Wilhelm Wilts

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Logisch, rational gelöst!

Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt ist vermutlich einer der am häufigsten gestellten Fragen in der Geschichte der Menschheit und über die es bestimmt über hunderte von Theorien und Glaubensansätze gibt.

Da aber keine der mir bekannten Theorien mich wirklich überzeugte und ich sagen konnte: -Ja klar, nur so kann es sein-, habe ich versucht mir meine eigenen Gedanken zu dieser Frage zu machen und hierzu sogar auch eine für mich plausible Antwort gefunden.

Um meinen Anspruch der Plausibilität gerecht zu werden, habe ich versucht nur Tatsachen und Fakten bezüglich der Beantwortung dieser Frage heranzuziehen.

Deshalb habe ich, bevor ich zur Beantwortung der eigentlichen Frage komme, zwei Fragen, die ich vorab klären möchte:

1. Welche Lebensformen müssen wir für die Beantwortung dieser Frage unterscheiden?

und

2. Gibt es eine Seele?

Bezüglich der ersten Frage müssen wir nach meiner Ansicht mindestens drei Lebensformen unterscheiden und zwar folgende:

1. Tote, nicht lebende Materie (z.B. Sand, Metalle...)

2. Unbewusst lebende Wesen.
Diese Form des Lebens kann fühlen, wachsen, sich vermehren.. In diese Kategorie würde ich typischerweise die Pflanzen einordnen und Tiere, soweit sie nur über Instinkte verfügen und diese Arten ausschließlich nur ein unbewusstes Dasein fristen.

3. Bewusst lebende Wesen.
Diese Art nimmt bewusst das eigene als auch das Leben anderer Lebewesen wahr. Es denkt bewusst über das nach was es tut und was andere tun. Und insbesondere nimmt dieses Wesen bewusst die Zeit wahr, die es lebt / erlebt.

Hnsichtlich der zweiten Frage, ob es eine Seele gibt, haben Wissenschaftler bei Tieren wie auch bei Menschen zehntausende von seltsamen Experimenten unterworfen und in jedem Winkel des Herzens und in jede Windung des Gehirns geschaut. Doch einen magischen Funken einer Seele haben sie bislang nicht entdeckt.
Es gibt daher keinerlei wissenschaftlichen Beleg, dass es eine Seele gibt.

Von daher kann ich die Existenz einer solchen Seele in meiner Theorie hier nicht berücksichtigen.

So, nun zurück zur eigentlichen Frage...

Gibt es also ein Leben nach dem Tod?

Wenn ein bewusst lebendes Wesen stirbt, scheidet das Leben zweifelsohne aus diesem Körper. Ein lebender Körper besteht aus Milliarden von Zellen, die nach dem Tod absterben und sich (wieder) in tote, nicht lebende Masse zurückverwandelt.

Die Frage aller Fragen lautet nun:

Wird man nach dem Tod, jemals wieder ein neues Leben erlangen bzw. geboren. Und wenn ja, in welcher Form und vor allem, wann?

Klar ist, dass immer wieder neues Leben geboren wird. Und wenn man bedenkt, dass es auf unserer Welt in früherer Zeit einmal gar kein Leben gegeben hat, wächst das Leben auf unserer Welt und entwickelt dabei immer komplexere Lebensformen.

Da das Leben wächst, dürfte die Wahrscheinlichkeit wieder ein Lebewesen zu werden, wenn man verstorben ist, daher nicht null sein, insbesondere wenn man das Verhältnis tote Materie zu lebender Materie hierbei berücksichtigt.


Das Verhältnis könnte beispielsweise bei:
1: 1000000000000000000
liegen.

Auf dem ersten Blick wären die Chancen jemals wieder zu einem lebenden Wesen (mit Bewusstsein) zu werden zwar ziemlich gering, sie sind jedoch nicht null!

Jetzt könnte man einwenden, wenn man tot ist, gehört man aber nun mal zur toten Materie und bleibt auch tote Materie, weil tote Materie von sich aus nicht wieder zu etwas Lebendigen werden kann. So könnte man jedenfalls argumentieren.

Warum aber sollte tote Materie nicht (wieder) zu lebender Materie werden können?

Lebewesen ernähren sich von nicht lebender Materie und hieraus können im Körper neue Zellen entstehen und wenn es der Zufall will, erwächst daraus neues Leben.

Im Klartext:

Lebende Materie wandelt tote Materie in lebende Materie um.

Aber was ist mit der Zeit, wenn man nicht lebt?

Es dürfte ja schließlich eine Ewigkeit dauern, bis tote Materie wieder zu etwas Lebendigen wird.

Die Antwort ist einfach.

Die Zeit gibt es nicht, da tote Materie (und evtl. auch unbewusstes Leben) die Zeit schließlich überhaupt gar nicht wahrnehmen kann!

Die Wahrscheinlichkeit wieder ein Lebewesen mit einem Bewusstsein zu werden, relativiert sich daher wieder über die Zeit!

Beispiel: Wenn die Chancen beispielsweise 1 zu einer Milliarde  stünden, in sagen wir mal in einem Jahr wieder in ein neues Leben geboren zu werden, dann wären die Chancen nach einer milliarden Jahre relativiert und man sollte in dieser Zeit gute Chancen haben (1:1) wieder ein neues Leben zu bekommen. Und da tote Materie die Zeit nicht wahrnimmt, müsste der Übergang vom Tod zu einem neuen (bewussten) Leben "gefühlt" übergangslos geschehen.

Dieses neue Leben wird mit Sicherheit jedoch...

in einem anderen Körper,

mit einem anderen Bewusstsein,

in einer ganz anderen Zeit

und

vielleicht sogar auf einem ganz anderen Planeten in unserem Universum

sein.

Ich finde das ist trotzdem ein ziemlich beruhigender Gedanke, wenn man bedenkt, dass wir hierbei die Existenz einer Seele ausgeschlossen haben und wir demnach sofort nach unserem Tod ein neues Leben mit einem Bewusstsein erhalten.


Wenn man diese Frage jedoch hinsichtlich der Wiedergeburt des mir bekannten Bewusstseins richtet, so kann man diese Frage nur mit..

nein

beantworten.

Warum?

Das Bewusstsein hat sich in das Gehirn biochemisch in Fleisch und Blut entwickelt und zerfällt mit dem Zeitpunkt des Todes. Das alte Bewusstsein, das man gelebt hat, dürfte es also demnach niemals wieder in dieser Form geben. Es sei denn, dass es tatsächlich so etwas wie eine Seele geben sollte.

Erst dann, wenn es in diesem Universum kein Leben mehr geben sollte, dürfte die Wahrscheinlichkeit bei null liegen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

Aber das sollte unwahrscheinlich oder sogar ausgeschlossen sein, wenn man sich die unendliche Größe des Universums nur mal vorzustellen versucht.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.02.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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