Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 13 )

 

So endete die 12. Fortsetzung

 

Bei der Annäherung erst alles beobachten. Eine genaue Landeplattform aussuchen, wir wollen ja landen um wieder starten zu können. Wir wollen ja nicht abstürzen und kaputt gehen. Übrigens wurde festgestellt, daß ein rötlicher Feuerschein über die Oberfläche des Steinhaufens schimmert. Was kann das nun wieder sein. Na wir werden sehen. Ein bißchen näher müssen wir da noch ran.

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

EM 800 ( 13 )

 

Es vergingen noch ein paar Tage, in denen alle Menschen des Raumschiffes die notwendigen Maßnahmen für die Landung auf dem fremden Himmelskörper in der Theorie übten. Diese außergewöhnliche Situation forderte die Raumfahrer zur Überprüfung ihrer Ausrüstungsgegenstände. Niemand wußte ja, welche Umstände dort herrschten.

Man mußte also für alle Eventualitäten vorbereitet sein. Die Experten beobachteten den großen Gesteinsbrocken mit ihren verschiedensten Geräten ständig. Soviel wie möglich über dessen Beschaffenheit wissen konnte nur gut für die Landung , die Arbeiten zur Suche nach den benötigten Treibstoffen, sein.

Pläne über Aufgaben und die Verhaltensweisen der Raumfahrer mußten erstellt werden. Maschinen wurden zusammen gebaut. Transportmittel geschaffen. Hilfsaggregate zur Rettung der Menschen für unvorher gesehenen Umstände konzipiert. Und dann warteten alle auf den Augenblick der Annäherung und der Landung.

Die eingesetzten Computer gaben laufend Situationsberichte über neue Erkenntnisse. Das waren wirklich nicht wenig Informationen. So wurde festgestellt, daß der Planet eine Größe mit einem Durchmesser von circa 9.300 km hatte. Er war so gut wie fast ständig dunkel. Eine Sonne war nicht in seiner Nähe zu sehen. Er bestand an der einsehbaren Oberfläche wahrscheinlich nur aus Stein oder ähnlichem Material.

Seltsamer Weise war eine dünne Luftschicht, also Atmosphäre vorhanden. Immer wieder waren unkontrollierte Bewegungen des Himmelskörpers festgestellt worden. Rötliche Farbspiele an den Kanten lassen vulkanische Aktivitäten ahnen.

Vollkommen unerklärlich war eine riesige schwarze Scheibe im Hintergrund des Planeten. Viele hundert Millionen km entfernt , aber nicht erklärbar.

Das Raumschiff näherte sich, immer langsamer werdend, dem Objekt. Ganz langsam hatte sich das RS dem dunklen Objekt genähert. Schwebte dann in seinem Orbit nur 8.000 km über der Oberfläche.

Die Kugel bewegte sich aber nicht. War hier keine Rotation vorhanden? Eine Anziehungskraft gab es aber. Das war schon einmal vorteilhaft. Man mußte sich zwar erst daran gewöhnen, war aber gern dazu bereit.

Dann war es endlich soweit, daß die Landung eingeleitet wurde. Die Triebwerke liefen , um eine möglichst weiche Landung vorzunehmen. An den Vibrationen der ganzen Konstruktion konnte jeder die Aktivitäten spüren. Dann gab es Alarme. Der Treibstoff ist alle. Nur noch für Sekunden gaben die Computer für die Sicherheit des Unternehmens eine Überlebensgarantie.

Und noch kein guter und ausreichend großer Landeplatz war gefunden. Mit seinen 280.000qm großen Grundfläche war das Raumschiff auch auf eine einigermaßen glatte Bodenfläche angewiesen, um nicht zu zerschellen. Räder oder Stützen gab es nicht. Eine Landung in der jetzt vorgesehenen Art war nicht geplant bei der Konstruktion dieses Raumschiffs.

Und dann war es soweit. Als es nur noch etwa ein Meter über der Oberfläche schwebte, so zeigten es etliche Sensoren an , setzten die Bremsraketen aus. Dieses große Weltall taugliche Gefährt plumpste wie ein nasser Sack auf den Boden des Planeten. Es knirschte und krachte, quietschte und donnerte in einer Art und Weise, wie die Besatzung es noch nie erlebt hatte. Ein Meter hört sich wenig an. Aber die Masse wurde angezogen, konnte sich nicht mehr wehren. Im Inneren purzelte Vieles durcheinander.

Die Türen und sonstigen Öffnungen wie Ladeluken oder Notausstiege nach draußen blieben zu. Sofortige Kontrollen durch alle Mitglieder des Unternehmens setzten ein. Größere Schäden waren vorerst nicht festzustellen. Auch Feuer oder andere Brandherde an Elektroanlagen gab es nicht. Das war ja schon einmal von Vorteil.

Es gab auch keine Verletzungen mit Ausnahmen einiger kleiner Beulen bei den Reisenden. Der erste kleine Schock war schnell überwunden. Es begannen sofortige Untersuchungen des gesamten Raumschiffs.

Die festgestellten kleinen Schäden wurden Reparaturkolonnen zugewiesen. Sie würden die Defekte beseitigen. Alles wieder so herrichten, daß man sich später von der Oberfläche des Planeten lösen konnte.

Prof Tan hatte Notfallpläne an die Verantwortlichen ausgegeben. Für diesen Tag war Ruhe angesagt. Zuerst mußten Untersuchungen der äußeren Bedingungen vorgenommen werden. Das erledigten Automaten. Sie stellten Listen über Temperaturen in verschiedenen Bereichen fest. Kontrollen der Außenluft, eventuelle Keimbelastungen, Gifte, Gerüche, Zustände des Bodens und der ganzen Umgebung.

Das dauerte eine ganze Weile. Ließ den Menschen des Unternehmens Zeit für ihre individuelle Erholung. Ruhe war angesagt und jeder der Reisenden der wollte, bekam ein Glas Wein aus der Rettungsreserve. Ganz nach Wunsch, Roten oder Weißen, Süßen oder Herzhaften.

Das war für Jeden nach so vielen Jahren der Weltraumreise eine kleine Erinnerung an einstiges Erleben auf der jetzt zerstörten Erde. Man war ja jetzt schon 17 Jahre unterwegs. Hatte viel erlebt. Sollte, wenn es nach der Planung und den Computerprogrammen ginge ,schon nach 14 Jahren auf einem Planeten gelandet sein, der eine neue Heimat und Grundlage für die Menschheit bilden sollte. Statt dessen saß man hier auf diesen dunklen Steinhaufenplaneten. War notgelandet ohne Treibstoff und wollte mit ihren Maschinen auf die Suche nach vielerlei Erzen und anderen Elementen des Periodensystems, gehen.

Ab Morgen, so sagte Prof Tan geht die Suche los. Bestimmt für ein paar Monate, nach ehemaliger Erdzeit. Das alles, weil die Computer falsch programmiert oder unterwegs defekt wurden. Oder weil das Weltall viele damals unbekannte Bedingungen stellte, die noch keiner wissen konnte.

Es war eine zwölfstündige Ruhepause angewiesen worden. Diese Zeit war auch nötig, um Jedem die Möglichkeit zu geben sich auszuruhen und auf den nächsten Tag vorzubereiten.

Der folgende Tag sah eine erwartungsfreudige Menschenmenge. Jeder wollte der Erste sein, der diesen neuen, wenn auch unfreundlichen Himmelskörper, betreten durfte. Tan und sein Stab hatten indes alle Vorbereitungen getroffen. Versierte Wissenschaftler würden gesichert das Raumschiff durch eine der Ausstiege verlassen. Dazu mußten sie in eine Schleuse und erst dann einige Stufen hinab auf den fremden Boden gehen.

Die Zwei Berufskosmonauten gingen, geschützt durch ihren Spezialanzug , deshalb den vorgeschriebenen Weg. Prüften die Festigkeit des Bodens und viele andere Dinge wie Luft, Feuchtigkeit, Gerüche, Temperatur und etliche andere Komponente der Umgebung des RS. Vieles davon wurde ja schon am Tag davor von Automaten registriert. Doppelt hält aber besser.

Die Ergebnisse gingen sofort zum Computer. Wurden registriert und verglichen mit den vorherigen Ermittlungen. Alles stimmte überein. Das war schon verwunderlich. Die Temperaturen lagen bei konstant 28 Grad. Die Luft war in ihrer Zusammensetzung für Menschen als verträglich anzusehen. Die erste Frage war, woher kommt so eine fast atembare Atmosphäre auf einem Steinplaneten. Der hatte sich auch nach den Computerberechnungen in den Stunden seit der Landung überhaupt nicht bewegt. War nicht in Schwärze sondern eher in dunkelbraunes Licht gehüllt.

Es waren hier also eine Menge Dinge zu klären. Der Stab gab nach Prüfung der festgestellten Werte, die Erlaubnis des nächsten Schrittes. Man war der Überzeugung, das die Sicherheit der beiden Forscher in ihren Raumanzügen gewährleistet ist. einer erhielt die Genehmigung den Helm abzunehmen . Das war diesmal eine Frau . Sie war eine hervorragende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Weltraumforschung. Sie freute sich auf diesen Auftrag. Schloß die Sicherheitsventile ihrer Be-und Entlüftung des Raumanzuges. drehte die Vollsichtkugel vorsichtig um 90 Grad nach Links und nahm den Helm ab.

Vorsichtig tat sie den ersten zaghaften Atemzug. Hielt dann inne. Drehte ihren Kopf in verschiedene Richtungen. Prüfte die Beweglichkeit und Tätigkeit ihrer Augen , Nase und Mund. Alle warteten gespannt auf ihre erste Meinung . Sie schwieg immer noch . Tan beobachtete sie am Monitor eines Computers.

Dann fragte er plötzlich, lebst du noch und wie schmeckt die Umgebung ? Da lächelte sie etwas und sagte dann ganz langsam, pfui Deibel stinkt das hier und husten muß ich auch gleich noch einmal. Der zweite Forscher hatte inzwischen auch seinen Helm abnehmen dürfen. Bestätigte ihre Worte. Es riecht wie verbrannte Kohle oder Waldbrand gemischt mit Essigaroma. Sehr gewöhnungs bedürftig. Und ein Stück weiter liegt nur noch eine dicke Nebelwand. Hallo Professor, sagten beide, wir haben hier noch eine Menge zu tun und zu ertragen.

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

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