August Sonnenfisch

Gottes Ebenbild



 

Gottes Ebenbild


Als Ebenbilder Gottes geschaffen 
seien wir Menschen – 

konstatiert die Genesis (in Kapitel 1, Vers 27). 
Und mithin als österliche Wesen befähigt,
unser eigener Schöpfer zu sein:
Uns selbst zu wandeln in einem
"Stirb und werde!"
wie von Goethe bedichtet

in seinem Gedicht "Selige Sehnsucht".

Damit in Einklang, wird im Ritus
der anthroposophisch
orientierten "Christengemeinschaft"

den Feiernden mehrmals
ein 
"Christus in euch!" zugerufen. 

*
 

Die Kirche des Mittelalters
hingegen eliminierte
die Gottes-Ebenbildlichkeit des Menschen

im Jahre 869 auf
dem 8. Konzil zu Konstantinopel

aus ihren Dogmen, indem sie
die bis dahin anerkannte
DREIGLIEDRIGKEIT
des Menschen
von Geist + Seele + Leib reduziert

auf eine ZWEIGLIEDRIGKEIT:
eine Zweigliedrigkeit von Leib + Seele,
wobei letzterer eine Ratio und
 ein Intellekt zugebilligt:

"unam animam rationabilem et intellectualem"

"Alles lief darauf hinaus,
den GEIST hinauszudrängen
aus der Weltanschauung."

 (Rudolf Steiner in der GA 175 von 1982, Seiten 172f)


Damit wurde aus dem geniusträchtigen
Ebenbild Gottes ein Torso:

wurde der Mensch herabgewürdigt
vom Geist auf die Ratio
,
degradiert von einem Vis-à-Vis Gottes
zum Untertan der Fürsten
und zum Schaf in der Herde der Kirche!

Ein Attentat! Denn Gott ist Geist -
und die Gottes-Ebenbildlichkeit des Menschen
fußt allein
im menschlichen Geist!  

*

In den Fokus trat nunmehr die paulinische
Sicht
einer ererbten
Sündhaftigkeit des Menschen.


Diese "Erbsünde" sei eine Krankheit zum Tode,
sodass der Mensch mitnichten
in der Lage, daraus aus sich selbst
heraus zu gesunden
.

Zur Sühne und zur Heilung dieses
vermaledeiten Makels
sei vielmehr der Martertod

des Christus höchstselbst
vonnöten gewesen.


Und in Einklang damit mutierte die Kirche
die christliche
GOTTHEIT DER LIEBE

in eine kirchliche GOTTHEIT DER GNADE!

*

Doch geistvolle Autoren zu Hauf erkannten,
dass der Mensch sehr wohl
in der Lage, sich selbst
zu erschaffen als ein Ebenbild Gottes,
das er in nuce immer schon ist:

So eine Byron Katie Mitchell (* 1942),
ein Neale Donald Walsch (* 1943),
ein Marshall Betram Rosenberg (1934-2015),
ein Paul Watzlawick (1921-2007),
ein Eckhart Tolle (*1948)
oder eine Ariadne von Schriach (*1978)!

*

Diese Gottes-Ebenbildlichkeit

des Menschen zu goutieren, ist beispielweise
ein Leichtes
in den Duetten für Piano und Cello eines
Luwig van Beethoven (1770-1827)

– siehe dazu das Sonnenfisch-Gedicht
BEETHOVENS EPOCHALE DUETTE.

Gleichermaßen in den Werken eines
Malers wie Georg Baselitz (* 1938) oder
einer Choreographin Pina Bausch (1940-2009) -

siehe dazu das Sonnenfisch-Gedicht
JENSEITS DER SCHABLONEN.

*

Doch in seinem Wesen ist ein jeder Mensch eine
GOTTHEIT IN NUCE.


Eine Gottheit, welche u. a. bedichtet 
von einem Angelus Silesius

alias Johannes Scheffler (1624-1677),
in seinen Weisheiten -
von denen 52 zusammengestellt
in einem Werk der Wochensprüche
mit dem Titel:


"GEISTIGES GOLD"
(Oghamverlag 1985).

Daraus seien im folgenden zitiert die Wochensprüche
21 und 24 und 27 und 52:


 

DAS BILDNIS GOTTES

Ich trage Gottes Bild: Wenn er sich will besehen,
so kann es nur in mir

und wer mir gleicht geschehen.


DU SELBST SOLLST SONNE SEIN

Ich selbst soll Sonne sein:
ich soll mit meinen Strahlen das farbenlose Meer

der ganzen Gottheit malen.


DIE GEISTLICHE MARIA

Ich soll Marien sein und Gott aus mir gebären.


DU SOLLST, WAS GOTT IST, SEIN

Ich soll ein Schein im Schein,
ich soll ein Wort im Wort:

Ich soll ein Gott im Gotte sein.  





___________________

(c) August Sonnenfisch, im Februar 2020 ff

Mittelalter
in der europäischen Geschichte
die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit,
also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert.
Zeitraum:
Beginn: 476 nach Christus (Ende des Weströmischen Reiches)
Ende: 1453 (Ende des Oströmischen Reiches
durch die Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen) +
1492 (Entdeckung Amerikas)

(Wikipedia)

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ZU GUTER LETZT WERKE DERJENIGEN AUTOREN,
WELCHE DIE GOTTESEBENBILDLICHKEIT DES MENSCHEN
IN IHREN WERKEN BEEHRT:

Byron Katie Mitchell (* 1942): "Lieben was ist".
Neale Donald Walsch (* 1943): "Gespräche mit Gott" (Band 1).
Marshall Bertram Rosenberg (1934-2015):
"Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation".
Paul Watzlawick (1921-2007): "Die Möglichkeit des Andersseins".
Eckhart Tolle (*1948) in seinen Videos (auf YouTube)
über den Schmerzkörper.
Ariadne von Schriach (*1978):
"Du sollst nicht funktionieren. Für eine neue Lebenskunst".

 

 

 

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