Fritz Lenders

...schwarze Burg und rote Rosen ( Teil 37 ) Dekorationen

...wärnd Armina und Bruno die nächsten Stunden damit verbrachten, an prägnanten Stellen , rund um das Dorf, die Funkkameras an den Bäumen anzubringen und auch die besten 4 Stellen im Dorfbereich mit den optischen Zaubergeräten zu überwachten Zonen zu machen ...
fiel Helene in der Burg in einen Tiefschlaf, der schon in der Nähe eines Komas angesiedelt war.

 Unser gefolterter Bischofssoldat erwachte zwischenzeitlich  und bekam vor Schreck beinahe einen Herzstillstand, als  er bemerkte, daß in seinem Arm eine Nadel steckte die mit dem Tropf in dem Gestell über ihm verbunden war.


Aber der Assistent von Helene bruhigte den Mann und verabreichte ihm nochmals ein Schlaf und Schmerzmittel.

Bruno hatte das besondere Erlebnis, daß er vergaß, den Sicherungsknopf an der Skorpio umzulegen und somit beim Zubettgehen, aus Versehen  den schönen, neuen Kochtopf , drüben im Küchenbereich, erlegte.
Mit Knall und Getöse.. und dem anschließenden Plätschern, als die Tags zuvor zubereitete Suppe zu Boden  tropfte.

Naja, die Haushaltshelferin würde dazu sicher noch ein Wörtchen mit Bruno zu diskutieren haben.

Armina schlief ebenfalls wie eine  Komapatientin.
Es war soviel in den letzten Tagen passiert.
Aus ihrem bescheidenen aber dennoch buntem Leben war eine Reise in die Wolken und in die Zukunft geworden.

Sovieles mußte geistig in Ruhe verarbeitet werden.
Leider war jedoch Ruhe zur Zeit eine Mangelware.

Drüben in der Burg war der Waldmensch im Krankenbett neben dem Ex-Bischofssoldaten auch ein wenig aufgeregt, weil er sich keinen Reim darauf machen konnte, warum sein eigentlicher Feind im gleichen Raum... neben ihm lag.

Und der Kommandant der Bischofstruppe zermarterte sich das Gehirn, wie er die Burg einnehmen konnte und wie er außerdem.., seine Position als Anführer behalten konnte, sollten noch zusätzliche Soldaten aus der Stadt, zur Hilfe , verlegt werden.

Übrigens verbrachte auch die Küchenmannschaft in der Burg eine interessante Nacht.

Der Koch der Zeitreisenden zeigte der Köchin aus dem Jahr 1050.. wie man Nudeln herstellte und zubereitete.
Fleischvorräte waren vorhanden und so konnten sie gemeinsam auch eine wundervolle Bolognesesoße dazu kochen.

Irgendwie wurde Marko Polo im 12. Jahrhundert als der Importeur von Nudeln aus China gefeiert.
Andrerseits wurden in Griechenland und Italien auch schon Funde gemacht, die belegten , daß im 5. Jahrhundert ebenefalls schon Nudeln auf dem Speiseplan standen.
Und noch weiter zurückblickend.. wurde bei Ausgrabungen ein Topf gefunden, dessen Alter auf über 4000 Jahre datiert war.. , in dem sich 50 cm  lange Spaghetti befanden.

Vermutlich wurde die Nudel in verschiedenen Regionen der Erde.., ziemlich zeitgleich erfunden.
Was wiederum die Theorie eines kollektiven Bewustseins und eines kollektiven Gedächtnisses  auf den Tisch bringen würde.

Als dann am Morgen die Sonne aufging.., waren viele Menschen  ziemlich eingedeckt mit zu bewältigenden Aufgaben.

Frühstück auf der Burg im großen  Saal, Frühstück.. bestehend aus leichtem Haferbrei in der Krankenabteilung und Frühstück im Dorf..im Haus von Bruno... mit Geschimpfe begleitet.., von der Küchenfrau, die den kaputten Kochtopf begutachtete.
Naja und auch die Pfütze Suppe, die am Boden in buntesten Farbe schillerte.

Bruno war erstmal ziemlich ruhig.
Der Topf würde sich vom Kesselflicker schon reparieren lassen 
und Frauen sollte man besser nicht unterbrechen, wenn sie in Schimpftiraden  durch das Haus liefen.

Armina stand vor dem Bett und betrachtete auf der Monitorfolie die verschiedenen Aufnahmen der Kameras.
Sie konnte entweder jede einzelne Kamera abrufen, oder alle gleichzeitig auf verschieden Abteilungen der Folie sehen.

Und sie sah auch , wie einer der Dorfbewohner neugierig zu dem Quad im Stall schlich.., um das Gerät  herumwuselte.. und sich dann ganz vorsichtig und ein bischen ängstlich auf den Sitz setzte.

Die Hände an beiden Seiten des Lenkers..., stellte er sich scheinbar vor, wie er durch die Gegend sauste.

Armina mußte so sehr lachen.., andrerseits hatten die Dorfleute jedoch auch die Anweisung, das Fahrzeug in Ruhe zu lassen.

Armina flüstere den Namen ihres Vaters vor sich hin und  als sie spürte, daß die Verbindung zustande gekommen war.., rief sie leise..

" Papa, wir haben im Schupfen einen neugierigen Gast beim Quad.. "

Was wiederum zur Folge hatte, daß Bruno voller Schreck, ob der plötzlichen Stimme im Ohr und irgendwie auch im Kopf..., seine Dickmilch panisch über den Tisch spuckte und leider der Küchenhilfe genau auf den Pullover.

" Du hast mir gestern mein Oberteil zerrissen und ich habe noch nichts Neues von dir bekommen. Und nicht genug dessen.., spuckst du mich nun auch noch an. Was glaubst du denn, wieviele Sachen ich zum Anziehen zuhause habe ? "

Die Frau war außer sich vor Zorn und Bruno bemerkte, daß sich die Wangen und irgendwie auch das ganze Gesicht von ihr mit einer erfrischenden Röte überzog.
War er eigentlich die ganze Zeit über blind gewesen ?
Die Frau schüttelte ihren Kopf und somit standen ihre langen Haaren in allen Richtungen von ihr ab.

Ein paar Strähnen fielen über die Augen... und gaben ihr so einen ganz besonderen , total schönen  Touch.


Was für ein atemberaubendes Gemälde.


Bruno spürte sogleich, wie sich der Zucker durch seine Adern, durch seinen Körper..., schlich.
Irgendwie wurde er so weich in den Knieen.

Und irgendwie wurde er auch plötzlich von so einer.., so lange vermissten Gefühlsregung überwältigt.
Sein Kopf summte in blumigen Frühlingsgefühlen..
und in  seinen Lenden tobte ein dramatischer Spermienaufruhr , zwischen Prostata und Penis.
Bruno griff nach der , an ihm vorbei sausenden Frau.. und zog sie mit einem Ruck auf seinen Schoß.

Das Gekeiffe ignorierte er einfach,  packte sie an den Haaren am Hinterkopf und drückte ihr einen derben Kuß auf die Lippen.
Wiederum war die Folge dessen.., daß eine Sekunde später fünf Finger auf seiner Wange explodierten und ein flammendes Inferno hinterließen.

" Glaubst du eigentlich, daß ich deine Dorfhure bin.. mit der du dein Spielchen machen kannst.. ? "

Die Frau warf ihm funkelnde.., blitzende.. und  irgendwie  doch auch so unbekannt sehnsüchtige Flammenblicke zu .

" Jetzt.., nach 5 Jahren fällt dir ein, daß du mich küssen könntest. Entweder machst du das nie wieder..., oder du läßt mich nie wieder los... "

Und mit diesen Worten schlang sie ihre Arme um Brunos Hals und leckte ihm sanft mit der Zungenspitze über seine Oberlippe.


Bruno konnte das Verändern der Umgebungstemperatur fast schon körperlich spüren.


Ebenfalls konnte er den weichen Busen an seinem Brustkorf fühlen.. und die plötzlich so unglaublich hart gewordenen Brustspitzen.
Ebenso wie die Küchenfrau das plötzlich hart gewordene Teil an Brunos Unterleib fühlte.
Immerhin saß sie mit ihrem Hintern genau darauf.

" Und was wird das jetzt...? Du bist wie ein läufiger Hund.. der ein Weibchen bespringen will. "

Sie griff unter sich und packte das zuckende Ding von Bruno mit einem unerbittlichen Griff.
Durch den Stoff seiner Hose.. konnte er die sanfte, aber dennoch kräftige Berührung gnießen...

Und irgendwie war er nur noch  eine Sekunde davor.., seine Spermienarmee in den Krieg zu schicken..
Leider war da so eine grausame Unterbrechung in seinem Ohr..

" Papa, kommst du jetzt.., oder was ? "

Kinder konnten ein Geschenk Gottes sein.
Und Armina war natürlich die Sonne seines Lebens..
Aber manchmal konnten die Gören auch lästig sein.

Und speziell jetzt in dieser Sekunde wünschte Bruno seine Tochter weit, weit weg von sich.
Am besten auf  einen anderen Kontinent.

"  Ja, verdammt.., ich komme ja schon. "

Brunos lauter, dunkler Bass in Arminas Ohrknopf , ließ sie panisch aufschreien.

" Papa.., bist du verrückt ? "

Gemeinsam sahen sie eine Minute später, wie der Dorfbewohner auf dem Quad herumritt wie auf einer Kuh.
Und auch die Küchenfrau gesellte sich kurz darauf zu ihnen.

" Was ist das eigentlich ? Müßte ich mir Sorgen machen, wegen unerlaubten Hexereien ? "

 

Die Haushaltshelferin war in dieser Beziehung eher skeptisch.



Bruno lief in Hemd und Hose.., ziemlich  leicht und frierend bekleidet rüber zum Stall.
Mit einem Ruck riss er den Mann von dem Allrad und verpaßte ihm einen Tritt in den Hintern.

" Wir haben doch gesagt.., die Maschiene wird nicht berührt ! Was ist daran nicht zu verstehen ?? "

Sich ziemlich überrascht und ertappt fühlend, schlich der Mann in die andere Richtung aus dem Dorf, rüber zum Waldrand, wo er in einer kleinen Hütte lebte.

Im Dorf selber regte sich das Leben.
Jeder hatte etwas zu tun,
Der Alltag mußte gemeistert werden..

Drüben auf der Burg war Adelheid damit beschäftig.. einen Plan zu zeichnen, wie sie die Gestanltung der Burg von Außen und auch von Innen haben wollte.
Der Naturkundige der Zeitreisenden hatte ihr erklärt, daß sich Rosen sehr gut veredlen ließen und auch per Stecklingen vermehrt werden konnten.
Adelheid ließ von vier Leuten, vor dem Burgtor  links und rechts  Beete ausheben. 

Direkt an der Brücke zum Tor nur so um die jeweils 80cm.., so wie eben die Breite des kleinen Trampelpfades an der Burgmauer war.

Und drüberhalb der Brücke, also hinter dem Graben in Richtung  Wald laufend..., wurden ebenfalls zwei Beete ausgehoben von jeweils 2 Metern länge.
Auch ein bischen in den Abhang in den Graben laufend.

In die Beete wurden Rosenstöcke aus dem Burginnersten nach Außen eingepflanzt und immer zwischen den Pflanzen, wurden zugleich Stecklinge eingesetzt.
In die kleineren Bereiche  am Burgtor selber, wurden Kletterrosen platziert.

Da die Männer ohnehin schon außerhalb zugange waren, immer von Oben, von den Soldaten geschützt.., hatten sie von Adelheid den Auftrag bekommen.., das Burgtor schön anzumalen.
Die alte Farbe war schon sehr verwittert und durch einen neuen Anstrich wurde ein unglaublicher Kontrast erzielt.
Die Erde in den Beeten war mit Aufzuchtshormonen angereichert und zusätzlich mit Adelheids Erkenntnis des natürlichen Düngers aus der Güllegrube vermischt.

Oben an den Fenstern der Burg wurden schon rundum die Blumenkästen angebracht.
Natürlich war es eine ziemlich beschwerliche Arbeit, auch noch Erde aus dem Außenbereich der Burg nach Innen zu schaffen.
Immerhin war ja auch noch die Gefahr der Bischoffsleute präsent.

Aber die Überwachung durch Drohnen und auch durch die Soldaten an den Türmen.. war ausgezeichnet.

Die Erde mußte noch gesiebt und dann zu den Kästen transportiert werden.

Jeder hatte seinen Aufgabe.
Auch die ehemaligen Bischofsmänner, welche jetzt auf der Burg leben durften.

Der Vorteil der Rosen war jener, daß sich durch die stacheligen Pflanzen ein Angriff noch schwerer durchführen ließ.

Die Menschen auf der Burg planten, rund um die Burg, ein schwer zu passierendes Feld an Rosen zu züchten.
Einerseits aus dekorativen Gründen und andrerseits als Schutz gegen Eindringlinge.

Die Burg sollte das Synonym der friedlichen Welt werden.
Blumen und Agressionen waren keine guten Verbündete.
Wer Blumen liebte.., hatte meistens auch eine friedlich Einstellung zum Leben.

Die Techniker der Burg bauten währenddessen an der Duschanlage in den Etagen und am Warmwasserspeicher.
Kunststoffrohre waren außreichend vorhanden.



"  ... Es waren schon so viele Vorkommnisse in der Geschichte der Menschheit, die einem den Glauben an das Gute.. wirklich vermiesen können. "

Everie saß mit Helene, mit Adelheit und Helmreich im Kaminzimmer der Burg.
Wohlige, knisternde Wärme durchzog den geschmackvoll eingerichteten Lieblingsraum der Burgherrin.

" Immer wieder wurden große Ereignisse von dunklen Schatten überzogen. "

Everie erzählte von Ereignissen aus der Zukunft.


Von friedlichen Demonstrationen, die mit Panzern niedergewälzt wurden, 
Von Protesten der Menschen gegen Atomlagerstätten, die mit Polizeigewalt niedergeknüppelt wurden.
Von großen Festen, die durch Katastrophen beendet wurden.. und vieles mehr.

" Irgendwie ist es durch einen unerklärlichen Zufall... , in den Köpfen der Menschen hängengeblieben, daß das Woostockfestival , das Fest der Liebe, der Musik und der Blumenkinder wurde."

Everie erzählte den Ablauf des Musiktreffens.


Geplant als ein kleines Treffen der Musiker.., wurde drei Tage lang eine Party der Superlative daraus.
Tausende Menschen strömten  nach Woodstock.. feierten, tranken und kifften...!
Keine Zusämmenstöße, keine Gewalt keine Verbrechen.

Das Unglaubliche...!

 Woodstock wurde nie mehr vergessen.


Zwar fanden danach die Wenigsten den Ausstieg von Mariuhana und Canabis.., aber alle waren im weiteren  Leben, friedliche Hippies.
Weltverbesserer und Aktivisten für die Umwelt.


Warum nur wurde der Rest der Menschen so dumm?
Zwar unglaublich gebildet und gelehrt.. aber dennoch so, so sehr dumm.

" Ja aber was ist Kiffen, Mariuhana und  Canabis ? "    fragte  Adelheid  in die Runde ...
" Und warum können wir denn nicht den Menschen helfen, zu diesen Sachen zu kommen ? Scheinbar wäre es doch ein einfacher Weg, die Menschheit an die Natur zu binden. Oder liege ich total falsch ? "

Adelheid bkickte Helen und Everie an...

Und die zwei Leute aus der Zukunft überlegten eine Sekunde.

Könnte es wirklich sein... ?
Wäre es wirklich so verkehrt..., aus den Menschen der Erde.. Blumenkinder zu machen ....?


Anstatt Plastikfabriken und Atomkraftwerken...,
Canabisplantagen und Hippies, die singend die Felder bewirtschfteten





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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