Fritz Lenders

....schwarze Burg und rote Rosen ( Teil 61 ) Chaos überall...

... gegen 9.30  Uhr Vormittags  schreckte Adelheid aus einem Schlaf auf, welcher sie wirklich etwas zur Ruhe hatte kommen lassen.


Armina lag wie ein kleines Wiesel, zusammengerollt und friedlich schlummernd auf der Mauerseite des breiten  Bettes.
Die Haare waren struppelig und seidig über das ganze Gesicht verteilt und der Körper der jungen Frau glänzte zart im Licht der Vormittagssonne.

Armina lag nackt im Bett und war für Adelheid die Versuchung in Person.

So sanft und zärtlich wie möglich, küßte die Burgherrin Arminas Haut und wunderte sich nicht, daß sich die blonde Kämpferin des Dorfes.. sofort wohlig reckelte und mit noch geschlossenen Augen.., die Finger tastend.. nach dem Kopf von Adelheid suchten.
Armina fuhr mit der Hand durch Adelheids Haare und zog deren Kopf sanft zu ihren Lippen heran.

" Guten morgen du Sonne meines Lebens. Konntest du ein bischen schlafen ?

Wir haben heute viel zu erledigen. Ich glaube die Burg braucht unsere Hilfe sehr dringend.

Aber bevor ich jetzt aus dem Bett springe.. muß ich unbedingt noch ein bischen kosten.., wie so eine hochwohlgeborene Dame wohl schmeckt !"

Mit einem frechen, schon fast als sündig anzusehenden Blick zog Armina Adelheid zu sich auf die Seite des Bettes.
Die Lippen des Mädchens erforschten die so empfindliche Region der Burgfrau, rund um den Nabel herum.

" Sag mal, wie konnten wir eigentlich so nebeneinander daher leben, ohne voneinander zu wissen ? Eigentlich hätten wir schon von Herzens wegen die Gegenwart von uns spüren sollen. Aber scheinbar war die Zeit noch nicht reif für uns. Und woher könnten wir auch begreifen, daß eine Liebe zwischen zwei Frauen möglich ist. Und so unsagbar schön. "

Armina leckte während ihrer Worte... so nebenbei mit der Zungenspitze über den Nabel der schönen Frau aus der Burg.
Ihre Zunge kreiste so flink und so frech.. wie es scheinbar wirklich nur das junge Dorfmädchen  so genießerisch machen konnte.
Da auch Adelheid ohne Bekleidung im Bett gelegen hatte.., waren natürlich keine Textilien hinderlich an den zärtlichen Streicheleinheiten der Zwei.

Arminas Finger streichelten sanft immer weiter nach unten.. immer weiter in Richtung Flammenmeer.

Für Adelheid war es auch schon eine neue Erfahrung.., sich so nackt und völlig frei von Scheu und Scham der Liebe hinzugeben.
Willig genoß sie die feuchte Zunge von Armina in den flammenden Regionen.., die nach Kontakt mit der Zunge des Mädchens schrien.
Während Armina ziemlich neugierig vom süssen Saft der Frau trinken durfte.. konnte wiederum Adelheid nicht der Versuchung wiederstehen.., ihre Finger den Körper des Mädchens erforschen zu lassen.

Von innen und in jeder Körperöffnung,  die sie voller Lust mit Fingern und Zunge erkundete.

Innerhalb von weniger als 5 Minuten Streicheln, Küssen und Lecken..., überzog beide Frauen ein Orgasmaus , welcher schon fast als Erdbeben eingestuft werden konnte.



Gegenseitig hatten sie sich mit den Mündern  zwischen den gespreizten Beinen der  geliebten Partnerin  vergraben und ließen sich die heissen Säfte über die Gesichter laufen.
Voller Wildheit und schon fast ausser Sinnen.., drückten sie sich die Zungen so tief wie möglich in das pulsierende und tobende Inferno der absoluten Geilheit.

" Armina.., wenn ich könnte, würde ich mit meinem kompletten Körper in dich hinein schlüpfen. Dich von innen  zu lecken und zu streicheln...würde mich in den Himmel der absoluten Vollendung tragen. Was können andere Menschen dem Leben abgewinnen, wenn sie noch nie das Feuer der Leidenschaft so fühlen durften.. wie wir beide ..."

Bei den Worten der Burgfrau.. begann Arminas Unterleib zum wiederholten male zu zucken. Mit beiden Händen hielt Armina den Kopf von Adelheid und drückte das Gesicht fest gegen ihre spritzende Weiblichkeit.
So schön... so heiss.
Sie fühlte sich, als ob sie zu fliegen begann.

Auch Adelheid hob ab in den Himmel der Lust.. als ihr Armina mit den Fingern zeigte..., daß außerhalt der üblichen Lustzonen.. auch noch ein anderes tiefes Lustgebiet einlud.., sich in die Tiefe vorzutasten.
Und nebenbei brachte Arminas Zunge Adelheit an den Rande des absoluten Wahnsinnes.

Sie war bereit, jeden Weg des Mädchens gemeinsam zu erforschen und zu genießen.
Sie wollte Armina nie wieder loslassen.
Ebenso fühlte auch das Mädchen vom Dorf.

Gemeinsam würden sie jede Herausforderung meistern.. sich jeder Gefahr stellen, die der Tag auf ihren Weg legte..

...und jede Nacht wollten sie abheben in die weiten Welten der Erotic. 

Aber es war auch nun noch so einiges zu erledigen.
Zum Beispiel.. ein paar der Bischofskrieger zu töten.

Oh ja.., und wie sie dieses Gesindel vernichten würden.

Doch zuerst mußte ein bischen Wasser die kleinen Mitbringsel aus der Welt der Hitze.. von ihren Körpern waschen.
Außerdem wollte sich Armina mit Everie in der Burg in Verbindung setzen.., weil sie natürlich Bedenken hatte.. betreff der Wunde in Adelheids Gesicht.
Auch wegen der Kinder wollten sie selbstverständlich Bescheid wissen.

Armina versuchte so sanft wie möglich... aus dem Bett zu kommen, ohne Adelheit enttäuschen zu müssen.
Enttäuschen deshalb.. weil die Finger des Mädchens noch immer gewisse Zonen der Burgherrin ausfüllten.

Adelheid hätte nie im Leben damit gerechnet.. daß sich schlanke Finger  zu solchen Gefühlsexplosionen benützen lassen konnten.
In jedem Bereich ihres Körpers.
Niemals hätte sie sich vorstellen können..., welches Feuer auch ein Hinterteil hervorzaubern könnte.
Nie im Leben.

Und es war so wundervoll.

Eine Stunde später saßen Beide schon wieder auf dem Allradfahrzeug der Zeitreisesoldaten und sausten in Richtung Krieg.

Adelheid hatte kurz mit Everie sprechen können und erfahren, daß das Tor der Burg beschädigt war.., aber daß die Bischofssoldaten zum Rückzug gezwungen worden waren.

Seitens der Burg waren mittlerweile schon 10 %  der Munition verschossen worden.

!00.000 Schuß Stahlmantelgeschosse hatten die Bischofsgarde zum Rückzug gezwungen.

Mit einem Großteil der Granaten hatte die Burg fast alle Kampfgeräte und Maschienen des Anführes von drüben, vom Wald.., zerstört.


Auf einen kurzen, hysterischen Vorstoß der Bischofssoldaten hatte es ein ziemlich unschönes Gebrutzel gegeben.., als die vordersten Soldaten wieder die Stromdrähte mit ihren Holzhaken wegzogen.

Zwar fand ebenso wie vor Tagen.. kein Kontakt  mit den Männern statt, die die Drähte wegzogen.

Doch mußten anschließend fast ein Duzend Männer ins Gras beissen, weil sie so achtlos über die im Gras liegenden Drähte liefen, welche noch voll unter Strom standen.

Ebenso liefen die vordersten Soldaten ziemlich euphorisch.. voller Schwung in die 380 Volt Fallen.

Ein kurzes ziemlich lautes Gebrülle und ein anschließend das ganze Kampffeld überziehender Geruch von verbranntem Fleisch, ließen die Angreifer wie gehabt in den Wald zurück flüchten.
Wieder wie panische Hasen.

Am Waldrand stand der Kommandant mit feuerrotem Kopf..
und mit seinen bunten Schlafklamotten.

* .. na gut, dann formieren wir uns also nochmals neu. Immerhin habe ich schon mal dieses interessante Teil, mit welchem man auf vier Rollen fahren konnte. Auch zwei der komischen Insekten aus Metall sind nun mein. Wie sie funktionieren.. werde ich herausfinden.. *

Der Anführer der Truppen des Bischofs hatte mittlerweile 32 Männer verloren, welche sich hinten im Wald schon fast aufstapelten. 
Leichenberge dienten nicht dazu.., die Moral der Truppe zu stärken.
Dies mußte als allererstes erledigt werden.

6 der Soldaten waren schon seit zwei Stunden damit beschaftigt, eine ziemlich tiefe Grube auszuheben um die Männer in die ewige Totenruhe zu  geleiten.
Für eine aufwändige Feuerbestattung war momentan keine Zeit.

" Jeder dieser so tapfer und doch so traurig gefallenen Männer, wird für immer in unseren späteren Geschichten über den Kampf an der Burg..., erwähnt werden. Ebenso wird für jeden der Angehörigen, welche die Männer zurücklassen mußten, ein Leben lang gesorgt werden. Ich gelobe es bei meinem Ansehen als Kommandant der Garde, daß kein Tod ungesünt bleibt und daß keine einzige Familie der Soldaten Hunger leiden wird. "

Mit diesen traurigen Worten des Anführers wurde Erde über die in der Grube gebetteten  Männer verteilt.
Mit jedem Wurf von Erde in die Grube.. wurde auch die grausame Sadistenseele von Anselm wieder mal aktiv.

* Die durch ihre eigene Schuld verwundeten Männer sollte ich eigentlich gleich mit begraben lassen. Vollidioten. Humpeln durch die Gegend und machen mir die Truppe aufsässig *

Anselm überlegte sich, ob er die kampfunfähigen Männer zurück nach Augsburg schicken sollte ?
Kein Verwundeter war nützlich und trug ebensowenig zum Sieg über die Burg bei.

Aber sie könnten die Moral wesentlich stützen.., wenn bekannt wurde, daß sie in der Bischofsstadt fürstlich belohnt würden und versorgt ihre Wunden ausheilen durften.
Naja, dies war eigentlich kein schlechtes Manöver welches sich in Anselms Kopf abspielte.

Umso mehr würden seine Mannen zum Sturm auf die Burg motiviert werden.

Gesagt getan.. waren innerhalb der nächsten 2 Stunden alle Verletzten abmarschbereit und soweit versorgt, daß sie entweder selber gehen konnten oder von Kameraden in behelfsmässigen Tragen abtransportiert werden konnten.

Leider wollte es der Zufall, daß sich aber Armina und Adelheid von hinten der Truppe näherten.

Adelheid hatte die Skorpio  von Bruno dabei und freute sich schon auf den Einsatz des Schußgerätes.

Armina und Bruno hatten der Burgfrau so intensiv wie möglich aber auch so schnell wie es die Lage erforderte.. eine Einweisung der kleinen Maschienenpistole zuteil werden lassen.

Zu dem hatte die Burgfrau noch den Bogen und die Pfeile dabei.

Etwa 2 Kilometer weiter hinten, also wesentlich entfernter als der Punkt von heute morgen.., schlichen sich die zwei Kämpferinnen an das Waldlager heran.

Everie hatte glaubhaft versichert, daß zwar das Burgtor beschädigt sei und die Murgmauer ziemlich ramponiert war..., aber daß alles im Griff der Burg sei.

Es hatte weder Verlezte gegeben.., noch waren Tote zu beklagen.
Ebenfalls waren die zwei Mädchen, also Anne und Traudel in Sicherheit.

Ein kleines Problem bereiteten die Ohrknöpfe.

Die Techniker der Burg würden noch einige Zeit benötigen, um die Funkverbindung wieder herzustellen.

Everie flehte die zwei Frauen nur nochmals an, keine großen Risiken einzugehen.
Es würde nichts bringen, wenn sie durch Unachtsamkeit verletzt oder getötet würden.

Noch schlimmer wäre es sogar, wenn eine der Beiden oder gar alle Zwei in die Hände des Kommandanten gerieten.
Denn dann wäre die Burg erpressbar.


Doch Armina als auch Adelheid schworen bei allen Geistern der Wälder, daß sie unbedingt vorsichtig sein würden.
Kein näherer Kontakt zu den Soldaten der Angreifer und keine Einzelaktionen.



Aber wie es eben das Schicksal so will...



Armina steuerte das Quad in weitestem Bogen an den Truppen vorbei und dennoch gerieten sie fast in die Hände der Soldaten.

Im Bewustsein der Lage des Waldlagers..., waren sie sozusagen weit  aus der Schußlinie.

Doch die zurückhumpelnde Truppe an Verletzten.., kreuzte etwas weiter hinten ihren Weg.

Armina in voller Fahrt.. lenkte das Quad in engem Bogen um einen Busch herum , welcher direkt an der abknickenden Straße am Boden dahinwucherte, ihr die Sicht nach vorne  verdeckte.. . und stand sozusagen plötzlich   Nase an Nase den Soldaten gegenüber.

Die Verwundeten waren in Begleitung von vier Begleitwachen.., als der Kontakt stattfand.

Vollbremsung und aufwirrbeln von Staub ließ beide Seiten panisch aufschreien.

Aber reaktionsschnell ließ sich Adelheid vom Quad fallen.., überschlug sich einmal im Staub und hatte innerhalb einer Sekunde die Skorpio im Anschlag.
Noch während die Soldaten ebsoschnell ihre Bögen mit Pfeilen bestückten und spannten...,
... ließ eine erste Gewehrsalve die vorderste Reihe der Männer in Blut und Chaos stürzen.

Die Entfernung zwischen den kämpfenden Linien betrug ungefähr 25 Meter.

Natürlich konnten weder Adelheid noch Armina so schnell  erkennen, daß nur vier der Soldaten zum Kampf fähig waren und der Rest des traurigen Dutzends ziemlich ramponiert durch die Gegend humpelten.

Verwundert waren die zwei Frauen allerdings nicht wenig.., als sofort nach Adelheids Feuerstoß die Bögen sammt Pfeilen und ebenso eine beträchtliche Menge an Schwertern.. in hohem Bogen durch Luft segelten und neben der Strasse im Gebüsch landeten.

Zugleich wurden alle Arme nach oben erhoben und die Männer wagten es nicht mehr.. sich zu bewegen.
Ausgenommen von drei Soldaten, die sich am Boden wälzten und von den Kugeln aus der Skorpio ziemliche Wunden zu den schon vorhandenen Verletzungen  erleiden mußten.

"  Nicht mehr mit dem Feuerstab schießen. Wir leisten keine Gegenwehr.. wir sind Alle verletzt und wollen zurück nach Augsburg.  "



Die kleine Truppe war sichtlich wehrlos und hatte zudem Angst und wollte nicht noch mehr Leiden auf sich nehmen.



" einer von Euch kommt herüber zu uns und die anderen bleiben mit erhobenen Armen stehen. Bei jeglicher Bewegung.. wird sofort geschossen werden. Ist das klar ? "

Einheitlich nickten alle Köpfe zustimmend.
Einer der Wachbegleiter trottete ziemlich unsicher auf die zwei Frauen zu.
Zwar konnte er sich absolut nicht erklären, warum nur einzig und alleine zwei Weibssoldaten vier erfahrene Männer so in die Knie zwingen durften, aber er akzeptierte die Sache einfach so wie sie war.

" Wir sind auf dem Weg  zurück zur Stadt und wollten die Verletzten versorgen lassen. Außerdem hatten wir auch nicht vor, euch anzugreifen. Wir sind froh, daß sich der Krieg an der Burg   für uns erledigt hat.  Leider haben wir nun noch mehr Blut auf der Strasse, weil ihr so schnell die Metallteile auf uns schleudern mußtet. "

Armina und Adelheid gingen dem Mann entgegen und verringerten den Abstand zu den Soldaten mit den hochgestreckten Armen um die Hälfte.
Nun trennten sie noch etwa 15 Meter von dem traurigen Haufen  und beide Frauen konnten erkennen, daß das Blut wirklich wieder mal strömte.

Armina lief zurück und schnappte sich ihren Rucksack.
Sie hatte einiges an Verbandsmaterial dabei und wollte es eigentlich  im Falle eines Falles für Adelheid verwenden.

Nun war aber die Situation anderst.
Die Not erforderte ein schnelles Handeln.

" Wenn einer von euch auch nur mit der Wimper zuckt.. erschießen wir euch alle zusammen. Versprochen ! "

Die Männer mußten zurück in den Schatten der Büsche, wo sie sich niedersetzen konnten.
Die Drei angeschossenen Männer lagen im Staub der Strasse.
Zwei hatten ziemlich blutende, aber vermutlich doch harmlose Streifschüße oder Durchschüsse.

Jedoch der Dritte hatte einen ziemlich üblen Schuss in den Unterschenkel eingefangen.. der vermutlich den Knochen zersplitterte  und die Kugel in der Wade hatte stecken lassen.

Bei der geringsten Bewegung knirschte der Mann mit den Zähnen und war kurz vor einer Ohnmacht.

Seine zwei Kameraden waren von Adelheid ziemlich schnell mit Verbandspäck`chen und fixierenden Binden versorgt worden.

Jedoch der Mann mit seinem Bein brauchte etwas mehr Zuwendung.

"  Zwei von euch zu mir herüber. Ihr haltet euren Kameraden stabil und sorgt dafür, daß er nicht dauernd mit seinem Füßescharren den Staub aufwirbelt."

Während Armina mit zittrigen Händen und noch zitterigeren  Gedanken überlegte, was ihr Helene erzählt hatte.., die Injektionen betreffend..., schnitt Adelheid schon die Hose des Mannes über dem Knie einfach herab.

" Wir müssen diese Metallkugel aus dem Bein entfernen. Vermutlich wird dann die Blutung etwas weniger werden und außerdem werden sich dann auch die Schmerzen mehr ertragen lassen. Wir öffnen die Wunde etwas und während seine Kollegen den Mann halten, versuchst du mit deinen Fingern die Kugel zu ertasten. Er wird es schon aushalten. Helmreich wurde auch nicht nach Schmerzen  gefragt, als ihm sein Kopf abgeschnitten wurde... "

Adelheid legte eine ziemlich Härte an den Tag.

" Nein, ich versuche die Metode, welche mir Helene so beschrieben hat. Übrigens auch die Sache, die sie mit deinem Zahn gemacht hatte." 



Armina versuchte die Nadel auf die Spritze zu bekommen und tatsächlich funktionierte es so, wie sie es von der Ärztin in einer Kurzanleitung gelernt hatte.
Die Nadel mußte direkt in die Wunde eintauchen.
Für den Mann nur ein Piks.
Naja, wenn man bedenkt, wie sehr zerrissene Nerfenenden toben können.., kann man sich auch vorstellen, daß eine Spritze in eine offenen Wunde dann doch etwas mehr als piekst.

Aber innerhalb von drei Minuten war der Fuß total taub und schmerzunempfänglich.

Armina stocherte in der blutigen Masse mit einer Pinsette herum und fühlte das Metall.
Leider ließ sich das Projektil so nicht herausziehen.

Armina kramte in ihrer kleinen Tasche herum und fand zum Glück ein kleines Einwegskalpell.

Zwischenzeitlich waren ein paar der Männer neugierig etwas näher heran gekrabbelt um zu sehen, was die zwei Frauen mit dem Mann machten.

Adelheid und Armina bemerkten es sehr wohl, ließen die Männer aber dennoch herankommmen.

"Ihr wißt was passiert, wenn einer auch nur an Dummheiten zu denken wagt... !! "

Adelheid klopfte auf die Maschienenpistole ,welche an einem Gurt um ihren Hals herab hängte.

Alle Köpfe nickten unterwürfig in ihre Richtung.

Armina nahm das Skalpell aus der Verpackung und weitete den Schußkanal etwas aus.
Ein kleiner Schnitt.., ziemlich tief angesetzt aber wenigstens keine weiteren Bkutadern durchtrennend.

Die Männer welche ihren Kameraden hielten.., hatte mittlerweile grüne Gesichter.
Dunkelgrün und mit Brechreiz kämpfend.

Interesanterweise hatte ihr verletzter Freund jedoch keine Schmerzen.., wie sie verwundert feststellten.
So eine Technik wäre schon des öfteren erwünscht gewesen, weil  Versorgungen von Wunden meistens  mit brutalsten Schmerzen verbunden waren.

Endlich konnte das Dorfmädchen die Kugel aus dem Fleisch des Mannes entfernen. 
Sie reichte das Projektil einem der Männer welche das Opfer festhielten.

Fast unglaublich, wie klein und unscheinbar so eine Kugel war.. und wie schlimm hingegen die Wunde aussah, welche sie hinterlassen hatte.

Den Männer war ziemlich schnell klar, daß gegen solche Todeswaffen..., Pfeil und Bogen recht machtlos waren.

Der Fuß war in den nächsten Minuten recht schnell stabilisiert.
Eine interessante kleine Naht.., ausgeführt von ungeübten Händen eines Dorfmädchens.., verschloss die Fleischwunde und eine Schiene, hergestellt aus trockenem Waldreisig stellte den Fuß ruhig.

" Und jetzt kommen wir zum wesentlichen Teil unseres Zusammentreffens. Ihr wollt nach Augsburg und wir wollen zur Burg. Ihr werdet Verstärkung anfordern und wir werden die angreiffende Truppe reduzieren. Wie also können wir verbleiben ? "

Adelheid stand fragend vor den Männern.

" Wir wollen euch nicht töten, aber wir müßen mit allen Mitteln verhindern, daß ihr zur Gefahr für unser Vorhaben werdet  !"



Gemeinsam mit Armina  blickte die Burgfrau einem nach dem Anderen in die Augen.

" Wie sollen wir mit euch verfahren ? Wie können wir sichergehen, daß ihr uns nicht niedermetzelt.. wenn wir euch den Rücken zukehren ?  "


" Wir sollten eigentlich nicht nach Augsburg...! "

Einer der Wachesoldaten stotterte etwas herum und blickte fast schon flehend.. zu dem Mann mit dem operierten Fuß.

" Jetzt komm schon und erzähle du weiter..., ich fühle mich so total schlecht und es ist auch zum schämen ! "



Der am Boden Liegende.. welcher im Moment keine Schmerzen verspürte...  sprach weiter.

" Wir sollten die Verwundeten bis drüben an die Schlucht geleiten, wo die Holzbrücke über den Bach führt. Dort sollten wir die Verwundetetn in die reissende Schlucht stürzen..Anschließend wären wir zu viert  nach Ausburg beordert worden, um weitere Truppen zur Burg zu führen. Es ist schrecklich und es ist absolut grausam.. Aber so waren die Befehle an uns. "

Der Mann war sich bewusst, welches Entsetzen die Worte unter den kranken Soldaten auslöste.

" Schon seit dem Abmarsch aus dem Waldlager versuchen wir eine Möglichkeit zu finden..., das Gemetzel zu vermeiden.  Nun hat das Schicksal für uns entschieden. Was immer ihr nun für Richtig empfindet.., was immer ihr mit uns als Bestrafung  ausführen wollt.., wir werden es reumütig erdulden.  "



" Wieviele Soldaten sind in Augsburg verfügbar und wieviele Soldaten sind an der Burg noch im Einsatz ?  "


Adelheid war außer sich vor Zorn...

" Und ein wesentlicher Punkt...! Wer hat den Tod meines Mannes zu verantworten ? Wer war in der Burg ? 



" Unser Anführer ...  !! "      erklang es aus  einem dutzend   Mündern gleichzeitig...!      " Anselm hat sich in der Burg eingeschlichen um seine Hand zu retten "

 

Die Soldaten erzählten von dem Vorfall, als Anselms Finger abgeschossen wurden unnd auch von dem Angebot der Burg, jeden der Krieger zu versorgen, egal was zuvor gewesen war.

Sie erzählten von dem Plan Anselms, die Burg zu erkunden und Schwachstellen zu finden.

Ebenso erzählten sie von der Angst des Anführers, ob seiner Finger  und daß er so plötzlich im Morgengrauen wieder bei der Truppe aufgetaucht war.

Bunt bekleidet und böse wie eh und je...!

Adelheid und Armina überlegten sich , ob den Männern zu trauen war.
Noch fraß sich das Entsetzen durch die Knochen der Leute, ob des geplanten Massakers an ihnen.
Aber würde es auch so bleiben ?

Würden ihnen die Mannen nicht gleich bei erstbester Gelegenheit in den Rücken fallen ?

Eine  wirklich schwere Entscheidung.

  Armina.., hallo.., hallo  Adelheid.., wo haltet ihr euch gerade auf ?Die Angreifer haben sich in den Wald zurück gezogen . Wenn ihr in der Nähe seid.. könnten wir euch eine Geleittruppe schicken um euch in die Burg zu bringen... *

Everies Stimme klang in den Ohrknöpfen wie sanfte Musik.
Endlich wieder etwas Licht am Horizont.
Die Burg war also noch stabil.

" Wir können momentan nicht zur Burg. Wir befinden uns in einer Mission nach Augsburg.  "



Adelheid hatte innerhalb der nächsten 5 Sekunden einen kühnen Plan ...




" Wieviele Soldaten befinden sich noch in Augsburg beim Bischof. Wieviel Verstärkung müßen wir befürchten ? "

Die Burgherrin blickte zu der Truppe...

" Können wir auf euch zählen ? "


" Vielleicht noch 30 Soldaten vor der Stadt und etwa 15-20 Leute in der Bischofsresidenz.. !  Und ja.., wir wären ja im Normalfall ohnehin schon alle tot.. "

Der Soldat blickte ergeben zu Adelheid.

" Wenn ihr Verwendung habt für eine etwas schwächere Kampftruppe... ?  Wir wären für euch bereit ! "

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Fritz Lenders).
Der Beitrag wurde von Fritz Lenders auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.07.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Sie folgten dem Weihnachtsstern: Geschichten zu meinen Krippenfiguren von Christa Astl



Weihnachten, Advent, die Zeit der Stille, der frühen Dunkelheit, wo Menschen gerne beisammen sitzen und sich auch heute noch Zeit nehmen können, sich zu besinnen, zu erinnern. Tirol ist ein Land, in dem die Krippentradition noch hoch gehalten wird. Ich habe meine Krippe selber gebaut und auch die Figuren selber gefertigt. So habe ich mir auch die Geschichten, wie jede wohl zur Krippe gefunden hat, dazu erdacht.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Mystery" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Fritz Lenders

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

wenig Geld ... und trotzdem glücklich leben ( Teil 5 ) von Fritz Lenders (Weisheiten)
Mit seinem Namen leben von Norbert Wittke (Einfach so zum Lesen und Nachdenken)