Fritz Lenders

schwarze Burg und rote Rosen ( teil 38 ) Kampfsport

...  " das Problem dabei ist leider.., daß sich ohne einen gewissen Fortschritt in der Wissenschaft, die Menschheit über kurz oder lang ziemlich reduzieren wird. Es wird neue Krankheiten geben, die durch Viren und Bakterien verursacht werden und es wird irgendwie auch  viele Kleinkriege geben, weil sich die Zivilisation  nicht verbessert. Wir sehen es ja dort draußen vor der Burg. "

Everie schüttelte den Kopf und  erzählte von den unzählbaren Morden nur alleine im mexikanischen Grenzgebiet . 
Ausgeführt diurch die gierig, nach Geld und Macht strebenden Drogenkartelle.
Ebenfalls ein Problem, die kolumbianischen Drogenclans.
Auch zur extremen Bedrohung konnten natürlich auch die italienischen Mafiastrukturen gezählt werden und die zahlreichen , verschiedenen Banden der anderen Länder.
Drogen brachten nicht nur Hippies und Blumenkinder hervor.
Leider war das Streben nach Macht ein altes, fest verankertes Grundprinzip.., in den Köpfen der Menschen.

Aber vielleicht konnte ein gewisser Mittelweg gefunden werden.
Vielleicht konnten die Menschen davon überzeugt werden, daß sich ein Leben im Einklang mit der Natur.., als wirklich lebenswertes Gestalten der Zukunft erweisen würde.

Jedenfalls mußte jetzt erstmal die Burg als Beispiel  für Gestaltung und Entwicklung.., aufgerüstet werden.

Adelheid als Burgherrin machte den Vorschlag, daß auf den kleinen Trampelpfad an der Burgmauer verzichtet werden konnte und anstatt dessen, die Burg rundherum mit verschiedensten Rosen bepflanzt werden sollte.
Ein schönes Pottporie aus Edelrosen und Kletterrosen sollte erstellt werden.

Allerdings wollte Adelheid an den Fenstern keine Rosen sondern lieber Geranien und ähnliche , hängende Pflanzen.

Gesagt getan.
Die Gartenarbeiter des Bischofs begannen damit, größere Rosensträucher in viele Stecklinge zu zerteilen.
Andere Arbeiter, darunter auch die zuletzt in der Burg aufgenommenen Soldaten von drüben am Waldrand, mischten frische Erde mit Aufzuchthormonen und getrocknetem Gülleextrackt.., um eine besonders nahrhafte Pflanzenerde zu gewinnen.
Es war wirklich viel Arbeit, die ersten Phasen der Umgestaltung der Burg zu bewältigen.

Andrerseits war das Arbeiten total angenehm, weil sich durch die ganze Burg  leise, im Hintergrund klingende Musik ausbreitete.
Hätten die Arbeiter jemals das schöne Gefühl gnießen dürfen, welches sich als * Urlaubsfeeling *  so lange im Gedächtnis der Menschen breit machte.., würden sie es mit dem momentanen Arbeiten auf dem Burggelände verglichen haben.

Auch drei Mahlzeiten täglich, waren nicht zu verachten.
Damals hatten die Menschen nicht immer die Zutaten für ein Frühstück parat.
Geschweige denn für Mittag und Abendmahl.

Irgendwie sausten alle Angestellten summend und lächelnd durch die Gegend.
Schon alleine dieses Lebensgefühl war als Änderung anzusehen.
Obwohl Adelheid und auch Helmreich immer für ihre Leute sorgend zur Stelle waren, hatte sich das Leben der Leute dennoch nach oben verbessert.
Und wie sogar.

Denn zur selben Zeit brüllte der Kommandant seine Truppen, drüben im Wald an wie so kleine Schuljungen.
obwohl natürlich Schule damals ein sehr sporadisch angesiedelter Begriff war.

Jedenfalls wollte der Bischofskommandant seine restlichen Gerätschaften näher an die Burg positionieren lassen.
Was allerdings von  den Soldaten nicht besonders freudig aufgenommen wurde.

Drohnen, Maschienenkanonen und rasende Elektroquads vermiesten den Angreifern wirklich die Laune.

Auch die präzisen Schüsse durch die Scharfschützengewehre, in die Köpfe von einigen ihrer Kameraden.., ließen nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbehagen aufkommen.

Anderseits waren die Peitschenhiebe auf nackter Haut auch nicht das erstrebenswerteste Ziel der Männer.

Einige fragten sich wirklich und allen Ernstes, warum sie sich als Soldaten beim Bischof verpflichtet hatten.
Naja, es waren zwar schon praktische Erwägungen.

Erstens entfiel die ewige Sorge um das tägliche Brot und außerdem dachten viele der Leute, daß sie sich als Soldaten nicht so sehr der Willkür der Obrigkeiten aussetzen mußten.
Wie gesagt.., sie DACHTEN  es.
Ebenfalls war ein nicht zu verachtender Aufstieg im Ansehen der Bevölkerung  ein gewichtiger Grund zum Soldatendasein.

Eine Frau zu finden war damals nicht so einfach und als armer Landarbeiter konnte man von Glück reden, wenn sich wenigstens eine halbwegs ansehliche Frau erobern ließ.
Eigentlich mußte man dieses " halbwegs "  ziemlich großzügig betrachten.
Halbwegs ... bedeutete.., alle Zähne zu haben und zwei gesunde Hände.. zum Arbeiten, eine fruchtbare Gebärmutter zum Kinder kriegen sowie einen gut gefüllten Busen um diese danach so lange wie möglich zu stillen.
Am besten solange, bis die Nachkommen schon mal auf dem kleinen Acker Hand mit anlegen konnten.

Wie gesagt.., Soldat sein war nicht die schlechteste Alternative.
Leider jedoch nicht unbedingt beim Bischofskommandanten.

Ein Viererteam schob eine der Schutzwände, seitlich in Stellung .
Sehr seitlich sogar.
So seitlich, daß sie unbedingt an dem weißen Tuch mit dem Brot und den Schinken vorbei kamen.
Teilweise waren die guten Sachen von den Tieren schon angenagt worden, aber immer noch gut genug, um eingesammelt zu werden.
Später würden die Soldaten mit ihren Kameraden das wervolle Essen teilen.
Dies hatten sie schon von vorneherein ausgemacht.

Trotzdem war immer noch die Bedrohung durch die Maschienenkanone und die , so plötzlich die Köpfe explodieren lassenden anderen Waffen, präsent.

Zum Schutz ihrer Kameraden spannten sich an 6 verschiedenen Positionen die überdimensionalen Bögen mit den grausam vernichtenden Pfeilen mit Metallfedern.

Allerdings hatten auch die Bögenschützenteams Angst vor den Waffen der Burgmenschen.

Aber momentan trafen gerade weitere Soldaten aus der Umgebung von Augsburg bei den Soldaten im Waldbereich ein.

Insgesammt waren nun knapp 100 Mann an ausgebildeten Soldaten verfügbar und um die 30 Hilfssoldaten , welche Zwangsrekrutiert waren.
Rammen, ein weiteres Katapult und eine Menge an den großen Kriegsbögen, welche immer von mehreren Männern bedient werden mußten.

Der Kommandant sah sich erleichtert in der Menge an Soldaten in der Runde um.
Die Burg war so gut wie tot.

Aber er brauchte ein extrem zuverlässiges Team, um sich die begehrte Beute zu sichern.
Er beabsichtigte eventuell.., sich mit den erbeuteten Waffen und Gerätschaften, selbstständig zu machen.
Er wollte eine kleine Armee gründen, die er den jeweiligen Herrschern oder Landesfürsten gegen Entgelt zur Verfügung stellen würde.

Mit den neuen Waffen ausgestattet sollte sich jeder Wiederstand schnellstens ausgemerzt werden lassen.
Schnell und sauber.

Aber erstmal mußte die verdammte Burg fallen.

Sein eigentlicher Plan, die Burg mit Feuerkörben, per Katapult auszubrennen.., funktionierte nicht, weil er seine, zu erwartende Beute nicht beschädigen lassen wollte.
Zwar wären die Burgbewohner recht schnell erledigt, weil sich das Feuer auf keinen Fall löschen ließ, wenn er verschiedene Bereiche der Burg in Brand setzte, aber die Waffen wären dann sicher unbrauchbar .
Dies mußte unbedingt vermieden werden..

Mit 130 Mann könnten sie auch einen Tunnel graben, der unter der Burgmauer hindurch, in den Innehof führte.
Jedoch würde dies, selbst bei Tag und Nacht andauernden Grabarbeiten, sicher 3-4 Tage dauern.
Er wollte aber schnellstmöglich  seine Beute in den Händen halten.

Und ebenso wollte er die Burgherrin mit seiner Zange zu einem kleinen Plausch unter Freunden einladen.
Während ihr Mann.., gefesselt und mit gebrochenen Beinen.., dabei zusehen durfte.

Vielleicht hatte er ja sogar das Glück, daß das Burgpack auch eine Tochter hatte.
Oh  ja,  Finger von Mädchen unter 10 Jahren.. ließen sich mit seiner Zange recht gut ausreissen.
Der Anführer schwelgte in seinen perversen Fantasien und begann vor Freude zu schwitzen.

Derweil  unterhielt sich Armina drüben im Dorf mit Helene per Ohrknöpfen.
Das Dorfmädchen hatte sein Zimmer schon ziemlich umbauen lassen und war damit beschäftigt, all die wundervollen Geschenke von Helene in den Regalen zu verstauen.

Hele erzählte vom erneuten Aufmarsch von den Verstärkungen der Bischofstruppe, aber sie berichtete auch vom Umgestalten der Burg.
Außerdem teilte sie Armina mit, daß das Quad  momentan im Dorf bleiben sollte.
Armina mußte nur immer wieder nach dem Ladezustand des Fahrzeuges schauen, und eben von Zeit zu Zeit den Akku nachladen.
Die Kapazität mußte immer bei mindestens 75%  liegen.

" Armina, wenn du willst, kannst du ja  mit der Maschiene  zur Burg kommen. Aber du darfst auf keinen Fall den dir bekannten Weg benützen, sondern du mußt dich vom Navigationgssystem leiten lassen.  Es ist das hell erleuchtete Kästchen, welches dir durch Pfeile die Richtung zeigt und überdies mit Sprachassistenten die Route erklärt. 
Knapp 2 km vor der Burg bleibst du dann stehen, ich lasse dich abholen. "

Vor Freude herumspringend wie ein aufgeregter Ziegenbock.., kleidete sich Armina an. Auch die Stichsichere Weste hatte sie nicht vergessen.
Rund 15 Minuten später startete sie das Quad und sauste durch das Dorf in Richtung Waldstraße.
Bruno hatte zwar kein gutes Gefühl bei der Sache, aber er kannte seine Tochter und wußte, daß der Versuch, sie von ihrem Ausflug abzuhalten.. sinnlos wäre.

Das schöne Aussehen hatte sie von ihrer Mutter geerbt.., den Dickschädel jedoch hatte ihr Bruno als Geschenk überlassen.
Armina fuhr auf der Waldstrasse in Richtung Burg.
Direkt am Waldrand mußte sie an der Hütte des Dorfbewohners vorbei, welcher das Quad besprungen hatte wie ein läufiger Hund.
Der Bewohner winkte ihr freundlich zu und Armina blieb kurz stehen.

" Wenn ich zurück komme, lade ich dich zu einer kleinen Fahrt mit dem Fahrzeug ein. Aber jetzt im Moment muß ich leider weiter . Vielleicht kannst du ja rüber gehen zu meinem Vater. Im Dorf ist ziemlich viel Arbeit. "

Und schon sauste sie weiter , Richtung Helene.
Das Navi führte sie in weitem Bogen an den Truppen des Bischofs vorbei.
Knapp 30 Minuten später hielt sie an einer buschigen Stelle an, wo sich das Quad im Wald gut verbergen ließ.
Schon konnte man das brummen der Motorräder hören, welche sie abholen sollten.

Bei ihr angekommen, sprangen zwei Soldaten von ihren Maschienen und breiteten ein großes Tarntuch aus, mit dem sie das Fahrzeug von Armina abdeckten. 
Erstaunlicher Weise konnte man das Gerät nichtmal sehen, wenn der Abstand nur noch 5  Meter betrug.
Zusätzlich wurden noch Äste und Laub auf die Tarnung gelegt und so konnte man die verborgene Maschiene nur noch als Reisig und Waldabfallhaufen vermuten.

Innerhalb der nächsten 10 Minuten waren sie zurück in der Burg.
Armina durfte sich auf das dritte Motorrad, hinter den Fahrer setzen.
Puuhh, was für ein Gefühl.
Quadfahren war schon aufregend.., aber Motorradfahren war die Sensation überhaupt.

Bei Armina spielten die Gefühlsnerfen verrückt.
Durch das vibrieren der Maschiene unter ihrem Hintern.. wurde sozusagen eine sehr intime Massage verabreicht, welche Feuer und Flammen durch Arminas Unterleib strömen ließ.
Außerdem war der Adrenalinschub gigantisch und machte aus dem Körper des Mädchens.. eine einzige.. explodierende Droge.

Armina wußte so sicher wie das tägliche Gebet an den Waldgeist.., daß sie irgendwann mit so einer Maschiene zu ihrem großen Auftritt fahren würde. 
Unbedingt.

In der Burg empfing Helene das Mädchen und führe sie in Richtung Krankenbereich, wo ja auch die Unterkunft der Ärztin war.
Dabei mußten sie an einem großen Raum vorbei, wo sich die Soldaten einen provisorischen Ring gebaut hatten, um ihr tägliches Nahkampftraining zu absovieren.

Armina blieb wie am Boden festgeklebt stehen.
Wie faszinierend.
Sie hatte noch nie Männer gesehen, welche mit Schutzausrüstung gegeneinander kämpften.
Das Mädchen liebte es ja selber, so oft wie möglich im Dorf mit ihren Waffen zu trainieren.
Allerdings nie mit irgendwelchen Schutzutensilien.

Kampf war Kampf.
Da brauchte man keinen Schutz.
Nur eben das Versprechen, nicht getötet zu werden.

Momentan konnte sie gerade Zeuge werden, wie einer der Soldaten sein Gegenüber mit einem Tritt gegen den Kopf.., zu Fall brachte.

" Ja toll.., der Mann hat ja einen roten Hut auf, der ihn vor Schmerzen schützt. Das ist doch eigentlich auch ein wenig.. wie ein Spiel für Kinder. Oder ? "

Sie blickte zu Helene rüber und lachte..

" Kickboxen ist die leichtere Form von  *Muah Thai* und kann schon auch weh tun. Vielleicht  habt ihr ja auch eine Form von Kampfsport ? "
Helene  lächelte zu Armina zurück.

Und die Soldaten wiederum lächelten zu den beiden Frauen...
" Na, wollt ihr für ein kleines Sparring einsteigen "

" Was ist Sparring  ? "   fragte Armina  die Ärztin.

" Sparring ist eine Form von Kämpfen, bei der es keinen Sieger gibt, sondern jeder zeigen kann, wie sehr er sich verbessert hat und wie der momentane Stand der Ausbildung ist. "

Helene zog Armina in den Raum.
Es roch nach Männerschweiss und Adrenalin pur.
Armina wurde schon wieder von einer neuen Art von  Gefühlen überrannt. 
Sinnlichkeit in Form von Kampfsport.

" Ich möchte unbedingt mal in den Kampfring, um zu zeigen wie wir kämpfen. Bitte sag nicht nein. Nur möchte ich nicht so einen komischen Hut anziehen und auch die Schuhe ohne Sohlen finde ich irgendwie nicht toll. Vielleicht traut sich einer eurer Soldaten, mit mir ein bischen zu üben, ohne Schutzteile ?? "

Die Soldaten mußten lachen und losten unter sich aus, wer mit Armina im Ring spielen durfte.
Aber auf die Anweisung von Helene hin, durfte das Spektakel nicht zu hart werden.
Armina zog ihre Stiefel aus und die Weste.
Auch die leichte Jacke mußte weg.
Nun stand sie in ihrem Trägershirt und bloßen Füßen im Ring und wartete aufmerksam den ersten Angriff des Soldaten ab.

Der erste Tritt traf das Mädchen Frontal, unter den untersten Rippen.
Für eine Sekunde blieb Armina die Luft weg.
Aber sie begann sich zu bewegen und konnte schon dem angesetzten Faustschlag in Richtung Magen.. ausweichen.
Noch bevor der Soldat seine zur Faust geballten Hand zurückziehen konnte, versetzte ihm Armina mit den Knöcheln ihrer Hand einen schmerzhaften Rückhandschlag.., auf den Handrücken.., so daß der Soldat, mit fast taub gewordener Hand, sofort in die weiteste Entfernung im Ring sprang.

Diese Hand würde in den nächsten Minuten keinen Angriff auf die Rippen oder das Gesicht von Armina mehr unternehmen.

Dafür kam ein böser Roundhousekick und warf Armina, an der Schulter getroffen.. in die Ringseile.
Oh  welch wundervolles Gefühl.
Armina hatte schon seit Tagen keinen Kampftraing mehr beigewohnt.
Sie fühlte sich irgendwie, wie zuhause.
Es war unbedeutend, daß sie auch getroffen wurde.
Kampf war Leben und sie lebte gerne. Schnell und hart.

Der Soldat setzte zu einem gesprungenen Drehkick in Richtung Armina an. 
Sein Fuß wollte in die Körpermitte des Mädchens.
Bekannt unter * Eselstritt * .., konnte so ein Sprung in die Eingeweide.. das vorzeitige Aus bedeuten.

Konnte...!!!

Armina schlug mit beiden Fäusten , wieder mit den Knöcheln der Hände.., auf die  Wade des Mannes.
Noch in der Luft  spürte dieser den unglaublichen Schmerz.
Und in der selben Sekunde wich Armina der Flug und Trittrichtung des Mannes aus und ließ den Mann ins Leere laufen.

Während er an ihr vorbeisauste.. umklammerte Armina den Hals des Mannes mit ihrer Armbeuge und ließ sich mit dem Soldaten zu Boden fallen.

Noch nicht ganz zu Boden gekracht, hatte sie plötzlich ein Messer in der Hand und drückte es dem Kontrahenten gegen die Kehle.

Das Gesicht von Armina war genau 5 Zentimeter vom Gesicht des Soldaten entfernt.
Ihre Haare hingen ihr über die Augen und streichelten das Gesicht des Soldaten.

" Eine winzige Bewegung.. und du machst dich auf die Reise zu den Waldgöttern "

Mit einer Drehung schlängelte sie sich unter den Mann, umschlang den Bereich seiner unteren Rippen von hinten mit den Beinen und presste ihre Füße so fest es ging zusammen.

Mit der freien Hand zog sie den Kopf des Soldaten an den Haaren in eine überstreckte Position und das Messer bedrohte nach wie vor seine Kehle.

" Halt, halt... Armina.., nicht so wild..., es ist doch nur Trainig... "

Helene lachte und klatschte in die Hände...

Auch die Soldaten klatschten.
Selbst der Soldat am Boden schlug anerkennend seine Hände zusammen.

"Alle Achtung. Du bist eine wirklich gefährliche Wildkatze.. "

"  Nein, ich bin Armina..., Kämpferin und Tochter von Bruno "

Helene half Armina aus dem Ring, zog sie in ihre Arme und gab ihr einen herzlichen Kuss auf die Lippen.
Armina blickte die Ärztin ungläubig an.
Sie war eine Frau und auch die Heilerin der Burg war eine Frau.
Warum küßte sie sie ?
Und warum...., fühlte sich dieser Kuß an, wie eine Schale voll Honig?

" Komm, wir gehen rüber in mein Zimmer... und schau mich nicht so ungläubig an, du wundervolle Kämpferin ... "

 

Armina nahm ihre, am Boden liegenden Sachen und kam, mit den Stiefeln, der Jacke und der Weste in der Hand.. ganz nahe zur Ärztin heran

Helene legte ihrerseits den Arm um die Hüfte von Armina und gemeinsam gingen sie in die Welt der Ärztin.
In eine Zone der Düfte und der Gefühle..!
Arminas Herz schlug in der Brust, als ob es die Rippen zertrümmern wollte.

Eigentlich sollte das Mädchen etwas außer Atem sein..
Jedoch war der Sauerstoffmangel eher auf die Lippen von Helene zurückzuführen.

Denn im Zimmer angekommen, zog Helene Armina an sich heran.
Sie streichelte die Haare aus dem Gesicht der Dorfamazone.. und fuhr mit den Fingerspitzen die Konturen der Augenbrauen des Mächens nach.

" Du bist das süßeste, gefährlichste.. einfach unglaublichste Wesen, welches ich jemals gesehen habe. Es vergeht keine Minute des Tages, an dem ich nicht an dich denken muß. Ich möchte dich nie wieder gehen lassen.  "

Helene hauchte Armina nochmals so einen süßen.., hauchzarten Kuss auf die Lippen.
Ihre Körper standen dicht an dicht zusammen und Armina schloß die Augen.
Sie wußte nicht was es war und sie wusste auch nicht ob es richtig oder falsch war... aber es fühlte sich unheimlich gut an.

Sie spürte, wie die Zungenspitze von Helene sanft über ihre Lippen glitt.

Armina genoss es in vollen Zügen, wie sich ihre Lippen mit Feuchtigkeit überzogen.

Ebenso spürte sie auch, wie sich im untersten Bereich ihres Körpers.. Flammen ausbreiteten.

Armina hatte keine Ahnung, was es zu bedeuten hatte.
Sie hatte noch nicht mal einen Jungen geküsst.., geschweige denn eine Frau.

Und zu der Flammenorgie zwischen ihren Beinen, kam nun auch noch ein Erguß von Feuchtigkeit.

Auch das konnte sich Armina nicht erklären.

Als sie die Lippen öffnete und sich die Zungen der beiden Frauen berührten.. wußte Armina plötzlich.. daß sie sich nicht mehr vor ihren Gefühlen retten konnte.

Sie wollte nur noch eines...


Sich ihrer Kleidung entledigen.. und splitterfasernackt.. mit Helene im Bett liegen.
Außerdem wollte sie die Zunge der Ärztin nie wieder aus ihrem Mund lassen. Nie wieder.
Sie küßten sich so leidenschftlich, daß der Speichel über ihre Brust nach unten lief.

Und als Helene mit beiden Händen die Popobacken des Mädchens streichelte.. .

 glaubte Armina fast selber nicht.. was sie sagte...

: " zieh dich aus... und zeige mir mit deiner Zunge.. wie sehr du mich begehrst "

Sie senkte den Kopf und grub ihr Gesicht zwischen die Brüste von Helene.
Armina wurde fast ohnmächtig vom Einwirken der neuen Gefühle auf sie.

 

Sie spürte die Hitze und atmete den süßen Geruch des Schweisses und des Begehrens in vollen Zügen in ihre Lunge....!

Helene hatte einen Geruch an sich, welcher direkt in die Sinnesnerfen von Armina eindrang.

 

Das Mädchen bekam so weiche Knie..., daß sie sich  fast nicht mehr auf den Beinen halten konnte.

Pudding in den Kniegelenken ließ die junge Kämpferin aus dem Dorf zu Boden sinken.

 

Vor Helene knieend..., umklammerte  Armina mit beiden Armen die Hüfte der Ärztin und  leckte mit der Zunge ganz scheu und vorsichtig... an dem winzigen, sichtbaren Teil von Haut, welcher bei Helene zu sehen  war, weil sie ebenfalls ein ziemlich kurzes, den Nabel sehen lassendes T-Shirt anhatte.

 

Arminas Zunge war so warm und so unglaublich neugierig.

Ebenso war die Haut von Helene , eine Geschmackserfahrung für die Zunge des Mädchens.

Armina schmeckte ein bischen salziges.., ein bischen  süßliches.. und eine gewaltige Prise Sinnlichkeit.

 

Irgendwie war es, als ob sie ihre Zunge in eine Tasse Milch mit Honig tauchte.

Honigmilch mit einer winzigen Prise Salz und Pfeffer zu einer Geschmacksexplosion im Mund entstehend.

 

Dazu dieser unglaublich betörende, den Verstand raubende Geruch von flüssiger, feuriger Lava.

Der Saft der Liebe, welcher Helene aufstöhnen ließ und  und Armina den Verstand raubte.

 

Sie öffnete den ersten Knopf an der Hose der Ärztin und fuhr mit ihrer Zunge ganz vorsichtig den Rand  entlang.

Sie leckte den Schweiß von Helenes Haut... und tauchte mit ihrer Hand langsam  in die heiße Zone, zwischen deren Beinen.

Einer von Arminas neugierigen Fingern konnte schon die Hitze und die Nässe spüren...

 

Und ebenso spürte sie, wie sich Helenes Finger in die Haare von Armina gruben.

Wie sie mit ihren Empfindungen kämpfte...

WIe die Geilheit der Situation..., den Verstand der beiden Frauen raubte.

 

Armina zog die Hose von Helene herunter und presste ihren Kopf ganz fest zwischen die Beine der Ärztin.

Ganz tief sog sie den Duft der Liebe in ihre Lungen.

 

Fast  automatisch suchte ihre Zunge die heiße Zone.

Sie tauchte ihr Gesicht voller Verlangen...,

direkt in den pochenden Honigtopf.

 

Und als sie mit ihrer Zunge voller Verlangen durch die Nässe leckte...,

explodierte Helene förmlich vor zuckenden Orgasmuswellen.

 

" Armina.., so etwas habe ich noch nie gemacht.. und wir dürfen es auch nie wieder tun. Nie.., nie.., nie wieder. Die Zukunft hängt davon ab. "

 

Und wärend dieser Worte.., drückte sie den Kopf von Armina noch tiefer zwischen ihre Beine.  Die Zunge des Mädchens war einfach nicht zu bremsen und die Gefühle von Helene gierten nach mehr.

Egal was danach war..., dieser Moment ließ sie beide in die Freiheit der Wolken fliegen.

 

Mit zittrigen Fingern rissen sich beide Frauen die Bekleidungsstücke von den Körpern und wälzten sich schweißüberströmt und vor Geilheit fast außer sich..., am Boden.

Helenes Kopf steckte zwischen Arminas Beinen und  Armina brachte ihrerseits den Lavafluß in Helens Intimbereich zum Überlaufen.

 

Gegenseitig tranken sie vom süßen Saft der Liebe..., und klammerten sich fest aneinander um sich nie wieder loszulassen.

 

In dieser Sekunde wäre es fast unbedeutend..., wenn die Welt untergehen würde.

 

Sie hatten sich gegenseitig und das war Alles was sie brauchten.

 

" Armina..., wir werden dafür bezahlen müssen. Das ist dir wohl hoffentlich klar ? "

 

Helene blickte dem Mädchen ganz tief in die Augen.

Helene ließ ihren Blick mitten in die Seele des süßen Geschöpfes sausen.

 

" Armina..., wir müßen uns vor Gefühlen schützen, weil wir dadurch verletzbar und angreifbar werden...!  Verstehst du das ? "

 

Leider war das Problem.., daß ,  während Helene Armina warnen wollte..., der Finger von Armina wie ein kleines , freches Wiesel.. zwischen den Beinen der Ärztin, den verführerischen Weg in die Tiefe.. in die Flammen der Erotik suchte.

 

" ARMINA... "

 

Stöhnend  ergab sich Helene ihrem Schicksal.

Wer konnte dagegen schon ankämpfen.

Wenn der Verstand dabei ist, sich in Feuer zu verwandeln..., war Logik wohl eher nicht zu erwarten.

 

Arminas Finger streichelten Helene.

Von innen...

 

 

 

 

 

 





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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