Fritz Lenders

... schwarze Burg und rote Rosen. ( Teil 32 ) eine Mission

... mit offenem Mund sank der Verletzte auf die Knie,
sein Speichel tropfte auf das grüne Moos am Boden..!

Ebenfalls mit offenen Mündern verfolgten die Kameraden das Schauspiel.
Das gab es doch nicht, daß ihr Anführer seine eigenen Mannen so quälte und verletzte.

Seine Methoden waren ja schon immer brutal und nicht verhandelbar..,
aber bisher hatte er zumindest in seinen eigenen Reihen für eine gewisse Ordnung gesorgt und auch unnötige Opfer unter den Soldaten vermieden.

Aber der auf seinen Knien kauernde Mann sagte etwas anderes über die Psyche des kranken Anführers aus.

Und wieder sauste ein Spucketropfen  aus dem Mund des Soldaten, in Richtung grünes Moos.



" Bevor ihr jetzt anfangt zu heulen, will ich euch über meine Pläne informieren "


Mit Blick auf seine vor ihm stehende Truppe.. half er mit einem Arm,  dem Mann von Boden auf.


" Ich mußte mich für eine Strategie entscheiden und konnte dies nicht lange ausdiskutieren, weil sich dann kein Freiwilliger mehr zur Verfügung gestellt hätte... "


Der Soldatenanführer  winkte dem Einen zwischen den,  im Halbkreis stehenden Soldaten zu sich, Welcher immer dafür sorgte, daß  Verletzungen im Kampf stets schnellstens versorgt wurden.
Irgendwie war er  so eine Mischung zwischen Barbier und Heiler.
Naja, ein bischen auch Psychologe und Seelsorger der Leute.

Man konnte immer mit seinen Sorgen zu ihm kommen und fand zu jeder Zeit ein offenes Ohr.
Selten konnte er das Problem lösen aber immer gab er den Menschen das Gefühl, nicht alleine zu sein.
Oft hilft es schon, sich nur mal aussprechen zu können.
Jemanden zu haben, der zuhörte.

Und nun also kam der Versorger der Wunden zögerlich  aus der Reihe, der um den Anführer stehenden Männer.
Etwas ängstlich und daher etwas gekrümmt in der Körperhaltung.

Nun stande alson neben dem Kommandanten  schon zwei gekrümmte Figuren. Der Freund mit dem Holzstück in der Seite, der Wundversorger   dazu die blutenden Kameraden und  der mit dem gebrochenem Arm.

Ein ziemlich jämmerlicher Haufen ...,

 aber auch ein  ziemlich angsteinflößender Anblick.



" Nun kommt schon. Es ist doch Niemand gestorben. Der Wundheiler wird jetzt mal zuerst den Arm mit einer Schiene versorgen und sich dann um die Stichverletzung kümmern. Die blutenden Wunden könnt ihr ja im Moment selber mit einem Tuch zudrücken. "

Der Kommandant stellte sich selber so dar, als ob er für die Rettung in der Not verantwortlich gewesen  wäre.. und nicht für die Schmerzen der Männer...

" Also mein Plan ist folgender. Ihr Vier schleicht euch von der rechten Seite an das Burgtor. Zwar schon so vorsichtig, daß es für die Beobachter von Oben real aussieht, aber dennoch so verzweifelt wirkend, daß man euch auch die Angst abkaufen  wird. Schafft ihr das, oder soll ich euch noch ein bischen bei der Angst helfen. "

Vier sich schnell schüttelnde Köpfe bewiesen dem Herr der Truppen, daß seine Worte entsprechend aufgenommen wurden..

" ich weiß, daß ihr Schmerzen habt und es tut mir leid, diese euch zugefügt zu haben. Aber seit versichert.., es wird für entsprechende Belohnung gesorgt sein, wenn ihr wieder gemeisam mit uns in die Heimatstadt einmarschiert. Jeder von euch Vieren darf sich in Augsburg eine Frau aus dem Volk aussuchen . Egal welche , egal wie alt, egal wie arm oder reich...
Ich sorge gemeinsam mit dem Bischof, daß ihr ein zufriedenes Leben führen könnt. Ein kleines Häuschen und eine kleine Pension um leben zu können "

Fast schon unwirklich erscheinend.., streichelte er dem Mann, welcher den Ast in seiner Seite stecken hatte.., über den Kopf.

So hatten die Soldaten ihren Führer ja noch nie erlebt.
Sollte er plötzlich mitfühlend geworden sein ?
Vielleicht hatte ihn seine eigene Aktion in eine Schockstarre geworfen.?
Vielleicht ist er plötzlich ein Mensch geworden ??

Wer wußte es schon...
Angeblich gab es zwischen Himmel und Hölle vieles, was man nicht unbedingt verstehen mußte.

" in dem Augenblick, wenn ihr Vier in die Burg aufgenommen werdet.., prägt ihr euch Alles ein, was es zu sehen, zu hören und auch zu vermuten gibt. Jede Kleinigkeit merkt ihr euch und sei sie auch noch so unbedeutend  Ich will in kürzester Zeit ausführliche Berichte. Alles hängt jetzt von euch ab. Wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen, brauchen wir Informationen über die Burg und auch Helfer von innen. "

Während der Anführer hin und her spazierte und die Männer mit ihren Augen den Sadisten vorsichtig beobachteten.. erklärte er seinen Plan ausführlicher.

Zwei seiner Kampfkräfte würden die Burg nach der Wundversorgung wieder verlassen und die Zwei etwas schwerer Verletzten sollte innerhalb der Mauern bleiben um zu gegebener Zeit eventuell das Tor zu öffnen oder zumindest, falls sich der Einlaß nicht ermöglichen ließ..,
die Kampfgeräte der Burgmenschen zu sabotieren.

Hoffentlich würde seine in die andere Richtung  endsante Delegation an den Bischoff erfolgreich sein und die Soldaten von der Stadt zu ihnen leiten.

Am besten wäre es natürlich, zusätzliche Hilfe von Seiten der Soldatenarmee zu bekommen.
Augsburg war zwar weit weg... aber Hilfe konnte sicher von Nutzen sein.
Sicher ist sicher...

Boten verteilten währenddessen  die Nachricht zu den im Wald verteilten Soldaten und auch zu den Bogenschützen.., daß sich in Kürze vier  Kameraden zur Burg aufmachten.
Da sich die Soldaten ohnehin nicht mehr so siegessicher waren und sich auch absolut nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlten, waren zukünftige Flüchtlinge aus der Truppe nicht die beliebtesten Kameraden.

Sie sollten nicht schon gleich zu Anfang ihrer Mission..., von Pfeilen gespickt.., am Burgtot tot zusammenbrechen,


Die Vier Verletzten machten sich auf den Weg.


Langsam wurde es düster und in der Dunkelheit sich an eine Burg anzuschleichen, hätte schon etwas mit Dummheit zu tun.
Und irgendwie auch mit Selbstmordgedanken.

Das Quartett schlich also nicht in Richtung Güllegrube, sondern die andere Seite entlang  auf dem kleinen Trampelpfad an der Burgmauer.

Und tatsächlich..,schon  kurz vor der Mauer ankommend.. sahen sie wie eine Drohne über die Steinmauer aufstieg und sich in der Nähe der Männer lautlos und bewegungslos in der Luft hielt.
Vorsichtshalber zeigte einer der Soldaten seinen blutenden Arm in die Richtung des Flugobjektes...

Auch jeder der Begleiter wollte seine Blessuren zeigen.

Was dem armen Soldaten mit seinem gebrochenen Arm jedoch sichtlich nur schwer gelang.

Dann wurde es plötzlich hektisch.
Wie vom Anführer besprochen.. rannten plötzlich aus dem Wald mehrere Soldaten schreiend .., mit Schwertern herumfuchtelnd.. auf die Vier zu.

Irgendwie wirkte es so echt, daß die um Versorgung ansuchenden Soldaten.. vorsichtshalber ziemlich  schnell in Richtung Burgtor liefen.
Mann wußte ja nie, wie sich der brutale Führer im Wald eventuell umentschieden hatte.
Vielleicht wollte er , daß die Burgmenschen schwerere Verletzungen zu versorgen hatten.

Panisch rufend liefen die Vier also über die herabsinkende Brücke.. 
und direkt in den Himmel.
So wirkte es zumindest ebenso für die Vier.., wie schon auch  für deren fünf Kameraden, die ja schon vor einiger Zeit aufgenommen worden waren.

Ruhige Atmosphäre, sanfte Musikklänge und herzliche Menschen.
Na toll...
So sollten also die Leute aussehen, die es abzuschlachten galt.

Alle zusammen wurden sie zu Helene in den medizinischen Bereich gebracht, wo sich sofort zwei Helfer um den Mann kümmerten, welcher den Ast in der Seite stecken hatte.
Mit einer scharfen Schere schnitten sie die Oberbekleidung des Mannes auf und sterilisierten sofort die Wundumgebung.
Eine Injektion linderte augenblicklich die tobenden Schmerzen an der Seite und Helene ließ den Verletzten  mit dem Bett unter den Skanner schieben.

" na dann wollen wir mal sehen, wie es in ihrem Körper aussieht. "

Mit diesen Worten ließ sie eine leuchtende Lampe über den Bauch des Mannes gleiten.
Naja.., eher schweben,  in 10 cm Abstand.

" Oje, da werden wir eine Operation durchführen müssen. Wie es aussieht ist der Darm etwas angegriffen worden. Und da wäre noch eine andere Sache. Haben sie denn nicht in letzter Zeit Schmerzen in ihrer Leiste verspürt ? "

" Oja.., und wie schlimm sogar. Immer wenn ich meine Hand auf meinen Bauch legte und drückte, waren die Leiden weg, aber sobald ich die Hände wegnahm.. wurde das Toben im Bauch gleich noch schlimmer . Unser Wundversorger hat mir einen Saft gegeben der immer für Entspannung sorgt . Normalerweise machen die Leute im Dorf aus den Pflanzenfasern Stricke.. Aber man kann den daraus gewonnenen  Saft auch trinken. Dann ist Alles weg. Schmerzen und auch Angst. "

Der Mann plapperte und plapperte und plapperte.

Obwohl er sich oben ohne und etwas zitternd ,wegen der fremden Umgebung so verletzlich vorkam.., hatte er interessanterweise absolut kein Angstgefühl.
Es lag einfach an der menschlichen Behandlung, die ihm zuteil wurde,

" so, jetzt gibts nochmals einen kleinen Pieks.. und dann werden sie ziemlich schnell etwas müde sein. Aber in einer oder zwei  Stunden, wenn sie wieder aufwachen, wird Alles vorbei sein. "

Tatsächlich entschlummerte der Verletzte innerhalb einer Minute und auf seinem Gesicht war eine zufriedene Geborgenheit erkennbar.

Dem Mann mit seinem gebrochenem Arm wurde nach einem Röntgenbild der Arm mit einer Aufhängevorrichtung  so fixiert, daß sich nach und nach die Muskulatur entspannte und die Elle wieder in eine ursprüngliche Position fand.

Auch er spürte keine großartigen Schmerzen, weil er zum einen ein Muskelrelaxum gespritzt bekommen hatte und zusätzlich einen Löffel voll grausig schmeckenden Tropfen, für die Schmerzen.
Allerdings kostete diese  Prozedur seinem groben Kampfpullover den Ärmel.


Na toll.
Wie würde er jetzt den nächsten Winter geschützt sein vor der Kälte.
Hoffentlich konnte er bei irgend einem Toten nach dem Krieg einen Pullover erhaschen.
Naja, er würde es sehen.
Jedenfalls war der Arm versorgt.
Leider hatte dauernd den Gemack im Mund von  der wiederlich schmeckenden Medizin .
Angeblich gegen die Schmerzen., aber ihm wurde auch so schummrig vor Augen.

 

Andrerseits mußte er auch auf einer Liege ausharren und darauf warten, daß anschließend ein schlanker Unterarmgips seinnen Bruch stabilisierte

Was er auch so freudig aufnahm, war die frage der Pfleger, in welcher Farbe er seinen Gips haben möchte.

Schon lange hatte ihn keiner mehr nach seinen Bedürfnissen oder Wünschen gefragt.

Eigentlich.., wenn er über sein Leben nachdachte.., hatte ihn seit Jahren keiner mehr als Menschen gesehen.

Es wareinerseits so erschütternd, daß sein Leben so lieblos verlief..

und andrerseits noch erschüttender.., daß er soviel Wärme erfuhr.

 

Ganz heimlich ließ er eine unauffällige Träne in den Kragen seines Pullovers kullern.

Und so leise wie möglich schniefte er seine Nase ein wenig frei...!

 

Diese sanftmütigen Leute auf der Burg hatten ganz bestimmt nicht verdient, überfallen zu werden..

und falls der Kommandant die Gelegenheit dazu fand.. ,, auch noch mit der Zange gefoltert zu werden.

Nein !

Er nahm sich vor alles dafür tun, um dies zu verhindern.

Und hoffentlich würde ihn der Mut nicht verlassen.

 

" Bitte ihr Geister des Waldes.., steht mir bei "   murmelte er in seinen Bart



Die Wunden der anderen Beiden waren recht schnell versorgt.
Im Gesicht des Einen eine kleine Naht.
Jedoch nicht ohne Spritze ablaufend.

Was wiederum  für den anderen Mann, welcher den Schnitt am Arm hatte.., gar nicht schön anzusehen war.
Denn als nun einer der Helfer von Helene zu ihm hin trat.. mit einer Injektionsnadel auf seinen Arm zielend..
wäre er am liebsten davongelaufen.

Doch es war dann doch kein Schmerz zu spüren.

Ein kleines Picksen wie von einer Mücke.
Und ebenso erhielt er eine Naht aus vier Fäden.
Nichts Schlimmes.

" Euer Kamerad wird im Moment gerade operiert, aber er ist sicher in drei , vier Stunden wieder ansprechbar. Ihr Drei werdet nun zum Leiter des Unternehmens geführt und nach einer Befragung bekommt ihr etwas zu essen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch andere Bekleidung erhalten und dürft unsere sanitären Anlagen benützen und  könnt euch duschen. "

Der Pfleger der Station führte das Trio nach draußen

Leuchtendes Rot war zwischen den Dreien zu erkennen.

Rot war die Farbe, welche sich der Soldat für seinen Gips ausgesucht hatte.

Er wußte selber nicht warum.

Die Farbe hatte ihn einfach so fasziniert. Er wollte auch mal etwas Besonderes an sich haben.



Eigentlich spielte sich das selbe Spiel ab, wie vorher bei den Fünfen, die zuerst in die Burg geflüchtet waren.
Sie wurden befragt..., wurden gefüttert und durften sich neuer Bekleidung erfreuen.

Drüben im Essaal trafen sie dann auch die anderen  Kameraden welche den Weg in die Burg zuerst gefunden hatten
Leider war ja einer der Kampfgenossen oben auf der Burgmauer von einem Pfeil getötet worden.
Sie bedauerten den Tod des Freundes und sprachen über die Möglichkeiten... ihr weiteres Leben vielleicht  im Schutz der Burgleute verbringen zu können..

" Wir haben Arbeit angeboten bekommen und fühlen uns zum ersten mal wie Menschen. Nicht wie Abschaum und dumme Soldaten.. sondern wie Menschen. "

Der Mann aus dem verbliebendem Viererteam sprach in Richtung der neu Angekommenen.

" Es ist einfach wie in einem Traum. "

"Hoffentlich muß ich nicht wieder aufwachen. Hoffentlich stehe ich nie wieder vor dem Kommandanten."

" JA.. wir glauben dir.  Und hoffentlich sehen wir alle zusammen nie wieder eine Zange in den Händen eines brutalen Sadisten "

Die Neulinge überlegten krampfhaft, wie sie es verhindern konnten.. wieder nach draußen zu müssen.
Es könnte doch vielleicht eine Zukunft geben in der Burg.
Andrerseits mußte auch mit dem Fall der Festung gerechnet werden.
Was wäre dann ?

Zwar stand die Chanche zu überleben ohnehin nur  50 / 50  aber im Falle des verlorenen Krieges, seitens der Burg.. würden sie sicher mit der Zange des Anführer in tausend Teile gerissen werden.

Denn Verräter wollte der Kommandant immer selber befragen.

Da war auch noch die Verlockung.. eine andere Zukunft in Augsburg angeboten bekommen zu haben.

Eine Frau freier Auswahl und eine Pension...!

Natürlich auch im Hinterkopf die Warnung spürend.., daß man dem Kommandanten nicht immer trauen konnte.
Und dem Bischof schon gleich gar nicht  !!!

Die Männer besprachen unter sich, jetzt erstmal abzuwarten, bis ihr Kamerad aufgewacht sei.. und danach die weiteren Schritte zu planen.
Es war eine schwere Entscheidung zu treffen.
Dürften sie wirklich den Menschen in den Rücken fallen, die sie so sehr versorgt hatten und die ihnen soviel Wärme entgegenbrachten?

In Wirklichkeit war nur noch einer aus der Truppe am überlegen.
Denn für alle Anderen stand fest, daß sie unbedingt  die Seiten wechseln würden.

Aber dieser Plan wurde ins Wanken gebracht, als ihnen Helmreich, Everstone und Adelheid  einen neuen Plan unterbreiteten.

Sie sollten wieder zurück zur Truppe gehen und versuchen, so viele Kameraden wie möglich davon zu überzeugen, daß ein Krieg sinnlos sei.
Daß Jeder aufgenommen würde, egal was vorher war und egal wie sehr er an Kampfhandlungen beteiligt gewesen war.
Die Zwei sollten ein Sprachrohr für die Burg sein.

Helene führte den Männern einen Ohrknopf vor.

Der Knopf konnte vollständig in die Ohrmuschel geschoben werden und hatte sowohl Minilautsprecher als auch Mikrophon installiert.Die Ärztin spülte einem der Männer mit einer lauwarmen Lösung die Ohren aus und versenkte dann den elektronischen Kopfhörer in der Ohrmuschel.

Bei der ersten Sprechprobe wollte sich der Mann das Ding aus dem Ohr reissen.

Aber erstens waren seine Finger zu dick um in das innerste des Ohres zu kommen und zweitens wurde er von Helene sanft beruhigt.

Neben seiner Angst war da auch noch etwas Anderes. Er roch so einen leichten, ganz zart durch die Luft schwebenden Duft, der von der Ärztin ausging.

er hatte bisher mit Parfüm noch nie Kontakt gehabt. In keinster Weise.

Ebenso wenig hatte er bisher die Arme einer Frau auf seinen Schultern liegen gehabt.. die sich so sehr um sein Wohl und seine Gesundheit kümmerte.

Natürlich war er so schnell von seinen Gefühlen überrant. 

 

Und nun sollte wieder hinaus in die laute, herzlose Umgebung des Kommandanten.

Gut. 

Er würde sein Bestes geben und hoffte, auf irgend einem Weg wieder in die Burg zurückkommen zu können.

Der Ablauf wurde erklärt.



Die Zwei würden von Seiten der Burg instruiert werden und waren zugleich durch den Ohrknopf auch auffindbar.
Das hieß also.., im Notfall konnte jederzeit eine Eingreiftruppe ausrücken um die Zwei aus einer eventuellen Gefahrensituation zu retten.

So war zumindest der Plan.

Der Eine des Selbstmordkommandos.. sozusagen.., war eben  der Mann mit der genähten Wange und dem flammenden Herzen...,

der Andere war der ältere Soldat, welcher sich selber den Arm aufgeschniten hatte.

Beide wollten die Burg eigentlich nicht unbedingt verlassen.
Es war so wohlig.. so angenehm.. mit Menschen zusammen zu sein, die nicht plärrten und mit Zangen spielten.

Aber dann erkämpfte die Moral und auch die Dankbarkeit gegenüber der Burgengel... die Überhand über die Zweifel und Ängste

Drüben im etwas entfernten Dorf war Armina indess dabei, ihr Zimmer neu umzuordnen.
Wärend das Burgtor hinter den zwei ..ängstlich zitternden Männern  herunterfuhr..,

war Armina gerade mit dem Schreiner beschäftigt, welcher das Zimmer so umbauen sollte, daß sich die kleine Kämpferin auch wirklich wie eine Frau fühlen durfte.
Eigentlich sollte Helene morgen kommen um nach dem Vater zu sehen.
Leider mußte dieses vorhaben verschoben werden, weil sich eine Operation dazwischen  gedrängt hatte.

Aber als Armina nach draußen blickte, sah sie im Dämmern der versinkenden  Sonne.. eine Drohne über den Dorfplatz herunter schweben.
Die Drohne flog im Kreis.., von Türe zu Türe und  suchte scheinbar etwas,

Wie gehabt liefen die Dorfbewohner schreiend  zwischen den Häusern herum.. irgendwie an hysterische Schafe erinnernd.

Doch als Armina zu der Drohne winkte, flog diese heran und ließ ein Paket zu ihren Füßen absinken.
Anschließend  gewann sie wieder an Höhe, drehte ab und sauste in Richtung Dunkelheit.
Die , der Drohne nacblickenden Dorleute, konnten noch beobachten wie plötzlich ein Lichtkegel den Weg des Flugdinges ausleuchtete.

Drinnen im Zimmer  erschien schon das Bild von Helene auf dem Monitor.

" Armina.. ich habe dir etwas für deienen Vater geschickt.
Es ist ein Messvorgang für sein Herz. Du mußt es anlegen und anschließend dafür sorgen, daß Alles wieder in der Schachtel aufbewart wird.. Übrigens, dein Seil aus dem Wald habe ich dir auch in die Box gelegt. Gute Iddee übrigens.. ., mit der Stolperfalle.. "

Helene lächelte so glücklich.. , 
Armina  lächelte so glücklich....



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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