Karl-Konrad Knooshood

Das Zeitalter der Umdeutung

 

Wir befinden uns im Zeitalter der Umdeutung, Bedeutungsverschiebung, Bedeutungsumkehr in jedes Gegenteil und Bedeutungserweiterung in unzulässiger Weise, was einem Gerüst entspricht, welches Narrative, die schief in ihrer Perspektive zur Wirklichkeit, dafür aber fest auf fragwürdig instabilem Idealen-Sand stehen, wirksam stützen kann.

 

Ähnlich wie schon in "1984" läuft das hier, diesem klassischsten Beispiel, das mir aber, wie allen anderen Kritikern und Skeptikern dieser Entwicklungen, am adäquatesten erscheint, da es die Zustände/den Status Quo/den aktuellen Zeitgeist am besten beschreibt, der Realität noch am nächsten kommt. Es ist ein Meisterwerk, der Autor hatte den richtigen Riecher für die folgenden Entwicklungen. Wie in diesem Buch werden die Begriffe in ihr Gegenteil verkehrt, nur mit anderen Begriffen: Aus "Freiheit ist Sklaverei" wird "Realität ist Hassrede"/"Kritik ist Hass". Verrückt in ihrer Bedeutung sind sie geworden, undifferenziertes Verallgemeinern und Strohmann-Argumente werden verwendet, auf der linken, der einflussreichen Mainstreamseite. Denn jede selbst vermeintliche Verallgemeinerung über die konservative Seite wird nicht scharf kritisiert, sondern als ungemein "differenziert" betrachtet, obwohl sie das krasse Gegenteil dessen ist oder in ihrer Bedeutung erweitert. In unzulässiger Weise. Diese Undifferenziertheit, die als Differenziertheit verkauft wird, dient allein dem Zweck, einen immer zahlreicher werdenden "Feind", ein Feindbild aufzubauen und aufzubauschen, mit Füllmaterial zur kapitalen Weihnachtsgans gestopft. Um des Weiteren zu implementieren: "Rassismus", der beliebte Kampfbegriff, wird nicht nur situativ dort verortet bzw. hineininterpretiert, wo er nicht (oder nicht zwangsläufig) existiert, sondern auch von Ethnien auf Nationalitäten oder reinen Religionszugehörigkeiten erweitert. Hauptsächlich angewendet wird letzteres Phänomen auf den Islam: Wer diese religiöse Todesideologie kritisiert, gilt als "antiislamischer Rassist" (wie lächerlich!), obwohl sich diese unsympathische, in ihrer mittelalterlich-finsteren Vorzeit, ohne jegliche Reformation/Modernisierung weitestgehend steckengebliebene Religion aus Angehörigen verschiedener Kontinente, Länder, Regionen sowie, vor allen Dingen, diversen Ethnien zusammensetzt. Wir haben es also längst mit einem fatalen, dramatisch gefährlichen Neusprech zu tun, dessen ebenfalls infantilen Auswüchse in die Alltäglichkeit einfließen, siehe "gendergerechte Sprache". Wir befinden uns in einem lebenden Alptraum, einer langsam dräuend heraufziehenden Hölle, dem kommenden, unausweichlichen Gewitter inklusive Sturm, nicht in Wasserglasdimension, sondern wesentlich universeller.

 

Plötzlich gelten Tugenden, insbesondere konservative (im meinerseits positiv konnotierten ursprünglichen Wortsinne, wertbewahrend), als alt, schlecht, auf einmal gelten nicht (nur) wahre, undemokratisch und autokratisch regierende Despoten als "alte weiße Männer", das ultimative Übersuperfeindbild, das für alles Elend der von linken bis sozialistischen Gedanken und irren Idealen (voller Weltfremdheit) verseuchten (westlichen) Welt verantwortlich sein soll. Nein, es gelten auch Regenten als "alte weiße Männer" und Despoten zugleich (in unheilvoller Kombination), die offiziell und regulär nach dem Willen der Mehrheit ihres Volkes in einem fairen, geheimen Verfahren gewählt wurden! In legalen, offiziellen, per definitionem und de facto demokratisch abgehaltenen Wahlen gewählte Politiker finden sich in einem Atemzug mit übelsten Alleinherrschern wieder. Unverdrossen nennt man den "lupenreinen Demokraten" (SCHRÖDER) PUTIN, der alles andere als einwandfrei demokratisch regiert, nennt man zudem KIM JONG UN und den Wir-nutzen-die-Demokratie-um-unser-Ziel-eines-Gottesstaates-zu-erreichen-ERDOGAN-ERDOLF mit den Demokraten BORIS JOHNSON und DONALD J. TRUMP. Das ist, als würde man Heroen der internationalen Pop- und Rockmusik wie die BEATLES, ROLLING STONES, BOB DYLAN und DAVID BOWIE mit mittelmäßigen Schüler- und Teeniebands wie TOKIO HOTEL und ECHT nennen und vergleichen, wie das musikalische Repertoire der SCHLÜMPFE mit KRAFTWERK. Nach dieser Logik dürfte man sich nicht allzu sehr genieren, JUSTIN BIEBERs Bengel-Quengeln als gleichbedeutend mit WOLFGANG AMADEUS MOZARTs Oeuvre zu erklären, denn schließlich handelt es sich bei beidem immerhin um Musik. Wer dies tut, verkennt jegliche Realität und sollte sich mal den Dachstuhl checken lassen! Es ist, um es erneut zu vergleichen, als vergliche man ein zeitloses filmisches Meisterwerk, das Millionen anderer Filmemacher inspirierte mit einer lauen, linkspropagandistisch überfrachteten ARD-TV-Eigenproduktion. Man kommt sich vor wie im falschen Film – oder einer Oper mit fies dissonanten Misstönen voller quietschender Ohrenpein.

 

Auf einmal, in dieser verkehrten, auf links gekrempelten, einer Irren-Innenwelt ähnelnden Welt, gelten Präsidenten, die ihr Land zum Wirtschaftswachstum führen (was unter anderem ihrem Job als Präsident entspricht!) und sogar ihre Wahlversprechen, wenigstens teilweise, einhalten, als Diktatoren, als Un-/Antidemokraten, die man, obwohl man ihnen keinerlei Verfehlungen nachweisen kann, dringend aus dem Amt jagen muss. Warum? Na weil sie freche Tweets auf TWITTER verfassen - double Facepalm! Warum gelten gewählte Staatsmänner (und seltener Frauen), die die Anliegen, Ängste, Sorgen ihres Volkes ernstnehmen, als "böse Herrscher", wieso werden all überall Neuwahlen gefordert, wenn ihr Ergebnis dem deutschen Parteienblock aus linken und ehemals rechten (konservativen) Parteien, die sich einer Linkswerdungskur unterzogen haben, nicht in die volle Nase passt? War (und ist?) es nicht das Wesen der Demokratie, dass man oft nicht das kriegt, das man idealisieren, favorisieren, präferieren würde, weil eben die Mehrheit anders entschieden hat? Man kann sich gern darüber beklagen, hat aber ein demokratisches Ergebnis als solches zu akzeptieren, auch wenn es einem nicht konveniert! Ging mir nämlich auch so, als vor vielen Jahren die Kasperle-FDP des albernen GUIDO W. als "Wunschpartner" eine Koalition mit der damals schon abgefuckten MERKEL-Kotz-CDU zustande kam. Ich akzeptierte dieses Arschergebnis jedoch schnell. Demokratie eben!

 

Seit wann (rein rhetorische Frage, ich weiß) sind die die Grenzen ihres Landes schützenden, zum Schutz ihres Volkes Sicherheitszäune und Mauern errichtenden und nicht für jede freie Völkerwanderung mit ungewissem aber sehr wahrscheinlich eher negativem Ausgang (Erfahrungen aus Jahrhunderten Geschichte!) zu habenden, Staatsmänner und Staatsdamen, die großen Buhmänner und Buhfrauen?

Warum werden die argwöhnisch beäugt, die den großen Umsiedlungs-Umvolkungs-Lizenz-zur-großen-Völkerwanderung-Jahrhundert-21-Vertrag der UN, den großen "Migrationspakt" nicht unterzeichnen (wollen), die die Souveränität ihres Landes wahren und die Sicherheit ihres Volkes vor leisen Invasionen gewährleisten wollen? Wieso sind diejenigen, die sich schützend vor ihr Volk stellen, die ihre Nationen bewahren wollen, "Nationalisten"? Wieso wird überhaupt das Konzept des Nationalstaats, eines Konzeptes, das Sicherheit, Wohlstand, Frieden und ökonomisches und wissenschaftliches Wachstum erst durch geregelte Strukturen ermöglicht, in Bausch und Bogen verworfen und als abschaffenswert verschrien? Warum tut man so, als sei die große erzwungene Menschheitsvereinigung, die nur in Chaos und Krieg, Anarchie und Terror, Armut und wirtschaftlichem und infrastrukturellem Verfall enden kann, eine so tolle Sache? Wieso will man mit aller Macht ein internationales Menschenkollektiv schaffen, dieses internationalsozialistische "Alternativ"-Konzept vorantreiben, bis es kein Zurück mehr gibt? Es gibt Strukturen, die gewachsen sind und gut sind, aus gutem Grund! Dazu zählt das Konzept der Nation im Kontrast zu Schwachsinn wie einer Weltvereinigung, die im Rahmen der Globalisierung zwar das Endresultat sein könnte aber nicht sein muss und nicht sinnvoll ist.

 

Warum aber diese Negativkonnotation gegenüber allem mit Nationalstaaten zu tun Habendem?

 

Wieso wird ihnen, selbst wenn sie sich eben nicht ökonomisch abschotten (was in einer globalisierten Welt sowieso unmöglich ist, es sei denn, man ist Nordkorea), sondern nur die negativen Einflüsse unkontrollierter Einwanderung durch Kulturfremde aus zivilisatorisch retardierten Drittweltländern unterbinden und ihr Volk vor den Auswirkungen (#Rapefugees, #Taharrush, #Messermorde, #Ehrenmorde, #schwereKörperverletzungen) schützen wollen, unterstellt, "Egoisten" zu sein? Weshalb gilt jeder als "rechts", der die trostlose Realität nicht nur anerkennt, sondern ungeschminkt ausspricht? Wenn er sie dem Idealismus linksextremer Prägung bis hin zum Kommunismus deutlich vorzieht? Wieso wird unter dem Begriff "rechts" alles subsumiert, das nicht im linken Mainstream ist? Wieso werden legitime, von Demokratie und Meinungsfreiheit abgedeckte, Ansichten aus dem ehemals voll anerkannten konservativen Spektrum, den Rechtsradikalen und Rechtsextremen zugeordnet? Warum werden Aussagen und Ansichten verteufelt, die vor nicht mal 20 Jahren noch sogar die SPD so hätte unterschreiben können, Einstellungen, die völlig legitim waren, selbst und gerade zu Zeiten HELMUT SCHMIDTs und anderer SPD-Urgesteine?

 

Wieso gilt man als Unmensch, wenn nicht Monster, Scheusal o.ä., wenn man gegen die selbstherrliche, anmaßende NGO-Seenotrettung, diese das Geschäft der gewissenlosen Schlepper unterstützende Virtue-Porn-Wichse, ist? Wieso wird einem – Strohmann-Argument – unterstellt, gegen diese Seenotrettung zu sein, hieße automatisch, die Menschen auf dem Mittelmeer ersaufen zu lassen? Wieso wird nicht endlich mal klar, dass das Problem des Massensterbens auf dem Mittelmeer durch die NGO-Seenotrettung (also diese privatisierten Rettungsinitiativen) nicht nur das Geschäft der Schlepper begünstigt wird, sondern zusätzlich die Migrationswilligen erst aufs Meer hinaus, in die gefährliche Situation gelockt werden? Wieso muss man das alles haarklein erklären und immer die australische Nation und ihre Küstenwache immer als Paradebeispiel dafür nehmen, dass es auch anders geht, dass eine rigorose Kontrolle der Einwanderung und die klare Ansage, man werde, wenn man illegal übers Meer kommt, niemals "Australia home" machen/in Australien heimisch werden könnte, wenn man auf diese Weise übers Meer kommt? Dort sterben so gut wie gar keine Menschen mehr, da sich keine mehr aufs Meer begeben. Wieso wird einem also unterstellt, man wolle alle in Seenot Geratenen "absaufen" lassen? Denn dass man gegen das Ertrinken von Menschen ist, heißt doch verdammt nochmal nicht, dass man dafür sein muss, die gesamte Arabische Halbinsel und so ziemlich ganz Afrika nach Europa bringen zu lassen (sei es durch offizielle, staatliche Schiffe oder NGO-Kutter) statt wieder zurück zur libyschen Küste! Ein Freifahrtschein für Europa, One-Way-Ticket ohne Heimkehr? Nope, Sir! Darf ich, dürfen wir alle hierzulande auch nicht drauf hoffen! Wie wäre es umgekehrt, muss man sich vorstellen: Wir würden kollektiv auswandern, allesamt nach Arabien, uns dort dauerhaft einnisten und einrichten und es uns gemütlich machen – und würden selbst dann nicht wieder gehen (weder freiwillig noch gezwungen), wenn unser Asylstatus aberkannt wurde und wir eigentlich nach Hause zurückkehren müssten! Das Niveau ist hier erreicht worden, schon viel zu lange!

Wie kann man dann dafür sein, wenn doch ASYL einen vorübergehenden Aufenthalt (jedenfalls laut Gesetz!) bedeutet, de facto aber alles Menschenmögliche getan wird, um die größtenteils Unintegrierbaren, kulturell mit uns Inkompatiblen (meist jungen Männer) und nicht selten obendrein Schwerstkriminellen im Land zu halten und bei praktisch jeder ausstehenden Abschiebung gleich ein Riesentheater veranstaltet wird, als sei hier ein himmelschreiend inhumaner Akt im Gange, als habe man vor, die Asylbewerber in Vernichtungskammern zu führen oder ähnlich barbarische Dinge! Als hätte irgendein wirklich rechtsextremer Hohlkopf zu einem neuen Holocaust aufgerufen. Wie kann das sein? Wie können wir die von höchster offizieller Stelle ausgegebenen Ordern und Appelle an unsre Suizidalität, wie können wir die bitteren Pillen schlucken? Wie todessehnsüchtig sind wir? Wie sehr verachten wir die banalere und pragmatischere Realität, dass das Leben und die Menschen ungerecht und in einigen Belangen überaus ungleich sind und nur eines gemeinsam haben: Menschen zu sein. Wie kann man so verheerend ignorant sein angesichts der einem förmlich ins Dekolleté springenden Fakten. Vielleicht sollten wir sie höher gewichten, sie vor das Ideal setzen, nicht Letzterem alles unterordnen, denn das ist absolut und total töricht!

 

Hinterher siechen und verrottend an unsren hochtrabenden Ansprüchen an die Wirklichkeit und uns selbst, die wir im Gegensatz zu Diätplänen und selbstverordnetem Fitnesstraining, niemals einhalten können werden? Wieso wird die Realität auf Teufel komm raus, bis zur Unkenntlichkeit verdreht, zurechtgebogen bis sie, oberflächlich betrachtet, "passt"? Ihr wisst ganz genau, liebe Euphemisten, liebe Relativierer, Schönfärber, Idealisten, Gutmenschen und gutmenschelnden Gutheitsautisten, ihr Wohlmeinenden aller Couleur, was los ist. Ihr wisst um eure (Lebens-)Lügen, eure Schönrederei. Ihr wisst, dass ihr den Scheißhaufen, dem ihr ein zuckriges Sahnehäubchen verpasst habt, niemals eine üppige, schmackhafte Torte sein wird, sein kann! Mögen euch eure lügnerischen Zungen im Maule verfaulen, mögen eure von Idealismus-Idiotie vernebelte Hirne voll verworrener Naivität verdorren und eure fehlgeleiteten Herzen zur Erlösung finden, möge sich der Rest von euch der Wirklichkeit zuwenden und endlich vernünftig und nüchtern werden! Kehret um, ehe es zu spät ist für uns alle!




(22.01.2020)(c) 2020, KnoKnoo

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Wie herbstlich wird die Dämmerung,
wie gläsern ihrer Lüfte Kühle,
die Schatten liegen auf dem ›Grün‹
und rufen leis’ »Auf Wiederseh’n!«

Der Sommer sagt: »Adieu, macht’s gut,
ich komme wieder nächstes Jahr!«
Entflammt noch einmal mit aller Macht
den ganzen Horizont mit seinen bunten Farben!

Wehmut tief in meinem Herzen
und Hoffnung zugleich,
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