Christian Holler

Der Wettlauf beginnt bereits am Morgen

Die Augen gingen auf. Noch mit zusammen gequetschten Augen ging der Griff zur Seite. Das Handy gegriffen ging der erste Blick auf die Uhrzeit, und ob entgangene Nachrichten eingetroffen wären. Früher Morgen und wie gewohnt: Nichts.
War es ein Traum ? Die innere Sehnsucht nach einer Nachricht, die zu einem Anruf und freundlichen telefonat am Morgen einlud. 

Ja, es musste ein Traum gewesen sein, denn da war nichts, und auch die letzte Nachricht dieser Art war bereits Monate, nein, sogar schon über ein Jahr her.
Wie sehr man doch in der Zeit feststecken kann, dachte er sich. Es fühlt sich an wie gestern, dass da noch jemand war, der sich am Morgen nach ihm sehnte, ihn sehen wollte, mit ihm über den Tag reden wollte. 
Und nun bereits seit langem: Nichts mehr.

Sofort windeten sich die Gedanken um die Vergangene Zeit, die erlebte, und das, wonach er sich am meisten sehnte. 
 

Schnell ergriff er die Chance auf dem Handy eine seiner Lieblingsserien anzumachen, doch die Ablenkung brachte nichts. Die Inneren Tränen waren da, die Gedanken kreisten.
Noch schneller galt es nun also aufzustehen, den Weg ins Bad zu finden, zum Frühstück, an den PC, den TV oder doch etwas früher zur Arbeit ?
Hauptsache weg, hauptsache Ablenkung.

Die Gedanken dürften ihn nicht wieder gefangen nehmen, denn dann wäre der ganze Tag gelaufen. Auch die Medikamente würden dann nicht mehr helfen, zu einer neuen Routine hatte er auch noch nicht gefunden.


So begann er also: Der Wettlauf, fast schon ein Sprint, gegen die Gedanken, gegen die Sehnsucht, gegen die Wunden, für die er selbst einst gesorgt hatte.
Und vor allem begann eins von vorne: Die Suche nach der Lösung, der ERlösung, dem Sinn seiner Existenz...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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