Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 20 )

 

So endete die 19. Fortsetzung

 

Lautlos hoben die vier Forscher ihre Köpfe. Sprachlos sahen sie in die Runde, sahen sich gegenseitig an. Nach rechts und links, nach oben und unten und wieder nach vorn und sahen doch immer wieder das Gleiche.

Sie sahen vor sich sechs große Gestalten. Hinter den Forschern standen auch noch welche. Alle hatten eine Art Uniform an. In den Händen und Armen hatten sie irgend welche Geräte. Offenbar könnten das Waffen sein, die in ihre Richtung zeigten. . Sie verstanden überhaupt nichts mehr. Niemand sagte etwas, niemand tat etwas. Standen sich gegenüber, sahen sich unentwegt an.

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

EM 800 ( 20 )

 

Diese Sprachlosigkeit von beiden Seiten war beängstigend. Die Ursache des Zustandekommens dieses Treffens schien ungewollt zu sein. Die vier Forscher hatten ja auch Waffen. Es hatte natürlich überhaupt keinen Sinn, diese in irgend einer Form zu benutzen.

Also hielten sie sie mehr versteckt als fordernd oder bedrohend. Dann plötzlich kam ein Uniformierter auf sie zu. Wandte sich an die vier. Fing mit einem mal an seinen Mund zu bewegen. Mit einer tiefen sonoren Stimme sprach er unentwegt , aber unverständlich, eine langanhaltende Rede zu halten.

Das klang nicht gefährlich, nicht unhöflich, nicht Angst einflößend. Eben nur unverständlich für die Forscher. Eher beruhigend. Die rührten sich nicht von der Stelle. Hörten zwar dem Wortschwall zu, ohne überhaupt etwas davon zu verstehen. Noch weniger, den Sinn zu verstehen. Nur ihre Aufnahmegeräte zeichneten alles in Wort und Bild auf. Das wurde auch sofort an alle Empfänger ihrer Gruppe , die mit dem Lander an der Grenze des Walls standen, übermittelt.

Natürlich sah und hörte auch die Raumschiffszentrale mit Prof Tan diesem Disput zu. Es kam aber von Niemanden irgend ein Zeichen des Verständnisses und schon gar nicht irgend einer Antwort oder Verhaltensweise für die eigenen Kosmonauten. So ging das eine ganze Zeit lang. Dann hob der Sprecher beide Arme drehte sich zu seinen Begleitern um. Im gleichen Moment wurde das gesamte Bild undeutlich und verschwand augenblicklich im Nu von der Bildfläche. Aha sagte sich die Vier. Das Ganze war eine Sendung im Format eines Hologramms. Na gut, das kannten sie ja alle. Erstaunlich war nur, daß das Hologramm in einer hochwertigen Qualität vonstatten ging. Da war schon etwas technisch sehr hoch entwickelt abgelaufen.

Dann kam plötzlich die nächste Überraschung. Der Boden unter ihren Füßen fing an zu schwanken. Bewegte sich seitlich so stark, das die alte Ansicht mit dem Stein übersäten Untergrund verschwand und eine neue geradezu wie für die Kosmonauten extra hergestellte Straße erschien.

Der Wall und auch der Wald gaben eine Schneise frei. Die Forscher konnten jetzt zurück blickend ihren anderen Teil der Gruppe mit dem Lander stehen sehen. Als würden sie einen Zuruf erhalten haben , hierher zu kommen.

Nach vorne blickend war auch die vorherige Ansicht verschwunden. Zu sehen war nun ein freier Durchgang , der in der Ferne eine neuartige Landschaft zeigte. Der zweite Teil ihrer Forschergruppe hatte die Aufforderung verstanden, zum Voraustrupp aufzuschließen.

Da die neue Straße ein zügiges Fahren erlaubte, war in kurzer Zeit die Wiedervereinigung der beiden Gruppen ganz schnell abgeschlossen. Und wie von Geisterhand bewegt, war der zurück gelegte Weg nach Bewegungen des Bodens, wieder im vorigen Zustand sichtbar. Der Wall und auch der Wald waren wie im alten Zustand wieder vorhanden.

Nur der neue Weg durch das unwegsame Gelände war vorhanden und sagte den Forschern wo es lang geht. Nach der Zusammenführung der beiden Gruppen ging man auch sofort vorwärts in das sich öffnende Gelände. Mit viel Getöse und allerlei Bewegungen des Bodens veränderte sich die Struktur des Untergrundes hinter ihnen ganz schnell.

Das Alte im Grenzwall und im Wald schloß sich zu wieder fast undurchdringlichem Gelände. Das ist ja toll, sagten sich die Forscher der beiden Gruppen. Ihnen war jetzt klar, daß sie hier auf ihrem neuen Planeten, Zustände vorfinden, mit denen sie vorher überhaupt nicht rechneten.

Andauernd gibt es Neuartiges . Allen war klar, das es hier eine hoch entwickelte Gesellschaft von Lebewesen gibt. Es kommt nun nur noch darauf an, eine offizielle Bekanntschaft mit ihnen schließen.

Sie waren jetzt auf dem besten Wege, diese Wesen genauer kennen zu lernen. Nach den bisherigen Erfahrungen waren alle der Meinung, nicht als Feinde oder unerwünschte Lebewesen angesehen zu werden.

Prof Tan teilte der Gruppe außerdem mit, daß es mit einem Male einen sehr intensiven Betrieb im Äther gibt. Es ist zwar im Moment noch nicht zu Verständnissen und Verständigungen gekommen, das kann sich aber ganz schnell ändern. Alle arbeiten daran. Prof Tan organisierte für die fast Eintausend Übersiedler den geordneten Auszug aus dem Raumschiff. Sie hatten hier im Moment noch eine sichere Unterkunft mit allen Vorzügen von Ordnung und Sicherheit. Die Abrißkante in den Feuerschlund war noch ein paar km entfernt.

Diese Hölle kam zwar auf die Raumschiffsbesatzung zu, alles ging aber sehr langsam. Trotzdem waren die Menschen ungehalten. Ursache war natürlich die allgemeinen Lebensumstände. Die ewige Dunkelheit gemischt mit dem Gestank der Luft, der ständige braune Nebel, der heiße steinharte Boden auf dem sich alle ständig bewegen mußten.

Es war zwar genügend Arbeit für die geplante Besiedlung des Planeten vorhanden, allen erschien das aber zu langsam zu gehen. Zudem sahen und hörten sie die Erfolge der Forschungsgruppen. Freuten und wunderten sich auch über deren Erlebnisse.

Natürlich auch die ganz anderen Lebensbedingungen. Sie wollten diesen Gruppen folgen und mitmachen bei den geplanten Neuerungen. Prof Tan verstand die Stimmung dieser schon bald als Abenteurer angesehenen Kosmos reisenden. Es gab aber noch eine Menge zu tun. Das Raumschiff mußte vollkommen ausgeräumt werden. Alle Maschinen, Geräte, das gesamte Innenleben mußte ausgeräumt, verladen und zum Transport gesichert werden.

Es war nicht einfach, die stürmischen Wünsche seiner vielen Kosmonauten zu beruhigen und in positive Bahnen zu lenken. Und dann kam da noch die Meinung einer Kosmonautin. In einem Gespräch mit dem Prof über die Übertragung der vier Forscher mit den Wesen an dem Grenzwall, will diese Frau aus dem Redeschwall des fremden Uniformierten einiges verstanden haben.

Diese Info brachte den Prof fast zum Nervenkollaps. Deshalb bat er die Frau , nichts darüber in den Gesprächen mit den anderen verlauten zu lassen. Es konnte ja auch ein Irrtum, eine entfernte Ähnlichkeit oder ein anderer Zufall sein. Jedenfalls sollte die Sache solange topsecret bleiben, bis eine garantierte Sicherheit über diesen Vorfall anzunehmen war.

Deshalb setzte sich der Prof Tan mit der Kosmonautin wiederholt separat in ein Raum vor ein Wiedergabegerät zur Kontrolle der gesamten Rede des Vortragenden. Sie war oftmals im Zweifel über den Sinn und das sprachlich Gehörte. Dann wieder gab sie sich sicher über gehörte Passagen. So ging das hinundher.

Bis der Prof nach langen Sitzungen , Wiederholungen, Vergleichen und Kenntnissen der Frau über erlernte Sprachen während ihrer Studienzeiten die Sache beendete. Und das war dann das Ergebnis der langen Sitzungen, mit Prof Tan vor den Aufzeichnungsgeräten : sie war überzeugt davon, einzelne Passagen der Rede verstanden zu haben. Diese ihr verständlichen Sprachanteile gehörten zur italienischen Sprache der guten alten Erde. Nicht immer gut situiert und klar in Aussprache, Wortwahl und dem ihr bekannten Satzstil. Aber es war zumindest in Teilen eine italienische Sprache.

Wieso kam eine italienische Sprache, wenn auch nicht ganz sauber, von einer zerstörten Erde mehrere Hundert Jahre später hier auf diesen fremden Planeten ?

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Malodisdach).
Der Beitrag wurde von Jürgen Malodisdach auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.06.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Horasia - Portal von Leif Inselmann



Horasia - Portal bildet den Auftakt zu einem neuen, außergewöhnlichen Fantasy-Epos.
Seit vielen Jahrmillionen wird der Kontinent Horasien vom bösen Wesen Giznar bedroht. Dank einer neuen Erfindung steht er seinem Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen, näher als je zuvor. Da wird im Reich der Neoraptoren, intelligenter Nachfahren der Dinosaurier, eine Entdeckung gemacht: Vor vielen Jahrhunderten verwendete ein Geheimbund ein geheimnisvolles Material, mit dem sich Giznar möglicherweise vernichten lässt. Doch die Suche nach diesem Material führt den Neoraptor Calan und seine Verbündeten zu einem anderen Planeten, auf dem angeblich die letzten Reste versteckt wurden. Der Erde.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Science-Fiction" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Jürgen Malodisdach

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Menschheit ( 8 ) von Jürgen Malodisdach (Science-Fiction)
Die Schattengalaxie von Benjamin Bieber (Science-Fiction)
Alle Jahre wieder... von Silvia Pommerening (Weihnachten)