Christa Katharina Dallinger

Frühling 2020 - Alles anders

 

Die Sonne blinzelt herein, wie immer.

Fröhliches Vogelgezwitscher, wie immer.

Frühlingsgefühle, wie immer.

Ein schöner Morgen, wie immer.

 

Ich atme tief durch. Ich streckte und reckte mich. Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Gleich beim Aufwachen jede Menge Glücksgefühle! Stopp! Da war doch etwas?

 

Kein Weckerläuten.

Keine Termine.

Kein Tagesplan.

 

Nichts ist mehr, wie es war.

Unser Leben steht Kopf.

Ein mulmiges Gefühl.

Freiheit ade.

 

Noch einmal gemütlich strecken und in die Sonne blinzeln. Ich drehte mich zum Nachtkästchen und greife nach meinem Smartphone. Erste Nachrichten checken. Der Tag beginnt mit Sonnenschein und Corona News. Kopf in den Sand stecken, geht nicht. Es betrifft uns alle. Nichts ist mehr wie es war.

 

Ein gemütliches Zuhause, Goldes wert.

Telefon und Internet, ein Segen.

Zusammenhalt, aber auf Distanz.

Hilfsbereitschaft groß geschrieben.

 

 

 

Eines jeden kleine, oder auch größere Welt, schrumpft auf Essentielles zusammen. Trotzdem, raus aus dem Bett! Der Tag muss gefüllt werden. Womit? Es wird sich etwas finden. Wir werden lernen, uns mit uns selbst zu beschäftigen, und das auf kleinem Raum. Vielleicht auch eine Chance? Unverbesserlicher Optimismus?

 

Sonnenschein wärmt die Herzen.

Fröhliches Musizieren berührt tief.

Unendliche Dankbarkeit all jenen,

die jetzt bereitwillig Großes leisten!

 

Gefühle keimen auf. Sorge vor der Ungewissheit. Wie wird unsere Welt danach sein? Wann wird es ein Danach geben? Fragen über Fragen. Weg damit! Raus auf den Balkon! Frühstück im Sonnenschein mit fröhlichem Vogel Gezwitschere. Die bunten Primeln in den Blumenkisterln sorgen für Freude.

 

Das Leben wird weitergehen. Manches wird sich verändern. Diese Corona Wochen werden uns Menschen verändern. Viele von uns. Die meisten von uns. Zusammenhalt wird einen neuen Stellenwert bekommen. Dankbarkeit all denen gegenüber, die jetzt unsere Welt am Laufen halten, keimt auf. Respekt vor deren Leistung!

 

Noch einen Schluck Kaffee, und nachgedacht: Könnte ich nicht auch helfen? Auch wenn ich zu Hause bleiben muss, gäbe es nicht jemanden, dem ein Anruf, ein Mail oder auch nur ein SMS, etwas Freunde und Abwechslung in die eintönige Zeit mit Ausgangsbeschränkung bringen könnte? Wir alle können etwas tun, und sei es nur einfach vom Fenster aus den Nachbarn mit einem Lächeln zuzuwinken.

 

Vor einigen Tagen hätten wir noch gedacht: Lächerlich! Doch heute und für die nächste Zeit ist alles anders! Nicht jammern, nicht klagen! Nehmen wir die Herausforderung an!

 

Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Die Vogerl zwitschern. Das Leben ist schön! Auch jetzt noch! Jetzt, hier und in diesem kurzen, kleinen Augenblick!

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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