Marlene Remen

SMALL TALK UNTER BEKANNTEN

Irgendwo in diesem unserem Land .............

"Oh, Hallo, Nachbar, auch unterwegs ?"   "JA, Hallöchen auch,
du ja auch, wie ich sehe."   "Laß mich raten, Frauchen hat dich
gescheucht, neues Futter für die Blagen besorgen, die schon
wieder Kohldampf oder Langeweile haben ?"

"Jo, das hast du richtig erkannt und ich denk mal, bei dir ist
das auch der Grund, um mal wieder vor die Tür zu gehen ?"
Na, viel Angebot gibt es ja nicht, oder es ist schon Alles weggeholt
worden. Da kannste von Pontius bis Pilatus rennen, um noch was
zu finden. Und bringst du nichts Gescheites mit nach Haus, dann
geht aber ein Riesentheater los. Sollen die Frauen doch mal selber
kucken, wo noch was zu finden ist, aber sie müssen ja auch die
Kindchen bei Laune halten, nee ?"

"Das ist wahr und hast du auch vorm Rausgehen den Spruch gehört :
"Denk dran, immer schön Abstand halten und fang dir ja Nichts ein !"
"Na, das machen wir Beide doch, du rennst da rum und ich hier, nur so
wird die Unterhaltung ein wenig lauter, ist mir aber egal. 
Nur wer mir nicht egal ist, daß ist dieser Schwarz-Weiss-Gestreifte,
der gerade aufgetaucht ist. Dem sind die Regeln egal, bei dem zählt nur
Krawall und ich komme zuerst. der soll ja nicht in unsere Nähe kommen,
da kann ich drauf verzichten !"

"Solche Typen gibt es überall, die lernen Nichts dazu, das sind die reinsten
Egoisten, von Gemeinschaft haben die noch nichts gehört und von Abstand
auch nichts.  Aber, hey, sieh mal da rüber, es dat net en Leckerchen ?"
Hab ich noch nie hier gesehen un dat süße orangene Schnütchen, lecker nee ?"
"Bist du noch zu retten, willst du etwa mit der anbändeln, du hast Frau und
Kinder zuhaus, genau wie ich. Das ist ja wohl keine so gute Idee, dat gibt gewaltigen 
Zoff. "  Ach nee, tu ich doch auch nicht, aber ein bißche träumen darf man doch !"

"Na, wie ist deine Auslese, hast du alles gefunden, was du mit Heim bringen
solltest ?"   "Tja, viel ist es nicht, aber immerhin, um ein wenig Ruhe im Haus zu haben.

Aber mal ne andere Frage :  " Ist dir aufgefallen, wie wir uns unterhalten ?
Wir unterhalten uns wie, na wie ?, na wie Menschen, ist doch bekloppt, oder ?"
"Nee, eigentlich nicht, Unterhaltung ist Unterhaltung, egal wie, Lach !!"
"JO, dat schon schon, aber, wir sind  DOHLEN, keine MENSCHEN un dat
Leckerche do hinten ist ein kleines Amselchen. Der blöde SCHWARZ-WEISSE
ist eine ELSTER, ein freches Vieh, der alle wegscheucht, die ihm nicht passen."

"Ja, wo du Recht hast, hast du Recht, aber Regeln gelten auch für uns, also .

"""    ABSTAND     HALTEN   UND   BIS  ZUM   NÄCHSTEN   MAL    """
Mach et jut, man sieht sich !"



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Zwei sensible Frauen, die sensible Gedichte schreiben. Beide schürfen tief. Da bleibt nichts an der Oberfläche. Beide schöpfen aus ihrem emotionalen Reichtum und ihrem souveränen Umgang mit Sprache. Dabei entfalten sie eine immer wieder überraschende Bandbreite: Manches spiegelt die Ästhetik traditioneller formaler Regeln, manches erscheint fast pointilistisch und lässt viel Raum für die eigenen Gedanken und Empfindungen des Lesers. Ein ausgefeiltes Sonett findet sich neben hingetupften sprachlichen Steinchen, die, wenn sie erst in Bewegung geraten, eine ganze Lawine von Assoziationen und Gefühlen auslösen könenn. Bildschön die Kettengedichte nach japanischem Vorbild! Wer hier zunächst über Begriffe wie Oberstollen und Unterstollen stolpert, der hat anhand dieser feinsinnigen Texte mit einem Mal die Chance, eine Tür zu öffnen und - vielleicht auch mit Hilfe von Google oder Wikipedia - die filigrane Welt der Tankas und Rengas zu entdecken. Dass Stefanie Junker und Monika Wilhelm sich auch in Bildern ausdrücken können, erschließt an vielen Stellen eine zusätzliche Dimension [...]

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