Günter Weschke

Weihnachten ist jeden Tag

Weihnachten ist jeden Tag


Ort: Ein Kinderkrankenhaus irgendwo in Deutschland.

Große ängstliche, fragende Kinderaugen, blicken die Eltern an. Der Raum ist abgedunkelt, aber das schwache Licht reicht aus, um Details zu erkennen. Das kleine Mädchen hat seine Arme auf die Bettdecke gelegt, in den Händen hält es ein kleines Stofftier fest. Aus eine Flasche tropft eine klare Flüssigkeit in eine der blassblauen, dünnen Venen. Es scheint eine "Alibi-Geste" an die Besucher zu sein. Die Tür öffnet sich und eine Schwester kommt herein, sie geht zum Bett und richtet das Kissen her. Beim Hinausgehen nickt sie den Eltern zu und sagt leise: "Sie können jetzt." Die Eltern beugen sich über das Bett und halten die kleinen, heißen Hände der Tochter.

Der Vater sagt: "Schau Susi, heute ist Weihnachten, er muss unterbrechen, dann sagt er weiter, "Der Weihnachtsmann wird jetzt zu Dir kommen und die Geschenke bringen!" Das kleine Mädchen lächelt, sie atmet etwas schneller. Dann klopft es an die Tür, sie wird geöffnet und der Weihnachtsmann tritt in den Raum. Roter Kittel, Zipfelmütze und ein langer weißer Bart der sein Gesicht verdeckt. Er tritt an das Bett und sagt mit tränenerstickter Stimme: "Na Susi, ich weiß dass Du ein braves Mädchen bist, Du hast Deinen Eltern immer viel Freude bereitet, Schau mal, was ich Dir mitgebracht habe!"

Er greift in den mitgebrachten Sack und holt eine große Puppe heraus. Die Augen des Kindes leuchte, ihr Mund lächelt. Er legt die Puppe auf das Bett und ihre Hände greifen nach ihr. Die Eltern stehen umarmt am Bett und trösten sich gegenseitig. Es ist sehr still im Zimmer. Der Weihnachtsmann geht zu Tür, er nickt dem Mädchen noch einmal freundlich zu und geht dann, leise weinend, hinaus. Vor der Tür steht noch immer die Schwester. Der Weihnachtsmann zieht den Kittel aus, dann die Zipfelmütze und nimmt zuletzt den Bart ab, er schwitzt. Die Schwester nimmt sie Sachen an sich und sagt: "Das haben sie wie immer sehr gut gemacht, Herr Doktor!"

Der Arzt lächelt unter Tränen, "Ja Schwester, es ist immer wieder sehr schmerzlich, auch für mich, wenn so ein junger Mensch gehen muss!" Es drückt die Hand der Schwester, das haben Sie auch gut gemacht, <Weihnachtszimmer> an die Tür zu schreiben, es liest sich besser als Ster....!" Im Zimmer nehmen die Eltern Abschied von ihrer kleinen Tochter, dann verlassen sie leise das Zimmer und gehen weinend den langen Flur entlang, sie treten auf die Straße.

Es ist ein schöner, warmer Sommertag.

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