Karl-Konrad Knooshood

Welcome To Coronotopia - Teil 1

 

Darf man über CORONA Witze machen?

Darf man.

Aber keine "Satire" im ARD-/WDR- und FUNK-Sinne. Diese Formate…

Was lehrt uns diese Krise?

 

Keine Ahnung, ich kann die Solidaritäts- und Wir-halten-zusammen-Bekundungen nur nicht mehr hören. Heuchelei allenthalben, auch in dieser tiefen Krise, die in so mannigfaltigen Bereichen unsäglich krasse Zäsuren zeitigte, mehr, als wir gerne zugeben würden. Die moralische Erpressung geht weiter, insbesondere, was die Ökologie und den Umweltschutz betrifft.

 

Die GREAT GRETA-rianer regenerieren sich – und sobald wieder Versammlungen von mehr als zwei Personen erlaubt sein werden, wird diese unbeschreiblich dämliche FfF-Grütze weitergehen…

 

Und während weltweit täglich Dutzende, wenn nicht Hunderte Menschen elendig an den Komplikationen einer COVID-19-Infektion verrecken, hört man aus beiden Ecken des politischen Spektrums Peinliches. Wie so oft, wie eigentlich so gut wie immer, von linker Seite mehr Versponnenes. Während einige wenige Rechte, Konservative und tatsächliche Neonazi-Spinner sich zu sehr in Verschwörungstheorien ergingen, wer, wann was am Virus geplant oder wer, wo warum den Krankheitserreger ersonnen/erfunden/kreiert und (absichtlich) in Umlauf gebracht haben mag und (die Frage darf man sich allerdings bei ziemlich sämtlichen Krisen als kritischer Zeitgenosse durchaus fragen) wem es nützt ("qui bono"), beschwerten sich linke Kreise aller Schattierungen und Intensitäten, dass sich "die Nazis" (alle Nichtlinken) auf die Virus-Pandemie vorbereitet hätten. Zudem unterstellten sie, dass Leute, die sich stets für sämtliche Eventualitäten durch allerhand eingelagerte Lebensmittel und Gerätschaften auf massive Krisen unterschiedlicher Art (vom Atomkrieg bis zu einer Pandemie) vorbereiteten (sog. "Prepper", vom Englischen "to prepare" = sich vorbereiten), sowieso grundsätzlich Nazis seien. Schließlich können sich nur Neonazis, Rechtspopulisten und Superschurken auf potenzielle Katastrophen vorbereiten – weiß man ja.

 

"Wer nicht hüpft, der ist ein Nazi" – der Signaturspruch der "moralisch Anständigen" mit der "richtigen" "Haltung" wurde jetzt umgewandelt in: "Wer sich auf die Pandemie vorbereitet, ist ein Nazi".

Nachdem man, auch hier wieder verstärkt von linker Seite, vornehmlich vonseiten der Regierung und der sie unterstützenden Presseorgane, aktiv die Gefahr durch das Virus zu etwas wie einem "harmlosen Schnief/Schnupfen" heruntergespielt hatte, merkte man dann ganz schnell, dass es wirklich ernst wird.

Während nichtlinke Kreise schon frühzeitig gewarnt, Befürchtungen geäußert hatten, dass das Virus Europa erreichen würde und wir kaum vorbereitet seien, taten Regierung, linke und linksradikale Strömungen dies, wie alles, was von Opposition und Kritikern kommt, als "reine rechtspopulistische Panikmache" ab. Die Folgen erleben wir noch heute.

 

Während ein paar rechtsextreme Spinner behaupteten, das Virus sei Teil einer großangelegten Weltverschwörung, unterstellten die Linken und Linksextremisten des Mainstreams reflexartig, dass sich alle Rechten/Konservativen und Nichtlinken über die Verbreitung des Virus freuen würden.

Das Ganze lief synchron zu zahlreichen "Sympathiebekundungen" aus dem linken Spektrum dem Krankheitserreger CORONA gegenüber, deren Menschenverachtung einem die Fremdschamesröte in die wohlgenährten Wangen trieb. Auf diese werde ich später noch zu sprechen kommen.

 

Als DONALD TRUMP das Virus-Ding als "China-Virus" bezeichnete, war dies akkurat: Der Ursprung des Virus lag bekanntlich im Land China, deshalb könnte man das Virus vereinfacht China-Erreger nennen. Warum wohl nannte man die Spanische Grippe Spanische Grippe?

Im Gegensatz zu heute, warf, als vor ca. 100 Jahren die besagte Grippe grassierte, niemand deren Namensgeber dieses neben der Pest, bekanntesten Epidemie-Klassikers, vor, Rassist zu sein.

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit unterstellt man TRUMP irgendwelche bösen Absichten. Ihn "rassistisch" zu nennen, nur weil er das CORONA-Virus "China-Virus" nennt, ist absurd. Dem Virus an sich wurde auch schon verschiedentlich "Rassismus" vorgeworfen, obwohl es, dieses Nichtlebewesen ohne Verstand, Vorsatz und Leidenschaften, keinerlei Unterschiede bei Hautfarben oder Herkunft macht.

 

Hardcore-Dritte-Welle-Feministinnen klagen das Virus an, sagen ihm nach, "frauenfeindlich" respektive "sexistisch" zu sein, da es gerade selbstbewusste, selbstbestimmte Frauen, die in Nicht-Pflegeberufen, nicht bei Polizei, Feuerwehr arbeiten oder mit fieberhaftem Hochdruck in pharmazeutischen Laboren nach einem Heilmittel/Impfschutz gegen das Virus fahnden, dazu zwinge, das Haus zu hüten und "wie in den 1950er Jahren" sich um Haushalt und Kinder kümmern müssten (da die Schulen ja geschlossen sind)… Mal ganz davon abgesehen, dass ich selbst in einem Beruf arbeite, in dem mir ständig selbstbewusste, selbstbestimmte Karrierefrauen begegnen, die ganz normal ihrer Arbeit nachgehen (mit neuen Arbeitszeitregelungen, indem sie etwa am späten Nachmittag erscheinen und bis zum späten Abend arbeiten müssen, abwechselnd mit ihren Kolleginnen und Kollegen, die am frühen Morgen kommen und bis zum frühen Nachmittag bleiben), ist das absurd. Komischerweise beschwert sich auch niemand über die zahlreichen Männer, die ebenfalls daheimbleiben müssen und in "Home Office" gehen, wie es neuerdings heißt.

 

Und noch weitaus Absurderes. Groteskeres.

 

Befürchtungen, von beiden Seiten, von der linken, regierungsnahen Seite natürlich entweder geleugnet oder etwas vorsichtiger vorgetragen, beziehen sich auf die systematische Aushöhlung von Bürgerrechten und die Reduzierung der Freiheiten, die uns ohnehin per drakonischer Anti-"Hassrede"-Gesetze und der Beschneidung und Zerschlagung der Opposition sowie weitere Redeverbote beschnitten werden. Zu befürchten steht, aus Sicht vieler wacher Zeitgenossen (aus meiner Sicht völlig zurecht), dass die Pandemie als Vorwand genutzt wird, um massive Maßnahmen zu ergreifen, die man ohne diese nicht begründen könnte, ohne dass es u.U. starke Widerstände gäbe. Teilweise abwegige und auch mit der Krise durch die Pandemie als stärkendem Argument im Rücken seltsam unnütze Eingriffe in bürgerliche Freiheiten wie die Ausweitung der Handyüberwachung und –Aufspürung geben schon zu denken.

 

Nein, meine Herrschaften, meine Damen, Diversen, Transgender, Expander, Scheißdreck was auch immer, ich möchte gar nicht lang lamentieren, den Namen des Unsäglichen, "er, der nicht genannt werden soll(te)", nicht in den Mund nehmen. Man soll ja eh die Pfoten aus dem Gesicht lassen, auch nachdenkliches Kopfkratzen zählt dazu.

 

Apropos Pfoten: Die soll man sich gefälligst waschen. Ach nee, hört, hört! nach den sich aus beruflichen Gründen ständig die Flossen waschen Müssenden bin ich mit Sicherheit der Mensch, der sich am häufigsten die Pfoten wäscht. Die Seifenindustrie (und Desinfektionsmittelindustrie) halte ich zum großen Teil, wenn nicht im Alleingang, am Leben.

Intelligenzbeleidigend, dass man noch erinnert werden muss, sich gefälligst gründlich die Hände zu waschen. Wer diese Erkenntnis nicht in seiner Erziehung von frühesten Kindesbeinen an mit auf den Weg bekommen hat, tut mir leid. Wer nicht spätestens mitgekriegt hat, wie wichtig Händedesinfektion ist, seit Herr Doktor IGNAZ SEMMELWEIS, ein Ungarisch-Österreichischer Mediziner (1818 bis 1865), herausfand, dass Händewaschen und verbesserte Hygiene, gerade in sensiblen medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern die Sterblichkeitsraten deutlich senkten, ist ein Dummarsch und eine potenzielle Dauergefahr für seine Mitmenschen! Wer die Hygiene, die seit dem 19. Jahrhundert stets an Bedeutung gewann und bis heute bei jeder Pandemie heiß im Trend liegt, nicht beachtet, ist eine wandelnde Biowaffe! Basta!

Wer etwa nach dem Toilettengang sich nicht die Hände wäscht (egal, ob er "nur" "klein" musste, also pinkeln), sollte dafür definitiv so hart wie möglich bestraft werden. Die Todesstrafe wäre für dieses schwere Verbrechen gegen die Keimfreiheit eine angemessene, beinahe noch zu milde Sanktion.

 

In eine besonders geschlossene Anstalt innerhalb einer hermetisch abgeriegelten Anstalt gehören auch jene Exemplare der Gattung Homo Sapiens, die auf jegliche hygienische Vernunft verzichten und Toilettenbrillen und –Deckel und sogar Handläufe von Rolltreppen u.ä. ablecken. Wie jüngst zu hören war, tun dies einige besonders Geistesgestörte. Wie erwähnt: Auch hier wäre die Todesstrafe wohl beinah zu milde.

 

Banal bis trivial auch, dass das Warenangebot, ehemals bunt und vielfältig, in einer Vielfalt, die im Gegensatz zur Multikulti-Wichse, tatsächlich funktioniert und bereichernd ist, stetig schwindet. Eine Einseitigkeit aus Mangel (Toilettenpapier, für einfach Strukturierte: Klopapier = war erst nur noch in geringen Mengen verfügbar, wer zuerst kam, sahnte zuerst ab, wurde inzwischen rationalisiert: pro Kunde nur noch maximal zwei Packungen davon, es wird kontrolliert!), dafür gänzliches Fehlen, eine Zeitlang bei Seife, die ganze Zeit über an Desinfektionsmitteln, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten etc. Immer mehr Engpass entsteht. RAVIOLI, die Dosen-Leib-und-Magen-Speise sehr vieler Menschen, nahrhaft und kulinarisch auf höchstem Niveau verbleibend, ist entweder gar nicht mehr im Regal vorhanden (gähnende Lücken, gruselig anzusehen!) – oder nur noch von No-Name-Anbietern, deren Imitate eine Beleidigung eines jeden Connaisseurs des Originals von MAGGI sind. H-Milch fehlt vielfach, da begehrt wegen langer Lagerdauer und Haltbarkeit. Was jedoch jeder Mensch weiß: H-Milch schmeckt schlecht, ist fast völlig nährstofffrei und weit weniger proteinhaltig als Frischmilch und hat einfach nur den Vorteil, dass man sie auch in Zimmertemperatur über seine Cornflakes gießen kann. Zerealien, also mit Milch (oder "anfallenden Flüssigkeiten" = steht zwar auf jeder Cornflakes-Packung, ist aber unwahr: aus Milchmangel übergoss ich mir meine mal mit Orangensaft: der Fehler meines Lebens!) übergießbare Getreideprodukte, vertragen keine Zimmertemperatur!

 

Cornflakes mit Milch zu übergießen, die wärmer als 10° Celsius oder besser noch die kühlschranküblichen 8° Celsius kühl ist, kommt dem Verzehr rohen Hackfleisches gleich, das man, mit einem Joghurt übergossen, 10 Tage in der prallsten Sommersonne hat stehen lassen.

 

Doch, wie in allen Krisenzeiten: Es gibt Schattenseiten! Es gibt tatsächlich Dinge, die stören, denn ein Produkt wird immer verfügbar sein: Wahnsinn…

 

Endlich gibt es ein neues Produkt bei ALDI,

den Wahnsinn in Tüten,

den Hamster in Blüten,

den KAFKA im Esk,

den Top im Desk,

das Home im Office,

den Mangel an der Angel,

das Fehlen hinterm Stehlen,

das Nichtsein vom Nötigsten fast,

- drum mit Hast,

hast nicht viel Zeit, auch wenn's hasst,

hastig hineingestürmt…,

 

Die Innenstädte verwaist,

die Altenheime schwer vergreist,

keine Interaktion, - Distanzierung, Abstand,

reich' mir bitte keine Hand,

Bazillen sind um Gottes willen, der Hygiene-Verschleiß,

- so schließt sich der Ansteckungskreis…,

 

Im Ernst, im Vergleich zu unsrer Innenstadt, cool gesagt: City, sind die letzten 400-Seelen-Provinz-Käffer, diese gottverlassenen winzigen aber gemütlichen ländlichen Flecken in malerischer Naturlandschaft mit viel Landwirtschaft, wo normalerweise die Zeit stillzustehen oder angenehm entschleunigt zu sein scheint, die reinsten, pulsierenden Millionenmetropolen! Dort möchte ich auf einmal doch nötigenfalls tot übern Zaun hängen…

 

Und welch erstaunliche, fast günstige Fügung: Dieselben Wohlmeinenden und Gutseinsautisten, die uns vorher, noch vor wenigen Wochen unermüdlich, enervierend predigten, "Abschottung", Isolation und geschlossene (d.h. de facto: gesicherte, geschützte, kontrollierte) Grenzen seien ungefähr das größte Übel der Menschheit nach dem Klimawandel, dieselben Hohlbirnen und sich selbst und ihre Meinungskontrahenten verarschenden Heuchler, die gestern noch ihr irres, sinnfreies Altweibergewäsch von der "einen Welt", "Menschlichkeit", "Toleranz" (Omnitoleranz) absonderten, knicken heute ein. Die großen Schwätzer und Märchenerzähler, die Mauern, Grenzen, nationale/staatliche Souveränitätsansprüche und patriotische Identität als Überbleibsel des Schlechten und "Monströsen", des "Faschismus" brandmarkten, stellen sich jetzt hin, pathetisch und selbstverliebt wie immer - heucheln Bescheidenheit und fordern, bitte zuhause zu bleiben. Und endlich die Grenzen zu schließen.

 

Nun gut, auch hier gilt: Nicht alle. Einige waren/sind  immer noch der Meinung, dass Grenzschließung nichts nützen würden. Unverbesserliche eben. 




(20.03.2020 und später, bis einschließlich 05.04.2020, mehr in einem weiteren Teil) (C) 2020 KnoKnoo

Es ist eine Zeit der Erkenntnisse, der Entlarvungen und Entzauberung, eine Zeit, die zeigt, wie krisenhaft es
werden kann und auf welche entbehrungsreichen Jahrzehnte wir uns einzustellen haben. Es wird nur noch
schlimmer werden, da unsre Regierenden der Meinung waren, langfristig unsre Wirtschaftskraft, unsre
Schlüsselindustrien und damit unseren Wohlstand und unsre demokratischen Werte, die gewachsenen,
selbst erarbeiteten Errungenschaften, die Zivilisation der Freiheit, die wir hatten, leichtfertig aufs Spiel zu
setzen und nachhaltig zu gefährden. Der Teil mit der Todesstrafe ist natürlich
Satire/Gag/Witz/Scherz/Hyperbel/Groteske...Nur so nebenbei.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zur Geschichte

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Karl-Konrad Knooshood).
Der Beitrag wurde von Karl-Konrad Knooshood auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Charlotte – eine fast unglaubliche Geschichte von Eddi Kirschbaum



Charlotte - eine fast unglaubliche Geschichte ist ein Kinderbuch für das Vorschulalter zum Vorlesen und für Kinder im Grundschulalter, die bereits selber lesen. Es besteht aus 18 Kapiteln (insgesamt 110 Seiten) und somit lässt sich jedes Kapitel in einer Vorlesesitzung bewältigen. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht der sechsjährige Karli, der eine fast unglaubliche Begegnung hat, die ihm plötzlich ungeahnte Möglichkeiten eröffnet ...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Corona / Coronavirus (SARS-CoV-2)" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Karl-Konrad Knooshood

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Schaulaufen zum Weltfrieden (B t K) von Karl-Konrad Knooshood (Gesellschaftskritisches)
… einmal Südstadt-Kindergarten und zurück ? von Egbert Schmitt (Geschichten aus der Heimat)