Fritz Lenders

schwarze Burg und rote Rosen ( Teil 39 ) Schlamassel..

... Armina war so unglaublich neugierig.
So .. irgendwie nicht mehr zu bremsen.

Ihre Finger, so flink, so beweglich.., so erforschend.

Das Mädchen streichelte mit den Fingerspitzen leicht über die Lippen von Helene.
Sie fuhren die Konturen des Gesichtes der Ärztin nach und sie  steckte spielerisch einen Finger in den Mund von Helene.
 Was wiederum Helene dazu veranlasste, an dem Finger von Armina zu lecken, zu saugen und zu knabbern.

Armina erforschte den ganzen Körper der Frau aus der Zukunft.
Irgendwie war Arminas Zunge überall.

Eigentlich sollte das Ganze hier und jetzt beendet werden.., aber als Arminas Lippen sich zärtlich über die steinharten Brustwarzen von Helene stülpten.. und sie sanft zu saugen und zu lecken begann.., war es vorbei mit allen guten Vorsätzen der Sekunde.

Helene grub ihren Kopf in das süsse, pelzige  Nass zwischen Arminas Beinen und zeigte dem Mädchen, was es auslösen konnte, wenn eine Zunge und ein paar erfahrene Finger zur Orgie einluden.

War doch schon das aufflammen von Feuer und Nässe.. für Armina Neuland...,
so reagierte sie nun auf die Liebkosungen von Helene  noch wesentlich überraschter.

Noch nie im Leben hatte es das Mädchen ausprobiert.., wie ein Unterleib reagieren konnte, wenn er mit Zärtlichkeit Kontakt bekam.

Naja, jedenfalls war es für Armina der Flug einer Rakete.. ins tiefste Weltall.

Mit Feuer und Karacho.., mit Explosionen und  Farben, Gerüchen und Musik im Kopf.


" Bitte hör nicht auf. Es ist so schön.., so unglaublich schön... so heisser werdend.. heisser.., heisser.. heisser.  Helene,   fester... tiefer.., schneller "

Armina mußte sich das Kissen auf das Gesicht drücken.., sonst hätte sie die ganze Burg zusammen geschrieen.
Der Orgasmus von Armina , riss Helene hinter sich her. 
Durch das Erbeben des Mädchens wurde auch sie selber nochmals von den sinnlichen Gefühlen überrannt und gemeisam  sausten sie.., sich fest umklammernd.. ins Weltall.

Dann war plötzlich totale Stille.
Armina und Helene kuschelten sich im Bett der Ärztin zusammen und streichelten sich gegenseitig  ganz langsam und vorsichtig.

Es war so eine friedliche Stimmung in der Luft.
So voller Sehnsüchte und Träumen.

Wie konnten sie diesen Weg zusammen  weiter beschreiten, welchen sie soeben eingeschlagen hatten ?

Draußen vor der Burg lagen die Bischofssoldaten in Stellung und drüben im Dorf waren die Menschen auch nicht mehr so sicher .
Immerhin wußte der Anführer der Belagerer, daß Armina eine Verbindung zur Burg hatte.

Was er nicht genau wußte, war die Sache, daß Armina im Dorf lebte.

Damals lebten einige Menschen auch im Waldbereich von Burgen und Festungen.
Nicht Jeder wollte sich in die Dorfgemeinschaften einfügen.

Armina blies Helene eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Das Mädchen war so süß.., sie lächelte wie ein zufriedenes Baby.

Naja, Baby war vielleicht nicht der passendste Ausdruck.
Eher wie eine Wildkatze.., die gerade von einem erfolgreichen Raubzug nach Hause schlich.

Armina lege ihren Kopf auf die Schulter von Helene und  blickte der Ärztin in die Augen.

" Ich weiß nicht wie das geschehen konnte.., und ich weiß auch, daß es nicht der normale  Verlauf zwischen Mann und Frau sein kann...
aber es fühlt sich gut an.
Unglaublich gut sogar.
Eigentlich sogar so gut.., daß ich nie wieder von dir weg möchte. "

Mit diesen Worten kuschelte sich Armina noch näher an Helene.
Auch die Ärztin hielt Armina ganz fest umschlungen.

Beide wollten die Wärme und die Vertrautheit so lange wie möglich genießen.

" Wenn mein Vater davon erfahren würde.., könnte es ziemlich heftig werden.  Er wartet schon immer darauf, daß ich endlich einen der Männer vom Dorf.. oder auch von Irgendwoher.. nach Hause bringe.., damit  wieder Kinder bei uns im Haus spielen werden und mein Vater seine Nachfolger hat. "

Armina plapperte leise so vor sich hin.
Das Herz von Helene wurde immer schwerer.

Sie war so glücklich.
So verliebt..
So unglaublich auf Zärtlichkeit eingestellt.

 Aber das Leben schrieb ein anderes Drehbuch für sie Beide.
Das war ihr klar.

Nur noch ein paar Minuten das Kuscheln genießen.
Ein paar Minuten *Armina atmen*...

Doch dann schliefen sie beide ein.
Friedlich und glücklich, sich fest umklammernd und den nächsten Morgen erwartend.


Drüben im Hof der Burg war im Morgengrauen ein hektisches Treiben und Herumgelaufe zu beobachten.
In der Nacht hatten die Bischofssoldaten alle ihre Kampfgeräte in Stellung gebracht.
Die Nacht wurde von einem kleinen , silbernen Streif am Horizont  daran erinnert, daß der Morgen im Herannahen war.

Die Scharfschützen oben auf den Türmen hatten schon zweimal die  Seile am Katapult durchschossen aber die Soldaten der Angreifer hatte scheinbar  große Vorräte an Seilen und Rollen.
Ausserdem hatten sie jetzt einen ziemlich massiven Schutz am Gerät angebracht.
Man konnte ja von den Bischofssoldaten sagen was man wollte.. aber eines war klar.
* Sie verstanden ihr Handwerk *

Auch der Kommandant war in seinem Metier nicht gerade unerfahren.
Aber natürlich musste man  auch bedenken, das dies ja die Aufgabe und das Handwerk der Soldaten war.

Erobern und bekämpfen...

Wieder wurden die angreifenden Truppen des Bischofs von solch friedlich stimmenden Klaviersonaten beschallt.
Diesmal von den Lautsprechern, die im Burgbereich , in Schallrichtung Angreifer.. aufgestellt waren.

Das Problem war für den Kommandanten fast unlösbar.

Erstens wurde durch die verdammte Musik eine noch verdammtere, beruhigendere  Stimmung geschaffen, welche agressives Säbelrasseln fast unmöglich machte.. und zweitens konnte man wegen dem blöden Geplärre sein eigenes Wort nicht mehr verstehen.

Befehle konnten nun nicht mehr zugerufen werden, sondern mussten durch Feldjungen überbracht werden.
Welch ein Aufwand.
Sämtliche Versuche, die Lautsprecher zu beschießen mißlangen bisher, weil sich keine der großen Kisten vor der Burg befanden, sondern nur noch so komisch anzusehende, kleine Hörner aus scheinbar unzerstörbarem Metall zwischen den Zinnen der Türme.

Zusätzlich zum Lärm, hatten die Soldaten der Burg auch schon 5 von den sechs in Stellung gebrachten Groß-Bögen kaputt geschossen.

Was zwar dazu führte, daß nun die Schutzmauern in Windeseile im Wald hergestellt werden mußten, welche eine kleinere Öffnung in der Mitte hatten, wodurch die Pfeile abgeschossen werden konnten, 
jedoch auch den Soldaten klar wurde, daß die  Verteidiger der Burg keinesfalls vorhatten, das Leben der Angreifer zu gefährden.

Jeder einzelne Schuss aus den Scharfschützengewehren  diente einzig und alleine nur den Zweck..., Gerätschaften zu zerstören.
Was wiederum dazu führte, daß die Soldaten des Bischofs so nach und nach ihre Angst verloren.

Aber langsam krabbelte eine andere Bedrohung für den Bischofskommandanten, durch die Reihen seiner Männer.
Die Angreifer bekamen so nach und nach immer mehr sympatischen Respekt gegenüber der Burg.

Wie sollte diese verdammte Burg überrannt werden können, wenn seine eigenen Männer plötzlich Sympathie für die Verteidiger aufbrachten?

Der Kommandant rief seine drei Vertrauten zu sich und besprach mit ihnen die Situation.

" Wir verlieren den Respekt unserer Männer, weil sich die verdammten Burgmenschen wie Idioten verhalten. Seit 6 Tagen sind wir nun schon hier und der gesamte Ausfall an Soldaten  beträgt gerade mal 5 Leute. Wie kann man da wohl die Sache ernst nehmen ? "

Der Komandant blickte sich unter seinen drei Soldaten etwas ratlos um ...

" Wir müssen leider zu einer unangenehmen Strategie greiffen, um die Burgdeppen in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Wir müssen zwei oder drei der Soldaten opfern, um endlich eine Stimmung gegen die Burg zu bekommen, die es den Mannen erleichtert.., endlich den Konflikt für uns entscheiden zu können. Übrigens, ich habe mir für die Zeit nach dem Feldzug..., eine Sache überlegt, die euch ziemlich zusagen wird. Wir machen uns selbstständig und gründen eine eigene Armee. Klein, schlagkräftig und ungeheuer lukrativ... "

Schon beim Gedanken an die Zukunft mußte der Anführer grinsen. 
Er liebte es, zu planen.
Er liebte es auch, Erfolg zu haben.
Und mit Blick auf die Burg.., griff er in seine lederne  Tasche am Gürtel.. und fühlte das Metall der kleinen Zange.

Für diese ganzen Unangenehmigkeiten würde er mit der Burgherrin wirklich ein Wörtchen reden müssen.
Außerdem hatte er vor, falls die Burgbesitzer eine Tochter hatten.. und diese hoffentlich schon älter als 12 Jahre alt war.., für seine Männer einen kleinen Sonderbonus als Prämie in Aussicht zu stellen.

Ein kleines Tänz`chen mit der Göre der Burgleute.
Der Burgherr und seine Frau durften daran als Zuseher teilhaben.
Bestimmt würde es für gute Laune sorgen.

Und danach ein kleines Schwätz`chen mit der Zange.
Beinahe hätte sich der Kommandant beim Gedanken an seine unnormalen  Gelüste.., selber mit der Zange in das Bein gezwickt.

" Ich habe mir überlegt, daß ihr Drei mit leichten Bögen im weiten Bogen um die Burg herum , zu den vorspringenden Ecken schleicht, und von dort aus mit brennenden Pfeilen, welche mit Ölbeuteln vorne bestückt sind.., auf die zwei Bogenteams links und rechts haltet. Die Männer werden es überleben, aber die Burgleute werden auf alle Fälle dafür verantwortlich sein. Viel Möglichkeiten haben wir nicht mehr, um die Stimmung nicht kippen zu lassen.. "

Kurz darauf waren die Vertrauten schon in Stellung. 
Einer der Drei war auf der linken Seite, direkt am Felsabgrund und vor Allem, direkt bei der Güllegrube.

Was dem Mann zu einer wirklich leuchtend grünen Farbe im Gesicht verhalf.

*Wie konnte man seine Scheiße nur in einer Grube sammeln ? *
Der Soldat vermutete, daß mit den Burgleuten etwas nicht stimmen konnte.

Drüben, an der anderen Ecke standen die beiden weiteren Vertrauten des Anführers und richteten gerade ihre Pfeile her.
Die Distanz betrug sicher 50 Meter.
Nicht gerade in der Nähe.

Ob sich die Flammen am Pfeil wärend des Fluges halten konnten, würde sich zeigen.
Zwar war der Pfeil mit triefendem Öl getränkt und mit Bastfasern umwickelt worden.. aber 50 Meter waren dennoch eine ziemliche Entfernung.
Problem war auch, daß sich durch die lange Flugdauer, die Leute an den Bögen in Sicherheit bringen konnten.

Doch es gab noch eine Möglichkeit.
Ein kleines Ablenkungsmanöver.
Sie entzündeten einen größeren Sack mit Öl und warfen ihn in hohem Bogen.. in einem möglichst verdrehten Winkel.., welcher vom Feld aus.. als Wurf von der Burgmauer  gesehen werden konnte.., in die Mitte der Kampflinie.
Sicher 40 Meter von ihren eigenen Leute entfernt.. knapp also bei der Burgmauer.

Der Plan ging auf.
Es entstand eine impossante Stichflamme, als der Beutel am Boden aufschlug.
alle Augen waren auf das Flammespektakel gerichtet, als die Pfeile von links und rechts gegen ihre eigenen Kameraden abgefeuert wurden.

Der Pfeil des einzelnen Bogenschützen ging um Meilen daneben.
Jedoch der Pfeil von der anderen Ecke sauste über die Schutzmauer der Bogensoldaten und richtete ein flammendes Inferno.

Zwei Bogenschützen schrieen panisch auf und liefen lichterloh brennend hinter ihrer Deckung hervor.
Die brüllenden, gequälten Schreie ließen die restlichen Männer , die sich in der Nähe aufhielten..,  vor Grauen erbeben.

Während sich die brennenden Soldaten am Boden wälzten, um die Flammen zu ersticken.., liefen die feigen Bogenschützen an den Burgecken schon in die Nacht zurück.

Noch während die Flammen die Kleidung der Männer auffrassen, wurde das Burgtor hochgefahren, die Brücke senkte sich nach vorne und die Maschienenkanone spuckte von oben, vom Turm aus... Feuer und Gewalt in die Wiese.. vor die Füße der Angreifer.

In dem Augenblick, als die Bischofsarmee in gesammelter Manschaft.. wie Hasenfüsse in den Wald rannte, sauste ein Elektroquad aus der Burg, fuhr rüber zu den brennenden Männern und einer der Soladaten aus der Burg sprühte mit einem metallischen Gefäß..., ziemlich viel Pulver und Schaum auf die Brandopfer.

Anschließend warfen die Burgsoldaten, die Beiden in den Anhänger, welcher an dem Quad hinterher gezogen wurde.. und schon war der Spektakel beendet.
Innerhalb von knapp 20 Sekunden, waren die zwei brennenden  Männer in die Burg verfrachtet, wo ihnen sofort die Kleidung vom Leib geschnitten wurde und sie mit sterilen Tüchern bedeckt.. in die Krankenstation gelegt wurden.

Daher hämmerte es nun auch ziemlich laut an Helenes Türe...

" Schnell..., wir haben zwei Notfälle.. "

Helene küßte Armina schnell auf die Stirn und war 5 Sekunden später schon aus dem Zimmer verschwunden...






 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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