Elke Müller

Amerika....

Redmon, diesmal in Lederkleidung, blickte scharfäugig und aufmerksam aber ruhig umher. Verborgen unter seinem Hemd, trug er zusätzlich zu seinen Revolver, in einer Nackenscheide ein Bowiemesser. Kampflustig standen die schlimmen Burschen von Bill Brex in der Nähe vom Saloon. Es sind immer mehr oder weniger die selben Leute, die zu Banditen werden. Menschen sind ebenfalls Raubtiere, so wie Löwen oder Wölfe und Hass, ist immer der Motor für Mord oder Rache, dachte er. Eine stumme Silhouette eines Fahrgeschäftes ragte nicht unweit in den Himmel, wo einige Ratten nach Futter suchten und immer etwas fanden. Ab und zu fuhr von dort ein einzelnes Pferdegespann mit leisem Gerumpel vorbei. Es war früh am Morgen gewesen, in der Ferne ragten die Gipfel der Berge majestätisch in den Himmel, aber die Sicht war durch Nebel noch stark behindert, als Redmon hierher aufgebrochen war. Immer wieder sann er, über die Absprache mit Brad Bades nach, denn, er war nicht nur der Sheriff, sondern auch ein Banditenjäger. Er hatte wenig Zutrauen zu diesem Unterfangen. Er war fest davon überzeugt, das Bades vielleicht ein großzügigen Geldbetrag erhalten, welches ihn in die Lage versetzt, seinen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Vielleicht hatte er im Laufe der Jahre ein Gespür für solche Dinge bekommen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dann…

Am geplanten Treffpunkt kam Heika hinzu. Man besprach sich noch einmal kurz, bei einem Becher heißen Kaffee, nach welchen Richtlinien man vorgehen wollte. Dann wechselte Redmon seine Kleidung, statt der Uniform, trug er jetzt eine Lederhose sowie Jacke. Als er den Blick von Heika spürt, lächelt er kurz. Ja, manchmal hängt man zu viel in der Vergangenheit. Ich habe nicht darum gebeten ein Halbblut zu sein. Es lebt sich gefährlich… Schau nicht so ängstlich drein.“ Zusammen ritten sie anschließend Meile für Meile im Galopp weiter. Mit der Zeit, hatte sich ein untrennbares Band zwischen den beiden entwickelte. Jeder war froh über alles, was sie weiterbringen konnte und nahmen jeden Hinweis dankbar an.

Und dann ging es schon los.
Es ist jetzt weit genug!“ sagte einer der Halunken, welcher nahe an der Tür vom Saloon stand. „ Bleib stehen und lass unseren Boss frei… , danach recke schön die Hände in den Himmel, Marshal!“ Mit einen Revolver in der Faust, zielte dieser auf den Kopf von Brad Bades. „ Ich würde es nicht versuchen! Verschwindet lieber schnell!“ fauchte Bades. Er verdrehte die Handgelenke von Bill Brex so, das dieser schwer aufstöhnte. Dann schoss er ganz dicht an Bill Brex Kopf in die Luft und drückte die heiße Mündung der Pistole auf seine Wange. Es werden bald andere Zeiten kommen… dann bist du dran! Jeder ist zu ersetzen, auch du!“ zischte laut ein anderer Bandit. „ Welch große Worte! Kommt jetzt noch das übliche Herumgetänzle? Soll ich etwa nun Angst haben? Überall wo ihr auftaucht gibt es Gewalt und Terror und anschließend zieht ihr eine Blutspur des Todes hinter euch her! Aber heute… ist Zahltag und hier kommt die Quittung ihr gewissenlosen Halunken! sagte Brad Bades. Per Tritt seines rechten Stiefels schleuderte er Bill Brex auf die Straße hinaus. Anschließend zerbrach das Fensterglas vom Saloon, durch das Bades brach. Er landet hart auf den Planken vom Gehsteig, Glassplitter rieselten herab. Schnell erhob er sich und ein Gewehr mit abgesägten Läufen kam zum Vorschein. Der Ausdruck in seinen Augen war entschlossen. Er ist es gewohnt auf jede Bewegung zu reagieren, lädt durch und visiert die obere Kante der Schwingtüren an. Der Knall erfolgt und etliche Holzstücke fliegen durch die Luft. Einige der Burschen von Bill Brex werfen sich lang hin. Andere erwischt es und stoßen einen Schmerzensschrei aus.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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