Hans Fritz

Corona


Viren dürften bereits im Verbund mit den urtümlichsten Organismen aufgetreten sein. Sie könnten sogar als ‘Aliens’ in Kometeneis den Transport zur Erde überstanden haben. Jedenfalls wurden ’überlebensfähige’ Viren schon in Tiefkühlkost nachgewiesen

Viren sind weder teilungs- noch wachstumsfähig und gelten daher nicht als 'selbständig lebensfähige' Organismen. Da die Vermehrung an den Stoffwechsel einer Wirtszelle geknüpft ist, können sie als ‘obligate intrazelluläre Parasiten’ bezeichnet werden.

Eine Wirtszelle kann ein Bakterium sein (Bakteriophagen), oder Bestandteil einer Pflanze (Beispiel Tabakmosaikvirus), eines Pilzes oder eines Tiers. Ein Virus kann sich in einem Organismus inert, d.h. ohne schädigende Wirkung verhalten, oder sich als Erreger bestimmter Krankheiten erweisen.

Beim Menschen vorkommende pathogene Viren sind u.a. Herpes-Viren (Windpocken, Gürtelrose), die Erreger von Influenza (Grippe), Hepatitis, Pocken, Mumps und Masern. Tumor-Viren (onkogene Viren) verwandeln normale Zellen in Tumorzellen.

Die Übertragung der Viren erfolgt durch direkten Kontakt oder durch so genannte Tröpfchenübertragung. Der Transport der Viren geschieht auch häufig über Vektoren, d.s. bei Mensch und Tier besonders Milben und Zecken, Flöhe oder Stechmücken.

Da die Viren über keinen eigenen Stoffwechsel verfügen, bleiben zu ihrer Bekämpfung Antibiotika im Allgemeinen wirkungslos. Die Wirkung von Virostatika bleibt auf wenige Virustypen beschränkt. Auch fehlt den Viren eine Zellwand, wie sie für die Bakterien charakteristisch ist, die u.a. durch ein Penicillin angreifbar wäre. Der Eingriff in die das ‘echte’ Virus umgebende Proteinhülle (Kapsid) mit ihren speziellen Bausteinen ist für die Forschung eine besondere Herausforderung.

Zur Zeit bleibt allein der Einsatz von Impfstoffen, wie sie erfolgreich bei oben genannten Infektionen wirksam sind, zur Aktivierung des Immunsystems. Da z.B. Erreger der Grippe immer wieder in neuen Varianten auftreten, müssen die Impfstoffe jeweils, soweit möglich, entsprechend angepasst werden.

In diesen Tagen grassiert als offensichtliche Variante des 2002/03 verbreiteten SARS-Virus, nämlich SARS-CoV-2 («Covid-19»). Das Virus hat seinen Ursprung in Zentralchina und wurde möglicherweise von Fledermäusen irgendwie auf den Menschen übertragen. Fledermäuse und Flughunde beherbergen zahlreiche Virusarten, die bei jenen Spezies nicht pathogen sind.

Die Entwicklung eines Impfstoffs läuft intensiv, doch es braucht eine gewisse Zeit bis zur Bereitstellung. Inzwischen werden von Regierungsstellen Massnahmen zum optimalen Schutz der Bevölkerung verordnet. So genannte Massenveranstaltungen (wie die der Basler Fasnacht!) werden abgesagt und allgemeine hygienische Vorkehrungen empfohlen. Eine Versandapotheke gibt Ratschläge zum richtigen Händewaschen. Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind kaum noch erhältlich. Alles in allem, einen absoluten Schutz gibt es nicht.

Vor hundert Jahren grassierte die Spanische Grippe, die etwa 50 Millionen Todesopfer forderte. Bleibt zu hoffen, dass sich Pandemien eines solchen Ausmasses nicht wiederholen.

Auch in der übertechnisierten Welt von heute stellen virusbedingte Erkrankungen wie «Covid-19» die Weltwirtschaft vor schwer lösbare bis unlösbare Probleme. Im Zeitalter einer Globalisierung sind Börseneinbrüche, Produktionsausfälle der Industrie und gravierende Reisebeschränkungen Realität. Es wäre von besonderer Tragik, wenn im Schatten einer Pandemie erneut gigantische Migrantenströme auf Europa zurollten.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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