leben im Raumschiff gingen so weiter, wie bisher. Jeder hatte seine Aufgaben zu erfüllen, damit das Gesamtprogramm irgendwann zum Erfolg führt.

Die drei auf dem gefundenen Meteoriten waren Menschen der Erde. Sie wurden in letzter Sekunden vor ihrem Ableben durch die Rettungsaktion der Forschungscrew der EM 800 auf dem Raumschiff übernommen, lagen jetzt gut behütet und medizinisch versorgt in der Krankenstation. Tag und Nacht waren sie nicht nur an Maschinen und Computern angeschlossen.. waren außerdem von Fachpersonal umgeben. Die waren natürlich ständig bemüht, die Drei zu betreuen.

Sie warteten genau so gespannt auf den Augenblick, wie auch alle Raumfahrer , an dem die Patienten erwachen würden.

Es war ja bisher nicht bekannt wer sie waren, woher sie kamen, was sie so erlebt haben und vor allem , was auf der Erde seit ihrem und dem Abschied der Raumschiffsbesatzung passiert war. Irgend wann war es dann soweit.

Nach sechzehn Tagen, gerechnet nach der Zeitrechnung der Erde, wachte der Erste aus seinem Koma auf. Er war natürlich viel zu schwach, was hier und ihm passiert war , zu verstehen. Brauchte noch einmal vier Tage, bis er seine Umgebung wahrnehmen konnte.

In der Zwischenzeit wurde er schon mal mit Getränken und den ersten kleinen Speisen versorgt. Alle Insassen waren riesig neugierig auf seine ersten Worte. Das Pflegepersonal hatte alle Mühe, ihn vor dem Andrang der Besatzung freundlich aber bestimmt zu schützen. Alles nach den Anweisungen von Frau Doktor und von Prof Tan. Die waren darauf bedacht, ihn auf keinen Fall beim Aufwachen zu überfordern. Der Kleine mußte erst einmal zu sich kommen.

Und dann, urplötzlich war es soweit. Er sprang aus seinem Krankenbett, als wäre er gerade nur mal vom Mittagsschlaf ausgeruht, erwacht. Seine ersten Worte waren, Mama ich habe Hunger. Aber nicht auf Suppe sondern auf etwas Herzhaftes.

Die diensthabende Krankenschwester fiel vor Schreck fast von ihrem Stuhl. Es war zu diesem Zeitpunkt mitten in der Nacht. Hier im Raumschiff war ja sowieso immer Nacht rundherum. Eine gewisse Ordnung, dazu zählte auch die Tageszeitrechnung war nach der gewohnten Erdenzeit eingerichtet. Deshalb war die Schwester auch müde auf ihrem Stuhl eingenickt. Der Junge saß kerzengerade in seinem Krankenbett. Verstand augenscheinlich auch nicht, was um ihn herum so geschah.

Er sah sich im Sitzen so rundherum die Leute an, die um sein Bett standen. Was ist hier los, fragte er und sah dabei Prof Tan voll ins Gesicht an. Nicht ängstlich, nur fragend.

Warum bin ich nicht bei uns im Schutzkeller und wo sind meine Eltern, wandte er sich fragend an den Professor. Immer der Reihe nach, sagte Tan lächelnd. Deine Eltern liegen auch hier, schlafen noch etwas hinter den Vorhängen. Du bist offenbar langsam wieder ausgeruht und bei vollem Bewußtsein.

Also, ich bin Prof Tan 0001 und Leiter der Expedition der Menschheit der Erde hier in einem Raumschiff. Wir sind auf der Suche nach einem Planeten , auf dem die Menschen sich ein neues Domizil errichten und leben können. Wir haben dich und deine Eltern unterwegs zufällig gefunden. Ihr gehört jetzt zu uns, davon aber später.

Jetzt würde ich gerne etwas von dir und euch wissen. Dabei beobachtete er den Jungen, wie der auf seine ersten Sätze von ihm reagieren würde.

Also ich heiße Pimbok, sagte er nach einer Weile des Schweigens. Mein Paps heißt Fred und Mam heißt Mausi, lächelte dann und meinte, naja sagt Paps. Richtig heißt sie Geranci. Fast wie eine Blumenart. Aber erstaunlich ist das alles für mich.

Kaum ist der große Asteroid eingeschlagen, schon seid ihr hier in diesem Schiff unterwegs zu neuen Unterkünften. Das ist sehr verwunderlich. Ich dachte, die Erde wäre so zerstört, daß nichts mehr funktionieren würde. Als die Warnungen von dem bevorstehenden wahrscheinlichen Katastrophenfall überall verbreitet wurde, haben sich alle in ihre eigenen Sicherheitsobjekte begeben. Wir auch. Was dann geschah war so ungeheuerlich, daß ich das nicht so genau beschreiben kann. Fragt mal Paps und Mam wenn sie munter sind. Ich weiß nur noch, daß die Leute im großen Laster, die gerade Energie tanken wollten furchtbar schrien und in ihr Fahrzeug sprangen.

Wir sind in unseren Bunker unterm Haus gelaufen, haben alle Sicherungen scharf gemacht. Die riesigen Tresortüren gingen zu und wir waren in der Überlebensbox eingesperrt. Wußten gar nichts mehr. Hatten nur noch Panikattacken.

Ein irrer Lärm war rundherum. Alles wackelte und schüttelte uns so durch, daß wir dachten, jetzt ist alles kaputt und wir gefangen . Wir hatten zwar Lebensmittel und Schutzanzüge nach den Weisungen der Regierungen dabei. Luft und Energie waren für eine bestimmte Zeit vorrätig. Aber keiner wußte ja, wie es weiter gehen würde.

Nach einer ganzen Weile trat plötzlich Ruhe ein. Und das Verrückte war, wir fingen an zu schweben, konnten kaum noch laufen und alle Sachen flogen durch die Räume. Fenster gab es keine. Wir konnten nicht nach draußen sehen. Wir hörten nur noch das leise Surren der Pumpen für die Luftzufuhr und sahen die Anzeigen für die Stromversorgung. Das klappte noch. Wir konnten so ein paar Wochen aushalten. Raus konnten wir auch nicht. Die beiden Türen waren blockiert. Ließen sich nicht mehr öffnen. Wir waren in unserem Keller gefangen. Nach einer Weile bin ich eingeschlafen und jetzt hier aufgewacht.

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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