Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 21 )

 

 

So endete die 20. Fortsetzung

 

Bis der Prof nach langen Sitzungen , Wiederholungen, Vergleichen und Kenntnissen der Frau über erlernte Sprachen während ihrer Studienzeiten die Sache beendete. Und das war dann das Ergebnis der langen Sitzungen, mit Prof Tan vor den Aufzeichnungsgeräten : sie war überzeugt davon, einzelne Passagen der Rede verstanden zu haben. Diese ihr verständlichen Sprachanteile gehörten zur italienischen Sprache der guten alten Erde. Nicht immer gut situiert und klar in Aussprache, Wortwahl und dem ihr bekannten Satzstil. Aber es war zumindest in Teilen eine italienische Sprache.

Wieso kam eine italienische Sprache, wenn auch nicht ganz sauber, von einer zerstörten Erde mehrere Hundert Jahre später hier auf diesen fremden Planeten ?

 

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

EM 800 ( 21 )

 

Diese Frage stand hier im Raum. Wenn es nicht ein Irrtum oder Ähnlichkeiten zu anderen Sprachen der hier auf diesem Planeten üblichen Verständigungsmöglichkeiten war, war es unbedingt notwendig, ganz schnell dieses Problem zu lösen.

Prof Tan war sich bewußt, als Verantwortlicher für die über Tausend Mitglieder der Expedition den Auftrag der ehemaligen Erdbevölkerung zu erfüllen. Seine Aufträge an alle Forschungsgruppen und Mitglieder der gesamten Mannschaft lauteten deshalb, sofort einen gemeinsamen Standort für die Gründung der neuen Siedlergemeinschaft zu finden.

Außerdem war es wichtig, die hier offenbar vorhandene Lebensform zu finden . Bisher gab es nur Bilder und technisch sehr hoch qualifizierte Erscheinungsformen von Ihnen. Er hoffte dabei, das es nicht zu unfreundlichen bis feindlichen Auseinandersetzungen kommen sollte.

Schließlich war er mit seiner großen Gruppe hier ein Eindringlich, also Aliens. Wie würden die Bewohner diese neuen Wesen aufnehmen und akzeptieren. Diese Fragen mußten jetzt beantwortet werden.

Nach den Festlegungen der notwendigen Aufgaben und deren Verteilung an die Mitglieder der Forschungsgruppe machte sich der Tross auf den Weg. Die Fahrzeuge kamen auf der glatten, fast straßenähnlichen Beschaffenheit des Untergrundes zügig voran. In Fahrtrichtung war die ganze Gegend gut einsehbar. Es gab keine Erhebungen oder andere Hindernisse.

Kurz nach der Abfahrt hinter dem großen Wall und dem ziemlich unangenehm aussehenden Hochwald stellten die Forscher fest, daß die Übergangsstraße wie vom Erdboden verschwunden war. Das zeigte sehr deutlich, daß die Technik und das Wissen und Können der Bewohner dieser Welt außerordentlich hoch waren.

Bei Abfahrt der Forscher hinter dem Grenzwall hatte sich noch einmal einer dieser Uniformierten in dem bekannten Hologramm mit erhobenen Armen gezeigt. Ohne daß eine sprachliche Übermittlung vonstatten ging, verstanden die Erdenmenschen den Hinweis, daß sie vorwärts fahren sollen nach eigenem Ermessen.

Sie sollen der großen Siedlergemeinde im gestrandeten Raumschiff mitteilen, ebenfalls bis an den Grenzwall zu kommen. Auf keinen Fall sollen sie versuchen, diesen zu überfliegen. Es würde mit ihrer Zerstörung enden.

Die Forscher der ersten Gruppen waren sich bewußt, daß hier bisher unbekannte Schutzeinrichtungen wirksam werden würden. Diese Mitteilungen übermittelten sie an Prof Tan. So fuhr die Gruppe in kurzer Zeit volle siebzig km. Dann kam wieder das Hologramm mit dem Uniformierten und den erhobenen Armen. Als sie anhielten, winkelten die Arme sich wie ein Pfeil zum Abbiegen der Gruppe nach rechts aus. Das war für die Forscher verständlich. Sie wunderten sich nur abermals, daß sie aufgefordert wurden dieses Manöver nach einer weiteren Fahrt von fünf km zu tätigen.

Die Ziffer 5 kam dann genau wie die Bezeichnung km in einem extra Hologramm, war also eine Weisung, der man folgen sollte. Wieder so eine unverständliche Sache. Woher kannten die Bewohner dieses Planeten die Schreib-und Rechenweise der Erdenmenschen.

Das Hologramm verschwand und die beiden Lander mit ihrer urwüchsigen Kraft drückten den Boden mit ihren Ketten ohne aber irgend eine Spur zu hinterlassen. Dann kam auf der rechten Seite eine weite und glänzende Fläche ins Blickfeld der Forscher. Dieses Areal schien riesig zu sein. Es gab aber nirgends etwas anderes als diese Fläche. Keine Pflanzen, Sträucher, Bäume, Gebäude oder irgend welche natürliche oder künstlich geschaffene Sehenswürdigkeit.

Die Wissenschaftler stiegen aus den Fahrzeugen aus. Wollten natürlich die Gegend in Augenschein nehmen, auf den die Bewohner sie dirigiert hatten. Der Boden fühlte sich fest an, wie Beton. Es war aber keiner, sagte ein Experte ihrer Mannschaft. Jetzt hieß es warten, die erste Gruppe der Raumschbesatzung, circa dreihundert Weltraumreisenden war unterwegs und würde in Kürze hier eintreffen. Noch ohne Prof Tan, der die beiden Restgruppen zusammenstellen muß.

Die Begrüßung war herzlich zwischen den ersten Forschungsmannschaften. Man hatte sich viel zu erzählen. Erfahrungen und Erlebnisse wurden erzählt. Im Augenblick war es notwendig ein provisorisches Lager zu errichten. Das mußte so gut, sicher und zweckmäßig aufgebaut werden, das es den zu Erwartenden Unterkunft, Verpflegung und Ruhemöglichkeiten bieten sollte.

Dann waren auch diese Aufgaben gelöst. Sie kamen auch mit großem Hallo, die beiden nun über siebenhundert Siedlungskosmonauten. Mit all ihren Mitgliedern, also Kinder, Frauen und natürlich Männer verschiedenen Alters. Alle waren gespannt auf die weiteren Geschehnisse. Besonders wurden die Bewohner dieses Planeten erwartet. Mit Spannung, denn das Verhalten aller war ja wichtig für die künftige Zusammenarbeit, für das künftige Zusammenleben dieser unterschiedlichen Lebensformen. Zur Überraschung der Neusiedler, so betitelte man sich inzwischen, wurde die Helligkeit immer weniger. Es wurde auch kühler und etwas feuchter. Aber nicht unangenehmer . Die Menschen zogen sich zurück in die provisorischen Unterkünfte. Alle warteten nach den Strapazen dieses vergangenen Zeitraumes, daß die kommende Nacht Ruhe und Erholung bringen sollte. So war diese Phase mit Ausnahme für die Forschungsgruppe , so etwas wie ein erholsames Wochenende nach den alten Zeitrechnungen von vor vielen Jahren. Ruhe kehrte ein . Die Beobachter, Beschützer, also notwendigen Wachen konnten bei ihren Streifzügen durch das Lager dann auch sehr unterschiedliche Geräusche aus den Unterkünften hören. Da gab es Stimmengewirr von Leuten die sich unterhielten und Schnarchtöne waren zu hören und was nicht fehlen durfte waren die mitunter lauten Sexgeräusche der Liebenden. Alles ganz normal . Nur eine kleine Sache warf neue Schatten . Eine Gruppe der Sicherheitsverantwortlichen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, neugierig zu sein. Sie hatten mit einem kleinen Elektrofahrzeug einen kleinen Erkundungstrip in die etwas weitere Umgebung zu machen. War natürlich mit Prof Tan abgesprochen. Sie waren so zehn km vom Lager entfernt. Wollten schon umkehren, als ein Mitarbeiter des Kommandos sagte, guckt doch mal. Was steht denn da mitten im Gelände. Etwas erhöht, wie auf einem kleinen Hügel, war etwas Undefinierbares zu sehen. Niemand wußte, was das sein sollte. In diesem Fall siegte die Neugier.

Der Weg zu dem unbekannten Objekt war nicht weit. Also hin und vor Ort dann unwahrscheinliche Entdeckungen zu machen. Alle schlichen um diesem auf einem kleinen Hügel stehenden Etwas, herum. Und bekamen fast eine Gänsehaut.

Hier, vor ihnen stand oder lag eine angetrümmerte Tankstelle, ein Fahrzeug, besser gesagt ein Fragment eines Kraftwagens uralter Produktion. Durch die fast blinden Scheiben konnte man die Umrisse von Körpern erkennen. Sehr klein . Dass alles war eingerahmt von stückweise Mauerwerk und eines Betonklotzes mit halb offener dicker Tür, wie ein Tresor alter Prägung. Niemand war eines realen Gedankens fähig. Es herrschte eine eisige Ruhe. Sie schwangen sich in ihr Fahrzeug und fuhren zurück zum Basislager. Ein Gespräch mit dem Prof war notwendig. Und notwendig war auch ein Gespräch mit den Besitzern dieser ehemaligen Tankstelle und dem Gebäudekomplex. Denn die drei Bewohner dieser Anlage waren Fred mit Frau und Sohn , die unterwegs von einem Weltraumtrümmerhaufen gerettet und hier in ihrer Siedlungsgruppe dabei waren. Das war ja schon unheimlich, wie auch die Reise durch das Wurmloch und etliche andere Begebenheiten.

 

Es geht immer noch weiter. Später.

 

 

 

 

 

 

 

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