Patrick Rabe

Die Muschelsucher/innen (Satire auf Rosamunde-Pilcher-Romane)

Die Muschelsucher

 

Satire und die langerwartete Fortsetzung der original Quader-Quadrolsky-Saga von Patrick Rabe

 

geschrieben, erfunden und mit eingetragenem Warenzeichen versehen von Patrick Rabe

 

lektoriert von Patrick Rabe

 

erst-letzt-und-drittveröffentlicht vom Autor

 

(der derselbe ist, wie der der Schreiber, Erfinder, Warenzeicheneintrager und Lektor. Nicht zu verwechseln mit Lector)

 

Eines Morgens, als der Verrückte aufwachte, merkte er, dass sich die Muschel neben ihm in ein ausgeleiertes Gummiband verwandelt hatte.

 

Er beschloss, dass es mal wieder an der Zeit war, seinem natürlichen Jagdinstinkt nachzugehen, und die ehelichen Pflichten (abwaschen, den Kindern Gardinenpredigten halten und dafür zu sorgen, dass niemand Gardinen mit Bettlaken verwechselte) an das Gummiband zu übergeben und wieder Muscheln aufzutreiben, die noch frisch rochen, und bei denen sich eine Vergewaltigungsanzeige wirklich lohnen könnte.

 

Da geschah es.

 

Urplötzlich war er am Strand von Muspelhausen, dem weltberühmten Badeort an der Nord-Ostsee. Und stellte fest, dass sein Beispiel Schule gemacht hatte. Unter dem Vorwand, für die Verfilmung eines Rosamunde-Pilsener-Romans zu recherchieren, waren junge und alte Frauen, Mädchen, Girlies und Schlampen, sowie ihre Psychotherapeuten-und Therapeutinnen, Vater-und Mutterprojektionen, verschiedene Halbabspaltungen von Norman und Norma Bates, Michael Meyers, Michaela Müllers und Schönengbitte auf der Suche nach der von ihnen im Sand vergrabenen Megamuschel, die sehr eng verwandt sein sollte mit Muschi, der Katze von Quader Quadrolsky. Das wusste man aber nur als Gerücht, der als vager Fischgeruch in der Luft hing.

 

Als alle gemeinsam anfingen, den Sand umzugraben, lobte ihr Gestalttherapeut anerkennend ihre Teamfähigkeit und notierte in seinem Fragebogen "Hat Talent zum Grundwasser-Finden". Sehr bald hatten die Buddelnden auch das gefunden, was sie nicht suchten. Nämlich eine leere Bierbuddel und - tatsächlich Grundwasser, was aber 7 Meter neben dem Meer nicht so ungewöhnlich ist. Sie gruben es daher höchst professionell den Afrikanern ab, füllten es in die leere Bierbuddel und tranken es auf dem Heimweg aus, um festzustellen, dass sie offenbar verliebt waren, so dermaßen, wie sie mittlerweile das Bier versalzten.

 

Am nächsten Morgen lautete die Schlagzeile der "Schild":

 

"Völlig überraschender Weise heute keine Vergewaltigung in Muspelhausen".

 

Als der Ehemann Hugo Egon Knallda mit schwerem Schädel erwachte, stellte er ernüchtert fest, dass er sich in sich selbst verwandelt hatte, seine Frau mit einem Kuss begrüßte, und sagte: " G'un Morgen, Schatz. Ich geh dann auch gleich mal um den Block, um meiner Midlife-Crisis auszuweichen, womit natürlich nicht du gemeint bist. Ich versprech dir auch, nicht nach New York zu fliegen. Da treffe ich doch sowieso nur Ronald Schill, der mir mit der Witwe von Udo Jürgens noch das letzte Koks wegzieht. Übrigens, falls du vorhast, unterdessen Dalli-Dalli zu schauen; das heißt jetzt "Gefragt-gejagt" und wird nicht mehr von einem Juden, sondern von als Deutschen getarnten Antisemiten moderiert . Man diskutiert zur Zeit, ob man die Show nicht gleich in "Halali - lasst das Glas klirren" umbenennen soll, denn man hat den dringenden Verdacht, dass Hans Rosenthal mittlerweile unter dem Namen Rosamunde Schnapsdrossel allseits bekannte Kitschromane vor dem Brexit, nachdem er bereits geschehen ist ,nach Deutschland schmuggeln will, um zu gewährleisten, dass man aus Rosamunde Pilchers einem Roman noch mehr Rosamunde-Pilcher-Zweiteiler ohne jeden Überraschungseffekt drehen kann, ohne gleich an den offenen EU-Grenzen als Plagiator verhaftet zu werden, oder den Unterschied zwischen Zweiterilern und Reizwäsche erläutern zu müssen..

 

 

© by Patrick Rabe, 3. März, 2020, Hamburg

 

(Kleiner Hinweis: Diesen neuen Teil meiner Saga verstehen Sie nur, wenn sie alle anderen vier Teile vorher gelesen haben, und sie ohne Kotzkrampf, und ohne mich bei Metoo anzeigen zu wollen, überstanden haben. Von den versteckten Hinweisen auf Filme, Serien, große Literatur und Songs mal ganz zu schweigen. Vor vier Jahren konnte man das noch offiziell veröffentlichen , ohne, dass gegen einen ermittelt wurde. Da wusste man auch noch die Begriffe "Naturstoned", "Satiriker" und "Triebtäter" auseinander zu halten und verstand die Witze, da man noch Humor hatte und nicht gleich dachte, dass da der AfD-Sympathisant von nebenan Hetzblätter schreibt, um sich von der NPD abzugrenzen... Um das chronologische Lesen zu erleichtern: Die Teile davor heißen "Meine Tage sind deine Nächte", "Knie nieder, Sklave! oder Geschmackloses an Chilisauce", "Dakota Bildung" und "Homoheterosexuelle Nachtkakophonie")

Da ich einsehe, dass wir wirklich in politisch unruhigen Zeiten leben, sage ich mal gleich, dass Sie mich eher links neben der Mitte vermuten dürfen, und weise darauf hin, dass Satiresendungen im Deutschen Fernsehen durchaus die Schärfe eines Dieter Hildebrand haben durften, ohne wegen angeblicher politischer Schwammigkeit gleich auf die Ermittlungsliste er Polizei gesetzt zu werden oder ein Verbot riskieren zu müssen. Das war noch vor 4 Jahren (Um diese Zeit starb Dieter Hildebrand, seine Sendung hieß "Scheibenwischer") die offizielle Definition von politischer Satire. Sendungen wie die "Heute-Show", habe ich immer eher als hochwertige politische Comedy eingeordnet. Ich begreife aber jetzt auch eines: Politische Satire wird umso ätzender, je mehr der Autor damit lediglich seinen Alltag kommentiert. Und wie meine geschätzten Leser durchaus wissen, bin ich Dichter, Schriftsteller und sogar Christ. Wer sich fragen mag, was gerade in unserem Land vorgeht, sollte nicht vergessen, dass ein roter, blauer, grüner, oder brauner Schal bereits von bestimmten Leuten als politische Provokation gewertet werden könnte. In Liebe und Freundlichkeit, Ihr und euer "Häää????"-wann genau hab ich irgendwas verpasst????" (Mein Deckname bei der Bierdeckelindustrie)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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