Stefan Portus

Arcanus

Eine kanalisierte Nuklearexplosion bewahrte Bahrandom vor dem Untergang, Maranus. Dein Team japanischer Wissenschaftler, das dem Quantentor Einlass in unsere Dimension gewährt hatte, pflegte die Gabe, theoretische und tatsächliche Physik zu vernetzen. Ich war dein kahlrasiertes Versuchskaninchen, dein halb gezeugter, halb erzogener Sohn. Ein eingepflanzter Schwangerschafts-Computer war mein Vater, deine Rettung vor der gerichtlichen Auflage, einen Studenten der Evolutionsbiologie als Nachfolger zu erwählen. Surrende Servomotoren-Maschinenarme bastelten mit der Gewandheit von Schlangen und Eidechsen an der Renovierung meines Brustkorbs mit brandheißer Schwarzmarktware: Kontroll-Konsolen, Mini-Monitore, Herzrhythmus-Sticks. Lichtbohrer werkelten an haarfeinen Schädellöchern, injizierten neuroelektronische Finessen, die das Fassungsvermögen meines Geistes, ungeachtet meines Ingenieur-Studiums, sprengten.

Maranus, der erste und letzte Testlauf erwies sich als dein Erfolg und mein Fehlschlag. Goldenes Leuchten in einem schwarzen Nicht-Raum. Die ungeheure Schockwelle rührte von der in einen ausgehöhlten Asteroidenkern eingeschweißten Atombombe. Sie überschwemmte mein Sehfeld. Meine Netzhäute verdampften für acht Sekunden. Robotergreifer rekonstruierten die idiosynkratisch konzipierten Plasma-Retinae in deiner zu einem Supervisionslabor umgerüsteten Raumkapsel. Dr. Hayashida, der Leiter des Unternehmens „Antike“, widerlegte deine Annahme, die zerzausten, figurenähnlichen Schatten wären atmende Leute, obwohl ich insgesamt eine fünfminütige Unterhaltung mit einer Studentin in der Münchener Amalienstraße geführt hatte. Seiner These zufolge hätte ich mich in ein Paralleluniversum aus schlichten, klotzigen Gebäuden begeben. Sie stammten nicht von Menschenhand, da ihre Entwürfe zu primitiv, ihre Anordnung zu geradlinig erschienen. Die lässige Kleidung des etwa zwanzigjährigen Fräuleins fand keinen Eingang in die Akten deines Projektes in den Halogenstrahler-Katakomben deines keimfreien Firmen-Palastes. Als du mir die Hand reichtest, um mich aus der bunten Strahlung einer unübersichtlichen, vierten Dimension zu ziehen, tauchte die junge Frau wieder auf, wie ein Gespenst in einem Spukschloss.

Sie erfragte meine Herkunft. Ihre Welt: Autos auf Rädern, die immer gleichen, tristen Läden, eine graue Universität, gefror, und nach einer langen Pause verdichtete sich der mich umkreisende Menschenauflauf, zeichnete stetig weitere geometrische Strukturen in die Teilchenfarben, die sich aus meinen Augäpfeln und Gliedmaßen ergossen, meine Gestalt blitzartig von ihren synthetischen Organen befreiten und in die Kleidung jener Zeit hüllten, die bald keine Gewichtung besitzen sollte, einer Endzeit, die umzuwälzen, ich geschickt worden war.

Ich verlor das Bewusstsein, als deine Neurologen das antike Wissen in meinen Frontallappen-Prozessor speisten. Ich erwachte in einem Zwei-Personen-Zimmer vom Witschern und Schrubben einer nach chemischen Stoffen riechenden Putzfrau. Zwei Wochen: Regelmäßige Gespräche mit mir auf einer Couch und einer Dame im weißen Kittel in einem Sessel. Nach einer Visite erinnerte ich mich auf Anraten der Dame, die sich nicht als Gegnerin, sondern Unterstützerin bezeichnete, schriftlich an deine Version meiner Geschichte. Das Kaiserreich von Großdeutschland litt an einem Virus aus alter Zeit. Die Betroffenen sahen die Katastrophe, bevor sie von ihr gesehen wurden. Der Schlaf brachte dem Land die höchste Strafe seiner Tyrannen ein. Der Tod war das neue Erwachen für alle, die nicht anwesend sein wollten, als er zu uns sprach. Der Tod war ihr Leben...

Mein Name war Arcanus, wie das Hochspannungsgefahren-Schild an meinem Sarg verriet. Die Halle der Toten bestand aus kokonförmiger Biotechnologie, tausenden Zellen, in vertikalen Magazinen, eingeordnet in die Chitinpanzer von Hochhäusern eines versunkenen High-Tech-Atlantis, beleuchtet von Strahlern aus einem außerirdischen Labyrinth, computerbetrieben. Die Arkologie Bahrandom, eine sich selbst erhaltende Gemeinde aus Gebrauchtgegenständen, den bioelektrischen Gliedern unserer mit medizinischen Systemen verkabelten, von titanverkleideten Exoskeletten gestützten Tranceschlaf-Körper.

Du, Mutter, eine 1,98-Meter-Gladiatorin aus einem Laboratorium zur Perfektionierung der männlich weiblichen Form, du besitztest 10.363 Horas auf der meergrünen Anzeige an deinem Sarg. Bahrandom maß die Stunden, die eine lebendige Leiche in seinen acht atombombensicheren Bleiwänden zugebracht hatte, ohne Rücksicht auf die christliche Zeitrechnung der Außenwelt. Rotes Licht bedeutete Abwesenheit, gedachte der glorreichen Ära des mit Betäubungsgewehren ausgerüsteten Wachpersonals, als wir uns die adlige Würde durch geheimdienstliche Intrigen bewahrt hatten und sie uns nicht durch Reporter in Anti-Vakuum-Anzügen, die sich auf das maschendraht- und minenübersäte Dach abseilten, abspenstig machen ließen.

Auf meinen kognitiven Impuls hin verschwommen meine nachtschwarze Prinzenuniform und ihre militärisch anmutenden Abzeichen zu deiner ehrenwerten Gestalt, die durch eine Nervengiftspritze am Tag meines Erwachsenwerdens im elektromagnetischen Computer-Sarg-Zeitraffer eine Altersverringerung um vierunddreißig Jahre errungen hatte, um auf Banketts auch als meine Schwester zu fungieren. Deine Iriskameras filmten eine unwirkliche Szene: Grafen, laborerzeugte Adonisse, in silberner Paradeuniform, inmitten eines römisch angehauchten, viktorianischen Hörsaals, mit Eisenschnallen an Lehnstühle gebunden, die Augen weit aufgerissen, zu weit für Säugetiere und starr vor Entsetzen. Berührte eine Nadel ihre Pupillen, würden sie nicht mit den tuschierten Wimpern zucken.

Du throntest, vor einem orbitnahen Panoramafenster, hinter einem Pult aus Steuerkonsolen, reagiertest mit einem drastischen Abfall an neurobiologischen Mixturen, einer sich anbahnenden Depression im präfrontalen Cortex, auf meine psychische Invasion deines mikrobionischen Uhrwerk-Organismusses. Du verwendetest mein Hassobjekt, deine Automatenstimme, um mich hinaus zu ekeln.

„Graf Von Philistinerstadt“, tönten deine Sprachgeräte blechern, ohne Mimik und Mundbewegung, „Eure Studenten fahren beträchtliche Gewinne ein. In den Stunden, als ich ihnen meinen Unterricht verkaufte, gab es keine Anzeichen für Veränderungen in ihrem Wissen.“

Seine Fesseln, die eines taubstummen, tapferen Recken, sprangen auf. Der Startschuss für deine Prüfung, Maranus. Er rannte gegen dich an, Mutter, ließ eine gewiefte Serie aus Kung-Fu-Angriffen vom Stapel, die er sich vom Sargfernsehen abgeschaut hatte. Deine Karatekunst blockte seine Hiebe, Kicks und Aikido-Tricks elegant ab. Du schleudertest seine neunzig Kilo, 2,15-Meter-Muskelmasse über deine Schulter gegen den Grafen, der sich in diesem haarsträubenden Moment ebenfalls gegen seine Meisterin erheben durfte. Beide wälzten sich vor Schmerzen, stöhnten, und, mit einem Druck auf die Konsole, erfroren. Der dritte Graf, ein schwärmerischer Schönling, mein Vetter, aus unserem einst schönen, gefallenen Hause, Cophenwestmaranova, näherte sich gut programmiert, als aggressiver Judoka amerikanischer Schule. Er parierte die Attacke seiner Herzogin, warf dich geschickt auf den orientalischen Teppich. Seine Faust holte zu einem Jiu-Jitsu-Todesstoß aus, als sich aus deiner rabenschwarzen, mit Maya-Reliefen verzierten Roboterrüstung meine dünne, naturbelassene Form materialisierte. Ich trat dem erstaunten Adligen in die gentechnologisch angeschwollenen Hoden, er ging keuchend zu Boden.

„Hab' keine Angst“, sagtest du, und ließest den Grafen puppenartig erschlaffen, „er ist ein Freund, ein Schüler im Fach Darwinismus.“ Sie verknüpfte ein Kabel aus meiner Brustklappe mit einer Buchse an seinem Schädel. „Sein Gehirn ist Arzt. Es richtet dein Herz.“

Ich riss dich an mich, Mutter, bohrte meinen Blick tief in deine feurig braunen Opale. „Du sollst es richten.“

Als die Lider des Grafen aufzuckten, glühte ein Geheimcode in seinen Arieraugen, den du nicht zu entziffern vermochtest. Du erlaubtest ihm zu sprechen. „Herzogin“, murrte er mit der sparsamen Gestik der Hauptattraktion im Horrorkabinett eines Jahrmarkts, „die Adligen munkeln über ein verdecktes Spiel in Euren Reihen, das von Euch ausgegangen sein soll.“

„Ein perverses Spiel?“

„Eure Organbanken seien veraltet und bis zum nächsten Unterricht in dreitausend Stunden nicht länger funktionstüchtig.“

„Bahrandom ist eine zugemauerte Sargstadt. Wir sind Auslaufmodelle. Zum Ausschlachten ausgestellt, sogar vertraglich dazu verpflichtet.“

„Das Unsterblichen-Komitee berief eine Sitzung ein. Sämtliche Herzoginnen seien dazu verpflichtet, ihre Särge zu verriegeln. Niemandem dürfe Zutritt...“

Einer von deinen baumfällenden Drehschlägen und der Graf segelte durch die Riesenscheibe in einem Meer aus tausenden, glitzernden Glassplittern gen einer bis zum Horizont verstädterten Landschaft, Bavarias-Munoching, dem Ballungsraum der bedeutendsten Banktempel, Universitätspyramiden und Weltraumkratzer.

Ich bediente das kyrillische Tastenfeld an deinem Sarg mit der Plakette: „Hier Ruht In Darwin, Maranus, 768. Herzogin Von Munoching.“ „Herrsche über die Stadt in dir“, sagte ich, als spinnenartige Drähte mit dämonischem Elan in ihren Kopf, ihre Rüstung und Oberschenkel piekten, mühselig die Demontage dieses Roboters handhabten, den die Zeitungen auf dem makabren Höhepunkt seiner szientistischen Regentschaft „Gräfin Dracula“ getauft hatten. Weißer Dampf puffte auf. Das Zauberkunststück war vollzogen, wie die zurückgespulte Verwandlung eines Schmetterlings in eine Raupe. Ihre Einzelteile prangten an den Sargwänden in Reliquienkästen. Die ultimative Vorsichtsmaßnahme gegen Vergewaltiger mit insektenartigen Greifzangen.

„Igoranisaron van Cophenwestmaranova“, wiederholte Psi-Meister, slowakischer Monsignore in Priesterkutte, über einer Flasche tschechischen Wodkas, als hätte er diesen Namen seit einer Ewigkeit nicht gehört. Wir lehnten an der voll besetzten Bar einer Lobby in Sky-City, dem Zentrum der vatikanesischen Armee in Bezug auf Roms Position in der großdeutschen Wirtschaft.

„Ich nenne sie Maranus“, sagte ich. Trank nicht, trank nie. Die notwendigen Vorkehrungen, um das Auslaufen von Treibstoff aus meinem Magenkatalysator zu verhindern oder den Alkohol mittels Bauchnabelschlauch abzusaugen, wiegten die Vorteile im Zeitalter von an Mechatronikern mangelnden Krankenhäusern nicht auf.

„Ihren spiritistischen Sektennamen verlagern wir besser in das Reich der Sinne.“

Er strich sich mit einem Finger durch den Drei-Tage-Bart, musterte zufrieden eine Gruppe Meditatoren, graue, krawattenlose, buddhistisch getrimmte Anzüge, förmlich zugange bei einer Titanin eines Kleider- und Make-Up-Stils eines vergangenen Jahrhunderts, als Punker die Detonation von Verzögerungsprojektilen repräsentierten, die tausend Jahre zuvor in die Flanke der parapsychologischen Gesellschaft gerammt waren. Tanohima, meine eurasische Ex-Frau, die Hellseherin des Petersdoms, ihrer Casa de Joana D'Arc , dem Haus der heiligen Johanna, das in der Tradition des brasilianischen Geisterglaubens stand, und, durch die Befehlsgewalt von mit Laserpistolen bewaffneten Bodyguards, Atheisten keinen Zutritt gewährte.

„Ich verstehe, die lateinische Endung auf -us vermindert ihre Weiblichkeit.“

„Daran habe ich meine Zweifel.“

„Ich bin ganz Ohr.“

Er leerte sein Glas in einem Schluck. „Nun, Prinz, Eure Familie mag ihre Sitten und Bräuche pflegen, aber ein Verräter in Euren Reihen hat mir gezwitschert, Eurer Mutter sei... ein Vorfall widerfahren, sehe ich das richtig?“

„Im Esoterischen Victoria.“

„In Berlin?“

„Vor zwei Wochen.“

„Ach, es sind grausame Zeiten. Volle Ränge, Modelmangel, und wenn's 'mal läuft: Gerangel hier, Geplänkel da, als Nächstes verlangt die Parteiführung Almosen für übersättigte Banker.“

Ich lächelte mit weiß verchromten Zähnen in mich hinein, nachdem Psi-Meister vor meiner geschliffenen Elfenbeinnase die Wahrheit ausgesprochen hatte. Die Wissenschaftspolizei erklärte in seiner Akte, er wäre kein Menschenhändler, sondern Frauendealer. Und meine Geschichtsschreibung forderte höchsten Einsatz von ihren Zuhältern, solange sie Frauen nicht wie Titaninnen und Titaninnen wie Männer behandelten. Der Vatikan befürwortete diese Art der „Homosexualität“ ebenso stark wie Darwinisten die siebzig Jungfrauen in Allahs Hängenden Gärten von Babylon. Daher ereilte mich in meinem Hörsaal regulärer Scheinunterricht in Hellsehen, und Tanohima ließ sich an Sonntagen, unserem Isaac-Newton-Feiertag, nicht einmal mit einem Elektroschocker von ihrer Bibel auf dem Rednerpult verjagen. Ihr Blut war kohlefarbene, eiserne Ölmasse, durchzogen von Aluminiumdrähten zur verjüngenden Hautstraffung, ihr Unterleib steriler als Gottes hauseigener See Genezareth, ihr Marionetten-Körper für das ewige Stehen gepolt, wie die kryptomechanische Venus von Milo, bis einer der achtjährigen, aufgrund von wachstumshemmender DNS ewig alten Jünglinge die Gunst der Stunde nutzte...

Im Gegenzug bildeten deine Studenten gesunde Seelen in technischen Tempeln auf zwei Automatenbeinen. Psi-Meister hatte deiner mnemonischen Festplatte mit dem 1984-Betriebssystem eine E-Mail geschrieben und einen Termin für drei Uhr nachmittags vereinbart. Unser Luftauto schwebte zu dem Kathedralenfenster der berühmtesten Universitätspyramide, Bahrandom, hinein in einen Korridor für Passagiersenkrechtstarter aus stakkatoartig verteilten, blauen Ringleuchten. Der Hörsaal war mit neoviktorianischer, Lovecraftscher Holzvertäfelung ausstaffiert. Die Kinobänke quollen über vor mit ihren Brust-Nintendos an konsolenförmige Computer gebundene Studenten in weißen Uniformen. Nachdem Psi-Meister den Wagen in einer griechischen Empfangshalle gelandet hatte, bat er mich, dir einen Überraschungsbesuch abzustatten. Ich betätigte den Restaurierungsprozess deines statuenhaften Körpers, während der Priester um die Ecke lauerte und hoffte, dass meine Audienz stattfände.

„Wo ist der Geistliche?“, raunte dein Mikrotonband aus der Sprechanlage. Ich blinzelte zu ihm zurück, er schüttelte den Kopf. „Nicht da“, sagte ich, und er gab mir einen handlichen Teleporter.

„Dann will ich niemanden empfangen“, polterte deine Chip-Stimme für todernste Anlässe.

Er beschrieb mir seinen Plan in Gebärdensprache, die ich wegen meiner Jugend als dein Pornokönig beherrschte. Auf mein romantisches Drängen akzeptiertest du unsere altbekannte Massagestunde zur Einführung. Dabei blieben deine Anime-Augen geschlossen und dein limbisches System degenerierte bis zu einem Grad, der einzig sinnliche Reize im Scham- und Hüftbereich gestattete. Ich rollte mich beim Aufzischen des Sargdeckels auf dich, Mutter, und presste meine Finger auf die entspannenden Druckpunkte der chinesischen Medizin.

Als Psi-Meister das Podium betrat, schliefst du in deinem mit Temperschaum ausgestopften Sarg. Der Teleporter klemmte unter deiner Rüstung, unfühlbar für deine desensibilisierten, abgestorbenen Nervenenden. Ich hockte mich auf den Delinquentenstuhl, wohlwissend, dass zu jener Stunde eine Hinrichtungsmethode gegen uns kugel- und bombensichere Androiden getestet werden würde.

„Meine Herren“, begrüßte der Priester das Amphitheater, „es ist soweit, Ihnen mitzuteilen, dass sich gewisse Dinge im Leben Ihrer Herrin nicht derart ereigneten wie die Volkspresse uns Glauben machen möchte.“

Stummes Staunen durchzuckte die Ränge.

„Der Herzogin verbleiben nicht viele irdische Jahre.“

Er beäugte mich kritisch, wie ich dort hockte und die erstarrte, durch Demotivations-Zellstrukturen zu Totenstille gezwungene Menge mit meiner Seelenlosigkeit konfrontierte. „In der Tat hat sie den Scheidepunkt längst überschritten.“

Er drückte einen Schalter der Pult-Konsole und deine schlafende Figur flackerte im Rotlicht eines Bordells auf dem Großbildschirm an. „Freiwillige vor, tretet den Beweis an, ob die Herzogin gestohlene Organe besitzt oder weiterhin dieses Auditorium mit ihrem Hüftschwung regieren darf.“

Ein Genetik-Student meldete sich. Psi-Meister verglich sein Aussehen mit meinem, kam zu dem Schluss, du würdest den Unterschied im dämmerigen Rot zu spät erkennen und sandte den Schwächling, „Beam-Me-Up,-Scotty“-Style, durch den Teleporter. Elektroimpulsgeräte zur Stimulation der Schläfenlappen, neurotheologische Gotteshelme, klappten aus den Lehnen auf die Häupter der Studenten. „Panta Rei“, verlautbarte der Priester und transferrierte ihre das Bewusstsein produzierenden Nervennetze wahllos in den unter schüchterner, erotischer Penetration vibrierenden Körper der Herzogin. „Altgriechisch für Alles Fließt.“

Alles floss auch in der laut unserer Historiker „Zweiten Antike“. Vier Wochen lang nahm ich erstmals gekochte Mahlzeiten, anstatt deine Ernährungsinfusionen in die Vene, zu mir. Ich beteiligte mich am Therapieprogramm, aber trotz der Medikamente jagten halluzinatorische Flutwellen durch meine betäubten Hirnregionen, turbulenter und erbarmungsloser als in Bahrandom, Mutter, unter dem höllischen Regime des Vatikans, Gottes Vertreters auf Erden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Stefan Portus).
Der Beitrag wurde von Stefan Portus auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

LOST GOD: Das Jüngste Gericht von Gregor Spörri



LOST GOD ist ein auf alten Bibeltexten, Mythen, der Paläo-SETI-These und einem Schockerlebnis des Autors basierender Sci-Fi-Thriller, dessen fesselnde Handlungsstränge auf ein apokalyptisches Finale jenseits aller Vorstellungskraft zusteuern. SO BEGINNT DIE GESCHICHTE: Ein LKW-großes UFO erscheint über der Erde. Auf seiner Hülle prangt ein sichelförmiges Zeichen. Ein Imam deutet das Zeichen als Symbol des Islam und behauptet mit Bezug auf den Koran, das Objekt stamme von einer Schwesterwelt der Erde. [...]

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Science-Fiction" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Stefan Portus

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Ganymed 1 von Paul Rudolf Uhl (Science-Fiction)
Die Fliege von Helmut Wendelken (Alltag)