Günter Weschke

Herbstwanderung

Herbstwanderung

Die Sonne, eine blassgelbe Himmelserscheinung, die sich am frühen Morgen, ihrer Kraft noch nicht bewusst ist, schiebt sich langsam aus dem Horizont, in ihre Umlaufbahn.
Der zähe Morgennebel bemüht sich, sich von Feld und Wiese zu lösen, um sich allmählich, ja zögerlich, davon zu machen.
Der Tag beginnt also mit etwas Sonnenschein und Nebel, eine etwas sonderbare Mischung aus Hoffnung und …ach, ich weiß es auch nicht!
Nach dem Frühstück, oh ja, der Kaffee war gut, die Wanderschuhe angezogen und den Rucksack gegriffen und auf geht’s, rein in die schöne Natur.
Gleich hinter dem Haus beginnt der Wald, hohe Tannen begrüßen mich, das weite Maisfeld vor dem Wald, zieht sich bis zum Horizont hin.
Große Pflanzen mit breiten Blättern und leuchtend gelben Kolben.
Im Wald selbst, es ist ein Mischwald, deren Stämme noch nicht vom Borkenkäfer befallen sind, ist es still, ab und zu knarrt ein Baum, oder es fällt etwas herab. Eine wunderbare Ruhe umgibt mich, jeder Atemzug schenkt mit natürliche, würzige Waldluft.
Ein Fuchs schnürt über den Weg, wir kennen uns schon recht lange.
Plötzlich macht er einen großen Satz und verschwindet im Dickicht, dann höre ich sie auch, eine Rotte Sauen rennt, laut grunzend, in Richtung Maisfeld.
Die meisten Blätter an den Bäumen sind noch grün, zeigen aber an den Rändern, dass der Herbst bereits seine Farben angerührt hat.
Am Ende des Weges, öffnet sich der Wald und gibt einen grandiosen Blick auf die Tiroler Bergwelt frei.
Einige von ihnen haben schneebedeckte Häupter, die den blauen Dom des Himmels scheinbar berühren möchten.
Vor diesen Giganten liegen die welligen Hügel des Allgäus, ein sanftes Auf und Ab, unterbrochen von einigen kleineren Bergen, aber umgeben von grünen Wiesen, Wäldern und lieblichen Dörfern.
Weidevieh auf den Weiden und in großen Koppeln werden Pferde gehalten.
Traktoren fahren hin und her, der Herbst hält die Landwirte auf Trab.
Das Ernten, Einfahren und Lagern der Ernte ist ein gut durchdachter Ablauf, Stadtmenschen können nur staunend zuschauen.
Ein flacher Stein am Weg ladet mich ein, hier meine Brotzeit zu halten, da möchten plötzlich auch noch ein paar andere Gäste dran teilhaben.
Krähen fordern laut krächzend ihren Anteil.
Na gut, sie haben gewonnen, großzügig werfe ich ihnen den Rest zu.
“hier, nehmt das auch noch!” Nein, keine Dankbarkeít
Eine liebliche Ortschaft mit unscheinbarem Gasthaus, ja, ich war bereits einige Male hier, ein köstlicher Schweinsbraten, Knödel und ein Rotkraut, dazu ein frisches Bier, ja mei
Am späten Nachmittag war ich wieder in meinem Garten.
Die Heimat ist etwas wunderschönes und wenn man sie so erleben kann, möchte man den ganzen Tag nur Jodeln.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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