Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 19 )

 

So endete die 18. Fortsetzung

 

Auf niedrigem Niveau lebende Ureinwohner wollte niemand vertreiben . Es galt jetzt zu erforschen, wo diese Bewohner lebten, wie sie lebten. Sie waren nach der kurzen Zusammenkunft plötzlich und ganz schnell verschwunden. Dieses Verhalten war etwas seltsam.

Warum sind sie, ohne näheren Kontakt aufzunehmen, schnell weiter gegangen. Aus der Geschichte der Erde wurde ja bekannt, daß zu Urzeiten andere intelligente Lebewesen zu den Menschen im Altertum viele Kontakte pflegten. Man bezeichnete diese Wesen oft als Alien. Im Moment waren die Raumfahrer von der Erde so etwas wie Alien. Aber sie wurden gar nicht besonders beachtet. Nicht einmal bestaunt oder begrüßt. Sehr komisch und nicht verständlich.

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

EM 800 ( 19 )

 

 

Darüber machten sich die zehn Forscher in diesem Moment wenig oder keine Gedanken. Sie hatten vom Prof Tan und dem ganzen Leitungsgremium den Auftrag, das Weiterkommen und die Sicherheit des gesamten Forschungsunternehmen voran zu bringen.

Es stand ja das Ziel des Unternehmens im Vordergrund. Es galt, auf diesem fremden , zufällig gefundenen Planeten eine neue Epoche der unter gegangenen Menschheit der Erde , hier eine neue Population , eine neue lebensfähige Gesellschaft , aufzubauen.

Die über eintausend Weltraumreisenden sollen den Grundstein für dieses Unternehmen bilden. So setzte sich der Forschungstrupp mit seinen Fahrzeugen in Bewegung. Soweit hier alle sehen konnten, war die Landschaft sehr eben und nur spärlich mit grasähnlichen Pflanzen bewachsen zu sein.

Straßen oder sonstige befestigte Wege gab es natürlich nicht. Das war auch nicht zu erwarten. Im Schritttempo bewegte sich die Kolonne vorwärts, ohne das es zu irgend einer Änderung kam. Die Kontrollinstrumente lieferten ihre gesammelten Ergebnisse an den Zentralcomputer im Führungslander. Natürlich gingen alle Meß- und sonstigen Werte auch an die Hauptcomputer im gestrandeten Raumschiff.

Nach etwa vierzig km wurde das Gelände hügelig. Außerdem veränderte sich der Bewuchs der Grasebenen. Immer mehr Büsche und kleinere Bäume standen überall herum. Es dauerte nicht lange und richtig große Bäume waren zu sehen. Eine Art Wald versperrte bald die ungehinderte Weiterfahrt der Lander.

Also fuhr man mit den robusten Kettenfahrzeugen immer entlang der Baumgrenzen. Bis eine Computerstimme alle in Erregung versetzte. Die teilte mit, daß die Sensoren einen befestigten Untergrund bemerken und damit die Frage nach der Weiterfahrt stellten.

Die Forscher untersuchten jetzt diesen Untergrund und stellten fest, daß hier offenbar eine mit Gräsern überwachsene Bodenfläche vorhanden war. So eine Art Kopfsteinpflasterstrasse war das. Seltsam war allerdings, daß die mit einer glasartigen Schicht bedeckt war. Man untersuchte diese Schicht. Das Ergebnis war noch seltsamer.

Es wurde von den Experten festgestellt, daß diese glasartigen Überzuge die Ergebnisse von Auswirkungen einer Kernwaffenexplosion waren. Nach Fragen an den Computer bestätigte dieser die Untersuchungsergebnisse.

Stellte aber fest, das eine radioaktive Strahlung nicht oder aber kaum vorhanden war. Es mußte also nach diesen Berechnungen die Ursache dafür lange Zeiten her sein. Das war aber kaum eine zufrieden stellende Antwort auf die im Raum stehenden Fragen zu beantworten.

Nach einer ausgiebigen Beratung kam man zu den Ergebnissen, Prof Tan ausführlich zu informieren und den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Die Weiterfahrt wurde am Rande dieser hoch

baumigen , Urwald ähnlichen Gegend fortzusetzen.

Alle hofften jetzt auf einen Durchgang oder eine Durchfahrtmöglichkeit zu finden. Es dauerte auch nicht lange und der Wald teilte sich großflächig auf.

In diese Lücke fuhren die beiden Landungsfahrzeuge mit den Forschungsmannschaften hinein. Allerdings kamen sie nicht sehr weit. Dann versperrte ihnen ein riesiger Wall die Weiterfahrt. Davor lagen auch noch Felsbrocken, die unmöglich von den Fahrzeugen bezwungen werden konnten.

Also erst einmal Pause machen, und dann versuchen, zu Fuß diese Hindernisse zu umgehen. Eine kleine Gruppe, bestehend aus vier Forschern machten sich zu Fuß auf den Weg. Sie folgten einem schmalen Trampelpfad kreuz und quer an den Felsbrocken vorbei.

Sie fragten sich, was hier auf diesem Planeten los ist. Er schien ihnen erst einmal unbewohnt. Das notgelandete Raumschiff stand an einer Abbruch gefährdeten Stelle. Konnte in Kürze in diesen Feuerschlund stürzen.

Die ganze Gegend war fast dunkel, von Nebelschwaden durchzogen. Die Luft war nass und sauer, nicht gut zum Atmen geeignet. Der Boden war heiß und hart. Ein paar hundert km weiter plötzlich strahlende Sonne. Fast sturzflutähnliche Regengüsse der ihnen einen aufmunternden Bade-und Liebesspaß gönnte.

Dann der Überflug des 250 km breiten und über fünftausend Meter hohen Gebirgskette um dahinter plötzlich grüne Wiesen und Sträucher zu finden..

Nicht zu verstehen. Ihr großer leistungsfähiger Computer im Raumschiff fand keine Antworten. So wie er schon vorher die Orientierung verlor und die über Eintausend köpfige Besatzung in die Irre führte.

Die Falschberechnung der Flugroute erst durch das angebliche schwarze Loch lotste, das gar keins war. Es war nur ein Wurmloch, das der Besatzung zusätzlich vier Erdenjahre festen Schlaf brachte. Sie waren jetzt schon 18 Jahre nach der alten Rechnung unterwegs. Sollten aber 14 Jahre nach dem Start von der Untergangs gefährdeten Erde einen neuen Planeten gefunden haben

Dort sollte mit den ausgesuchten Menschen nach einer langen Reise eine neue Population gegründet werden. Das waren alles junge, ausgesuchte , hoch gebildete Menschen beiderlei Geschlechts. Nach dem Motto liebet euch und mehret euch, auf daß das Menschengeschlecht weiter zum Leben in einer neuen Welt angesiedelt werden sollte.

Statt dessen sind sie hier auf diesem seltsamen Himmelskörper aus Kraftstoffmangel gestrandet. Finden erst gar nichts an Lebewesen und dann seltsame Tiere , die aussahen wie eine Mischung aus Hund und Kuh und dann wie aus dem Nichts plötzlich menschenähnliche Lebewesen, wie sie aus einer Urform der Menschheitsgeschichte bekannt waren. Und nun der unüberwindliche Wall aus Felsbrocken und Riesenbäumen , die in Form von waldähnlichen Strukturen vor dem Wall stand. Dazu auch noch der leicht radioaktive Boden, auf dem sich die Forschergruppe bewegte. Ihre ganze technische Ausrüstung versagte hier wiederum, sonst hätte eine Warnung und Mitteilung an die Crew stattfinden müssen.

Mißmutig gingen die Vier den beauftragten Weg . Sie sollten ja als Kundschafter das Gelände erkunden, für den Aufbau der neuen Gesellschaft von Menschenstrukturen. So gingen sie stundenlang durch diese Geröllhalden. Immer in Verbindung mit dem Rest der Forschungsgruppe und natürlich auch mit der Zentrale und Prof Tan.

Die Verbindung durfte nicht abreißen. Jeder mußte über den Fortgang der Exkursion und den Neuigkeiten sofort informiert werden. Irgend wann waren sie der Meinung, eine Pause einzulegen und weitere Instruktionen erhalten zu müssen.

Ein paar, in Größe und Form herum liegende Felsbrocken nutzten sie zum Ablegen der Gerätschaften. Getränke zur Kräftigung und Erholung wurden von Jedem getrunken.

Das Wetter war angenehm, wie im Frühling auf der Erde. Die Sonne stand immer noch am selben Fleck, wie vor sechs Stunden. Nach der alten Berechnung der Erde.

Offenbar wollte sie nicht untergehen. Witzelten die Vier. Ein bißchen Müdigkeit breitete sich aus. Ruhe war angesagt. Jeder hing so seinen eigenen Gedanken nach. Die Augen wurden etwas schwer, war ja auch verständlich. Alle nutzten die Zeit zum Ausruhen, sahen nicht in die Ferne, eher zu Boden. Ein Wispern und räuspern mehrmals sogar, wurde von allen ignoriert. Bis sich das mehrmals wiederholte.

Lautlos hoben die vier Forscher ihre Köpfe. Sprachlos sahen sie in die Runde, sahen sich gegenseitig an. Nach rechts und links, nach oben und unten und wieder nach vorn und sahen doch immer wieder das Gleiche.

Sie sahen vor sich sechs große Gestalten. Hinter den Forschern standen auch noch welche. Alle hatten eine Art Uniform an. In den Händen und Armen hatten sie irgend welche Geräte. Offenbar könnten das Waffen sein, die in ihre Richtung zeigten. . Sie verstanden überhaupt nichts mehr. Niemand sagte etwas, niemand tat etwas. Standen sich gegenüber, sahen sich unentwegt an.

 

Es geht immer noch weiter. Später.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.06.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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