Qayid Aljaysh Juyub

Die Pinguine sind unser Unglück!

Sie sind fett, faul, gefräßig und zerstören mit ihren Ausscheidungen die Atmosphäre. Nein, ich meine nicht die alten, weißen Männer, die prinzipiell an allem Elend dieser Welt schuld sind, sondern die unsagbar diabolischen Königspinguine.
Diese elenden Verbrecher hausen versteckelt in der Antarktis, um teuflisch grinsend in Erwartung ihres klimaschädlichen Werkes bzw. Geschäfts stundenlang zu warten. Da lachen sie noch, denn jene Feinde der Erde setzen durch ihren Stuhlgang Lachgas frei, das die Schädlichkeit des satanischen Kohlendioxids um das 300-fache übertrifft und wie wir alle wissen, ist der Kampf gegen das Klima keine Sache, über die man spotten darf!
Sie sind noch schlimmer als die berühmte Umweltsau-Oma des Kinderchors eines zwangsfinanzierten Volkserziehungssenders und wie die ferngesteuerte, sechsjährige Vorsitzende des selbsternannten Klimarates verkündete ‚all unser Unglück‘! Außerdem folgen die faschistisch konspirativen Königspinguine den geheimen Protokollen der Nazi-Opas von Bochum. Ebenfalls sind diese Zerstörer des Klimas ausgemachte Rassisten, da sie stolz in einem teilweise weißem Federkleid herumstolzieren und sich dessen nicht schämen; sie sind wie Tiere! Was das alles so recht mit dem Thema zu tun haben soll, weiß der Autor auch nicht recht, aber für aktivistischen Klimaschutz benötigt man ja bekanntlich keine Logik.
Auch piepst die hinterhältige Brut im Nazi-Jargon! Eine ähnliche Terminologie mögen einige unbedarfte Klimaleugner und sonstige Ketzer auch diesem Text unterstellen, aber das ist eine elende Verleumdung, da wir doch die GUTEN sind!
In einem verzweifelten Versuch bemühten sich unsere hochmotivierten Aktivisten geführt vom nationalen Greta-Verschnitt die verstockten Klimasünder im örtlichen Zoo mit Argumenten zu überzeugen. Insbesondere versuchten die Held*innen des Klimaschutzes durch skandieren von einfachen Slogans – damit die Aktivist*innen im Vorschulalter deren Inhalt auch verstanden – das bornierte Pinguinpack davon zu überzeugen, auf Ihren klimaschädlichen, unmäßigen Fischkonsum zu verzichten und vegan von der lokalen Flora am Südpol zu leben, aber all die Mühe war vergeblich! Nicht nur verständnisloses Schweigen war die Antwort, sondern feindseliges Nazi-Gekreische eines besonders bösartigen Exemplars, das einer der Klimaretter mittels eines Steinwurfs aus seiner Verweigerungshaltung befreien wollte.
Hinsichtlich so viel Ignoranz ist Hopfen und Malz verloren. Um die Erde zu retten, müssen ihre Feinde weichen. Leider verweigerten ungläubige Regierungen unseren Plan, heimatlose Eisbären in die Antarktis zu deportieren, damit sie dort jene Klimaschädlinge zur Rechenschaft ziehen können. Deshalb, ihr Krieger des Lichts, rufen wir euch auf, nach Antarktika zu ziehen und den Kontinent von den Zerstörern unseres Planeten zu befreien. Zieht euch den Wintermantel an und packt Schrotflinte, Gartenaxt, Küchenmesser oder Sandkastenschippche ein und folgt dem Ruf. Denn: Das Klima will es! Bucht also eine Einmalpassage bei unserer völlig klimaneutralen Reederei, die ausschließlich muskelbetriebene Schlauchboote verwendet. Vergesst aber nicht, all euer Hab und Gut vor Reiseantritt an unsere edle Sache unter der bekannten Kontonummer zu spenden.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.06.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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