Günter Weschke

Sprich mich nicht an

Sprich mich nicht an

Sprich mich nicht an, wenn ich träumend am Wege steh'
und wehen Herzens in der Ferne meine Berge seh'.
Sprich mich nicht an, wenn ich still auf einer Wolke ruh'
und weiße Schwäne decken mich mit ihren Flügeln zu.
Ich träume dann von großen, weiten Wäldern,
von grünen Wiesen und von Sonnenblumenfeldern
vom Tal der Könige, im ach so fernem Land,
von Kokospalmen, am weissen Südsee Strand.
Sprich mich nicht an und lass mir meine Träume,
zu jeder Stunde und an jedem Tag.
Ich spür die Welt und seh' des Weltalls weite Räume,
sprich mich nicht an, ich hör der Weltuhr jeden Schlag.

Ich trink den Duft, der spanischen Zypressen
und wünschte doch, ich könnt' all' das vergessen.
Ich sehe jetzt, die großen brennenden Wälder,
Australien brennt, verbrannt sind wunderschöne Felder.
Vor einem Haus, dicht an der brennenden Glut
stehen drei Frauen, sie schreien voller Wut.:
"Verschwinde von hier, du tödlicher Drache,
die Farm gehört uns, jetzt nehmen wir Rache!"
Das Feuer war schneller, hat alles verbrannt,
armes Australien, verlorenes Land.
Verbrannte Erde, verbranntes Glück,
verbrannte Träume kehren nie mehr zurück.

Sprich mich nicht an, wenn ich traurig bin,
meine Tränen gehören noch mir,
es zieht mich aber stets wieder hin,
zur Heimat, hier vor meiner Tür.


 

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