Karl-Konrad Knooshood

Protokoll eines verfallenden Landes: Bewährung?!

 

"Was? Was zum…? Pfff! Be…Be…Be-wÄH-RUng?"

 

HELGA HEINZ konnte nur noch in fassungslosem Stammeln denken. Sie war fertig, außer sich. In ihrem Kopf, der wie eine defekte oder virenverseuchte Festplatte komplett abzustürzen drohte, mischten sich Wut, Panik, Hass, Verstörung und Verwirrung kamen rasch hinzu. Das zweitschlimmste Gefühl, gleich nach dem Verlust ihres Ehemannes liebenden Vaters, war das der Ungerechtigkeit.

 

Die Gerechtigkeit hatte einen tödlichen Stich erfahren oder war ausgeknockt worden. HELGA fühlte sich so, als habe sie sich persönlich mit einem Profiboxer angelegt, der sie in die Bewusstlosigkeit geboxt hatte. Als habe sie einen Ohnmacht auslösenden Schlag erhalten. Am besten gleich einen, der ihr Leben beendet, so dachte sie, sie konnte es nicht mehr ertragen.

 

Die Reaktionen im anwesenden öffentlichen Publikum waren gemischt, einige Anwesende begannen, der Vorsitzenden Richterin, einer Dame von Anfang 60, schütteren Haares, das schulterlang in Locken strähnte, eine dünne, dünnrandige, rundglasige Brille, puterrote, ungesund unreine Haut, zu applaudieren. Diese ließ dies nicht lang zu, dies war schließlich ein Gerichtssaal, kein Theatersaal! Ein Gerichtsdiener rief zur Ordnung. Die begeisterten Fans dieses Urteils, offensichtlich Wohlmeinende und Zuwanderer-Fans, die im Falle eines harten Urteils womöglich was von "Rassismus" gefaselt hätten, schwiegen nun betreten. Ihren frechen Frosch- und Knopfaugen war jedoch der nun leise Triumph anzusehen.

 

HELGA versetzte dies einen weiteren Stich. Niemand hätte sie so verletzen können, nicht mal der Totschläger ihres Mannes.

Die Urteilsbegründung bekam sie nur im Nebel mit, etwas in ihr hatte sich abgeschaltet, nun, es war kein Freispruch gewesen, nur ein Nahezu-Freispruch, ein Freifahrtschein. Aus Sicht eines muselmannischen Migranten aus einem Mahgreb-Staat, der "den Westen" traditionell von Haus aus hasste und der dessen Justizsystem für schwach und unmännlich hielt, musste es eine triumphale Bestätigung sein.

Ihr Anwalt und mit ihr gemeinsam als Nebenkläger auftretender Begleiter hatte ihr vorher gesagt, dass wegen "Körperverletzung mit Todesfolge" dem Killer, dem migrantischen Gewalttäter, eine durchaus mehrjährige Haftstrafe drohe, dass es für ein solches Verbrechen zwingend eine Freiheitsstrafe von, in minderschweren Fällen mindestens einem, bis zu 10 Jahren und in schweren Fällen ab drei Jahren aufwärts gäbe, er aber von weit mehr als fünf Jahren ausginge und dies zu erwirken versuchen würde. Außerdem sei der Staatsanwalt ja auf HELGAs Seite. War er dann jedoch nicht.

 

Die Richterin, die sich während der gesamten Verhandlung sehr behutsam, geradezu verständnisvoll gegenüber dem Täter gezeigt hatte, schien sämtliche Aussagen HELGAs und ihres Anwaltes, die beide wie die Löwen, leidenschaftlich argumentierend, kämpften, zu ignorieren. Geflissentlich sah sie über alles hinweg, was aus HELGAs Mund und dem ihres Anwalts kam. Es wirkte, als sei sie nicht nur desinteressiert und kugelsicher gegen jegliches Opferleid, sondern, als gingen die Kugeln glatt durch sie hindurch wie durch einen Seidenvorhang. Sie schien sich in der Situation, gleich einen von "MERKELs Schützlingen" verurteilen zu müssen, nicht sonderlich wohlzufühlen. Nach der Urteilsbegründung, in der sie auf groteske und infame Weise, mit einer Logik, die aus allen Poren nach Gutautistenjauche stank, rechtfertigte, warum sie den totschlägerischen Bastard aus dem rückschrittlichen Orient zu einer Bewährungsstrafe statt zu einer saftigen Haftstrafe verurteilt hatte, klopfte sie mit dem Richterhammer zum Endgültigen auf den Richtertisch.

 

Dieser Schlag würde ewig in HELGAs Hirn nachhallen, in der traumatischen Erinnerung. Sie assoziierte ihn mit dem tödlichen Schlag des Gewalttäters, den dieser gegen ihren geliebten Gatten ausgeführt haben musste.

Ein Sucker Punch, ein K.O.-Schlag mit Todesfolge!

 

Die Richterin griente jetzt selbstzufrieden, als habe sie ultimativ rechtgesprochen, als habe sie soeben eine RAF-Schweinebacke zu zweimal Lebenslänglich verurteilt – und nicht einem monströsen menschlichen Abschaum-Kerl eine zweijährige Bewährung mit gelegentlichem Drogen-Screening, ein paar Sozialstunden und einer lächerlichen Geldstrafe ("Schmerzensgeld") verpasst. Die Letztgenannte würde ohnehin aus der Staatskasse berappt werden, denn diese Killerbestie, diese Pissnelke im menschlichen Körper war wahrscheinlich mittellos. "So mittellos wie der Kerl als Mensch und in jeder Hinsicht nutzlos ist", dachte HELGA voller Ingrimm und ziemlich zynisch.

 

Der Angeklagte hockte während der gesamten Verhandlung in sich zusammengesunken da wie ein alter Fettsack, der beim Schnapsklauen im ALDI erwischt worden ist. Ab und zu antwortete er, in gebrochenem Deutsch, die "ch"-Laute wie ein zischelndes "sch" sprechend, was HELGA und viele andere schon bei Migranten-Gangsterrappern scheiße fanden, da es oftmals mit Asozialem assoziiert wurden (außerhalb von landeseigenen Dialekten tatsächlich korrekt geschlussfolgert).

 

In manchen Szenen dieses schlechten Stücks, als das er den Gerichtssaal missbrauchte, schaute der Angeklagte abwechselnd zu HELGA, zur Richterin, zu seinem Anwalt (einem aalglatten, schleimigen Aristokraten mit Täterentschuldigungsattitüde) und zum überwiegend wohlmeinenden Publikum, mit warmen Welpen-Augen, hinter denen ein nicht allzu Dumpf-Naiver jedoch unschwer die kalte, reuelose Berechnung eines Psychopathen erkennen konnte. Als der junge Schweinehund an der Seite seines breit grinsenden Anwalts mit der Feuermelderfresse als freier Mann den Gerichtssaal verließ, traf er auf HELGA HEINZ, die sich ebenfalls, am Boden zerstört, gestützt von ihrem ebenfalls fassungslosen Anwalt, zum Ausgang des Gerichtssaales begab. Er grinste, hemmungslos heiter, merklich reuelos, erleichtert, dass er so locker davongekommen war.

 

Ja, er sah geradezu so aus, als würde er jeden Moment laut losprusten vor Lachen, sein Anwalt schmunzelte noch breiter, noch hässlicher. HELGA war außer sich, ihre Enttäuschung und Verzweiflung über die Tötung ihres geliebten Ehemannes, Vater ihrer Kinder, wich nun endgültig einer grenzenlosen Wut, regelrechtem Hass auf dieses widerliche Etwas, diesen Mistkerl, dem sie jetzt so lang auf seine südländische Visage einschlagen wollte, bis auch er tot wäre, wie ihr Ehemann.

 

Ihr Anwalt schien dies zu bemerken, intensivierte seinen festen Griff um ihren Arm.

"Wir werden in Revision gegen dieses Urteil gehen! Komm schon, HELGA! Es bringt nichts! Er ist es nicht wert!"

 

Nur mit äußerster Mühe konnte sie sich wieder beruhigen. Sie musste jetzt an ihre Kinder denken! Wenn sie das Schwein umbrächte, müsste sie selbst jahrelang in Haft sitzen. Wer kümmerte sich dann um ihre Kinder? Die kämen dann in ein Heim.

 

Sie gingen in Revision, es brachte nichts, das Urteil blieb rechtskräftig, wurde bestätigt.

 

Die Worte der Richterin, die Phrasen der Urteilsverkündung, all das hallte in HELGAs Kopf ewig nach. Sie war fürs Leben gebrochen, ihre Mutter unterstützte sie nach Kräften bei der Kindererziehung.

 

Sie schaffte es dennoch nicht mehr lange. Der Schmerz war zu groß, die psychische Belastung zu stark, von staatlicher Seite war sie sowieso im Stich gelassen worden.

 

Anfangs gab es ein lächerliches Schmerzensgeld, später ein paar geringe Sozialleistungen, eine Opferrente erhielt sie zunächst nicht, das jahrelange Streiten dafür zehrte von ihren Kräften, sie war arbeitsunfähig, aber es gab bürokratische Hürden und mehr.

 

Bald darauf starb sie, wenige Jahre später. Der Täter war längst aus seiner Bewährungszeit heraus, schloss sich dann im irakischen Grenzgebiet als radikal-Sprenggläubiger dem IS an, wo er wenig später durch eine gnädige US-amerikanische Drohne von seinem elenden Schicksal als Totschläger und Familienzerstörer, kurz: als Stück Sch**** erlöst wurde.




(16.12.2019)(C)2020 KnoKnoo

 

In meiner neuen Kurzgeschichtenreihe verarbeite ich Storys, die sich an real stattgefundenen
Begebenheiten orientieren, sie aber, wie für Geschichten eben üblich, fiktiv etwas ausschmücken. Das
Essenzielle, wirklich Wesentliche jedoch habe ich destilliert, es entspricht dem, was geschehen ist. Es
handelt sich um "Verwerfungen", wie YASCHA MOUNK sie einmal in der Tagesschau nannte, seitdem seit
2015 die Grenzen des Landes nicht mehr vorhanden sind.
Es geht um Verfall: Moralisch, psychisch und paradigmatisch, was dieses Land betrifft. Es wird Positives
geben, jedoch entsprechend der Realität rar gesät, viel mehr aber wird es Erschütterndes geben.
Sämtliche Gesellschaftsbereiche werden betroffen sein, sämtliche Nuancen der Negativentwicklung im
Zusammenhang mit der Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern werden aufgezeigt. Ggf. werde
ich die entsprechenden Artikel oder Filme/Sendungen nennen, aus denen sich die Informationen beziehen
ließen.

Der vorliegende Fall wäre eigentlich ein Justizskandal ersten Ranges, doch im Deutschland des damals
noch Sommers Anno 2018 wurde er nur von wenigen Standard- und einigen wenigen alternativen Medien
aufgegriffen: Ein Migrant namens KEMAL N. (bereits ein geänderter Name, also Pseudonym), im Rahmen
der großen Welle 2015 ins Land gekommen, hatte mit ein paar Kumpels einen über den Durst getrunken,
traf dann auf sein späteres Opfer THOMAS K., der sich, ebenfalls mit ein paar Kumpels, nach der
schweren handwerklichen Arbeit (er trug noch seine, wohl etwas verschmierte, Arbeitskleidung) hatte er
sich wohl auch ein Feierabendbier gegönnt, hatte jedenfalls etwas Promille im Blut. Der spätere
Totschläger/Körperverletzer mit Todesfolge KEMAL N. (wie gesagt, NICHT sein richtiger Name) hielt, laut
eigener Aussage, THOMAS K. und Kollegen aufgrund der verschmierten Kleidung für "Obdachlose" (wäre
es etwa weniger verwerflich gewesen, was er dann tat, wenn THOMAS K. wirklich ein Obdachloser
gewesen wäre?). Deshalb pöbelte KEMAL N. THOMAS K. an, welcher ihn dann im Gehen darauf hinwies,
dass er (KEMAL N.) ein HURENSOHN sei (nachvollziehbar, denn pöbelnde Kerle sind oft Hurensöhne oder
sehen diesen zum Verwechseln ähnlich). Daraufhin versetzte ihm KEMAL N. das, was man gemeinhin
unter jüngeren Semestern einen "sucker punch" nennen würde, einen so heftigen Knock-Out-Schlag
gegen den Kopf, dass THOMAS K. sofort hintenüberfiel, hart aufschlug - und an den Folgen der
infolgedessen zugezogenen Verletzungen starb. Klarer Fall von Körperverletzung mit Todesfolge.
Eigentlich eine mehrjährige Haftstrafe wert, selbst nach Jugendstrafrecht, dem KEMAL N. mit seinen
zarten 19 noch unterlag.

Die Richterin, offensichtlich eine Wohlmeinende schlimmster Ausprägung und mit über 60 wohl nicht
mehr ganz bei Sinnen, verurteilte den Totmacher KEMAL N., der seiner Frau den Ehemann und seinen
immerhin zwei Kindern den Vater (THOMAS K.) gewaltsam genommen hatte, nur zu einer
Bewährungsstrafe, unter der fadenscheinigen Begründung, dass es KEMAL N.s "Entwicklung nicht
förderlich/dienlich sei, wenn er ins Jugendgefängnis müsste", der Tod des Familienvaters sei "ohnehin
nicht wieder gutzumachen" und sie (die Richterin) könne verstehen, "dass Sie jetzt auf Rache sinnen"
und "eine möglichst harte Strafe fordern", aber der Angeklagte sei ja auch so reuig und müsse sich in der
Bewährungszeit von zwei Jahren ständig Drogenscreenings unterziehen und würde "engmaschig
betreut". Die Mutter von zwei Kindern/Ehefrau von THOMAS K. brach in Tränen aus, als das Urteil
verkündet wurde - und ich muss zugeben, dass ich nicht der Einzige war, der schockiert war, fassungslos
über die unglaubliche Milde dieses Urteils. Und leider ist es auch nicht das einzige extrem milde Urteil
gegenüber Migranten, die hierherkommen (NICHT ALLE, ich weiß) und glauben, sie könnten sich hier
ALLES erlauben und werden dann entsprechend (WEIL SIE MIGRANTEN SIND) milder bestraft. Wenn ich
etwas Vergleichbares getan hätte wie dieser Scheißkerl, hätte ich mich auf eine mehrjährige Haftstrafe
eingestellt und einstellen müssen. Es ist einfach unverzeihlich, wie unfassbar sanft mit Typen
umgegangen wird, aus archaischen, unzivilisierten Kulturkreisen, in denen man eine von vornherein
aggressivere Mentalität hat und zum Äußersten bereit ist, wenn einem einer die "Ehre" durch ein
harmloses Schimpfwörtchen oder (neulich bei Aktenzeichen) durch das Nichtgeben einer Zigarette (wie
es diesem armen Deutschen mit polnischen Wurzeln im Park passiert ist, der brutal
zusammengeschlagen wurde von drei südländisch aussehenden Typen, die ihn nach einer Zigarette
fragten, die er nicht zur Verfügung hatte) "verletzt". Es gab, gibt und wird mehr solcher Fälle geben - und
ich werde sie in Geschichten verarbeiten.

Das "Happyend", in dem der böse Täter sein gerechtes Ende findet, ist leider der voll-fiktive Teil.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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