Andreas Rüdig

Sexlosigkeit

Mama ist deprimierend. So etwas von deprimierend aber auch. Woran das li  egt, fragen Sie? Nun, das will ich sagen.
 
Ich muß regegelmäßig völlig entkleidet, splitterfasernackt zum Rapport antreten. Sie möchte dann meine körperliche Entwicklung begutachten, sagt sie zumindest. Bin ich nicht zu dick, sondern wohlproportioniert? Bin ich groß genug für einen Mann? Ist alles an seinem Platz? 
 
"Dein Pimmel ist völlig unangebracht für einen Mann in deinem Alter. Sieh ihn dir doch an. Klein und runzelig ist er, unerfahren," behauptet sie eines Tages, als ich 16 oder 17 Jahre alt bin. "Ich werde ihn dir abreißen. Wenn ich bei einem deiner Freunde einen besseren gefunden habe, kommt der dann dran." Und was ist mit dem Hoden? "Die sind in Ordnung. Die können dran bleiben."
 
Vor lauter Angst bin ich zu einem Absolute Beginner geworden. Also jemand, der in sexuellen Dingen völlig ahnungslos durch das Leben geht. Der in der Schule und bei der Arbeit sich zwar mit jungen Damen zwanglos unterhalten kann, aber (fast) schon in Ohnmacht fällt, wenn sie ihn anbaggert und er sich vorstellt, sie wolle Sex mit ihm.
 
Wie kann ich diese unfreiwillige Sexlosigkeit beenden? Um ein paar Ideen dafür zu bekommen, habe ich mich in dem Internetblog "Sexjabitte.de" angemeldet. Ich habe mich dort umgehört, warum andere Leute keinen Sex haben - Schüchternheit, mangelnde Attraktivität (sic!), Kontakthemmung, mangelnde Leistungsfähigkeit oder  indungsstörungen werden dort als mögliche Gründe genannt. Davon, daß eine Mutter ihren Sohn deprimiert und heruntermacht, dafür aber regelmäßig mit seinen Freunden schläft, war nirgends die Rede.
 
Dann habe ich Wachholda kennengelernt. Sie ist hübsch und intelligent gleichermaßen, paßt also gut zu mir..
 
"Wir nehmen Rache an deiner Frau Mama," schwor sie mich auf ihren Feldzug ein. 
 
Zuerst sind wir zu einem Schamhaar-Friseur, dann zu einem Weichteil - Kosmetiker gegangen. Sie kümmerten sich um die beanstandeten Körperpartien. "Jetzt siehst du perfekt aus, nicht so verwahrlost wie vorher," schwärmt Wacholda. "Und jetzt gehen wir nach Hause - zu dir."
 
Kaum angekommen, warfen wir meine Mutter auf ihr Ehebett und entkleiten sie. Zuerst verging sich Wacholda an ihr, dann ritt ich Frau Mama ein.
 
Als wir fertig waren, strahlte meine Erzeugerin über das ganze Gesicht. "Meine Güte, Jung, was bist   du gut geworden," stammelt sie vor Freude. "Was ich dir nicht alles beigebracht habe."

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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