Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 12 )

So endete die 11. Fortsetzung

 

 

Es war kaum noch Treibstoff vorhanden. Der bestand ja aus Gold, Uran, Wasserstoff, Sauerstoff und ein paar Elementen des Periodensystems. Ganz groß kam die schriftliche Meldung auf dem Bildschirm zum Lesen, unbedingt Hinweise zur schnellsten Landung auf einem Himmelskörper einzuleiten. Vorschläge dazu kamen zur Anzeige. Bei nicht Befolgen dieser Hinweise ist ein Untergang des gesamten Unternehmens wahrscheinlich. Prof Tan war erschüttert.

 

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

 

EM 800 ( 12 )

 

 

Er konnte sich die ganze Sache nicht erklären und wartete darauf, daß die verantwortlichen Mitarbeiter des Leitungsgremiums auch bald aus ihrem Dauerschlaf aufwachen würden. Mußte aber noch zwei volle Tage auf diesen Augenblick warten.

In der Zwischenzeit ging er, das Rollband für die Erleichterung der menschlichen Fortbewegung war immer noch nicht funktionsfähig, durch das ganze Raumschiff. Besah sich sehr aufmerksam alle Abteilungen der über achthundert Meter langen und dreihundert Meter breiten Anlage der Konstruktion.

Sprach mit einigen Kolonisten über ihre Erlebnisse. Er konnte leider kaum eine vernünftige Antwort auf verschiedene Fragen der Leute geben. Wußte ja selbst nicht was passiert war und wie es weiter gehen sollte. Ohne die Werte der von den Computern errechneten Zustandsberichte war das nicht möglich.

Er stellte mit Bedauern fest, daß es mehrere Tote gegeben hat. Einige Anlagen für die notwendige Funktionsfähigkeit einiger Bereiche waren auch noch nicht wieder betriebsbereit. Diese ganze Situation strengte ihn natürlich sehr an.

So war er froh, das seine Frau, er nannte sie nach alter Sitte so, dann in die Arme nahm. Es war wohltuend, einen lieben Menschen an der Seite zu haben. Im fahlen Dämmerlicht der Notbeleuchtung gelang es den Beiden, zur Ruhe zu kommen . Sie gaben sich einem erquickenden Schlaf hin, nachdem sie nach langer Zeit der angestrengten Erlebnisse , endlich wieder einmal ihre Körper vereinen konnten. Die anhaltenden Orgasmen der Beiden beruhigten jetzt endlich und ließen neue Kräfte entstehen.

Sie wurden nach etlichen Stunden von einem grellen Licht und verschiedenen , sonst üblichen Geräuschen , geweckt. Erschraken im ersten Moment über die Helligkeit. Aber es war das Normale , hergezaubert vom aufgewachten Cheftechniker. Er hatte es geschafft, mit Hilfe seiner Mitarbeiter, die wichtigsten Aggregate wieder zum Laufen zu bringen.

Tan freute sich über diese Erfolge, zumal auch der Zentralcomputer wieder seine sonst üblichen ulkigen Sprüche vom Stapel ließ. Viel wichtiger war aber, was er zu sagen hatte. Nach umfassenden Kontrollen aller Maschinen, Anlagen, Menschen, der Antriebsaggregate und gesamten Versorgungslage gab er den ersten Bericht ab.

Prof Tan und sein jetzt wieder vollständiges Leitungsgremium freuten sich darüber. Die Inhalte waren leider gar nicht berauschend.

Aber von Anfang an. Die Antriebsaggregate waren gesperrt. Ließen sich nur noch von dafür zuständigen Experten über den ZCO, ansprechen und steuern. Sie hatten nur noch eine Leistungsreserve von vier Prozent. Das ist nur noch ausreichend für eine vorgesehene Landung, eher Notlandung auf einem Himmelskörper.

Die sonstigen Maschinen und Lebens erhaltenen Geräte und Anlagen sind wieder funktionsfähig und in Betrieb. Nach Kontrolle aller Menschen auf dem Raumschiff wurde festgestellt, daß vierzehn Kolonisten den Dauerschlaf nicht überstanden. Davon waren acht Frauen und sechs Männer.

Es wurde ferner festgestellt, daß sie nicht, wie vom Computer errechnet , in ein schwarzes Loch gestürzt sind. Das RS wurde vielmehr in ein Wurmloch gezogen, aus dem es jetzt heraus ist. Und das mitten im Weltraum. Diese Reise dauerte viereinhalb Jahre. In dieser Zeit haben alle Reisenden geschlafen.

Es gab keinen Anhaltspunkt mehr, wo man sich jetzt befand. Eine vollkommen unbekannte Gegend. Der ZCO, Zentralcomputer, hatte also viele falsche Informationen geliefert bzw. errechnet .

Damit war die gesamte Reise von der Erde zu einem anderen Himmelskörper, zweckmäßig Planeten, erledigt.

Der Plan war ja , daß ausgesuchte Menschen der Erde auf einem anderen Planeten, die Spezies Mensch zu besiedeln und neu zu entwickeln . Alles geplatzt.

Es war damals bekannt, daß ein großer Meteorit auf die Erde zu fliegt. Und diese wahrscheinlich vernichtet. So ist es wohl auch gekommen nach den Berichten der drei Neulinge vom Meteor mit der Tankstellenanlage.

Jetzt flogen die übrig gebliebenen 1017 Insassen in ihren super großen und bestens ausgerüsteten Raumschiff orientierungslos durchs Weltall. Ohne Aussicht auf eine Ankunft auf einem lebensfreundlichen Himmelskörper.

Ein defekter oder falsch programmierter Supercomputer hat versagt und alle ins Ungewisse geleitet. Was nun. Betretenes Schweigen in der Runde des Leitungsgremiums. Keiner wußte ja, wo sie waren. Die Antriebe ohne Brennstoff. Prof Tan sagte, da unsere Technik uns weitgehend im Stich gelassen hat, müssen wir uns mit unserem Wissen, aber viel langsameren Berechnungen selbst aus der Pampe ziehen.

Was schlagt ihr vor. Wer hat eine Idee. Was können wir tun. Ich schlage vor, sagte Tan. Wir fliegen im Moment nur noch mit 100 km / sec durchs All. Eine Kriechgeschwindigkeit. Der ZCO steuert uns auf einen steinernen Himmels-Trümmerhaufen zu.

Wir haben keine andere Möglichkeit. Es sei denn, wir wollen in einer unendlichen Reise durch das Weltall bis zu unserem Ende umher irren. Alle waren der gleichen Meinung.

Also los. Sehen wir uns unser Computerziel mal etwas genauer aus der Ferne an. Was sehen wir. Eine dunkle Gesteinsmasse. Die Größe ist nicht genau berechenbar. Er ist scheinbar an den Seiten abgerundet. Hat er Wasser? Oder vielleicht Luft ? Wohl kaum. Vielleicht finden wir etwas als Treibstoffersatz. Dann müssen unsere Bergarbeitsmaschinen buddeln.

Wir müssen unsere Menschen schon einmal etwas informieren. Vielleicht ausbilden. Gut. Geben wir die Koordinaten als neues Ziel mit den genauen Landeanweisungen ans Gehirn weiter.

Vierzehn Tage haben wir noch Zeit.

Bei der Annäherung erst alles beobachten. Eine genaue Landeplattform aussuchen, wir wollen ja landen um wieder starten zu können. Wir wollen ja nicht abstürzen und kaputt gehen. Übrigens wurde festgestellt, daß ein rötlicher Feuerschein über die Oberfläche des Steinhaufens schimmert. Was kann das nun wieder sein. Na wir werden sehen. Ein bißchen näher müssen wir da noch ran.

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

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