Karl-Konrad Knooshood

Protokoll eines verfallenden Landes: Der Polizist

 

TOM KELLER war immer gern menschlich gewesen. Menschlich im Sinne von menschenfreundlich. Er half wo er konnte, war stets für seine Freunde da, verlässlich, ein Kerl zum Pferdestehlen, an den man sich vertrauensvoll wenden konnte. Ein Mensch war er, voller Überzeugungen, der für das Gute eintrat. Dieses Einstehen für das Gute, für Gerechtigkeit und Liebe war eine normale Sache für ihn, wie beiläufig praktizierte er sie, ohne groß damit zu prahlen. Allzu hochtrabende Worte des Eigenlobs lagen ihm fern.

 

"Eigenlob stinkt" spricht weise der Volksmund – und TOM KELLER war eine Persönlichkeit, die dieses Prinzip verinnerlicht hatte und sich sklavisch daran hielt.

 

Es gibt Menschen, die können gut mit Menschen, sind klug und besonnen aber auch gesellig und kollegial. Man nennt sie "sozial". Dieser Mann war sozial, ein Musterbeispiel dafür. Viele dieser Menschen helfen gern. Helfen macht ihnen Spaß, sie brauchen es wie eine extrem berauschende Droge. Sie arbeiten meist in sozialen Berufen, Helfer-, Pflegeberufen, Rettungsberufen. Es gibt engagierte Feuerwehrkräfte, Rettungskräfte, Notärzte, Krankenhausärzte, Krankenpflegekräfte und natürlich Polizisten.

 

Für TOM KELLER war immer schon klar gewesen, dass er Polizist werden wollte. Nicht, um "böse Buben" und Kriminelle zu verfolgen und verhaften, nicht, um totale Autorität auszuüben, "Macht" zu haben als Vertreter des Gesetzes/Staates, sondern um Menschen zu helfen, ihnen beizustehen, bei Unfällen wie nach Wohnungseinbrüchen, tadelnd aber liebevoll die kleinen Vergehens-Begeher zu belehren, auf die sanfte Tour, in Gefahren und brenzligen Situationen da zu sein. Auch den Schutz des Bürgers fand er reizvoll. Natürlich auch das Protokollieren, Befragung von Zeugen an Tatorten und damit zusammenhängendes.

 

Die Polizeischule, die Aufnahmeprüfungen schaffte er mit Bravour, es war kein Problem, eine Anstellung zu bekommen. Als seine Ausbildung abgeschlossen war, wurde er einer Polizeidienststelle in Dortmund zugeteilt. Dortmund – eine Stadt, die regelrecht versaut ist. Dreckig durch zu viel fremdartige, teils kriminelle Kultur(en), durch den Einfluss intensiver Zuwanderung aus bekannten Prekär-Ländern der Welt, verkam die Stadt zu einem Moloch aus Gewalt, Mord und besonders räuberischer Erpressung, Handtaschendiebstahl, Drogendealerei, Hehlerei und Vergewaltigungen.

 

Auch die kriminelle Energie krimineller Banden vom Balkan, aus Osteuropa und natürlich Arabien war höchster Qualität.

 

Die Einsätze waren erwartungsgemäß anstrengend, oft dramatisch. Mehr als einmal musste TOM von seiner Schusswaffe Gebrauch machen. Auffällig war, dass der Polizei erstaunlich wenig Respekt entgegengebracht wurde. In den ersten Dienstjahren, seit 2007 bis 2017, war eine deutliche Verschärfung der Gesamtsituation spürbar. Seit 2015 strömten viele Tausend Menschen nach Dortmund. Immer öfter wurde TOM KELLER zu gefährlichen Einsätzen gerufen, er und seine Kollegen mussten immer mehr Gewaltdelikte bearbeiten und verhindern, an denen auffällig oft ausländische Menschen beteiligt waren, und zwar aus immer den gleichen geografischen Gegenden. Eine immer wieder nicht unbedingt in Variationen als vielmehr ermüdenden Mustern auftretende Szenerie ergab sich folgendermaßen:

 

TOM und sein jeweiliger Kollege/seine Kollegin, manchmal auch zu viert im Einsatzwagen unterwegs, dann allerdings in einem Polizeitransporter, wurden zu einem Einsatz in Innenstadt, Fußgängerzone oder prekärem Stadtteil gerufen. Sie fuhren natürlich so schnell wie möglich zum Geschehen. Dort angekommen, sah man sich dann mit einem oder bis zu drei Tatverdächtigen und vielleicht einem oder mehreren Zeugen konfrontiert. oftmals handelte es sich um Ladendiebe, die erwischt worden waren, manchmal auch Taschendiebe, die beobachtet wurden, wie sie einer alten, wehrlosen Dame die Handtasche entreißen wollten.

Auch Gewalttaten waren zu verzeichnen, ab und zu war der Täter von mehreren Mutigen bereits überwältigt und seines blutverschmierten Messers beraubt worden.

 

Nicht immer das Letztere, Günstige, oftmals musste man aufgebrachte Zeugen beruhigen, sie erstmal dazu bringen, sich vom Täter fernzuhalten. Handelte es sich um türkische, arabische oder aus Ländern Nordafrikas stammende Testosteronbomben auf Beinen, voller Adrenalin, waren sie oft der geradezu animalischen Raserei nahe.

Dann brüllten sie, wollten auf den Gegner losgehen und sich nicht von "albernen" Uniformierten an der Ausübung ihrer liebsten "Ehre" durch Selbstjustiz hintern lassen. Nein, diese Kerle wollten dann bitteschön das Recht haben, Trachten Prügel zu verteilen. In solchen Situationen wurde TOM KELLER immer wieder klar, welch gefährlich riskanter Ritt auf einer extrem scharfen Rasierklinge es war, in diesem Job zu arbeiten. Natürlich war es eines seiner Anliegen gewesen, als er mit seiner Berufslaufbahn anfing, in scharfen Konflikten mit zwei verhärteten Fronten, diese zu schlichten, die Wogen zu glätten. Polizist zu sein, das sah er immer schon als Teil der Berufswahrheit, bedeutete zugleich oft, Diplomat zu sein.

 

Diplomatie war mit den herkömmlichen Mitteln nicht mehr zu erreichen.

 

Man punkte überhaupt nicht, wenn man vernünftig und besonnen sprach, höflich und fast schmeichlerisch freundlich. Oft machte gerade dies die mehrheitlich Männer erst recht aggressiv. Höflichkeit sahen sie offenbar als Schwäche an. Man büßte schnell an Autorität ein. Das unkooperative Verhalten der Migranten, meistens waren es solche, um es positiv auszudrücken, forderte einen forschen Tonfall, auf schroffe und schnoddrige Arschigkeit musste man mit ebensolch rüdem Jargon reagieren. Es war auch schon diverse Male vorgekommen, dass TOM oder einer seiner Kollegen bespuckt, besudelt, mit Flüssigkeiten übergossen wurden. Dann war natürlich entsprechend brutales Reagieren erforderlich. Die Hemmschwelle war besonders, auch dieses pikante Detail fiel TOM KELLER als aufmerksamem Menschen auf, Kolleginnen gegenüber besonders gering. Handelte es sich zufällig um eher hübsche, deutsch aussehende Blondinen, war es keine Seltenheit, dass sie mit "Kuffar-Schlampe", "Fotze" oder noch viel abwertenderen arabischen oder türkischen Frauenverachterbegriffen verbal angegriffen wurden. Gelegentlich wurde es auch körperlich.

 

Was nicht zwangsläufig bedeutete, dass südländisch aussehende Frauen oder Rothaarige mit Sommersprossen es wesentlich leichter gehabt hätten. Unterschiede gab es dann nur in Nuancen. Natürlich waren manche maskuline Kolleginnen im Kollegium, einzig sie konnten sich meistens halbwegs durchsetzen. So gut es ging, stellte sich TOM vor Kolleginnen und forderte für sie Respekt ein.

 

Verbrechen, in Gruppen begangen, manchmal waren sowohl Täter als auch Opfer in einer kriminellen Gruppe, kamen auch vor. Es kam zu regelrechten Mini-Bandenkriegen auf der Straße. Vom Eintreffen der Polizei ließen sich die zum allem Entschlossenen denn auch nur selten stören. Sie schienen die Polizei nicht als hierarchisch quasi von Berufswegen höherstehend (da vom STAAT beauftragt und legitimiert) und überlegene Instanz, sondern nur eine dritte Streitpartei anzusehen, die sich auf den "Markt" drängte wie ein dritter Mitbewerber um die Gunst des Kunden.

 

Immer häufiger kam es vor, dass auch mit strenger Sprache und krass aggressiven Worten nichts zu erreichen war. Polizisten, auch TOM KELLER, wurden immer häufiger tätlich angegriffen, auch ihm war das schon passiert. Er musste dem Libanesen, der auch einen deutschen Pass sein Eigen nannte, voll eins zwischen die Augen geben.

 

Der Tatverdächtige, der mit Kumpels einen Deutschen mit chinesischen Vorfahren brutal verprügelt und um mehr als 200€ Bargeld beraubt haben sollte, wurde später verurteilt, TOM bekam keine Rüge, hatte er sich doch bloß verteidigt. Nach dem Prinzip "Deutsche Staatsbürgerschaft schlägt alle anderen", wurde der Fall als "Verbrechen, von einem 'Deutschen' begangen" in die Polizeiliche Kriminalstatistik aufgenommen.

 

Nicht nur bei wirklichen Unglücksfällen wie Autounfällen, war es immer schwieriger, überhaupt zum Unglücks-Unfallort vorzudringen. Immer öfter fielen TOM KELLER Schaulustige auf, die ihre dämlichen Smartphones nicht zum Telefonieren, sondern zum Filmen benutzten. Es nutzte selten etwas, die Geräte zu konfiszieren oder die Doofleute und Amateur-Real-Life-Filmer barsch dazu aufzufordern, bitte nicht zu filmen und gefälligst Platz zu machen, damit seine Kollegen und er zum Geschehen gelangen konnten.

 

Regelmäßig landeten diese beschissenen, verwackelten Krasse-Scheiße-was-da-passiert-ist-Festivals der Idiotie und Anti-Pietät im Netz, vornehmlich auf YOUTUBE, seltener anderen Videoportalen, seine Kollegen schickten ihm immer wieder Links, zeigten ihm auch mal das eine oder andere, in Besprechungen überlegte man, wie man das Problem in den Griff bekommen könnte.

 

Mehrere Male kam es dazu, dass türkische, syrische oder ans anderen arabischen Ländern stammende Delinquenten, die kleinerer Delikte wie des Ladendiebstahls oder Handtaschenraubs verdächtig waren oder auf öffentlichen Plätzen randalierten, ab und zu in Schlägereien verwickelt waren, aggressiv wurden. Dann drehten diese Testosteronbollwerke, Berserker-Kerle durch, pöbelten, schimpften, gingen TOM KELLER und seine Polizistenkollegen hart an, insbesondere die weiblichen.

Gegenüber Polizistinnen hatten diese respektlosen Typen null Komme null Respekt. So musste TOM sie mitunter brutal zu Boden drücken, in Selbstverteidigung, meistens verstärkt, von einem Kollegen tatkräftig unterstützt. Selten nämlich ließ sich ein einzelner dieser Südländer-Heißblüter von einem Polizisten allein niederringen. Wenn solch ein rasender Stier vom kräftigen "Bullen" auf dem Boden gehalten und als wild um sich Schlagender seine Hände mittels Handschellen auf den Rücken fixiert bekam, erschien mit klischeehaft nerviger Regelmäßigkeit eine häufig ebenso südländisch aussehende junge Frau auf der Bildfläche. Die brüllte dann was von "Polizeigewalt!" und versuchte, die Polizisten, sie wie ein wütender Wildbienenschwarm, nur lautstärker, umkreisend, verbal von ihrer Arbeit abzuhalten, dabei fortwährend das Szenario mit ihrem scheiß Smartphone filmend.

 

Manchmal sprach eine solche Furie Türkisch, das nur wenige von TOMs Kollegen kontern konnten, schließlich waren nur wenige von ihnen türkischstämmig. Oft aber schimpfte die Dame auch auf Deutsch, wobei sich wüste Beschimpfungen, die sich mit abfälligen "Alman"-Kraftausdrücken des Türkischen mischten, mit diplomatischen Sätzen wie "Was hat er denn getan?" oder "Lasst ihn los, ihr tut ihm weh!" abwechselten. Nicht selten stellte sich später heraus, dass eine derartige junge Frau die Schwester des Rasenden war.

 

 

Nach einigen weiteren Jahren hatte TOM KELLER endgültig die Schnauze voll davon, mit gewalttätigen Bastarden aus unzivilisierten Erdteilen und ihrem asozialen Verhalten zu tun zu haben. Er wechselte in den Innendienst. Sein Traumjob war zu einem Alptraumjob geworden. Nun langweilte er sich durch den Tag, ohne wirklich etwas bewirken zu können. Sicher wäre er daran zerbrochen, zynisch und quasiverrückt geworden, hätte er sich nicht einem neuen Hobby zugewandt, einer neuen Freizeitfüllung, auf die er sich wie Bolle bei Frau Holle freuen konnte.

 

Wenn er am frühen Nachmittag seine Arbeit niederlegte, nach Hause fuhr, setzte er sich vor das Gerät, das er sich gegönnt hatte: eine Kamera.

 

Ein gutes Mikrofon dazu.

 

Video um Video erstellte er, nannte sich der Einfachheit halber TOM K., erzählten von seinen gesammelten Erfahrungen als Polizist, insbesondere seit der gewissen Einwanderungskrise, deren Anfänge er in seinem Job am deutlichsten mitbekam, deren Auswirkungen Polizei, Feuerwehr, Notärzte und Rettungskräfte am heftigsten erlebten. Wie die meisten Videomacher, die auf YOUTUBE und Co. veröffentlichten wählte er die direkteste, einfachste Form: Hinsetzen, Kamera laufen lassen, sprechen. So taten es die meisten, Einige mit sprachlichen Spielereien und grafischen Extras. TOM K. verzichtete – zunächst – auf diesen Tand, sprach spontan und frei, später wurde er raffinierter, professioneller, erstellte ein grobes Skript als Leitfaden seiner Themen, dann kamen auch, sparsam, grafische Spielereien ins Spiel.

 

Da TOM K. zu den mutigen kritischen Videomachern konservativer Kreise (denen in erschöpfender Regelmäßigkeit unterstellt wurde, "Nazi" zu sein) gehörte, die offen ihr Gesicht zeigten, erhielt er bald darauf die Quittung. Im "besten Deutschland aller Zeiten" (aus MERKELs verquerer Fett-Rauten-Sicht) waren freie Meinungsäußerung und offenen Kritik an den Missständen des MERKEL-Regimes (wenn sie von der "falschen Seite" kamen), nämlich ungefähr so gern gesehen wie eine Cristopher-Street-Day-Parade im homophoben Saudoof-Arabien oder mangelnde Speichellecker- und Arschkriecherei vonseiten eines Nordkoreaners gegenüber dem großen Führer KIM JONG UN.

 

Wofür man in Saudoof-Arabien aber jeweils im absolutesten Wortsinn einen Kopf kürzer gemacht und in Nordkorea im günstigen Fall das All-inclusive-Paket für eine Art Arbeitslager erhielt, verliert man in Deutschland 3.0 jetzt, 2020, "nur" seinen Job.

 

So bei TOM K:.

 

Sein Chef bat ihn zu einem jener berühmt-berüchtigten Klischeegespräche, deren Ausgang man als halbwegs lebenserfahrener Mensch bereits auswendig kannte: "Sie sind entlassen/gefeuert/geschasst/dauerhaft von der Arbeit freigestellt" lautete dieser Satz, je nach Höflichkeits- und Verärgerungsgrad eines Chefs folgte eines der mit Schrägstrichen abgetrennten Wörter: "Ein Wort zu Ihrer Videotätigkeit…", begann sein Chef, freundlich doch sachlich-kalt. Es blieb nicht beim floskelhaft lachhaft versprochenen einen Wort, es wurde vielmehr eine Litanei über die Videos und ihren Inhalt, der sei untragbar, er (TOM) habe Interna weitergegeben (was nicht stimmte, schließlich hatte TOM K. weder seinen vollen Namen noch Dienstgrade, Mannschaftsstärke, genaue Dienststelle/Polizeiwache noch sonst etwas genannt, nur Fakten über typische Einsätze, ohne Datums-, Tageszeit- und sonstige Angaben, die einen bestimmten Einsatz identifizierbar hätten machen können), er könne kein guter Polizist mehr sein, wenn er diese Dinge thematisiere, er habe Angst/Bedenken, dass die Neutralität und Objektivität bei TOM nicht mehr gegeben sei, er setze ihn deshalb mit sofortiger Wirkung frei, alles Weitere diesbezüglich sei natürlich reine Formsache aber noch zu regeln.

 

TOM KELLER wäre kaum ein empfindungsfähiges Lebewesen als vielmehr ein Klotz hätte ihn dies nicht zutiefst schockiert. Ein paar Tage lang zockte er müßiggängig Computerspiele, trank viel Hochprozentiges und aß zu viel Süßes, arg Überzuckertes. Eh er die Zwei-Zentner-Marke jedoch zu überschreiten drohte, meldete er sich im Fitnessstudio an und trainierte wie ein Verrückter seine ausgeprägte Muskulatur. Bald darauf, angeregt, ziemlich inspiriert, begann er mit frischen Videos, editierte, schnitt, baute und bastelte. Nach einigen Monaten Leben von der Stütze und dämlichen ABM-Jobangeboten, bei denen er es schaffte, zwar einen guten Eindruck zu machen, er aber seinen bisherigen Karriereknick als Einstellungskiller wirksam erwähnen konnte. Er war Polizist gewesen, mit Leib und Seele – und etwas anderes wollte er (zunächst) nicht machen müssen. Da eine Wiedereinstellung oder eine andere Dienststelle nicht in Frage kamen (schließlich spricht sich so einiges rum und es wird mit Sicherheit sehr darauf geachtet, nicht erneut jemanden einzustellen, der sich durch einen gravierenden Fleck auf der Weste als "ungeeignet" für den Polizistenberuf entpuppt hatte), beschloss er, sein liebstes Hobby zum Beruf zu machen. Per PATREON oder später HATREON war es möglich, Videomacher finanziell zu unterstützen – und seine Videos waren beliebt, mit hohen Klickzahlen. Bei anderen Youtubern links- oder rechtspopulistischer oder auch politikfremder Couleur konnte man erfahren, dass sie ganz gut von ihrem "Beruf" leben konnten – und schließlich hatte er, TOM K., eine Mission, ein Interesse, viele Menschen zu erreichen und ihnen aus dem Polizeialltag und über politische Verwerfungen des MERKEL-Regime seit 2015 zu berichten.

 

Bei Ersterer kam ihm zugute, dass er noch Kontakt zu einigen Ex-Kollegen hatte, die zu ihm hielten, da sie heimlich auch wie er dachten und seinen Rausschmiss zu 100% für absurd hielten. Sie wollten natürlich nicht ihren Job verlieren, deshalb begehrten sie nie auf, doch TOM verstand das.

Die Informationen, mit denen sie ihn versorgten, baute er (weiterhin ohne Namensnennung) in seine Videos ein, behutsam aber bestimmt. Sein Ex-Chef bekam das mit, erahnte, dass es auf seinem Revier "undichte Stellen" gab, ging aber nicht dagegen vor, versuchte auch nicht, herauszufinden, welche seiner Untergebenen weiterhin zu TOM KELLER Kontakt hielten. Er war der Ansicht, es ginge ihn nichts an, außerdem wurden weder Namen noch pikante Dienstdetails genannt, TOM K: war jetzt frei, er konnte im Prinzip machen, was er wollte – solang es im Rahmen der Gesetze war. Zudem war TOM KELLERs Ex-Chef müde geworden, resignierte zusehends, von Jahr zu Jahr riss er nur noch seine Dienststunden ab, entseelt, traurig, träge. Er spürte und erlebte es immer öfter, dass TOM recht hatte. Seine Videos waren nicht nur nah an der Wahrheit, sie waren sie – ungeschminkt, unmaskiert. Er konnte daran teilhaben, wie jeglicher Respekt und jegliche Hemmungen gegenüber Polizisten dahinschwanden und dass meistens Migranten muslimischer, arabischer, türkischer oder ähnlicher Herkunft, Mitglieder von Clans dieses Fehlverhalten verstärkt mitbrachten. Er stellte des Weiteren jedoch fest, dass es auch vereinzelte deutsche Proleten und Asoziale gab, gern auch in Gruppen mit muslimischen Migranten. Das Respektlose, Gewaltbereite und die irrationale Verachtung bis zum blanken Hass gegen Polizeibeamte schienen darüber hinaus abzufärben.

 

Mehr als TOM KELLER, dem seine Videos, in denen er jedoch immer sachlich blieb und nie ausfällig wurde, als Ventil dienten, wurde er zum Zyniker. Oftmals musste er sich bremsen, nicht in klaren Rassismus und Hass auf vornehmlich islamische Ausländer, Asylanten und Clanmitglieder zu verfallen.

 

Wer hätte es ihm verdenken können? Der Mensch neigt dazu, da er Muster und ungute Entwicklungen zu erkennen vermag, zu vereinfachen und verflachen. Wem immerzu mit Hass und Nicht-Respekt begegnet wird, dem, wie dem gesamten Volk der BRD, dauernd pauschal Rassismus vorgeworfen wird, während ihm auf permanenter Basis aus gewissen Kreisen Hass entgegengebracht wird, der wird sich irgendwann wandeln – und das selbst dann, wenn er der liebevollste, toleranteste und menschenfreundlichste Mensch ist. So eben auch bei TOM KELLNERs Ex-Boss. Doch dieser ging schließlich in Pension, er hatte seine Jahre im Büro des Polizeireviers nur noch abgesessen – wie ein Langzeitsträfling, der 20 Jahre Freiheitsstrafe erhalten und nur noch 5 davon vor sich hatte.

 

Nun war auch er frei, fühlte sich erleichtert. Er nutzte diese Zeit und die in ihm aufgestaute Wut und Bitterkeit, indem er begann, sie kreativ schreiben umzuwandeln. Konstruktiv war sein Ansatz, als er ein Buch schrieb, ein Sachbuch über seine Zeit bei der Polizei, der Respektlosigkeit der Leute mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund, ein konservativer Verlag vertrieb es, es wurde ein Bestseller. TOM K. besprach und empfahl es auf seinem YOUTUBE-Videokanal.






(16.12.2019)(C) 2020, KnoKnoo


In meiner neuen Kurzgeschichtenreihe verarbeite ich Storys, die sich an real stattgefundenen
Begebenheiten orientieren, sie aber, wie für Geschichten eben üblich, fiktiv etwas ausschmücken. Das
Essenzielle, wirklich Wesentliche jedoch habe ich destilliert, es entspricht dem, was geschehen ist. Es
handelt sich um "Verwerfungen", wie YASCHA MOUNK sie einmal in der Tagesschau nannte, seitdem seit
2015 die Grenzen des Landes nicht mehr vorhanden sind.
Es geht um Verfall: Moralisch, psychisch und paradigmatisch, was dieses Land betrifft. Es wird Positives
geben, jedoch entsprechend der Realität rar gesät, viel mehr aber wird es Erschütterndes geben.
Sämtliche Gesellschaftsbereiche werden betroffen sein, sämtliche Nuancen der Negativentwicklung im
Zusammenhang mit der Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern werden aufgezeigt. Ggf. werde
ich die entsprechenden Artikel oder Filme/Sendungen nennen, aus denen sich die Informationen beziehen
ließen.

Es gibt mehr als nur einen Polizisten, der von ähnlichen Erfahrungen berichtet, insbesondere, was den
Respekt gegenüber der Staatsgewalt betrifft. Zunehmend wird es auch offen kommuniziert, vielfach von
Leuten gewissen Hintergrundes, seltener auch von diesen völlig verrückten Typen, die sich
"Reichsbürger" nennen und glauben, in einer anderen Welt zu leben: "Wir erkennen euer Rechtssystem
nicht an" oder so ähnlich. Dieser Satz fiel bereits mehrfach in Varianten. Im Internet, auf YOUTUBE, lässt
sich sowohl der Polizist finden, der Ex-Polizist, er macht wirklich Videos zu politischen Themen,
konservativ und bärbeißig, nicht ganz der edle Charakter, den ich hier beschreibe. DER setzt sich
allerdings aus verschiedenen Typen zusammen, von denen zu hören war oder die ich sogar kenne.
Szenen wie die typische beschriebene, in der "Polizeigewalt" unterstellt wird, finden sich zuhauf im
Internet, vornehmlich wiederum auf Videoplattformen wie YOUTUBE. Das Phänomen ist, was Europa
betrifft, inzwischen staatenübergreifend. Auch das findet sich dort. Nun ist es keineswegs so, dass
Polizisten nicht gelegentlich überreagieren. Sie sind auch nur Menschen, wie wir alle. Doch
insgesamt...Und wenn man das alles zusammennimmt, kann man verstehen, dass kaum noch jemand
wirklich Bock hat, diesen Job zu machen und Land und Leute vor solchen Leuten, mit denen es Polizisten
tagtäglich zu tun bekommen, zu schützen.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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