Karl-Konrad Knooshood

Protokoll eines verfallenden Landes: Die Schriftstellerin

 

Klingelingeling, ring, ring, ding, ding,

Klingelingeling, ring, ring, ding, ding!

 

"Ja, WALZNER am Apparat?"

"Hey, hallo BRIGITTA, ich bin's, ANNETTA!"

"ANNET…ah! High ANNETTA, hallo! Das ist ja eine…eine Überraschung, dass du dich mal meldest! Wie lange ham wir jetzt nix mehr von'nander g'hör', 10-15 Jahre? Schön, dass dich dich mal meldest!"

"Sehr gern, BRIGITTA! Was macht dein Lieblingsfach, wie steht's mit der stets schriftlichen hohen Kunst?"

"Tja…also…ich weiß nicht…ähm…gut, - schätz ich!"

 

Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang konsterniert:

"Das hört sich aber gar nicht sooo gut an. Also läuft das Geschäft zurzeit nicht so rund?"

"Aber ANNETTA, ich versteh dich nicht! Es ging doch tierisch zur Sache, die Presse hat mein letztes Sachbuch zur Lage der Nation völlig verrissen! Nur Schmähungen, Bewertungen bei AMAZON noch miserabler, REICH-RANICKI lebte da ja noch…Der hat mich fertiggemacht für diesen Schmarren, das geb ich zu. Also wie soll's schon laufen? Das Buch rauschte noch mehr in den Keller als HEIKO MAAS' nutzloses Drecksbuch voller Selbstgerechtigkeit + Geschwafel, dieses "Eine Strategie gegen rechts". Kannste alles in die Tonne kloppen. Mein Verleger hatte mir versprochen…"

"Dass es ein Riesenerfolg werden würde, hab's verfolgt in der Presse. So läuft das. Manche meiner Bücher floppen auch, das vorletzte…machst dir kein Bild!"

 

"Jaja", seufzte BRIGITTA, "was Verleger alles versprechen…War aber wohl auch schlecht recherchiert. Hab Ärger mit der Neuen Rechten. Manche von denen verklagen einen glatt, wenn man Dünnschiss über sie verfasst. Die wehren sich blöderweise! Dass die das überhaupt dürfen, diese abscheulichen Nazis! Fuck!"

BRIGITTA vergaß sich ein wenig, kriegte sich mit Mühe wieder ein. ANNETTA gefiel das.

 

"Jaja, dass die noch das Recht dazu haben…Noch, das versprech ich dir! Wir müssen es nur vorantreiben. Und deshalb ruf ich an. Ich hätte da nämlich eine Idee, wie wir das alles forcieren können. Wir werden wieder zu diesem Punkt kommen, das kann ich dir garantieren", erläuterte sie dann.

 

"Was du mir so schmeichelnd versprichst, meine Liebe", erwiderte BRIGITTA, mit ihrem schnurlosen Festnetztelefon in die Küche schreitend, sich ein Glas Weißwein einschenkend. Während ihre spitzen, dürren Lang-Finger sinnlich den noch dünneren, 12 cm langen Glasstiel berührten und sie ihr bauchiges Glas an die Lippen setzte, sie leicht nippend benetzend nur, säuselte sie: "Du rufst mich hier nach so vielen Jahren, jetzt da ich in Not bin, an und offeriert mir vielversprechend einen Ausweg aus meiner finanziellen Misere. Wie mag der wohl aussehen? Was ist denn nun das nächste große Ding, ANNETTA, he? Du nimmst den Mund voller als das GAZPROM-Großmaul SCHRÖDER."

 

"Warte es ab. Du – kann ich dich zeitnah mal besuchen?"

"Wie denn, wo denn, was denn? Iwo! Du zu mir? In meine triste Designerwohnung? Was willst du denn hier? Ich dachte immer, dir gefällt 's nicht bei mir?"

- "Das war vor 20 Jahren, dass mir deine Einrichtung als zu spartanisch und steril vorkam. Das ist lange her. Ich will dir zu deinem ultimativen Glück verhelfen!"

 

BRIGITTA wurde immer misstrauischer, derweil der Wein seine benebelnde Wirkung tat, langsam natürlich, niveauvoll und lieblich wie es ein guter, hochwertiger Wein tun sollte. Nur ein leichter Schwips, ein Schweben, kein dicker Schnapskopf.

 

"Ach ANNETTA, was soll ich von dir halten? Ich mein': Seit wann bist ausgerechnet du übermäßig an meinem Glück interessiert? Du hast mir nicht mal zu meinem letzten Bestseller gratuliert, vor 10 Jahren! Wieso also hilfst du mir, tauchst als Deus ex machina auf und sprengst meiner Schreibe Patina?"

"Na, sagen wir es so: Ich hätte natürlich auch was davon, der Profit fließt uns beiden zu, es wird sich verkaufen wie warme Eclairs, wobei eine Hand immer die andere wäscht. Quid pro quo von mir aus, manus manum lavat, kapierste?"

"Jepp, meine gerissene alte Freundin. Wie in alten Zeiten, wie?"

"Wie in alten Zeiten, ja. Wann?", fragte ANNETTA K. knapp.

"Von mir aus morgen Abend, ANNETTA, ich hab nix Großes geplant. Meine Erdumrundung im Spaceshuttle wollte ich auf den Sankt Nimmerlein verschieben."

"Ai, ai, Ma'am, so machen wir's. 19 Uhr?"

"Ist gebongt", lakonischte BRIGITTA.

"Nur so viel, liebe BRIGITTA", ergänzte die andere Frau mit einem Doppelkonsonanten im Vornamen, der an ein Kreuz erinnert: "Denk an die Kinder!"

"Welche K—" KNACK.

Die Leitung war unterbrochen. "Unverschämte Zicke", dachte BRIGITTA über ANNETTA. Sie dachte nicht mehr daran. Sie hatte keine Kinder, sie hasste Kinder. Bis auf ihre Nichte NADINE. Sie ging mit Marschschritten auf die 50 zu, bald würde sie eine frigide Fregatte werden, doch für den Moment dachte sie nicht mehr. Lediglich beschloss sie, sich ANNETTAs Angebot, das sie, BRIGITTA, nicht ablehnen können würde (oder doch?) in Ruhe anzuhören und dann, nach Erbitten einer klitzekleinen Bedenkzeit, weise entscheiden.

 

Der nächste Abend wurde ein mildes Mittfrühlingstagesende, pünktlich um 19 Uhr stand – DING-DONG-DÄNG – ANNETTA auf BRIGITTAs Fußmatte mit der Aufschrift "Tritt ein – bring Wein herein", BRIGITTAs Lebensmotto, denn Wein konnte sie in rauen Mengen vertragen. Sie wusste nicht, ob ANNETTA per Bus, Taxi oder Chauffeur gekommen war, doch als staatliche Propagandaminis…äh Vorsitzende einer staatlicherseits üppig alimentierten, vielfach gesponserten "Stiftung" dürfte sie wohl so extrem abartig viel verdienen, dass sie das Busfahren inmitten des "Pöbels" nicht nötig hatte. Wahrscheinlich ein Chauffeur.

 

Sie sah ihn jetzt am Wagen stehen, dann stieg er wieder ein und richtete sich zum Warten ein. "Willst du ihn nicht hereinbitten?", fragte BRIGITTA. Die resolute ANNETTA antwortete:

"Nein, auf keinen Fall! Das, was mir zu besprechen haben, ist nicht für seine neugierigen Ohren bestimmt. Feind lauert überall. Außerdem ist er nur ein Angestellter, kein Mitglied im exklusiven Club. Du weißt schon…Er muss wirklich nicht davon hören, was hier läuft…"

"Na gut, na gut, proper, proper", gab BRIGITTA nach. So eile herein, Zeit ist Geld ist Tat ist Attentat."

 

ANNETTA zuckte beim Hören ihrer letzten Worte unwillkürlich zusammen. BRIGITTA mit ihrem derben Humor.

Sie lotste die verhärmt, verbittert, veraltet aussehende ANNETTA ins Wohnzimmer, bat sie, auf dem teufen Designersofa mit extraweichen Polstern Platz zu nehmen, sie ließ sich in den luxuriösen, farblich zum Sofa passenden Chefsessel in kaltem Dunkelblau fallen. Ein obszönes Geräusch war kurz zu vernehmen, furzartig. Sie lachte, ANNETTA schmunzelte runzelig, für Krähenfüße neben Augenringen war ihr Anblick das perfekte Beispielbild für den entsprechenden Lexikoneintrag. BRIGITTA erhob sich "Ach sorry, ich hatte ganz vergessen, dass ich einen ausgezeichneten Chianti in meinem Weinkeller vorrätig habe. "Fehlen nur noch ein paar Fava-Bohnen", gagte ANNETTA jetzt, in einem Anflug des alten Humors, den sich beide immer wie Tennisbälle zugeworfen hatten*, als sie Kolleginnen und Freundinnen gewesen waren, eh sie sich zuerst etwas zerstritten und dann aus den Augen verloren hatten.

Sie wollte wohl testen, ob Reverenzen auf alte popkulturelle Werke (dieses entstammte dem Medium Film und war jetzt, 2019, ca. 28 Jahre alt) ihre alte Freundin BRIGITTA immer noch anspornten. (*weshalb sie es "Tennishumor" getauft hatten).

"Fava-Bohnen? Iwo, hab ich nicht da, jucken mich kein Stück, aber: Nachher gibt’s 'Blaue Bohnen zum Dessert'…" – Sie konnte es also noch. Cool!

 

"Hättest du lieber einen Bohnenkaffee?"

"Ehrlich gesteh: Eh den Wein, erst in Spe, also nee!", reimte ANNETTA eloquent.

"Es begeistert mich, dass du dich immer noch des filigranen Wortwitzhumors zu bedienen vermagst, liebe ANNETTA! So genießen wir denn unsren Chianti, ich schütt ihn ein, aber avanti…"

 

Gluck, gluck, gluck – gluckte mancher Schluck des Nobel-Nasses ins Bauchige des Glases.

"Mich verwundert doch etwas, geschätzte alte Freundin BRIGITTA, dass du so unvorsichtig bist, mir solch "unreinen" Wein einzuschenken, seltsam, dass du keinen edleren, teureren im, ich nehme an: gut sortierten, Weinkeller hast."

"Och, ich weiß nicht. Vielleicht hab ich ja 'Leichen' im Keller, möglicherweise musste ich jedoch auch aus monetärer Knappheit meine edleren Sorten verscherbeln an einen Weindealer…Möglich, dass es damit zusammenhängst, dass wir uns seit 15 Jahren weder gesehen noch gesprochen haben und du mich zuletzt sehr enttäuscht hast…Und jetzt wieder angeschissen kommst, nun mir einen Vorschlag zu unterbreiten, den ich durchaus ablehnen könnte aber nicht kann, nicht wahr?"

 

ANNETTA verzog schuldbewusst ihr Gesicht.

 

"Abhängig davon, ob du mir hier etwas Verlockendes präsentieren kannst, hab ich vielleicht noch einen dekadenter in seiner Noblesse befindlichen Tropfen im Keller…Einen guten vom alten CARSINI…"

"Verstehe schon, COLUMBO, "Any Old Port In A Storm" bzw. "Wein ist dicker als Blut". Kann unser Blut der Verbrüderung, eher Verschwesterung, liebe BRIGITTA, noch dicker werden, können wir uns wieder annähern – oder muss dazu erst der dickste Wein unsre Zungen lösen?"

"Wer weiß…Vielleicht hab ich auch nur eine Leiche hinter meinem Weinregal eingemauert wie dieser eine Freak damals…"

"Also, BRIGITTA, lass uns endlich zur Sache kommen!" ANNETTA K., ihres Zeichens Vorsitzende einer gelind' formuliert, umstrittenen Stiftung, wurde ungeduldig geschäftsmäßig. Des lauen Geplänkels war genug geprasselt – wie das Kaminfeuer im modernen, brandsicheren, sauberen Kamin, ein Designmeisterwerk, doch abzüglich der Seele alter Bauernhaus-Kamine.

"Du solltest doch an etwas denken…", setzte ANNETTA erneut an, "was war das noch?"

 

BRIGITTA fragte sich, ob ANNETTA sie verarschen wollte oder für dumm verkaufen, das war doch keine "Rate mal mit ROSENTAL"-Stunde hier!

 

"Ja, ja, ja, ANNETTA, ich soll an Kinder denken. Ehrlich gesagt hab ich einfach abgewartet, was du mir Interessantes zu offerieren hast. Also?"

 

"Wen muss man anzapfen, wen gilt es zu allen Zeiten zu erreichen, wenn man ein bestehendes System durch ein anderes ersetzen will, wenn man ein bestehendes Regime aufrechterhalten und ausbauen will, wenn man will, dass Menschen an die Ideologie glauben und sie geistig mittragen, krass unterstützen? Wo und wann muss man ansetzen, sag's mir, liebe BRIGITTA, sag's!"

"Sag DU es mir! Was soll diese dämliche Ratestunde? Okay, warte mal…Ein Propagandaministerium mit dem passenden Minister?"

"Viiiel einfacher! Wir setzen unten an. Eh man das Tortenbacken lernt, sollte man erstmal das Plätzchenbacken lernen, n'est pas?...D'accord?"

"Bien sûr, mais…"

"Denk an die Kinder!"

"Mooooment! Du…willst, dass ich Kinderbücher schreibe? Pfff!"

"Exakt das! Gibt’s damit ein Problem?"

"Pfff, ja, du weißt schon, dass es dafür bereits einen großen Markt gibt, nicht? Von den PIXI-Büchlein bis zu diversen Kinder- und Jugendgeschichten, oft in Serie, gibt es jede Menge Bullshit.

Ein ganzer Sektor voll kindgerechtem Scheißkram. Du weißt doch ganz genau, dass ich Kinder eh nicht ausstehen kann – außer meine Nichte."

 

"Warte doch erstmal ab! Lass es mich erklären! Du sollst nicht irgendein Kinderbuch schreiben. Wir wollen hier eine Marktnische ausfüllen, die wir bisher sträflich außer Acht gelassen haben, das künftig boomende Marktsegment! Das kannst du nicht ablehnen! Du willst Teil dieses Marktes sein, der große Reibach wird kommen…"

 

BRIGITTA nahm einen unziemlich riesigen Schluck aus ihrem Weinglas, schluckte unhöflicherweise hörbar glucksend, lehnte sich zurück, seufzte unendlich tief und sprach:

"Dann nenn mir die große Abzocke."

 

"Dir ist bekannt, wie unsre alte Freundin, IM ERIKA, ihres Zeichens jetzt Bundeskanzlerin (ANNETTA grinste süffisant bei diesen ihren Worten) der BRD, zu strampeln hat, seitdem sie vor 4 Jahren die Schleusen öffnete und Millionen muslimische Migranten ins Land ließ. Wie sie die Grenzen nicht schützen ließ und was seitdem so alles vorfiel."

"Ja, ihr habt ein bisschen viel geflunkert was gewisse Sachverhalte betraf. Ziemlich genial habt ihr's schon angestellt. Ich hab ja versucht, publizistisch vom Hype zu profitieren. Hab's halt versaut."

"Du warst nicht überzeugt und nicht überzeugend genug, hattest keine PR-Abteilung hinter dir. Ja, wir haben der Bevölkerung die ineffizienten Narrative aufgezwungen, haben von "Fachkräften" gesprochen, von "ausschließlich Flüchtlingen" aus "Syrien" (obwohl dann auch woanders welcher herkamen), "Frauen und Kinder", (obwohl es zu weit über 90% junge, kräftige Männer im besten Kampfesalter waren)…Überhaupt: Den Begriff "Flüchtlinge" oder auch "Geflüchtete" und das krass verniedlichende "Schutzsuchende" haben wir ganz schön überstrapaziert", lachte ANNETTA hexenhaft.

Ihr gackerndes Lachen schloss sich an. BRIGITTA fiel schallend ein, so ging das ca. 2 Minuten lang, eh sie sich, hustend und prustend, wieder einkriegten.

"Wären nur nicht die Verbrechen der Migranten gewesen, angefangen im großen Stil mit Silvester 2015 in Köln".

"Und die Vergewaltigungen…Morde…Messerstechereien…Alles nicht so prickelnd, wenn man den Leuten ein Produkt andrehen will, das im Grunde genommen beschissen ist."

"Ja, in der Tat. Wir haben immer noch starken Widerstand, auch und vor allem seriösen, TICHYS EINBLICK, ACHSE DES GUTEN, ferner JUNGE FREIHEIT, CICERO…SCIENCE FILES sind sehr gut recherchiert, TICHY läuft sogar als Printversion wie der Teufel, COMPACT-Magazin ist auch noch zu haben, nicht überall aber im gutsortierten Buchhandel an Bahnhöfen… Obwohl wir alles versucht haben, die Presselandschaft auf links zu ziehen!", ereiferte sich ANNETTA nun.

"Es lief alles so perfekt, aber immer wieder, immer noch gibt’s völkisches Aufbegehren, das uns Sand ins Getriebe schmeißt! Deshalb, verstehst du, müssen wir unsere stark in die Kritik geratene Kanzlerin unterstützen! Du könntest Teil einer großen Bewegung werden, um unseren großen Plan zu retten und Aufstände zu verhindern. Wir bei der AMADEU-ANTONIO-STIFTUNG tun das Unsrige, wir bemühen uns um große Propaganda…"

"Ja", griente BRIGITTA breit, "ihr habt so viele schöne Broschüren herausgegeben, Artikel geschrieben, ruft auf zum hehren Kampf gegen den angeblichen und tatsächlichen Hass, gegen die gesamte Seite links von STALIN."

"Diese Konservativen, diese nicht mit nach links Verrückten, diese eine Kleinpartei die drecks-AfD, hat massiven Zulauf. Es reicht nicht mehr, die als doofe "Nazis" abzustempeln, die Bürger fallen nicht mehr darauf herein…Selbst der große Oberteufel HÖCKE taugt kaum mehr als Dämon, obwohl wir dem SPIEGEL viel Geld dafür gezahlt haben, dass sie ihn ein wenig stärker verreißen als sie es ohnehin bereits tun."

 

"Kein Wunder", bemerkte BRIGITTA lakonisch, "ihr hattet ja auch das Pech, dass die Realität euren vollmundigen Behauptungen und Idealen nicht gerecht wurde."

"Die Realität kann schon echt ungerecht sein. Sie ist unser größter Feind, wenn man so will. Etwas pathetisch gesprochen, meine Liebe. Das Ideal wird immer wieder von ihr entzaubert."

"Ich fürchte, sie wird immer gewinnen, egal wie schlau man's anstellt." BRIGITTA klang resigniert.

"Ach was! Nein, nein, BRIGITTA, nicht, wenn wir's geschickt anstellen. Es geht hauptsächlich darum, unseren Plan in die Tat umzusetzen, Zeitgewinn durch ideologische Scharmützel."

"Weil die Klimapanik-Nebelkerze allmählich auch ihre Wirkung verliert?", fragte BRIGITTA forsch dazwischen. "Ja, durchaus, meine Liebe. GRETA verliert an Strahlkraft. Die Leute sind genervt von ihr. Vielleicht…haben wir es mit ihr etwas…überstrapaziert. Aber wir sind dennoch so perfekt vernetzt, glaub mir, dass die Gegenseite, die Opposition und Co., keinerlei Chance hat, darüber zu reden oder gar zu gewinnen."

BRIGITTA fand ANNETTAs Gewissheit überwältigend. "Wozu brauchst du dann ausgerechnet mich, was soll ich da noch, wenn 'wir' sowieso gewinnen?"

"Ganz einfach: Weil du mir wichtig bist, weil du meine alte Genossin…, wir wollten doch immer gewinnen…"

"Und sind gescheitert. Wir müssen Fehler gemacht haben, vielleicht waren wir nicht besonders menschenfreundlich. Für mich ist das alles gegessen, diese Dinge sind Vergangenheit für mich."

 

BRIGITTA hatte nämlich dasselbe moralische Vergehen, dieselbe Schuld auf sich geladen wie ANNETTA, nur dass es bei Zweiter ein offenes, bei BRIGITTA schwerwiegenderweise ein wohlgehütetes Geheimnis war, man müsste der Genauigkeit halber kommentieren, dass es zwar vor langer Zeit herausgekommen, aber dann mit Moos und Gras der Zeitenwende überwuchert worden war. ANNETTA K. stand scharf im Kritikkreuzfeuer "von rechts", also aus konservativen Kreisen, die ANNETTA, u.a. wegen dieses Aufwühlens, Ausgrabens ihrer potthässlichen Vergangenheit verzweifelt alle als "Nazis" zu brandmarken, in der Hoffnung, ihre Aussagen und Anklagen zu diskreditieren. Sie mochte es nicht, wenn in ihrer Vergangenheit gestochert wurde. In Deutschland, diesem zu ihrer immerwährenden Unbill wiedervereinigten Land in Europas Mitte, wurde ohnehin viel zu viel in der Vergangenheit gebuddelt, vor allem vonseiten der "Rechtspopulisten". Ausgenommen natürlich das Dritte Reich, das musste man als  effektive Wunderwaffe gegen sämtliche Kritiker der sich katastrophal auswirkenden Einwanderungspolitik einsetzen. Die Nazikeule war allgegenwärtig.

Es war so saubefriedigend, jeden Konservativen, nicht nur die tatsächlich schwerstgestörten Neonazis, mit den historischen Nazis gleichzusetzen! Da Neonazis eine Minderheit waren, musste man ein stabiles, quantitativ wesentlich bedrohlicheres, konkret sichtbares Feindbild aufbauen.

 

Darin war ANNETTA heute wie damals Meisterin, eine Koryphäe in Sachen Propaganda/Gegenpropaganda, Spionage, moralischer Zersetzung/Demoralisierung und Suizidbegünstigung.

 

Letztere war zwar eines ihrer seltenen Fächer, eine kaum angewandte Strategie, aber: Sie hatte sie bei mindestens 2 Personen erfolgreich anwenden können, sie trieb 2, möglicherweise 3 Menschen in den Selbstmord. Psychologische Kriegsführung der besonderen Art. Die perfide Strategie wird hier nicht im Einzelnen geschildert.

Das alles war freilich zu DDR-Zeiten gewesen. Seit der Wende nicht mehr. Es war nicht nötig gewesen. Da musste man sich ducken, im Schatten bleiben, heimlich die allmähliche Zersetzung der westdeutschen Demokratie, dieses schwächlichen Konstrukts, planen…

Wie alle Mitarbeiter, jetzt Ex-Beschäftigte der Stasi, musste sie sich im neuen System, verstecken, ihre tiefen Verstrickungen ins MfS-System systematisch herunterspielen, Beweise vernichten, mögliche Zeugen zum Schweigen bringen, entweder mit Geld, oder…naja, das erledigten andere für sie, Leute "fürs Grobe". Sie musste Bestrafung entgehen.

 

Wie das funktionierte? Die Antwort ist dieselbe wie auf die Frage, wie und warum um alles in der Welt korrupte Ex-SED-Parteibonzen mit reichlich Dreck am Stecken, solche Giftzwerge wie GREGOR GYSI nach der Wende mit der PDS (erstes Neu-Pseudonym für SED) frech anglizistisch mit "Take it GYSI" in den Wahlkampf ziehen konnten, ohne je belangt zu werden.

Dieselbe Antwort wie auf die Frage, warum und weshalb so wenige Stasi- und SED-Mistrattenschweine gar nicht oder extrem mild bestraft wurden: Weil sie vernetzt waren!

Weil sie ihre Fäden längst in den Westen gesponnen hatten.

 

Da auch Frau K., ANNETTA, die "saubere", Eigenschaften haben musste, die eine Mischung aus dem sind, was Schlangen tun und Chamäleons können: Sie konnte sich geschickt und schleimig um größere Probleme herumschlängeln und winden, lavierte geschickt um alle schroffen Karrierekillerriffe. Zum anderen passte sie sich an, "farblich" sozusagen, nicht im wörtlichen Sinne. Trotz ihrer rassistischen Äußerung, es sei "eine Schande, dass der Osten (Deutschlands) weiß geblieben ist" (man stelle sich mal vor, ein Weißer [pejorativ: "Weißbrot"] hätte sich wie folgt geäußert: "Es ist echt doof, dass in Afrika so viele Neger und kaum Weißbrote leben…") hatte sie ihre Haut-/Körperfarbe nicht verändert – sie war noch immer eine weiße Massai…äh Frau mit haarigen KING-KONG-Armen… Sie integrierte sich eher – allerdings oberflächlich – in die Demokratie der BRD.

 

Heimlich spann sie ihre Pläne weiter. sie kannte ANGELA MERKEL genau, verfolgte ihre Karriere, sorgte dafür, dass die spätere Rauten-"Mutti" in die CDU eingeschleust wurde, und unterwies sie, briefte mit genauen Instruktionen, was sie sagen, tragen und tun sollte, später übernahm dies ein ehemaliger Stasi-Kollege. So schaffte es eine überzeugte Sozialistin u.a. dank ANNETTAs Hilfe in das höchste Amt des deutschen Staates, ab Mitte der 2000er Jahre, ab 2005, nahm sie die Geschicke des Landes in ihre wurstigen Rauten-Hände und begann, Stück für Stück, tröpfchenweise, das Land umzukrempeln. Hatte sie Anfang der 2000er und zur Mitte dieser Dekade noch das konservative Mantra der CDU nachgeplappert, dass Multikulti gescheitert sei (was leider wahr ist, wie sich historisch immer wieder, immer öfter (ge)zeigt (hat), ähnlich wie das zuverlässige Scheitern von Faschismus und Kommunismus), schlug ihr Tonfall schon zu Ende der Nullerjahre, Beginn der 10er Jahre, Jahrhundert Nr. 21, um 180 Grad um. Plötzlich hieß es aus ihrem verlogenen Munde, ab 2014 dann: "Wir schaffen das" und sie war tout feu tout flamme für Islam, Masseneinwanderung aus islamischen Shitholes und Multikulti in jeder noch so abstrusen Form.

 

ANNETTA beobachtete dies mit Wohlwollen. Frau MERKEL, Ex-IM-ERIKA, gewährte Geldmittel aus Steuergeld und Staatsetat für die Gründung einer staatskonformen Stiftung, die dazu gedacht war, staatsbejahende, unkritische Propaganda zu verbreiten, flächendeckende Aktionen gegen "rechts" und zur Erreichung aller Bevölkerungsschichten für das große Ziel, die Bürger zwangszuverpflichten, und für die neue Staatsform zu gewinnen, sie sich allmählich, ganz schleichend, etablierte. ANGELA MERKEL hatte ANNETTA K. ein riesiges Geschenk gemacht. Mit der neugegründeten, nach einem in den frühen 2000ern von Rechtsradikalen ermordeten Afrikaner namens AMADEU ANTONIO STIFTUNG genannten Organisation konnte ANNETTA K. ihr ehemaliges Treiben in leicht abgewandelter Form fortsetzen.

 

In BRIGITTAs Fall war es ähnlich.

Sie war noch ein Stück glimpflicher davongekommen. Als sie nach der Wende angeklagt werden sollte, als sie in die Schlagzeilen geriet, breitete ANNETTA ihren engmaschig vernetzten Schutzmantel über sie; längst hatte Frau K. ihre Fühler Richtung westliche Massenmedien und Presse ausgestreckt, BRIGITTA wurde medial rasch freigesprochen, ein paar Jahre lang wuchs Gras über sie, sie schrieb einige Romane, Krimis hauptsächlich, auch ein paar relativ gutgehende Sachbücher, ein paar Reiseberichte. Ihr Buch über die RAF, eine detaillierte Aufarbeitung mit einer Flut interessanter Fakten, wurde ein beinharter Bestseller, der sich, im Jahre 1998 veröffentlicht, hartnäckig in den Top 10 der literarischen Bestseller hielt, für über ein Jahr. Vielleicht lag es daran, dass '98 bei der Nachrichtenagentur REUTERS ein als authentisch eingestuftes "Abschiedsschreiben" der RAF im Postkasten gelandet war, genauer gesagt am 20. April 1998. Kurz darauf hielt BRIGITTAs Verleger den Zeitpunkt für ideal, das Buch, das schon 2 Jahre in seiner Schublade gelegen hatte, zu veröffentlichen. Auf seinen Wunsch hin ergänzte BRIGITTA das Buch um ein knackiges Vorwort, einem Kapitel, in dem ausführlich auf das Abschiedsschreiben der RAF eingegangen wurde, inhaltlich. Zack – Anfang Juni 1998, des Schreibens Tinte war sozusagen noch nicht trocken, schlug das Buch ein wie eine Bombe.

 

Nach diesem Bombenerfolg gelang ihr kein neuerlicher großer Wurf, die nächsten 20 Jahre brachte sie Trivialliteratur hervor, banal und austauschbar.

Tantiemen flossen noch, begrenzt, aus 2 ROSAMUNDE-PILCHER-artigen Verfilmungen seichterer Stoffe aus BRIGITTAs Repertoire, einer kurzen Romantikphase. Sonst wurde und blieb es bleiern still um sie.

REICH-RANICKI verriss ihre jüngsten Werke, zurecht – das aktuellste Buch, eingangs erwähntes Sachbuch über die "Neue Rechte", das vor Fehlern und Falschbehauptungen nur so strotzte, war krachend gescheitert, obwohl es der leider bereits verstorbene MARCEL REICH-RANICKI nicht hatte verreißen können. Ihre besten Tage als Autorin schienen gezählt, zu einem anderen Job war sie nicht bereit und in der Lage. Sie war hauptamtliche Mitarbeiterin des MfS gewesen. Nichts anderes hatte sie gelernt. Ihr Designer-Eigentumshäuschen mit zwei Stockwerken + Dachboden hatte eine Menge Geld gekostet, das Meiste davon hatte das RAF-Buch ihr eingebracht.

Doch das galt jetzt, 21 Jahre nach seinem Erscheinen, als veraltet, in der RAF schien noch ein Rest Leben zu stecken, zumindest waren nie geschnappte Illegale aus dem Untergrund aufgetaucht, die aus reiner Beschaffungskriminalität Geldtransporter überfielen. Der letzte Interessen-Fokus-Höhepunkt war vor 11 Jahren gewesen. Pünktlich zur Verfilmung des Konkurrenzprodukts "Der BAADER-MEINHOF-Komplex" des Ex-SPIEGEL-Chefredakteurs STEFAN AUST wurde unter der Regie von ULI EDEL, produziert von BERND EICHINGER, ihr Buch wieder zum Bestseller. Es erlebte einen zweiten, wesentlich kürzeren Frühling. Zumal damals, 2008, ein Jahr, nachdem an die Öffentlichkeit gelangt war, dass KARL-HEINZ KURRAS, der Polizist, der 1967 BENNO OHNESORG erschossen hatte, in Wahrheit ein Stasi-Spitzel gewesen war. Dieses Faktum, über das sowohl BRIGITTA als auch ANNETTA natürlich schon damals informiert gewesen waren, das BRIGITTA in der ersten Auflage ihres Buches 1998 wohlweislich verschwiegen hatte (wäre ja auch schön dumm gewesen, diesen Enthüllungsknüller zu bringen, hätte sie evtl. selbst in Schwulitäten gebracht), verarbeitete sie flugs in der aktualisierten Ausgabe 2008, ganz frisch, in etwa zur Zeit der Kinopremiere der Buchverfilmung des AUST-Stoffes. Immerhin: Zur Premiere war BRIGITTA eingeladen gewesen.

 

Jetzt schaute sie ANNETTA schalkhaft aus engen Augenschlitzen funkelnd an:

"ANNETTA – steckt ihr, wer auch immer noch dabei ist, auch hinter dem ganzen 'Chemnitz-Hetzjagden'-Beschiss? Ich möchte 's einfach wissen, ob du noch immer so genial bist."

"Lass es mich so sagen, liebe BRIGITTA…: Wir können unsre Puppen überall tanzen lassen, was denkst DU denn?! Es gab einzelne Ereignisse, die sich zu Ereignisketten formten, die wir ausnutzen konnten. Im Grunde war's einfach…"

"Ach ja?"

"Wir können jedes beliebige Narrativ spinnen, alles lenken! Viel mehr, als du dir vorstellen kannst! Hier allerdings…DANIEL H. wurde ermordet, das brachte viele Chemnitzer auf, zuverlässig mischten sich auch ein paar Händevoll Neonazis unter die Trauernden des Trauerzuges…"

"Waren die von euch gecoacht, wer auch immer 'ihr' auch seid?"

"Ein paar ja. Aber nicht so kompliziert…Es ist viel simpler…Du müsstest es eigentlich wissen, du warst eine wichtige Mitarbeiterin, eine der besten – damals."

"Ich bin nur nicht bereit dazu, mich dem ganzen Zirkus erneut anzuschließen. Ich stell mich nicht dahin und…"

"Du verstehst das völlig falsch, BRIGITTA, du…"

"Ich bin keine Person, die jetzt wie Phoenix aus der Asche sich erhebt und da große Reden schwingt oder da mitmacht bei was auch immer. Talkshows – steh ich nicht so drauf. Rekrutierung weiterer Stiftungsmitglieder auch nicht…Okay, ihr habt euch in ein WHATSAPP-Grüppchen gehackt, wie 'genial', so ihr das verfickte 19-Sekunden-Video leaken und über die INDYMEDIA-Idioten-Flachwichser weiterverbreiten lassen konntet, diese Sekunden, die gar nichts beweisen und zu denen sich die Urheberin längst aufklärend geäußert hat, von mir aus…"

"Ja, das war eine journalistische Recherche-Meisterleistung von ROLAND TICHY, der seine Reporter darauf angesetzt hat. Hat ihm eine kapitale Titelstory für seine Druckausgabe TICHYS EINBLICK eingebracht. Das fand Anerkennung selbst in linken Medien. Das war halt unser Pech. Doch das Narrativ war in der Welt…"

"Die Lüge…"

"Wie DU es zu nennen beliebst, bitteschön. Kein Problem…"

"Das bescheuerte Konzept dieses "Wir sind mehr" mit dem ganzen aggressiven Flachstrahlstruller-Pack, das sich von aggressiven Arschlochbands 4 Stunden lang hat bespaßen lassen, haste bestimmt auch aus der Taufe gehoben, na toll. Da habt ihr doch schon die Ochsenschwanzdummen, die Mitläufer, die ihr braucht. Was soll ich alte Schachtel jenseits der 40, bald ein halbes Jahrhundert alt, Wrack, noch ausrichten? Mit einem Kinderbuch?!"

"Nun, das mit dem Konzert war nicht mal meine oder unsre Idee…Egal. Hör! Wir müssen, wie ich schon sagte, die Kinder und Jugendlichen, unsre 'Zukunft', von unten, für unsere Sache gewinnen, für unsere Agenda, das Dogma, wie immer du's zu nennen beliebst. Wir brauchen Kinderbücher, die sich mit Multikulti, Massenzuwanderung, Muslimen, Menschlichkeit befassen – und zwar exklusiv positiv! Wir müssen es den jungen Menschen schmackhaft machen. Wir beide wissen, dass mittlerweile täglich Messerstechermigranten jemand Deutsches abschlachten, dass Migranten Gruppen Frauen vergewaltigen ("taharrush gamea" heißt dieses unselige Phänomen mit eigenem WIKIPEDIA-Artikel) etc. Sie sind ziemlich kriminell, unsre 'neuen Mitbürger'…"

"Den Begriff haste auch geprägt, was?"

 

"Lass mich kurz ausreden, liebe BRIGITTA", fuhr ANNETTA geduldig fort, vornehm an ihrem Weinglas nippend.

"Das alles ist unschön", sprach sie weiter. "Deshalb muss den Jüngsten, Beeinflussbaren die Botschaft ins Gehirn gepflanzt werden, dass Einwanderung was ganz Normales sei (auch wenn's nicht stimmt, scheißegal, ja?!), dass es sie schon imme [ - so - ] gegeben hätte [ - wie heute - ], dass Mauern, Grenzen und "Abschottung" böse sind (da darfste nur mit der bösen Berliner Mauer als Extremnegativbeispiel kommen, sinnvolle, schützende Mauern kannste nicht erwähnen) und die AfD sowieso…Bei dem Punkt kannste in Absolutismen reden – äh schreiben, indem du vereinfachst, verkürzt und weglässt. Zum Beispiel: "Die AfD will keine Ausländer in Deutschland" oder "Die anderen Parteien wollen allen Syrern helfen, die AfD will keinem Syrer helfen".

Wie wär's für den Anfang mit einer Geschichte über eine syrische Arztfamilie…besser noch: Ein ganzes Krankenhauskollegium syrischer Ärzte flieht nach Deutschland und sind die Einzigen, die den Deutschen gegen eine tückische Seuche helfen können. Und der Höhepunkt: Ein syrischer Arzt rettet einem schwerkranken AfD-Politiker das Leben!"

- "Mein Gott", stöhne BRIGITTA facepalmend, "willst du, dass ich einen Zuckerschock erleide und kollabiere? Abgesehen davon, dass es rasend unrealistisch ist, ist es auch so extrem kitschig! Und du erwartest von mir, dass ich so 'nen Dünnschiss schreibe, auch noch kindgerecht? Wieso hasst du mich so?"

"Ich hass dich nicht! Du musst ja nicht mal genau diese Geschichte schreiben, du kannst außerdem ein ganzes Buch mit Kurzgeschichten voll solcher "Moral von der Geschicht'" schreiben! Sieh nur zu, dass sich ein hübsches Schwarz-Weiß-Bild ergibt, eine simple Dichotomie von Gut und Böse, bitte vermeide Zwischentöne! Die können wir gar nicht gebrauchen.

Wie ich vorhin schon erwähnte, brauchen wir nur etwas mehr Zeit. In ca. 5-10 Jahren können wir, bei propagandistischem, linksideologischem Sperrfeuer, alles erreicht haben, dann werden die letzten konservativen Kräfte aufgegeben haben, dann können wir kollektiv die Masken fallen lassen. Der Effekt muss nur irreversibel werden! schon jetzt beginnen die Bürger, zähneknirschend zu akzeptieren, was passiert. Die fast täglichen Toten sind kaum noch ein Thema, es sei denn, einer der wenigen rechtsextremen Anschläge geschieht. Dann wird politisch noch etwas mehr in die linke Richtung forciert, dann können wir erst recht die Furcht vorm "neuen Faschismus", diesem Phantom, nähren. Umso profitabler für uns.

Aber wir müssen dafür sorgen, dass es so bleibt. Du warst meine beste Freundin und Mitarbeiterin, BRIGITTA, ich mach dich zu meiner rechten (hihi) Hand in der Stiftung, du müsstest gelegentlich auftreten. Ich bring dich ganz groß raus! Ich kenne zum Beispiel einen Typen, der schreibt bei WIKIPEDIA, ist wichtiger Administrator. Er könnte den Eintrag über dich etwas nett frisieren, sauber halten, die kritischen Punkte ersatzlos streichen oder zumindest in Relativierungen ertränken. Dann fügen wir deiner Bibliografie dort noch einige Werke hinzu – wer prüft das schon nach? Wer liest den ganzen Shietkroam noch wirklich? Willste auch 'nen eignen YOUTUBE-Kanal?"

 

"Nein…, äh…hör mal, ANNETTA: Also das wirklich nicht!"

 

"Solltest du aber haben! Wir müssen die jugendlichen Massen erreichen!"

 

"Ich bin 'ne alte Schachtel…Wie du übrigens auch, falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte…sorry, nichts für ungut…" BRIGITTAs Stimme wurde säuseliger, womöglich lag dies am weit fortgeschrittenen Abend und ihrem…- Räusper! Ähm, hat jemand mitgezählt, wie viele Gläser Chianti die Dame bisher hatte? Nicht? Na schade, hätt ja sein können! –

ANNETTA sprach nun: "Jaja, nix für ungut, kein Problem, hast ja recht. Bin alt und faltig. Wenn du dich nicht jung und hipp genug fühlst, lass das doch die ARD tun – da gibt’s junge Hüpfer! Hippe Hipster, Yuppies und Neu-Hippies in einem…Oder – wie sieht's mit deiner geliebten Nichte aus? Hat die vielleicht Zeit für den 'Besuch der alten Dame', ihrer Tante?"

- "Nein", fuhr BRIGITTA heftig auf, "die halten wir da raus!"

"Kein Problem, es gibt genügend nützliche Idioten unter den Jugendlichen, die das gern übernehmen. Biste auf FACEBOOK, TWITTER, INSTAGRAM, TINDER, irgendwo? Falls nicht, hole es bitte nach!

Lass dir ein aussagekräftiges Profil erstellen. Dein alter Verleger ist 'n Arschloch, ich kann dir auch da einen neuen suchen. Beste Kontakte zu BERTELSMANN, you know?! Wir gehen in Talkshows, laden Kindergartengruppen zur Autorenlesung ein, sorry, zur AutorSTERNCHENinnen-Lesung… Apropos Kindergärten: Wir lassen die Regierung oder andere staatliche Geldgeber mehrere 1000 Exemplare kaufen, die dann in den Kindergärten verteilt werden. Die meisten Kindergärtnerinnen werden die Geschichten gern annehmen und vorlesen. Den Gewinn teilen wir beide 50:50."

"Du willst es wie mit dieser Broschüre machen, in der deine Stiftung auf über 30 Seiten die Opposition dämonisiert und 'erklärt', 'woran man Nazi-Eltern erkennen kann'?"

"Exakt! Wie hat sie dir gefallen?"

 

"Langatmig und von solch grobem Billshitgehalt, dass ich nur bis zur Mitte lesen konnte, eh ich's wegwarf, aber hey! Abgesehen davon: pure Comedy! Hab mich stellenweise scheckig gelacht – und ich könnt 's noch immer, wenn ich bedenke, dass Millionen Idioten sie so geschluckt haben! Wobei ich mich auch ernsthaft frage, wer solch einen Unsinn für bare Münze nimmt."

 

"Wenn du eine Autorität hast, fressen sie dir aus der Hand, dann glauben sie dir alles. Wenn es "gegen räächts" geht, ist immer alles richtig und erlaubt, das weißte doch!"

"Also die Kinder?"

"Die müssen wir stärker erreichen. Über sie dann ihre Eltern. Du weißt, wie gut das in der DDR geklappt hat, bis dahin, dass Kinder ihre Eltern denunzierten, wenn diese nicht systemtreu waren."

"Dein Plan, liebe ANNETTA, erscheint mir vielleicht eine Spur zu sinister, gerade für diese Zeit. Glaubst du nicht, dass sich das nachteilig auswirken könnte, total nach hinten losgeht? Und wie gesagt: Kitschige Kinderbücher mit sakrosankten Syrern sind nicht so mein Ding. Ich freu mich für dich, dass du so erfolgreich bist in der Propagandaschmiede namens AMADEU-ANTONIO-STIFTUNG. Hast du eigentlich jemals einen halben Gedanken daran verschwendet, ob es dem Namensgeber gefallen hätte, dass du seinen Namen so missbrauchst? Wieso haste das Ding nicht nach dir benannt?"

"Weil es eines starken Symboles bedurfte, BRIGITTA, du engelsgleich Skeptische! Es brauchte ein reales Opfer rechter Gewalt, um jegliche Opposition zu bekämpfen. Wichtig war doch, das Framing zu erweitern, die Begriffe auszuweiten, bis jeder 'Nazi' ist, der auch nur den allergeringsten Vorbehalt gegen muslimische Massenmigration aus problematischen Dritte-Welt-Shitholes hat, also dieser Name eines Opfers wirklicher Neonazis. Der zog da am besten. Und er leistet uns perfekte Dienste." Diabolisch grinste ANNETTA K. über den Rand ihres vollen Weinglases hinweg, das sie nun in einer triumphalen Geste in einem Zug komplett leerte.

"Der Migrant, der übrigens vor mehr als 25 Jahren umgebracht wurde, hat für dich also seine Schuldigkeit getan", antwortete BRIGITTA in einer halbbeschwipsten Mischung aus Abscheu und Bewunderung. "Inwiefern frage ich mich", fuhr sie dann fort, "unterscheidest du dich noch von den paar Hardlinern, die du, samt ihrer Entourage und allen, die auch nur Bruchteile ihrer Ansichten teilen, bekämpfen bis ausrotten willst? Was an deinem und deinesgleichen Vorgehen ist nicht verwerflich, was lässt dich bloß glauben, dass du das Recht dazu hättest, dich wie die krasseste Faschistin zu verhalten?"

 

"Och bitte!" – ANNETTA K. betonte das Bittwort gedehnt und tadelnd süffisant: "Liebe BRIGITTA…Ich bin wirklich basserstaunt! Du hast ja auf einmal etwas ähnliches wie ein Gewissen entwickelt! Ausgerechnet DU! Du! Die du damals, zu DDR-Zeiten, damals, als wir beide hauptamtliche Mitarbeiterinnen des MfS waren, als du und ich viele Dinge getan haben, über die wir heute (noch) nicht reden dürften, ohne Justizbehörden wie schlafende Tiger zu wecken. DU bist garantiert die falsche Person, hier irgendwas an meinen Methoden oder denen der Stiftung zu kritisieren! Du stehst voll mit drin!"

"Aber ich habe Bedenken! Bedenken, was den Erfolg der Unternehmung betrifft – und…jaja…ganz klar: Gewissensfragen, die sich mir auftun. Die kann ich nicht ignorieren! Die ganze Sache stinkt meilenweit zum Himmel! Ich versteh nicht, warum du ein solches System wiederauferstehen lassen willst, diesmal womöglich sogar in einem nationslosen Europa, einem EU-Superstaat…"

"…der nur sozialistisch funktionieren kann…"

"Das wage ich zu bezweifeln!", brüllte BRIGITTA jetzt fast.

 

Nun platzte ANNETTA endgültig der Kragen, ihre kultivierte Contenance wich nun ihrem diktatorischen Duktus: "DU hast keine andere Wahl! BRIGITTA, ich brauche dich, in jeder erdenklichen Hinsicht außer der sexuellen! Entweder, du machst mit – oder ich lasse meine Marionetten so um dich herumtanzen, dass du dich in ihren Schnüren heillos verhedderst! Ich kann dein Leben ganz schön versauen! Denk an die alte Bürgerrechtlerin VERA LENGSFELD, die hat es auch bereut, dass sie meine Pläne durchkreuzt hat! Sie gilt jetzt als 'Nazi', dafür habe ich gesorgt! Ihr Ruf ist beschädigt, sie wird gelegentlich von der Antifa bedroht, persona non grata wie so viele, die sich mit mir angelegt haben! Die kriegt im Mainstream kein Bein mehr an die Erde! Willst du, dass ich deine Vergangenheit als Stasi-Dame an die Oberfläche spülen lasse? Ich kann dir auch andichten, eine 'Nazi'-Braut zu sein, wenn ich will! Glaub ja nicht, dass du davonkommst! Ich rate dir nachdrücklich, meinen Vorschlag nicht töricht und leichtfertig abzuschmettern!"

 

Unmerklich, in einem derartig fließenden Übergang, dass der begabteste DJ ihn nicht besser hätte hinbekommen können, wenn er den einen Song in den nächsten übergehen lässt, wich ihre Tirade wieder einem säuselnden Schmeichelton der nun auch Beschwipsten: "Es soll zu deinem Schaden nicht sein! Manus manum lavat, meine liebe alte Freundin, du wirst davon total profitieren. Was ist schon ein reines Gewissen, wenn man dabei, so ehrenwert es auch sein mag, nur verlieren kann, wenn das Leben als Verfemte unangenehm ist? Was nützt es, perfekten, akkuraten und ästhetisch wie taktisch anspruchsvollen Fußball zu spielen, wenn man dann doch verliert? Das sagte vor 5 Jahren doch auch PER MERTESACKER: 'Wollen Sie, dass wir wieder nur schön spielen und dann verlieren?' – So ähnlich. Das Achtelfinale gegen Algerien war ja auch ein Krampf, aber: Sie haben gewonnen, die JOGI-Jungs. Wir können auch nur gewinnen! Dazu müssen wir den Mut zum schlechten, in unserem Fall hinterfotzigen Spiel haben. Wir beide, sei ehrlich, haben uns in dieser weichen Waschlappen-Demokratie doch nie so richtig wohlgefühlt. Wir brauchen einen weltumspannenden Power-Sozialismus, das sollte die Lösung sein."

"Und wenn die Islamisierung voranschreitet?"

"Erstens: Vielleicht verhindern wir das Erstarken dieser Ideologie mittels Sozialismus weltweit. Zweitens: Bis dahin, seien wir ehrlich, bis das hier ein Kalifat wird, sind wir wohl schon tot. Oder glaubst du, dass wir noch mehr als 40-50 weitere Lebensjahre vor uns haben?"

"Nein", seufzte BRIGITTA, "wohl nicht…nicht unbedingt. Ich trinke zu gern…Wein."

"Na siehst du. Bis uns die Kinder, die wir erreichen müssen, verfluchen können, falls sie es überhaupt tun, sind wir längst Wurmfutter. Und sieh mal, was ich in meiner Tasche habe…"

 

ANNETTA kramte in ihrer Handtasche, die neben ihr auf dem gemütlichen Sofa lag. Sie fischte schließlich ein Stück Papier heraus, das BRIGITTA sofort als Scheck erkannte.

"Das hier", sagte ANNETTA freundlich-verführerisch, "wird dich endgültig überzeugen." Sie wedelte überraschend sinnlich mit dem Scheck herum.

"Das ist ein Vorschuss für dein erstes Kinderbuch. Ich habe da bereits einen Verleger, dessen Angebot ich angemessen fand. Wir könnten natürlich einen anderen nehmen. Ich habe ohne Ende Kontakte. Übrigens – falls du drauf stehst und Unterstützung brauchst: Ich habe bereits 2 potenzielle Ghostwriter, die auf Abruf bereitstehen – falls du sie brauchst."

 

Der Scheck musste über eine exorbitante Summe ausgestellt gewesen sein. Die genaue Summe weiß man nicht, da die Schrift des Schecks von weitem für den Autoren nicht zu erkennen war. BRIGITTAs Bedenken indes - waren just weggewischt. Ihre Gewissensbisse wichen, als habe sie sie mit einer Wundheilsalbe bestrichen. Die Theorie, dass jeder Mensch käuflich ist, es kommt nur auf die Höhe/Menge des Betrags/Geldes an, scheint sich zu bestätigen. Dass jeder Mensch (ob männlich, weiblich oder "divers") irgendwann schwach wird, seine Prinzipien fast so reflexartig fallen lassen kann wie eine zu heiße Folienkartoffel ohne Alufolie drum herum (weil schlecht für die Umwelt, you know?!), scheint Universalgültigkeit zu besitzen. Das gegenteilige Bild, das Ideal, das in der zweiten COLUMBO-Folge überhaupt, in "Lösegeld für einen Toten" ("Ransom For A Dead Man") gezeigt wird, ist wohl eher Wunschdenken. Dort versucht die Mörderin, ihre Stieftochter, die ihr den Mord an ihrem Vater auf den Kopf zusagt, mit einem großen Geldbetrag zu bestechen. Die Stieftochter ist jedoch nicht bereit, für den Riesenbatzen Geld (obwohl sie es gut gebrauchen könnte, studiert sie doch an einer teuren Schweizer Privat-Universität) den Mord an ihrem geliebten Vater zu vergessen – und lockt ihre Stiefmutter in eine (von COLUMBO heimlich mit inszenierte, sorgfältig ausgelegte) Falle. Wie bei DEEP SPACE NINE der FERENGI-Barkeeper QUARK, eine kommerzielle Krämerseele, Abzocker und Bereicherer, ein nicht immer ganz legal agierender Angehöriger einer ganzen humanoiden Spezies, deren Gesellschaft, Kultur, Kunst auf reinen Kommerz und Kapitalismus, Ausbeutung und Übervorteilung ausgerichtet ist, sagte: "Jeder Mann (oder jedermann?) hat seinen Preis". In der Originalfassung könnte es was mit "every man" gewesen sein, also allgemeiner auch mit "jeder Mensch" übersetzbar, was das weibliche Geschlecht ausdrücklich mit einschlösse.

 

BRIGITTA jedenfalls wurde schwach. Sie gab nach. Das viele Geld, die Erpressung einer über Leichen trampelnden, völlig skrupel- und gewissenlosen Person, ANNETTA K., waren zu überzeugend und verlockend. Wie geplant, trat sie in mehreren Dutzend Shows auf, darunter die "üblichen Verdächtigen" Talkshows (MAISCHBERGER, WILL, PLASBERG, ILLNER, LANZ…), Kindernachrichtenformaten, Nachrichtensendungen, Kulturmagazinen, hippen Jugend- und Comedyshows. Sie erwies sich als Naturtalent darin, charmant ihre Geschichten an die Zielgruppen zu bringen, jeden potenziellen Leser zu becircen, bis er zum Buch griff. Ihr erstes Kindergeschichtenbuch fand reißenden Absatz, Autorenlesungen waren anberaumt, viele fanden in Kindergärten und Kindertagesstätten statt und verkleisterten dort die honigsüßen Kinderhirne und die der Erzieher mit dem "pädagogisch wertvollen" Ideologie-Sondermüll.

Das erste Kinderbuch wurde mit dem Preis "Kinderbuch des Jahres" geehrt, ihre kleine Kindergeschichtensammlung kam bestens an, negative Kritiker wurden überall übertönt, überstimmt und diskreditiert. Auch BRIGITTA selbst, die übrigens in ANNETTA K.s berühmt-berüchtigte Stiftung eingetreten war und jegliche Hemmungen verlor, auch fragwürdige Kampagnen mitzutragen, trat gelegentlich als "neues" Gesicht der Stiftung in der Öffentlichkeit auf.

 

Von allen Seiten wurde sie bewundert, kritische Gegenstimmen gab es kaum noch. Zudem hagelte es weitere Preise: "Preis des deutschen Buchhandels", "Hessischer Kulturpreis", "Deutscher Kinderbuchpreis", "Europäischer Buchpreis für literarische Zivilcourage", "Der AA-Stiftung-Award für Verdienste im Kampf gegen rechts", mehrere Preise von Universitäten Deutschlands, der Schweiz, Österreichs, der USA samt mehrerer Ehrendoktortitel sowie mehrere jüdische Organisationen, sogar einiger, die explizit Künstler und Werke auszeichneten, die klar gegen Antisemitismus ausgerichtet waren. BRIGITTAs Werk war weder das noch antisemitisch. Ihr war es egal, weshalb und von wem sie die Preise bekam, von welcher Organisation, von der EKD oder dem UN-Flüchtlingshilfswerk: Auf einem neuen Designerregal, später in einer panzerglasgeschützten Vitrine standen die Trophäen, Urkunden und Talismane gleichberechtigt nebeneinander, nicht länger Staubfänger, als sie in die abschließbare, sehr sichere Vitrine gestellt wurden. Das zweite Buch wurde ein ähnlich großer Erfolg, auch das dritte, da sie ohnehin alle auf derselben sicheren thematischen Welle vor sich hin schwebten, austauschbar im Grunde – und das Papiers kaum wert, auf dem sie gedruckt waren – wie so vieles in dieser Zeit.

Als sich die Gelegenheit ergab, auf der Anti-"Hassrede"-Welle mit zu surfen, gönnte sie sich auch das, schrieb mehrere Bücher, die sich mit dem natürlich nur von der rechten Seite kommenden Hass beschäftigten und "Abwehrstrategien" vorstellten.

 

ANNETTA K. und BRIGITTA, die ambitionierte Autorin, die skrupellose Schriftstellerin, wurden ein eingespieltes Team. Ähnlich wie bei der gewissenlosen ANNETTA, wuchs um BRIGITTAs verhärmte Mundwinkel und die eiskalten, stahlblauen Augen ein harter, erbarmungsloser Zug, grub sich tief ein, von der Seele hochkommend, denn im Gegensatz zum "Bildnis des DORIAN GRAY" wird nicht das Bild so hässlich wie die Seele, sondern zeigen sich äußere Anzeichen einer sehr speziellen Hässlichkeit, die mit gewöhnlicher Hässlichkeit nichts zu tun hat. Deutlich sichtbare äußere Anzeichen für diese Veränderung. Nur wenige Menschen konnten diese Charakteristika freilich deutlich erkennen, man benötigt ein scharfes, aufmerksames Auge und eine gewisse Empfindlichkeit, ohne überempfindlich zu sein. Die Welt war ignorant geworden, gute, ihr Land beschützende und sich für die Werte und Interessen ihres Staates einsetzende Staatsoberhäupter, wie etwa der aktuelle POTUS, galten als ultimative Bösewichter, derweil die falsch lächelnden Wölfe und Wölfinnen im Schafspelz nicht mehr als solche erkannt wurden und es allzu vielen Bürgern in Deutschland noch immer entging, dass ANGELA MERKEL kein guter Mensch, sondern eine berechnende, bösartige Ausgeburt der Hölle war, die keine guten Absichten hatte und genau wusste, was sie tat. Genau wie ANNETTA, BRIGITTA und die zahllosen anderen Mitläufer.

 

BRIGITTA jedenfalls, die in der Öffentlichkeit stets (eigentlich eisig) Lächelnde, hatte ihre Seele dem Teufel und einer verlogenen Agenda verkauft und war selbst zu einem Dämon geworden.





(10.12.2019)(C) 2020 KnoKnoo

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Karl-Konrad Knooshood).
Der Beitrag wurde von Karl-Konrad Knooshood auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Die Hexe von Ameland von Mathias Meyer-Langenhoff



Eine spannende Abenteuergeschichte auf der niederländischen Insel Ameland, in der Kinder die Diebe einer wertvollen Galionsfigur eines alten Walfängerschiffes verfolgen. Für Kinder ab 8.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Sonstige" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Karl-Konrad Knooshood

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

STAR WARS & JESUS-Story im Vergleich (STAR-WARS-Woche,Teil 2) von Karl-Konrad Knooshood (Science-Fiction)
Omas Pflaumenkuchen von Heideli . (Sonstige)
… einmal Südstadt-Kindergarten und zurück ? von Egbert Schmitt (Geschichten aus der Heimat)