Monika Schmeinta-Maier

Der Gewitterregen

Was war das für ein Gewitter eben. Es donnerte und blitzte um die Wette und endlich
hat die Luft ein klein wenig abgekühlt. Ich öffnete das Fenster und ließ die frischere
Luft herein. Es roch nach Blüten und Gras.

Da klingelte es Sturm und ich sagte laut: moooment bitte!
und gehts noch lauter!

Dann dachte ich, wer das wohl sein könnte und ging langsam 
zur Tür. Ich öffnete und davor stand mein Nachbar Björn!
Er sah aus wie ein patschnasser Pudel, seine Bekleidung hing
trifend nass an ihm und sein weißes Shirt war durchsichtig.
Darunter zeichnete sich sein Oberkörper ab und seine leichten
Naturlocken umspielten sein Gesicht.

Er „schimpfe“ vor sich hin, Mist nochmal, und guckte mich
fast flehend an. Dann sagte er zu mir, er habe seinen Wohnungsschlüssel
liegen lassen bevor er nach draußen ging und ob er kurz bei 
mir telefonieren dürfte. Seine Freundin würde eh bald von der Arbeit 
kommen und sie hatte ja auch einen Schlüssel.

Ich nickte und fragte mich warum er sein Handy nicht benutze aber überlies ihm 
kurz meins und während er mit ihr redete holte ich ein Handtuch.
Reichte es ihm und nahm wieder Abstand.

Er sah irgendwie sexy aus so... und ich erschrak selber über
meinen Gedanken. Hoffentlich merkte er nicht an meinem Blick
was gerade in mir vorging.

Er redete kurz und überreichte mir wieder mein Handy und dabei
berührten sich kurz unsere Finger. Das fühlte sich wie elektrisch an
und ich atmete tief durch.

Auch Björn zuckte kurz zusammen und lächelte.
Eine merkwürdige Situation. In mir räderten meine 
Buchstaben aber ich brachte kein Wort heraus und Björn
rubbelte sich die Haare und tat so als wäre nix geschehen.

Dann bot ich ihm noch eine heisse Tasse Tee an, die er gerne 
trank und ich beobachte ihn dabei wie seine Lippen immer wieder
den Rand der Tasse berührte und hörte wie er schluckte.

Aus dieser Situation entriss mich ein erneutes klingeln
Seine Freundin war da und holte ihn ab.
Er stellte die Tasse auf den Tisch und bedankte sich 
bei mir und gab ihr einen Kuss auf die Wange und beide
 verließen die Wohnung 

Mit meinem Zeigefinger berührte ich den Rand der Tasse.


 

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