Margit Farwig

Was soll ich machen?

 

Ich strukturiere, das sollen wir ja nun machen, den Tag natürlich. Ich laufe um den See und dann, ja dann, rezitiere ich, jawohl! Und zwar das Buch "Leben statt kleben" von Birgit Medele im Verlag Lichtland.eu. Das kann jeder tun, denn wer schreibt, der bleibt! Habe auch die Erlaubnis, dafür danke ich.

Ich habe mich eingelassen, mich Fragen ausgesetzt, die ich lange kenne. Da muss ich wohl auch vom bequemen Polster herunter, Ursachenforschung betreiben. Ich steuere direkt auf die „Meisterklasse der Lebenskünste“ zu. Abwarten! Dazu spanne ich eine Leine, um nicht zu flüchten. Hier steht doch „was mir gut tut“, na bitte! Der mitschwingende Witz ist unüberlesbar, zieht mich mit. Ich cluttere dann mal, meine Hände buddeln noch etwas zaghaft, haben aber schon einige Zipfel erwischt, bin also wichtig, ja! Zuversicht wächst! Es ist erstaunlich, mit wieviel Witz und Wortakrobatik ein Mensch hier lästige Gewohnheiten auf den Müll befördert. „Nichts bleibt wie es ist.“ Dann kann ich es ändern wie ich es will, weil ich jetzt die Kraft besitze. „Garantien auf Ewigkeiten gibt’s nicht.“ Wie wahr. Mit dieser Einsicht gewinnen wir Freiheiten, die wir nie beobachtet haben. Seltsam, war ich so stumpf? Ich möchte nicht mehr oder weniger Gutmensch sein, will ich etwa dafür geliebt werden? Werde ich geliebt ohne das Gedöns des Guten. Probiere es aus. Bin doch ein Mensch wie jeder andere auch. Ach, sie hilft nicht mehr, müssen sie sich einen willigen Neuzugang suchen. Ich atme auf. Aber meinen Schreibtisch spicke ich weiter mit einer Unzahl von Zetteln, Notizen, sie sind mir wichtig. Ich lasse die Angst nicht mehr zu, alles Schlechte auf mich zu beziehen, wenn etwas überkommt, was mich überhaupt nicht meint, ich Angsthase! Unser Gehirn weiß nichts von unserer Angst, den Plänen, es ist unser „Kostgänger“, nimmt alles an und wenn es das nicht mehr bekommt, spuckt es uns mitten ins Gesicht ohne rot zu werden. Siehste, jetzt muss ich handeln. Z. B. weniger essen, wenn ich eigentlich genug hätte. Ja, da fange ich an und glotze dem Hirn in seine Windungen. Autsch! Und die Dias, die Herzenskammer mit Rähmchen in lauter Kästen mit Sitzordnung. Ich habe sogar ein Gerät gekauft, 2-in-1 Scanner für Dias und Negative. Habe es geschafft, einige Fotos! Nun liegt es rum. Aber stolz bin ich trotzdem, man gönnt sich ja sonst nichts. Alle Dias sind entsorgt. Die Kinder haben schließlich eigene Fotos! Jetzt schreibe ich wieder mit meiner eigenen Hand und sehe, wie schön ich doch schreibe. Applaus. Und überhaupt, jetzt ist es raus, ich finde mich unglaublich toll! Jawolll!

(c) Margit Farwig  4. 04. 2020

Mein LieblingsbuchMargit Farwig, Anmerkung zur Geschichte

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