Peter Kröger

Graugänse

 

 

In der siebten Nacht träumte ich schlecht. Ich weiß nicht, worum es sich drehte, die Story war weg, als ich erwachte, aber soviel war klar: Die Toten lebten.

Ich rief die Chefin an und bat um Aufschub in Sachen Arbeitsbeginn. Sie lehnte ab.

Ich habe kein Auge zugemacht“, log ich, „mir ist hundeelend.“

Sie kommen augenblicklich hierher“, schimpfte sie, „oder Sie können den Job vergessen.“

Na gut“, sagte ich und schlief wieder ein.

Ich war in Sicherheit. Eine Graugans bestieg einen roten Panther am Dorfteich von Wenningstedt.

Der Plot war gewagt, die Moral ungewiss.

Herrgott, es ging wieder los.

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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