Karl-Konrad Knooshood

Protokoll eines verfallenden Landes: Der Sprachenlehrer

 

Es stank. Der kleine Klassenraum im fünften Stock des alten, brüchigen Gebäudes mit antikartigen Säulen war klaustrophobisch eng, ein paar alte Schultische, schmierig, schmorkelig, ranzig, schon bessere Tage gesehen habend.

Giftgrüner Teppichboden in der Farbe gammligen Spinats. Verschmierte Fenster, außen staubig, innen nicht vernünftig saubergewischt. Wurde dieser Raum jemals gereinigt?

 

Hier sollte CASIVELLAUNUS E., ein hochgebildeter Humanist, ehemaliger Deutsch- und Lateinlehrer an einem Gymnasium, nun also dreimal wöchentlich Deutschunterricht erteilen, sogenannten "Zuwanderern"/"Flüchtlingen"/"Geflüchteten"/"Schutzbedürftigen oder wie auch immer man die im Zuge der Massenmigration Immigrierten so nannte, mit welch verharmlosenden, verniedlichen Nominativen auch immer mal die über offene Grenzen ins Land Geschneiten zu bezeichnen beliebte.

 

Deutschunterricht in Kombination mit ein paar basalen, banalen Staatskunde-Prinzipien zwecks erfolgreicher Integration sollte CASIVELLAUNUS E. geben.

Entsprechend aufgeregt war er, angespannt, auch gespannt und neugierig auf die Menschen, die da kommen würden, unsicher, ob er ihnen die Sprache so gut würde vermitteln können wie damals seinen Schülern. Letztere hatten ja immerhin den Vorteil gehabt, die Sprache schon sprechen zu können.

 

Die Einwanderungsbehörde hatte ihm eine schlampig formatierte, per Hand in unsauberer Schrift ergänzte und verbesserte (einige Namen waren gestrichen, es wimmelte von Fußnotensternchen, die ebenfalls handschriftlich aufs untere Zetteldrittel gekritzelt waren, die über den Verbleib der gestrichenen Personen kurz informierten. Wohlbemerkt in ziemlich individueller, miserabler Unleserlichkeitshandschrift, die man in dieser Form sonst nur von Ärzten kannte.

Wenn er diese Hieroglyphen überhaupt richtig entzifferte, standen da Dinge wie "Asylstatus unklar", "freiwillig ausgereist", "untergetaucht", "nicht auffindbar", "doppelt gemeldet (mögl. Mehrfachidentität)" oder "Beschuldigte/r in einem Strafverfahren, in Untersuchungshaft".

Alles in allem blieben 29 Personen übrig, die regelmäßig erscheinen sollten.

 

Wie ihm gleich auffiel: 28 Männer, nur eine Frau! Da CASIVELLAUNUS E. ein idealistischer Mensch war, der zu diesem Zeitpunkt aber noch fest davon überzeugt war, die gute, richtige Sache zu tun, gerade er in seinem Alter, hatte er sich zu diesem Sprachkurs bereiterklärt.

Er war jemand, der aus tiefster innerer Überzeugung Gutes tun wollte, nicht um sich zu profilieren.

Ein Gutist also schon mal nicht!

 

Die anberaumte Zeit rückte näher, jetzt war es 8.00 Uhr. Die verschmierte, fleckige Uhr an der Wand, mittig über der halbverfaulten Tafel (die in diesem Raum ungefähr so passend aufgestellt war wie ein Billy-Regal in einem Oldtimer-Museum und ungefähr so neu wie ein Chevrolet Impala im Jahre 2017) angebracht, zeigte 7.59 Uhr, der Sekundenzeiger tippelte unbeeindruckt und leidenschaftslos weiter. CASIVELLAUNUS E. verglich mit seiner dekadent teuren Altherrenarmbanduhr: exakt. Es wurde 8.00 Uhr, kaum einen Thermoskannen-Kaffee ohne alles, mit MELITTA gefiltert, später was erst 8.10 Uhr, halb so wild. 8.15 Uhr – in 12 Stunden begann die Hauptfernsehzeit (neudeutsch: Primetime), da durfte man sich einen typischen ZDF-Eigendoping-Eigenproduktions-Inzest-Schmonzes-Streifen ansehen, meistens einen Krimi, der so aufregend und bieder war wie ein Gottesdienst und so überraschend wie ein Mondkuchen, wobei dessen widerliche Rohei-Füllung zum Kotzen animieren konnte wie ein ZDF-Film zur Reue über die verschwendete Lebenszeit.

Zum Glück hatte er als vorausschauender Typ seinen dicken Wälzer mit: KAFKA – das Gesamtwerk! Ein dicker Schinken, natürlich als Einband, nicht die taschenbüchliche Ausgabe von RECLAM. Sein Smartphone nutzte er selten, sein ZEIT-ONLINE-Abo (Zugriff auf Inhalte hinter der Bezahlschranke) war zudem gerade abgelaufen.

 

Während es halb 9 wurde und er überlegte, ob er nach "Gib's auf", "Heimkehr" und "In der Strafkolonie" auch noch "Die Verwandlung" oder gar "Das Schloß" schaffen würde, betrat endlich der erste neue Schüler den Raum: "Doitzschkourrz hier?", fragte der bärtige Typ, dunkelbraune Augen, pechschwarzes Haar, buschige Augenbrauen in derselben Farbe, gutmütiges Lächeln im mittelbraunen Gesicht. "Richtig, hier ist es", antwortete CASIVELLAUNUS, etwas überrumpelt aber wahrheitsgemäß. Nach und nach trudelten die Lerner ein, tröpfchenweise. Er beschloss, schweren Herzens, brav, extrem geduldig zu warten.

Sie würden schon noch alle erscheinen. Wie sich herausstellte, bereits an diesem ersten Tag, interpretierten die aus der arabischen und nordafrikanischen Welt stammenden Eleven die Verpflichtung, an diesem Kurs teilzunehmen, sehr frei, ganz nach eigenem Gutdünken, zumindest was das pünktliche Erscheinen zu einer festgelegten Uhrzeit betraf.

 

Die Einwanderungsbehörde hatte ihnen doch garantiert mitgeteilt, dass das Auftauchen und Absolvieren des Kurses verbindlich sei, inklusive der Tageszeit, zu der alle Teilnehmer zu erscheinen haben!

Ihm gegenüber saßen jetzt, es war bereits Viertel nach 9, erst acht Leute, die ihm unverwandt oder höflich-gespannt ins Gesicht blickten. Erwartungsvoll oder wütend, Letztere sahen so aus, als sei die Verpflichtung zur Teilnahme an diesem Kurs ein persönlicher Affront oder eine Unzumutbarkeit.

Ab und zu wiederholte CASIVELLAUNUS (auf Englisch, da man sich sonst noch kaum verständigen konnte), dass sie noch zu warten hätten, bis alle Teilnehmer da seien. Ab und zu glitt sein Blick nochmal über KAFKAs Zeilen.

 

Sich tausendmal entschuldigend, traf um 9.30 Uhr ein Dolmetscher und Referent ein, der sich, laut eigener Aussage, etwas verfranst hatte, hektisch und fahrig war, zumindest die ersten 10 Minuten seiner Anwesenheit, sich dann beruhigte, seriöser und professioneller wirkte. CASIVELLAUNUS war heilfroh, einen Helfer an seiner Seite zu haben, diesen Leuten nicht allein gegenüberzustehen.

 

Es musste so gegen 10 gewesen sein, als er, unter Mithilfe seines doch recht engagierten Assistenten, soeben erklärt hatte, dass ihm Pünktlichkeit, wie allgemein in diesem Land, wichtig sei, es sei nun mal so üblich. Verlegen trug er den bescheidenen Wunsch deutscher Selbstverständlichkeit vor, ganz so, als müsse er sich dafür entschuldigen. Er fühlte, dass es zu Problemen kommen würde, da er kein durchsetzungsstarker Typ war. Alt, blass, schwach – so kam er sich vor, irgendwie lächerlich.

Was machte er hier überhaupt?

 

Gegen 10 nach 10 kam der letzte Teilnehmer endlich an, also gerade einmal lächerliche zwei Stunden und 10 Minuten nach offiziellem Beginn. Im Ganzen waren es dann 25 von 29 Angemeldeten. CASIVELLAUNUS ahnte, dass man jetzt "vollzählig" versammelt war, so vollzählig es halt zu erwarten war. Das würde er noch lernen, dies war seine Erkenntnis, die anzuerkennen Aufgabe und Bürde werden würde.

 

Als er die Namensliste durchgegangen, Namen für Namen, die komplizierten, aufgerufen hatte, war es schon gegen halb 11. Da standen bereits mehrere Sprachenschüler auf und wandten sich zum Gehen. Auf seine schwachbrüstig vorgetragene, in alles andere als autoritärem Tonfall mehr gehauchte als gesprochene Frage, wo sie denn schon jetzt hin wollten, dass konkrete Pausen aber noch abgesprochen werden müssten, der Kurs jedoch bis 12 Uhr verbindlich ginge, erklärte man ihm im radebrechendsten, mit Gestik und Mimik entschlossen unterstrichenen Deutsch, man müsse jetzt zum Mittagsgebet in die Moschee…

Man wolle dort mittags entsprechend pünktlich ankommen. Dem Sprachenlehrer im Ehrenamt und seinem jungen Assistenten, der wohl von der Einwanderungsbehörde bezahlt wurde, war noch nicht nicht aufgefallen, dass zwei Nebenstraßen weiter bereits die Moschee stand. Fußläufig ist besagte Moschee laut GOOGLE MAPS in 10 Minuten zu erreichen, mit dem Fahrrad in ca. drei, mit dem Auto in immerhin noch 55 Sekunden, günstige, ruhige Verkehrsverhältnisse jeweils vorausgesetzt. In keinem Fall, es sei denn, man hätte das Tempo, die Größe und Empfindlichkeit einer Schnecke, hätte man diese Moschee nicht in höchstens 20 Minuten erreichen können. Selbst Omas mit Rollator, Gehbehinderte mit Elektro- oder mechanischem Rollstuhl hätten locker um 11.40 Uhr losfahren und rechtzeitig um 12 dort ankommen können.

Die jungen, kräftigen Typen, die hier mehrheitlich aufgetaucht waren, hätten die Strecke durchaus in 10 bis 15 Minuten bewältigen können, also ab 11.45 oder gar 11.50 Uhr.

Dementsprechend hätte es auch ausgereicht, um 11.40 Uhr oder auch 11.45 Uhr den Unterricht vorzeitig zu beenden, auf eine von eventuell ausreichenden zwei Pausen verzichtend.

 

Später dämmerte es ihm.

Jetzt zuckte er hilflos die Schultern und ließ die Früchtchen ihres Weges ziehen. Zum ersten, nicht letzten Mal, fühlte er sich deplatziert, empfand sich als Falschen für den Job, der Enthusiasmus war schnell verflogen. Er hielt sich für ungeeignet für den Job, was hatte er sich in seinem Alter gedacht, und phantasierte sich einen ehemaligen Bundeswehr-Feldwebel oder –General an seine Stelle. Der würde sich Respekt mit Autorität verschaffen! Alles zu spät.

Die nächsten Wochen zogen sich so hin: Immer wieder fehlte jemand, ließ sich krankschreiben, gab fadenscheinige und erlogene Gründe fürs Fernbleiben oder Früher-Gehen an.

 

Abgesehen davon, dass die Motivation dieser Sprachenlerner mehrheitlich miserabel war, abgesehen davon, dass man auf Smartphones, den zufälliger- und komischerweise modernsten gerade am Markt erhältlichen, herumdaddelte, sich angeregt in der Muttersprache unterhielt und er als Lehrer eher ein wenig interessanter Nebendarsteller in diesem Komödientheater wurde. Sein zögerliches, zurückhaltendes, teils verlegenes Vortrags- und Tafelschreibverhalten trugen höchstens zu diesem Effekt bei, verstärkten ihn wo sie ihn hätten eliminieren sollen. Im Laufe der Wochen schwand die Teilnehmerzahl  erheblich, immer mehr Personen blieben einfach erklärungslos fern. Als Lehrer hatte CASIVELLAUNUS wenig bis gar keine Handhabe, diesen Zustand abzumildern oder wenigstens Sanktionen gegen die Fernbleibenden zu erwirken.

Das war allein Sache der Einwanderungsbehörde, die aber offenbar nichts unternahm – oder nur fruchtlose Maßnahmen, denn die Teilnehmerzahl stieg nie wieder, sank sogar tendenziell. Von den 25 sank in den ersten zwei Wochen die Quantität dramatisch ab, auf 21. Dann, eine Woche später, waren es nur noch 16, weitere zwei Wochen darauf immerhin noch 12 regelmäßige Teilnehmer, schließlich standen er und sein Assistent noch ganzen acht (!) Sprachenschülern gegenüber, von denen vier oder fünf überhaupt am Unterricht teilnahmen. Die einzige Frau im Club blieb zuverlässig dabei.

 

Sie erschien pünktlich um 8, blieb brav bis 12 und beteiligte sich rege. Ihre Deutschkenntnisse waren binnen kürzester Zeit auf ein Höchstniveau geklettert, sie sprach, mit einem noch leichten, niedlichen Akzent, beinahe perfekt, vergaß, im Gegensatz zu vielen Ausländern, die Schwierigkeiten mit der Anwendung der bestimmten und unbestimmten Artikeln hatten und sie drum meist der Einfachheit halber wegließen, selten die Artikelverwendung, nur gelegentlich, versemmelte sie sie, manchmal, bei Unsicherheit, stockte sie vor dem nächsten gesprochenen Substantiv und überlegte ein paar Sekunden lang, ehe sie dann, meist treffsicher, den richten Artikel wählte.

 

In der Hierarchie der Klasse, die einen klaren Männerüberschuss aufwies und in der keine Frauenquoten durchsetzbar waren (wie denn auch, wenn zu über 90%, wie sich herausgestellt hatte, Männer, junge, kräftige, hierher gelangen), ging sie unter, schien scheu, ängstlich gegen die Männer, von denen die meisten in der Tat Machoallüren innehatten.

 

Die anderen rege Beteiligten waren allesamt Männer, relativ anständig, die Machos blieben jedoch.

Die wildesten Situationen ergaben sich anderswo. Brenzlig und missverständlich wurde es mehrmals – bei seinen Kollegen in den anderen Kursräumen; vor allem die Kolleginnen litten unter der oft herablassenden, despektierlichen Art der fast ausschließlich jungen Männer im besten Gewalt- und Selbstverteidigungsalter, "Kampfesalter" benannt. Viele machten von ihrem "Recht des Stärkeren" Gebrauch, schüchterten ruhigere, höflichere Lerngenossen ein. Nicht wenige profitierten von laschen Lehrern wie CASIVELLAUNUS und ihrer bedrohlichen, muskulösen körperlichen Erscheinung, denn entgegen allem Ammenmärchenhaften vom armen Afghanistan, Irak, Iran, Syrien und Algerien bis Marokko, wo die Menschen weder genug zu essen hatten noch Sport treiben konnten. Es musste wohl auch in Kabul Muckibuden geben, die regelmäßig frequentiert wurden. CASIVELLAUNUS erfuhr von einer Kollegin, die dauerhaft krankgeschrieben war und womöglich nicht wiederkehren würde, da sie ein traumatisierendes Erlebnis mit einem ihrer Schüler gehabt hatte. Der junge Kerl von vielleicht Mitte 20 hatte sie mit einem Messer massiv bedroht, da sie ihm nicht früher zwecks Moscheebesuch freigeben wollte.

 

Mehrere Male musste die Polizei anrücken und einzelne Eleven mit Einwanderungshintergrund in Gewahrsam nehmen oder angespannte Situationen klären, denn öfter kam es zu Schlägereien zwischen Meinungsverschiedenheiten habenden Sprachenlernschülern.

Die schwach ausgeprägte Lernbereitschaft der Mehrheit (bedauerlicherweise) dieser jungen Herren führte nicht nur zu Missverständnissen, sondern hielt auch die Sprachbarriere aufrecht, und natürlich schimpften, schrien oder drohten die Typen nicht in der Verhandlungssprache Englisch, auch selten auf Deutsch (kein Wunder, das beherrschten sie ja noch nicht so gut, eher rudimentär), was Übersetzungen oder aber Gestik- und Mimik-Verständigung notwendig machte. Man fühlte sich unter diesen selbstherrlichen, dreisten und nicht selten gewaltbereiten Männergestalten wie in einem fremden, ja, ihrem Land, als sei man mitten in den Irak zwischen die Fronten teleportiert worden.

Die wenigen Frauen waren übrigens des Deutschen schon viel besser mächtig, einige von ihnen wurden auch zur Beschwichtigung und diplomatischen Vermittlung zwischen den in ihren arabischen Sprachen parlierenden und ihren deutschen, überforderten Lehrern eingesetzt, was meistens nur zum Erfolg führte, wenn 2-3 Männer (die Lehrer i.d.R.) den Damen dabei den Rücken stärkten. Die Polizei wurde immer noch am ehesten genommen, aber auch ihre Autorität schwand mit jedem Mal, bei dem sie aufs rigorose Durchgreifen verzichtete.

 

CASIVELLAUNUS schämte sich fast, dass in seiner auf acht Teilnehmer geschrumpften Schülerzahl kaum die gravierenden Probleme hatte, außer dass die Leutchen gern mal etwas früher in Richtung Moschee aufbrachen und er sie gewähren ließ. Gewähren lassen musste beinahe, um etwaigen Stress zu vermeiden.

Wie sich herausstellte, war dies die beste Strategie, Ärger zu vermeiden, die Polizei nicht rufen zu müssen. Abgesehen davon, dass auch seine weiblichen und männlichen Kollegen vom wundersamen Mitgliederschwund in ihren Klassen berichten konnten, waren sie massiven Stresssituationen ausgesetzt.

Die Krankenquote stieg dramatisch, immer mehr Kollegen schieden vorübergehend aus, mussten vertreten werden, man legte Klassen notgedrungen zusammen, was den Lernfluss ungünstig beeinflusste, weitere Verwirrung stiftete.

 

Selbst einige wenige Lehrer, die selbst einen Migrationshintergrund hatten, hochgebildet waren und sehr engagiert, die die Sprache der Schüler flüssig beherrschten, kamen nicht weiter. auch sie meldeten sich häufig krank.

 

Ihm selbst, CASIVELLAUNUS, dem humanistischen Idealisten alter Schule, kamen seine positiven Illusionen allmählich abhanden.

Obwohl er "nur" die Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit und fehlende Lernmotivation als Kreuz zu tragen hatte, obgleich ihm nur einmal etwas Unschönes passiert war (er hatte seine Arbeitstasche samt Portemonnaie, in dem sich ein 200-Euro-Schein befand, in der Pause leichtsinnigerweise auf dem Lehrertisch liegen lassen – nachher, als er wieder in seine Geldbörse schaute, waren zwar alle Papiere vorhanden, doch der 200er hatte sich verflüchtigt, es war sinnlos, rausfinden zu wollen, wer es war, es hätten vermutlich alle abgestritten), fühlte er sich ausgebrannt.

Er war am Ende seiner Kräfte – und mit seinem "Latein", als Ex-Lateinlehrer…haha…

 

Integration? Nur die Wenigsten, Besten kamen durch. Integration? Ist immer auch das Recht des Integrationsunwilligen. Integration?

 

"Jeder Neubürger kann sich aus diversen gewachsenen Parallelgesellschaften die zu ihm passende aussuchen – und sonst kommen und gehen und sich an Regeln halten – oder eben auch nicht – wie er lustig ist. Eine Integration findet nicht statt!" Gezeichnet: DIE LINKE & DIE GRÜNEN.





(12.11.2019) (P)(C) 2020 KnoKnoo


In meiner neuen Kurzgeschichtenreihe verarbeite ich Storys, die sich an real stattgefundenen
Begebenheiten orientieren, sie aber, wie für Geschichten eben üblich, fiktiv etwas ausschmücken. Das
Essenzielle, wirklich Wesentliche jedoch habe ich destilliert, es entspricht dem, was geschehen ist. Es
handelt sich um "Verwerfungen", wie YASCHA MOUNK sie einmal in der Tagesschau nannte, seitdem seit
2015 die Grenzen des Landes nicht mehr vorhanden sind.
Es geht um Verfall: Moralisch, psychisch und paradigmatisch, was dieses Land betrifft. Es wird Positives
geben, jedoch entsprechend der Realität rar gesät, viel mehr aber wird es Erschütterndes geben.
Sämtliche Gesellschaftsbereiche werden betroffen sein, sämtliche Nuancen der Negativentwicklung im
Zusammenhang mit der Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern werden aufgezeigt. Ggf. werde
ich die entsprechenden Artikel oder Filme/Sendungen nennen, aus denen sich die Informationen beziehen
ließen.

Diese erste Geschichte orientiert sich an einem unter Pseudonym erschienenen Artikel auf der ACHSE
DES GUTEN, in dem ein Sprachenlehrer, ein Migranten die deutsche Sprache vermittelnder, engagierter
Herr beschreibt/schildert, wie es in den Integrations- und Sprachkursen abläuft. Im Wesentlichen habe ich
mich hier an diesem Bericht orientiert. Diese Geschichte ist übrigens so ziemlich die harmloseste von
vielen bereits meinerseits geschriebenen.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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