Andreas Rüdig

Endknall

Der Endknall ist ein hypothetisches Ende des Weltalles. Die Expansionsrate nimmt dabei immer mehr zu, zuerst zerreißen Galaxien, zuletzt die Atome. Der Endknall erinnert den Laien an eine Explosion.

 

Sag mal, Guntram, mein Schatz?

 

Ja, Cosima, Balsam meiner übermüdeten Augen?

 

Wir hatten doch eigentlich dieses Wochenende in Holland an der Nordsee verbringen wollen. Richtig?

 

Ja, stimmt. Warum fragst du, Balsam meiner überhitzten Nerven?

 

War da gestern auch schon dieser Riß im Boden?

 

Nein. War er nicht.

 

Ist dieser Riß gestern auch schon mit Wasser voll gelaufen?

 

Da es ihn nicht gegeben hat, kann auch kein Wasser hineingelaufen sein.

 


Die Erde ist eine Kugel. Wir stellen uns den blauen Planeten zumidest immer so vor. Diese Kugelform ist momentan aber in akuter Gefahr. Die Gefahren des Endknalls machen sich überall bemerkbar. Der Erddurchmesser dehnt sich immer weiter aus; wie bei der Pelle zu heißer Bratwürste bricht die Erdkruste auf lagen Streifen auseinander. Soweit noch vorhanden fließt das Meerwasser in diese Erdlöcher und verdampft augenblicklich ob der Hitze. Die Erde war früher ein lavegefüllter Planet. Heute entwickelt er sich zu einem Erdhohlkörper.


Darunter leidet nicht nur der Pärchen in unserem Beispiel.

 

"Uns gehen die Wochenendtouristen an der Nordsee verloren," jammern die betroffenen Provinzen. Ihr Lösungsansatz: lange Streben aus Stein und Beton zwischen Holland und England sollen verhindern, daß sich das Oranje-Königreich immer mehr von Deutschland, seinem großen und großartigen Nachbarn entfernt.

 

Einen anderen Weg gingen die Balearen. Sie verankeretn riesigen Anker im Boden, warfen sie aufs Festland und versuchen so, ein Abdriften in Richtung Italien zu verhindern. Italienisch und Spanisch sind zwar als Sprachen sehr ähnlich. Mir persönlich gefällt aber Spanisch eindeutig besser," betont Juan Antonio y Maria aus Mallorca.

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