Günter Weschke

September-Symphonie

September Symphonie


Der Sommer geht langsam zu Ende, der vergangene Sommer, war - Corona bedingt - anders, als sonst, einige der letzten Sommer waren heiß, aber zu trocken. Jetzt klopft der September an unsere Gartentür, hält er für uns noch ein paar Überraschungen bereit? Im Garten ruht der sterbende Sommer, die Blumenfülle vergangener Wochen, die uns täglich mit ihrer Farbenpracht erfreute, steht schweigend und halb verdorrt, der Dinge harrend, die jetzt noch kommen werden. Birnen, Äpfel und Pflaumen, die im taufeuchten Gras unter ihren angestammten Bäumen liegen, lassen noch so manchen Igel auftauchen, um hier schmatzend ein kleines Fest zu feiern.Ja, der September, ein Monat voller Genüsse, wenn Großmutter dann ihren berühmten Zwetschgen - Kuchen backt, ein großes Backblech, vom Bäcker geliehen, wird dicht an dicht, auf einem fluffigen Hefeteig, mit den entsteinten und halbierten Pflaumen belegt, mit Butterstreusel bedeckt und flink zum Bäcker getragen, dort gebacken und dann, noch leicht warm, abgeholt. Der frisch aufgebrühte Kaffee, dazu der wunderbare Kuchenduft und nicht zu vergessen, frisch aufgeschlagene Sahne, Herz was willst du mehr?

Der September ist ein wahrer Gaumenverführer, es werden Früchte zu Marmeladen, Gelees und Säfte verarbeitet und wer ganz geschickt ist, macht sich seinen "Obstler" selber. Man kann aber auch, herbstlich bunt gefärbte Blätter sammeln, um sie in einen Rahmen zu sortieren, der dann eine besondere festliche Stimmung ausstrahlen kann. September Ideen gibt es viele, man muss sie nur Umsetzen. So wird uns der September in einer besonderen Erinnerung bleiben. Eine Septembersinfonie, kann ein wunderschönes Konzert, bestehend aus Vogelstimmen, sein. Wenn sich am Morgen der Frühnebel hebt, der durchdrungen wird von den ersten, zaghaften Sonnenstrahlen, die gleichsam, wie zarte Feen-Finger, den Waldboden berühren, setzt sich der schnürende Fuchs ins taufeuchte Gras, um den wunderbaren Geruch einer Mausfährte aufzunehmen. September-Symphonie, ist eine märchenhafte Stimmung der Natur, die sich auf Menschen mit einer großartigen Sinnes-Aufnahme-Bereitschaft niederlässt. Hier ist die Welt noch in Ordnung.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
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