Monika Maria Preiß

Das Mädchen und das Einhorn - Bildbetrachtung

 

Das Mädchen sitzt unbekleidet im Wald, lasziv gelehnt an ein Einhorn,
das seinen liegenden Körper dafür bereitwillig zur Verfügung stellt.

Die geöffneten Beine des Mädchens zeigen sein rothaariges Geschlecht,
das von der rechten Hand halb verdeckt wird.

Das Einhorn hat, wie das Mädchen, feingliedrig und grazil ein Bein als
zusätzliche Stütze aufgestellt.

Der wilde Rotschopf des Mädchens und das ehrerbietig gesenkte Haupt
des Einhorns nah beieinander.

Die Kehle des Einhorns liegt auf seinem Körper auf, dem Mädchen zugeneigt;
seine Augen aber schauen nach oben, die des Mädchens ins Weite.

Das Einhorn hat das Mädchen aufgespürt und sich ihm instinktiv zugesellt.
Das Mädchen ist zufrieden über diese glückliche Fügung.

Sorglos, ja, lässig lehnt es an dem Tier, dessen spitzes, gedrechseltes
Horn sehr lang zur Seite ragt.

Das Mädchen hat den linken Arm um den Hals des Einhorns gelegt,
das einen verträumten Ausdruck in den Augen hat.

Es ist in einer anderen Welt, sowieso. Und jetzt umso mehr, da das
Mädchen nackt und frei sich niedergelassen hat bei ihm

an diesem geschützten Ort, der die Liebesmüh'n fernhält, die dem Mädchen
Schmerz bereiteten, an dem eine seltene Anziehungskraft es nun verweilen lässt.

Weißer Iris blüht rechts hinter dem wundersamen Paar. Sie lehnt in der
Mulde seines Körpers, alles ist friedlich und stimmig.

Als sei es nur eine Schimäre:
Das Mädchen und das Einhorn sind zu einer Einheit geworden.

Und schaut da nicht der Faun hinter einem Baum hervor
und nickt ihnen zu?

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