Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ansichten über den Tod oder eine philosophische Betrachtung

Tod

Mit ihm beginnt das Leben,

zu ihm kehren wir zurück.

 

Besondere Merkmale: allgegenwärtig

Farbe : Schwarz – absolute Dunkelheit

Symbolisch assoziiert mit:

ausgebleichtem Knochengerüst oder auch nur als Schädel

Lieblingsfarbe : Rot

Rot – das vergossene Blut.

Rot – die Glut

Rot - das verzehrende Feuer

Rot - Das Tor zur Hölle

 

Wohl endet Tod des Lebens Not,

doch schauert Leben vor dem Tod.

Das Leben sieht die dunkle Hand,

den hellen Kelch nicht den es bot

(Rumi . 13. Jahrh. – Beginn der 15. Ghasel/Diwan)

 

Das Gute, das Schlechte – mit dem sich jeder Mensch auseinandersetzen muss, ein Kampf.

Religionen heben den Zeigefinger. Malen das Leben vorrangig schwarz, warnen vor der Dunkelheit

und dem daraus resultierenden Elend. Sie säen Angst und lassen sie heranwachsen.

 

Dann folgt das aber……

Warum geht es nicht auch anders?

Das Wahre, das Schöne und Gute, dass den Menschen ein Leben im Licht angedacht ist und nicht erst dann, wenn er wie ein Verlorener und Suchender durch ein Leben geeilt ist, immer mit der Angst im Gepäck.

Sollte das Leben nicht auch etwas Schönes sein? Eine Vorbereitung auf das Paradies und nicht vordergründig Ängste auf ewige Verdammnis wach halten!

Stellen wir uns mal den Tod in anderen Farben vor: Himmelblau, duftend gelb – farbenfroh!

Und wie reagiert die Psyche nach so einer verinnerlichten Neuausrichtung? Wie würden wir leben, gelebt haben, wenn uns von Kindesbeinen an der Tod als strahlender Begleiter aus dem Leben führen würde? Hast Du schon mal darüber nachgedacht?!

Und was ist mit der Angst? Solange wir uns an Dinge klammern und festhalten, einen Verlust nicht hinnehmen wollen und können, solange erscheint uns der Tod dunkel und Schwarz.

Wer aber sich Laufe des Lebens sich von der Angst befreien kann, loslassen kann, der gelangt auch zur Erkenntnis. Aber es ist tatsächlich ein äußerst schwieriges Unterfangen. Nur wenige erreichen das Ziel. Schon Aristoteles formulierte es: Ein Satz mit Widerspruch trägt keinen Wahrheitswert in sich.

Fazit: der Mensch hat sich selbst die Hölle erdacht, um Sehnsucht und Sinn nach dem Paradies nicht nur zu rechtfertigen, sondern es zum Ziel gemacht.
Nur hat er in seinem Leben sich zu sehr auf die Dunkelheit fokussiert und über Generation sich mit Angst eingedeckt und das ist nicht von der Hand zu weisen. Denke nur mal an einen Krieg.

 

 

 

 

 

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