Richard Hübner

Show must go

Klebb Kleber schleppte sich mit letzter Kraft auf die Bühne. Er hatte einen dreitägigen Kokaintrip, vier Pornodrehs mit Clown und Nadelfetisch, sowie eine Verfolgungsjagd mit einer tollwütigen Grizzlybären Familie hinter sich, ohne dazwischen auch nur einmal geschlafen zu haben. Sein Rap Act wurde angekündigt und er stieg die Treppe hinauf auf das Podest, wobei er stolperte und sich den linken Fuß brach. Er spürte es nicht mal. Er sah kurz schweigend in das angespannte Publikum. Wie man einen Act anmoderiert, hatte er vergessen. Er griff mit seiner rechten Hand nach dem Mikro. Ach richtig, die hatte ja der Bär. Er griff mit seiner linken Hand nach dem Mikro. Er atmete tief durch und brauchte eigentlich medizinische Hilfe, aber das Atmen musste reichen. Show must go.

Hier stehe ich nun vor euch, in Ehre, Ruhm und Glanz,

Ich hab große Erfolge, und groß ist auch mein ahhhohhoh...

Ich bin tausendmal besser als ihr Zuhälter und Ticker,

Bin zwar nich so reich, dafür kein Kinderf- AAAH OHHH,

Darum jetzt ein letztes mal,

DJ Onkel Matze Time! Dankeschön! AAHH!“

Er war gerade zur letzten Zeile gesprungen. Aber das war egal. Das Publikum applaudierte.

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.04.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Seit ihrer schlimmen Kindheit ist Kim davon überzeugt, dass es das Übersinnliches und Geister wirklich gibt. Als sie Pam kennenlernt, die kurz darauf in einem herunter gekommenen maroden Haus einzieht, nehmen die seltsamen Ereignisse ihren Lauf. Bei der ersten Besichtigung des alten Gemäuers überkommt Kim ein merkwürdiges Gefühl. Als sie dann noch eine scheinbar liegengelassene Fotografie in die Hand nimmt, durchzuckt sie eine Art Stromschlag, und augenblicklich erscheint eine unheildrohende Frau vor ihrem geistigen Auge. Sie will das Haus sofort verlassen und vorerst nicht wiederkommen. Doch noch kann Pam nicht nachempfinden, warum Kim diese ahnungsvollen Ängste in sich trägt, sie ist Heidin und besitzt keinen Glauben. Nachdem Kim das Tagebuch, der scheinbar verwirrten Hauseigentümerin findet und ließt, spürt sie tief in ihrem Inneren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Selbst nach mehreren seltsamen Unfällen am Haus will Pam ihre Warnungen nicht ernst nehmen. Erst nachdem ihr, als sie sich nachts allein im Haus befindet, eine unbekannte mysteriöse Frau erscheint, bekommt sie Panik und bittet Kim um Hilfe. Aber da ist es bereits zu spät.

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