Wolfgang Scholmanns

Irrwege

Welch ein Stress, hat der Nachbar ein neues Auto, brauchen wir auch ein neues. Ständig sind wir unterwegs, auf der Strasse der Träume , sich dieses oder jenes erfüllen zu können. Wohin führt sie – diese Strasse – gibt es ein Ziel, oder ist sie einfach nur endlos?
Ich glaube, sie ist endlos, denn wer ist schon zufrieden mit dem, was er hat? Wünsche ohne Ende, aber blicken wir in die Vergangenheit sehen wir,
dass dieses Wünsche erfüllen nicht auf Dauer glücklich und zufrieden macht. Ich glaube, zufrieden zu sein mit dem was man hat, ist der Weg der zum inneren Frieden führt. Zen Buddhismus lehrte mich, dass nicht die Erfüllung von Wünschen, sondern das Aufgeben von Wünschen glücklich macht.
Glück ist in der westlichen Welt definiert als ein Gemütszustand der Befriedigung, vor allem nach der Erfüllung ersehnter Wünsche.
Nach dem zu streben was man nicht hat, mag ja eine hervorragende Motivation sein immer noch mehr zu arbeiten, um sich immer noch mehr kaufen und leisten zu können, es erfordert jedoch Anstrengung, verursacht Stress und später auch noch die Angst, das Erreichte wieder zu verlieren.
Und wie sinnlos ist es doch, wenn man vor lauter Streben nach Glück keine Zeit und keine Nerven mehr hat, sich an dem Erreichten zu erfreuen.
Wie würden Menschen die vor Hunger, Krankheit, Kälte und Verzweiflung täglich den Tod vor Augen haben auf unsere Unzufriedenheit reagieren?
Würden sie sich nicht fragen, wie kann man nicht glücklich und zufrieden sein, wenn man sich jeden Tag satt essen kann, wenn man medizinisch versorgt ist, ein Dach über dem Kopf hat usw..
Irgendwo, auf der Strasse zum Glück, sind wir wohl falsch abgebogen. Vielleicht kennen wir uns selbst nicht gut genug, haben uns verirrt,
und freuen uns deshalb nicht an dem Erreichten, weil es eigentlich gar nicht das war, was wir eigentlich wollten. Ich glaube, wenn wir erkannt haben was wirklich wichtig für uns ist, erst dann können wir den Weg beschreiten, der zum Glück und zur Zufriedenheit führt.

 

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