Bozena Friedrich

Bitte nicht schießen

Ein Brief

In einem meiner Kommentare habe ich geschrieben: Fäkalsprache ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit und nichts Harmloses. Vulgäre Worte ersatzweise gebraucht sind weder ein Ausdruck der Moderne, noch Freiheit, noch sonst was, sondern Zeichen von Störungen im Fluss sexueller Energie und sie bewirken Störungen im Fluss sexueller Energie, zum Beispiel Verspannungen in der Gebärmutter und Kriege.
Das Schießen.
Das Wort "Scheiße" ersatzweise gebraucht verhält sich zum sexuellen Missbrauch, wie das "verfluchter Jude" zu einer Gaskammer, ein verbaler Ausdruck ist keine Tat, so fängt es aber an.

Die Sprache der Sexualität und die der Ernährung und Ausscheidung gehen ineinander über: Gier, Durst, Löschung, Sättigung. Auf die sexistisch-vulgären Wörte reagieren Körperteile sexuell Misshandelter und ihre Reaktion wird in nicht wenigen Fällen mit Tabletten stillgelegt.
Die Worte werden als Werkzeug zwecks Verwicklung anderer in die eigenen, nicht eingelösten, nicht verarbeiteten Geschichten und Gefühle verwendet.
Die Fäkalsprache wurde vor einigen Jahren von einer Gruppe von Menschen in Nürnberg vor das Amtsgericht gebracht. Urteil: Nicht strafbar. Es darf mal ausrutschen. 
Rutscht es in Titeln literarischer Texte wirklich aus?

Worte "schiessen" und "scheissen" ähneln sich nicht nur im Deutschen sehr. Es gibt die Möglichkeit differenziert, angemessen zu äussern, was man sagen möchte. Es gibt Menschen unter uns, die die Worte nicht vertragen - wie Kinder und Inzestbetroffene. Beim Kind kommt zur Störung hinsichtlich sexueller Entwicklung schon dann, wenn ein Elternteil ihm sagt oder zu verstehen gibt, das er es mehr als seine Geschwister liebt. Fäkalsprache verursacht Verwirrung, die zum Beispiel ein Kind, eine kleine Scheide, nicht einordnen kann.

Es gibt die Möglichkeit ein Teil des vulgären Wortes durch ein Sternchen zu ersetzen. Es gibt die Möglichkeit neben dem Titel zu vermerken "anstößige Sprache", so dass der Leser entscheiden kann, ob er die Worte sehen möchte oder nicht. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.08.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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