Istvan Hidy

Schluss mit lustig!

Der letzte Mensch, der lachte in Deutschland, war Roberto Blanco, und zwar um Mitte März 2020, als er seinen Super Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“ zuletzt gesungen konnte. Das Lachen wurde zwar nicht gesetzlich verboten, sondern die Leute hörten durch die verbreitete Angst der Corona-Krise freiwillig damit, „hinter ihren Masken“ auf.

Wir haben nichts zu lachen, sagten sie einander verzweifelt. Alles ist beängstigend, die WHO, die Regierung, die RKI, die Medien, das Gesundheit-System, geschweige von John Hopkins Institut und eigentlich das Leben an sich. Wir sind zu einer Quarantäne verurteilt, und der Teufel soll denjenigen holen, wer darüber noch lachen kann. Wenn wir irgendwie zeigen, dass wir dabei glücklich sind, wird man es uns als Zeichen der Schwäche noch auslegen können.

Alles, was die Erwachsenen taten, wurde schließlich von der Jugend übernommen, und als die Älteren nicht mehr lachten, eiferte ihnen die Jugend alsbald nach. Das finstere Gesicht wurde bei allen aktuell Denkenden Mode. In den sehr angesehenen Medien erschienen Artikel, Interviews und Reportagen über die Tatsache, dass das Lachen außer Mode ist und es nicht mehr zeitgemäß sei. Sehr bald sickerte es bis zum letzten Hinterwäldler durch, dass ein Mensch, der lacht, entweder ein Idiot oder ein charakterloser Lump wäre.

Reklameberater bewiesen, wie immer, ihre feine Einfühlungsgabe in die Stimmung der Konsumenten, indem sie ihren Kunden rieten, jede Fernseh-Werbung zu unterlassen, solange von den Fernsehsendern Lustspiele, fröhliche Operetten, oder eben deutsche Schlager, ausgestrahlt würden, und so brachten alle TV-Programme nur noch todernste Sachen. Die Zeitungen setzten ihren Lesern keine Witze mehr vor und veröffentlichten keine Feuilleton, oder Glossen die beim Leser ein Lächeln hätten hervorrufen können.

Man kann nur vermuten, dass es einem bestimmten Kreis schwergefallen wäre, das Lachen aufzugeben, aber diese Leute lachten nur noch unter sich in den eigenen vier Wänden, wo sie von niemandem gesehen wurden. Man kam mit Freunden zusammen, schickte die Kinder ins Bett, und dann lachten alle, zwei bis drei Stunden lang miteinander.

In öffentlichen Gebäuden war Lachen untersagt. Wenn jemand auf der Straße oder in einer Anlage zu lachen begann, begegnete er eisigen Blicken oder wurde von erzürnten Passanten tätlich angegriffen. Die Regierungen trugen zur Antilachkampagne bei, indem sie täglich verkündeten, dass die Dinge noch schlechter stünden als tags zuvor.

Um sicherzugehen, dass die Leute nicht rückfällig werden, erließ die Regierung hanebüchene Gesetze, sprach von internationalen Gefahren und gab verzweifelte Wirtschaftsberichte heraus. Das Leben bot wirklich ein verzweifeltes Bild. Wir sind an der Endzeit angekommen und es gibt viele Brüder und Schwestern, die aufrichtig an dem Erlöser glauben und auf Seine Wiederkehr warten. In der Offenbarung, prophezeit der Herr Jesu: „Siehe, ich komme bald“. Dies ist seine Apokalypse, die der Schöpfer ihm gegeben hat, damit er seiner Schafe zeigt, was geschehen muss und zwar das Ende der damaligen Spaß-Gesellschaft und es folgte tatsächlich Fünfhundert Jahre dunkles Mittelalter.

Vorweg sagt der Erlöser weiter: Zieht Euch aber warm an! Zur meinen Enthüllung, gehört eine große Rechnung, welche ausgeglichen werden muss und zwar von Euch schuftenden Menschen. Und bis dahin ist tatsächlich Schluss mit lustig!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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